Das Wechselmodell stelle ich mir für die Kinder stressig vor. Sie sind nirgends fest verwurzelt, haben die Hälfte ihrer Spielsachen woanders, und wenn sie dann in der Schule noch teilweise deshalb irgendwelches Zeug nicht dabei haben, ist das nochmal eine zusätzliche Belastung. Wechselmodell mit Eltern, die sich streiten und nicht in der Lage sind, ordentlich zu kommunizieren: schlimm für die Kinder.
Das Nestmodell ist für die Kinder sicher angenehmer, da müssen halt die Erwachsenen in den sauren Apfel beißen, nirgends richtig zuhause zu sein.. ist aber sicher fairer für die Kinder, denke ich jedenfalls. Kann aber wahrscheinlich nur klappen, wenn man sich mit dem Ex noch einigermaßen versteht.
Was dann auch klappen könnte, wenn man sich noch versteht: Kind wohnt bei einem Elternteil fest und sieht den anderen trotzdem unter der Woche ist und an den Wochenenden auch. Nicht das starre "alle zwei Wochen ist Papa-Wochenende", sondern ein wirkliches gemeinschaftliches Kümmern ums Kind. Abholen vom Hort, gemeinsam Klamotten kaufen am Abend, kurze Besuche, weil man gerade Lust hat. Sowas stelle ich mir am besten vor, fürs Kind.