Aber auch nicht besonders zielführend, zumal ein Video den lebendigen Menschen in seiner Ganzheit nicht so wirklich wiedergibt.
Ob es zielführend war oder nicht weißt du woher?
Aber auch nicht besonders zielführend, zumal ein Video den lebendigen Menschen in seiner Ganzheit nicht so wirklich wiedergibt.
Ob es zielführend war oder nicht weißt du woher?
Ich würde jetzt so vorgehen:
Einwilligung der Eltern einholen, vielleicht haben sie ja kein Problem damit. Wenn nicht alle ihre Einwilligung geben, damit zur Schulleitung gehen und sie fragen, wie du vorgehen sollst: entweder die Schüler kurz in eine andere Klasse setzen oder den Arbeitsauftrag des Seminars nicht erfüllen. Mit dieser Aussage gehst du dann zu deiner Seminarleitung. Wenn sie nach wie vor sagt, du sollst trotzdem einfach filmen, dann würde ich das erneut der Schulleitung berichten und dann könnte sie ja mit der Seminarleitung sprechen. Das wäre mein Vorgehen.
Wir haben uns damals im Ref auch gefilmt (nach Einwilligung der Eltern und damals noch mit einer Digitalkamera, da hatte man das Problem mit der Cloud nicht). Ich fand es schon ganz spannend, mich mal selbst beim Unterrichten zu sehen. Also komplett blöd ist die Idee nicht, aber dieser lapidare Umgang mit dem Datenschutz geht natürlich gar nicht.
Ich werfe einfach mal die Everglades in den Raum
Land und Bundesstaat ist richtig, Ort stimmt nicht.
Ich würde das auch auf keinen Fall machen, ohne mir vorher eine schriftliche Einwilligung von allen Erziehungsberechtigten eingeholt zu haben. Den Passus mit der Parallelklasse finde ich gut, alternativ kann man die Kinder auch ganz nach hinten setzen und die Kamera mittig platzieren, aber dann muss man ihnen vorher sagen, dass sie sich auch mündlich nicht beteiligen sollen, sondern nur zuhören. (Tonaufnahmen-Datenschutz). das würde in einer Grundschulklasse wahrscheinlich nicht funktionieren, je nachdem wie lange die Filmaufnahme sein soll.
Was sagt deine Schulleitung zu den Forderungen des Seminars?
Nein, der stimmt auch nicht, ist aber ganz nahe dran ![]()
Auch nicht, ist aber schon näher dran als Mekong.
Tipp: Es ist kein großer Fluss.
Um das klar zu stellen: Ich will nicht mit Schülerinnen alleine auf Klassenfahrt fahren. Wo hast du das denn her? Ich finde auch nicht jede Ungleichbehandlung ungerecht, sondern Ungleichbehandlung allein aufgrund des Geschlechts. Ebenso jeden Generalverdacht, so begründet er sein mag. Da muss man dann abwägen, was schwerer wiegt: die Ungerechtigkeit oder der Schutz der Kinder.
Und ist diese Ungleichbehandlung aufgrund des Geschlechts im Grundschullehramt stärker als in anderen Lehrämtern? Inwiefern? Außer dem Generalverdacht kam ja nichts. Und das Problem hat man ja wohl in anderen Schularten auch, wenn nicht sogar stärker.
Also ich würde jedem Mann raten Grundschullehramt zu studieren, wenn er das gerne will. So wie ich jeder Frau raten würde, Automechanikerin zu werden, wenn sie das gerne will. Weil es nämlich vorwiegend darum geht, etwas zu arbeiten, das einem Spaß macht und einem liegt, ganz egal, ob es eine Frauen- oder Männerdomäne ist.
Als Lehrer, jetzt nicht Pfarrer oder Hausmeister? An jeder Schule? In jedem Kollegium? Mehrere Männer? Wo, bitte, lebst du in Bayern?
Ja, als Lehrer. Ich lebe in München.
Ich verstehe den Vergleich mit farbigen Menschen und den Sitzplätzen im Bus nicht. Merkwürdiges Beispiel.
Zu Bedenken geben möchte ich, dass es hier um Grundschule geht. Und die meisten Vorwürfe bezüglich sexueller Übergriffe kommen doch wohl eher von älteren Schülerinnen. Und wenn es einen trifft (ungerechtfertigte Vorwürfe, meine ich), dann ist das doch egal, ob man der einzige Mann an einer Schulart oder oder nicht. Also auch dieses Argument verstehe ich nicht ganz.
Und noch etwas: Es gibt in jedem Grundschulkollegium, das ich kenne, Männer. An jeder Schule, an der ich bis jetzt war, aber auch an den Grundschulen meiner Kinder und Verwandten gab es jeweils Männer. Soooo exotisch ist das also nicht mal mehr.
Anderer Kontinent.
Belastung im Job, die man von außen vielleicht nicht so sieht:
- man ist der einzige Erwachsene /Verantwortliche in der Klasse und muss durchgehend präsent sein und ständig viele kleine Entscheidungen treffen, oftmals ohne dass man die Möglichkeit hat, sich kurz mit einem anderen Erwachsenen darüber auszutauschen.
- ist man kurzzeitig unwirsch oder ungerecht, leiden kleine Kinder darunter und das kann einen im Nachhinein auch nachmittags noch belasten
- man sieht Kinder, denen man gerne mehr helfen würde als möglich und muss damit klarkommen
- man ist teilweise sehr fremdbestimmt: durch den Lehrplan, den Stundenplan, die festen Ferienzeiten, die Unmöglichkeit, außerhalb der Ferienzeiten frei zu nehmen etc pp
- mal einen Tag langsamer machen geht quasi nicht
- man wird ggf. regelmäßig beurteilt: von der Schulleitung jährlich (in Bayern)
- man liest in den Medien nicht unbedingt Nettes über seinen eigenen Berufsstand
Wenn du meinst, damit umgehen zu können, dann trau dich! Ich finde es einen sehr schönen Beruf und ich denke, jeder andere Beruf bringt auch so seine Belastungen mit sich. Und noch eins: 25 ist nicht alt. Davon würde ich nichts abhängig machen. 25 ist auch kaum älter als 19, das magst du jetzt noch nicht so empfinden, aber glaub mir ruhig. ![]()
Ich warte auch schon ungeduldig auf ein Weltreisebild von Herrn Quak.
Zuhause langweile ich mich eigentlich nie ![]()
Ja genau, mit langweilig meinte ich auch nicht, dass ich am Pult sitze und Däumchen drehe, falls du das so interpretierst hast, Zauberwald. Sondern dass es einfach nicht wahnsinnig spannend oder auch erfüllend ist, jahrelang immer und immer wieder die "Beweise für Nomen" oder das Prinzip der Tauschaufgabe zu erklären und zu wiederholen, natürlich ist man durchgehend beschäftigt, aber es kann ja trotzdem stellenweise langweilig sein.
Ja, so ist das bei uns eigentlich immer. Man hat die Klasse zwei Jahre lang, entweder 1-2 oder 3-4.
Über die Gründe wundere ich mich teilweise. Mich hält der Beruf garantiert nicht jung, ich sehe nach jedem Schultag aus, als sei ich um fünf Jahre gealtert ;-).
Ich mache es tatsächlich wegen der Kinder gerne, es ist schön, so intensiv mit ihnen zu arbeiten, sie kennen zu lernen, sie in ihrer Entwicklung und in ihrem Lernen zu begleiten (wobei das im Anfangsunterricht auch recht repetitiv und teilweise langweilig sein kann, finde ich, es ist ja alle zwei Jahre immer das gleiche und nicht wirklich spannend vom Inhalt her). Kollegium - ist Glückssache. Geld will ich verdienen, ja, aber das würde ich ja auch in anderen Berufen. Ich mag auch das Planen des Unterrichts und das Zeugnisschreiben, muss ich sagen, weil die Schreibtischarbeit eine schöne Abwechslung ist. Leises, ungestörtes, fokussiertes Arbeiten.
Die meisten Krankenschwestern in Krankenhäusern arbeiten ihre Stunden sowieso am Stück.
Ist mir schon klar, wurde aber von der TE als kleinere Stadt genannt, wo sie hinziehen will, weil ihr München zu groß ist.
Ich würde es mir übrigens so einfach wie möglich machen, das heißt ich würde NICHT pendeln, wenn es nicht sein muss. Den Plan, in München eine Arbeitsstelle zu haben und täglich aus Augsburg zu pendeln (Nürnberg-München noch viel schlimmer, lasst das!) finde ich nicht gut. Das Ref wird stressig, warum will man zwei Stunden täglich im Zug oder auf der Straße verbringen, nur um in einer kleineren Stadt zu wohnen? Zieht nach München oder Frankfurt oder Aschaffenburg, aber zieht so nah wie möglich zur Arbeitsstelle oder zur Refstelle, sodass ihr euch den Stress des Pendelns spart. Wie ihr das macht, dass eure beiden Stellen am gleichen Ort sind, müsst ihr halt schauen, was da taktisch klug ist. Vielleicht nimmt dein Partner die Stelle an, wo deine Chancen auf einen Refplatz am höchsten sind?
Aber nochmal: Was bringt eine nette Kleinstadt wie Augsburg, wenn ihr dort nie seid, weil ihr dauernd auf der Straße unterwegs sein beim pendeln?
Ich komme nicht aus Bayern, kann mich aber daran erinnern, dass das Ref in Bayern an 3 unterschiedlichen Einsatzorten stattfand. Keine Ahnung, ob das immer noch so ist. Ich fand das immer extrem nervig und die bayrischen Refs haben mir wirklich leid getan. Sie mussten in den zwei Jahren mehrfach umziehen oder eben lange Strecken pendeln, weil die Wohnungssuche ja auch nicht immer funktionert und/oder man eben familiär eingebunden ist und man nicht einfach mal nebenbei umziehen kann. Der einzige Trost war, dass es ja begrenzt ist auf 2 Jahre.
Das stimmt für Grundschulen nicht. Man wird einem Seminar zugewiesen und hat eine Seminarschule, wo man an zwei Tagen die Woche ist, es sei denn, man macht mit dem Seminar Unterrichtsmitschauen und besucht die Schulen von den Mit-Reffis. Und man hat seine Stammschule, an der man drei Tage die Woche unterrichtet. Das bleibt für die zwei Jahre gleich. Keiner muss während dem Referendariat dreimal umziehen.
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