Beiträge von Kathie

    Das Wechselmodell stelle ich mir für die Kinder stressig vor. Sie sind nirgends fest verwurzelt, haben die Hälfte ihrer Spielsachen woanders, und wenn sie dann in der Schule noch teilweise deshalb irgendwelches Zeug nicht dabei haben, ist das nochmal eine zusätzliche Belastung. Wechselmodell mit Eltern, die sich streiten und nicht in der Lage sind, ordentlich zu kommunizieren: schlimm für die Kinder.

    Das Nestmodell ist für die Kinder sicher angenehmer, da müssen halt die Erwachsenen in den sauren Apfel beißen, nirgends richtig zuhause zu sein.. ist aber sicher fairer für die Kinder, denke ich jedenfalls. Kann aber wahrscheinlich nur klappen, wenn man sich mit dem Ex noch einigermaßen versteht.

    Was dann auch klappen könnte, wenn man sich noch versteht: Kind wohnt bei einem Elternteil fest und sieht den anderen trotzdem unter der Woche ist und an den Wochenenden auch. Nicht das starre "alle zwei Wochen ist Papa-Wochenende", sondern ein wirkliches gemeinschaftliches Kümmern ums Kind. Abholen vom Hort, gemeinsam Klamotten kaufen am Abend, kurze Besuche, weil man gerade Lust hat. Sowas stelle ich mir am besten vor, fürs Kind.

    ich hatte zuerst vorsichtig Kroatien im Sinn, die Häuser, das Meer - aber die Vegetation ist so niedrig, das deutet vielleicht auf viel Wind hin. Sardinien kommt mir auch in den Sinn, da war ich noch nie. Vielleicht auch eine kanarische Insel?

    Aber was soll der Kollege dann machen, der mal wieder etwas verpeilt, wie letzte Woche schon, beim Losfahren merkt, dass er was vergessen hat. Zurück ins Haus, holen.

    Das klingt so entschuldigend. Ja mei, der etwas verpeilte Kollege halt, hat letzte Woche seine Sachen vergessen und jetzt wieder, der Arme, was soll er denn machen. Ja, er soll halt organisierter sein, am Vorabend sein Zeugs packen, wie auch immer. Jedenfalls schauen, dass er morgens seinen Arsch hochkriegt, auch wenn er am Vorabend lange feiern war, und pünktlich mitsamt Material vor der Klasse steht. Ich hab Null Verständnis für so ein lapidares "Was soll er denn machen" und für so eine laxe Einstellung bezüglich der Pünktlichkeit.

    Ich bin echt total erstaunt über diesen Thread. Ich bin in meiner Schulzeit (über 10 Jahre) vielleicht zwei-, dreimal zu spät gekommen. An der Grundschule müssen wir 15 min vor Unterrichtsbeginn im Klassenzimmer sein und Aufsicht führen, und wenn dann was passiert, weil man nicht anwesend ist, dann hat man ein ganz anderes Problem als den rügenden Blick eines Schulleiters! Zuspätkommen kommt bei uns tatsächlich quasi nicht vor.

    Wir hatten auch mal so eine Schulleitung. Die Stimmung im Kollegium ging rasant bergab.

    Es gab nämlich dann die Kolleginnen und Kollegen, die selbst sehr ordnungsliebend waren und das Schulsystem befürworteten wie es war. Die waren der Meinung: endlich mal jemand der durchgreift.

    Und es gab die freiheitsliebenden Leute, die sich dann auch schnell bevormundet fühlten - zumal es zuvor auch nicht kontrolliert wurde.

    Die freiheitsliebenden Lehrkräfte, die wiederholt erst nach Unterrichtsbeginn eintrudeln und zum Vorabitur zu wenige Kopien angefertigt haben? Die fühlen sich bevormundet, wenn sie von ihrer Vorgesetzten auf die Versäumnisse hingewiesen werden? Tough life.

    Ich empfinde die Wettervorhersagen als übertriebener als früher.

    Beinahe wöchentlich wird mittlerweile vor irgendwelchen Kältewellen, Polar-Eisluft, möglichem Jahrhunderhochwasser, Monstersturmzellen oder auch Rekordhitze gewarnt, dann werden noch bedrückend klingende Worte wie "Blutschnee" eingestreut, die man erstmal googeln muss. Jetzt mal überspitzt ausgedrückt. Irgendwelche vermuteten Prognosen werden stets als absolut reißerische Schlagzeile genutzt, so als wären Wetterphänomene früher nie aufgetreten.

    Klar schneit es im Winter und wird teilweise auch glatt. Klar ist es im Sommer mal heiß. So viel, wie diesen Winter aber gewarnt wurde, so wenig ist bei uns im Süden aber tatsächlich eingetroffen. Im Norden sieht es anders aus dieses Jahr, das stimmt. Und sinnvolle, realistische Warnungen sind wichtig. Reißerisches Schlagzeilenkreieren gibt es leider auch zuhauf, und das nervt mich.

    Mit den Hinweisen "Florida", "kleiner Fluss" und vor allem "östlich von Three Sisters Springs so auf einer ähnlichen Linie" habe ich mich auf google maps, mit dem kleinen gelben Männchen (baumelnd am Mauszeiger) zoomend und klickend mal auf eine längere Reise gemacht.

    Wenn der gesuchte Ort auch Quellen (Springs) im Namen hat, weiß ich wahrscheinlich den Namen. @Kathie ?

    Ja, dann lass mal hören!

    Also: Der Tipp war tatsächlich so gemeint, dass es kein großer Fluss ist. Das war vielleicht unklar formuliert, sorry.

    Es sind nicht die Everglades. Crystal River ist sowohl lokal als auch von der Art des Wassers näher dran, das Foto ähnelt tatsächlich sehr dem dortigen Three Sisters Springs, ist es aber nicht. Braucht ihr noch mehr Hinweise?

    Ich würde jetzt so vorgehen:

    Einwilligung der Eltern einholen, vielleicht haben sie ja kein Problem damit. Wenn nicht alle ihre Einwilligung geben, damit zur Schulleitung gehen und sie fragen, wie du vorgehen sollst: entweder die Schüler kurz in eine andere Klasse setzen oder den Arbeitsauftrag des Seminars nicht erfüllen. Mit dieser Aussage gehst du dann zu deiner Seminarleitung. Wenn sie nach wie vor sagt, du sollst trotzdem einfach filmen, dann würde ich das erneut der Schulleitung berichten und dann könnte sie ja mit der Seminarleitung sprechen. Das wäre mein Vorgehen.

    Wir haben uns damals im Ref auch gefilmt (nach Einwilligung der Eltern und damals noch mit einer Digitalkamera, da hatte man das Problem mit der Cloud nicht). Ich fand es schon ganz spannend, mich mal selbst beim Unterrichten zu sehen. Also komplett blöd ist die Idee nicht, aber dieser lapidare Umgang mit dem Datenschutz geht natürlich gar nicht.

    Ich würde das auch auf keinen Fall machen, ohne mir vorher eine schriftliche Einwilligung von allen Erziehungsberechtigten eingeholt zu haben. Den Passus mit der Parallelklasse finde ich gut, alternativ kann man die Kinder auch ganz nach hinten setzen und die Kamera mittig platzieren, aber dann muss man ihnen vorher sagen, dass sie sich auch mündlich nicht beteiligen sollen, sondern nur zuhören. (Tonaufnahmen-Datenschutz). das würde in einer Grundschulklasse wahrscheinlich nicht funktionieren, je nachdem wie lange die Filmaufnahme sein soll.

    Was sagt deine Schulleitung zu den Forderungen des Seminars?

    Um das klar zu stellen: Ich will nicht mit Schülerinnen alleine auf Klassenfahrt fahren. Wo hast du das denn her? Ich finde auch nicht jede Ungleichbehandlung ungerecht, sondern Ungleichbehandlung allein aufgrund des Geschlechts. Ebenso jeden Generalverdacht, so begründet er sein mag. Da muss man dann abwägen, was schwerer wiegt: die Ungerechtigkeit oder der Schutz der Kinder.

    Und ist diese Ungleichbehandlung aufgrund des Geschlechts im Grundschullehramt stärker als in anderen Lehrämtern? Inwiefern? Außer dem Generalverdacht kam ja nichts. Und das Problem hat man ja wohl in anderen Schularten auch, wenn nicht sogar stärker.

    Also ich würde jedem Mann raten Grundschullehramt zu studieren, wenn er das gerne will. So wie ich jeder Frau raten würde, Automechanikerin zu werden, wenn sie das gerne will. Weil es nämlich vorwiegend darum geht, etwas zu arbeiten, das einem Spaß macht und einem liegt, ganz egal, ob es eine Frauen- oder Männerdomäne ist.

    Als Lehrer, jetzt nicht Pfarrer oder Hausmeister? An jeder Schule? In jedem Kollegium? Mehrere Männer? Wo, bitte, lebst du in Bayern?

    Ja, als Lehrer. Ich lebe in München.

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