Beiträge von Kathie

    Ich empfinde die Wettervorhersagen als übertriebener als früher.

    Beinahe wöchentlich wird mittlerweile vor irgendwelchen Kältewellen, Polar-Eisluft, möglichem Jahrhunderhochwasser, Monstersturmzellen oder auch Rekordhitze gewarnt, dann werden noch bedrückend klingende Worte wie "Blutschnee" eingestreut, die man erstmal googeln muss. Jetzt mal überspitzt ausgedrückt. Irgendwelche vermuteten Prognosen werden stets als absolut reißerische Schlagzeile genutzt, so als wären Wetterphänomene früher nie aufgetreten.

    Klar schneit es im Winter und wird teilweise auch glatt. Klar ist es im Sommer mal heiß. So viel, wie diesen Winter aber gewarnt wurde, so wenig ist bei uns im Süden aber tatsächlich eingetroffen. Im Norden sieht es anders aus dieses Jahr, das stimmt. Und sinnvolle, realistische Warnungen sind wichtig. Reißerisches Schlagzeilenkreieren gibt es leider auch zuhauf, und das nervt mich.

    Mit den Hinweisen "Florida", "kleiner Fluss" und vor allem "östlich von Three Sisters Springs so auf einer ähnlichen Linie" habe ich mich auf google maps, mit dem kleinen gelben Männchen (baumelnd am Mauszeiger) zoomend und klickend mal auf eine längere Reise gemacht.

    Wenn der gesuchte Ort auch Quellen (Springs) im Namen hat, weiß ich wahrscheinlich den Namen. @Kathie ?

    Ja, dann lass mal hören!

    Also: Der Tipp war tatsächlich so gemeint, dass es kein großer Fluss ist. Das war vielleicht unklar formuliert, sorry.

    Es sind nicht die Everglades. Crystal River ist sowohl lokal als auch von der Art des Wassers näher dran, das Foto ähnelt tatsächlich sehr dem dortigen Three Sisters Springs, ist es aber nicht. Braucht ihr noch mehr Hinweise?

    Ich würde jetzt so vorgehen:

    Einwilligung der Eltern einholen, vielleicht haben sie ja kein Problem damit. Wenn nicht alle ihre Einwilligung geben, damit zur Schulleitung gehen und sie fragen, wie du vorgehen sollst: entweder die Schüler kurz in eine andere Klasse setzen oder den Arbeitsauftrag des Seminars nicht erfüllen. Mit dieser Aussage gehst du dann zu deiner Seminarleitung. Wenn sie nach wie vor sagt, du sollst trotzdem einfach filmen, dann würde ich das erneut der Schulleitung berichten und dann könnte sie ja mit der Seminarleitung sprechen. Das wäre mein Vorgehen.

    Wir haben uns damals im Ref auch gefilmt (nach Einwilligung der Eltern und damals noch mit einer Digitalkamera, da hatte man das Problem mit der Cloud nicht). Ich fand es schon ganz spannend, mich mal selbst beim Unterrichten zu sehen. Also komplett blöd ist die Idee nicht, aber dieser lapidare Umgang mit dem Datenschutz geht natürlich gar nicht.

    Ich würde das auch auf keinen Fall machen, ohne mir vorher eine schriftliche Einwilligung von allen Erziehungsberechtigten eingeholt zu haben. Den Passus mit der Parallelklasse finde ich gut, alternativ kann man die Kinder auch ganz nach hinten setzen und die Kamera mittig platzieren, aber dann muss man ihnen vorher sagen, dass sie sich auch mündlich nicht beteiligen sollen, sondern nur zuhören. (Tonaufnahmen-Datenschutz). das würde in einer Grundschulklasse wahrscheinlich nicht funktionieren, je nachdem wie lange die Filmaufnahme sein soll.

    Was sagt deine Schulleitung zu den Forderungen des Seminars?

    Um das klar zu stellen: Ich will nicht mit Schülerinnen alleine auf Klassenfahrt fahren. Wo hast du das denn her? Ich finde auch nicht jede Ungleichbehandlung ungerecht, sondern Ungleichbehandlung allein aufgrund des Geschlechts. Ebenso jeden Generalverdacht, so begründet er sein mag. Da muss man dann abwägen, was schwerer wiegt: die Ungerechtigkeit oder der Schutz der Kinder.

    Und ist diese Ungleichbehandlung aufgrund des Geschlechts im Grundschullehramt stärker als in anderen Lehrämtern? Inwiefern? Außer dem Generalverdacht kam ja nichts. Und das Problem hat man ja wohl in anderen Schularten auch, wenn nicht sogar stärker.

    Also ich würde jedem Mann raten Grundschullehramt zu studieren, wenn er das gerne will. So wie ich jeder Frau raten würde, Automechanikerin zu werden, wenn sie das gerne will. Weil es nämlich vorwiegend darum geht, etwas zu arbeiten, das einem Spaß macht und einem liegt, ganz egal, ob es eine Frauen- oder Männerdomäne ist.

    Als Lehrer, jetzt nicht Pfarrer oder Hausmeister? An jeder Schule? In jedem Kollegium? Mehrere Männer? Wo, bitte, lebst du in Bayern?

    Ja, als Lehrer. Ich lebe in München.

    Ich verstehe den Vergleich mit farbigen Menschen und den Sitzplätzen im Bus nicht. Merkwürdiges Beispiel.

    Zu Bedenken geben möchte ich, dass es hier um Grundschule geht. Und die meisten Vorwürfe bezüglich sexueller Übergriffe kommen doch wohl eher von älteren Schülerinnen. Und wenn es einen trifft (ungerechtfertigte Vorwürfe, meine ich), dann ist das doch egal, ob man der einzige Mann an einer Schulart oder oder nicht. Also auch dieses Argument verstehe ich nicht ganz.

    Und noch etwas: Es gibt in jedem Grundschulkollegium, das ich kenne, Männer. An jeder Schule, an der ich bis jetzt war, aber auch an den Grundschulen meiner Kinder und Verwandten gab es jeweils Männer. Soooo exotisch ist das also nicht mal mehr.

    Belastung im Job, die man von außen vielleicht nicht so sieht:

    - man ist der einzige Erwachsene /Verantwortliche in der Klasse und muss durchgehend präsent sein und ständig viele kleine Entscheidungen treffen, oftmals ohne dass man die Möglichkeit hat, sich kurz mit einem anderen Erwachsenen darüber auszutauschen.

    - ist man kurzzeitig unwirsch oder ungerecht, leiden kleine Kinder darunter und das kann einen im Nachhinein auch nachmittags noch belasten

    - man sieht Kinder, denen man gerne mehr helfen würde als möglich und muss damit klarkommen

    - man ist teilweise sehr fremdbestimmt: durch den Lehrplan, den Stundenplan, die festen Ferienzeiten, die Unmöglichkeit, außerhalb der Ferienzeiten frei zu nehmen etc pp

    - mal einen Tag langsamer machen geht quasi nicht

    - man wird ggf. regelmäßig beurteilt: von der Schulleitung jährlich (in Bayern)

    - man liest in den Medien nicht unbedingt Nettes über seinen eigenen Berufsstand

    Wenn du meinst, damit umgehen zu können, dann trau dich! Ich finde es einen sehr schönen Beruf und ich denke, jeder andere Beruf bringt auch so seine Belastungen mit sich. Und noch eins: 25 ist nicht alt. Davon würde ich nichts abhängig machen. 25 ist auch kaum älter als 19, das magst du jetzt noch nicht so empfinden, aber glaub mir ruhig. :)

    Ja genau, mit langweilig meinte ich auch nicht, dass ich am Pult sitze und Däumchen drehe, falls du das so interpretierst hast, Zauberwald. Sondern dass es einfach nicht wahnsinnig spannend oder auch erfüllend ist, jahrelang immer und immer wieder die "Beweise für Nomen" oder das Prinzip der Tauschaufgabe zu erklären und zu wiederholen, natürlich ist man durchgehend beschäftigt, aber es kann ja trotzdem stellenweise langweilig sein.

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