Beiträge von Kathie

    Ich muss kein Schwimmen unterrichten, von daher sind das gerade rein hypothetische Überlegungen, und ich finde Chemieunterricht nicht vergleichbar mit Schwimmunterricht, also vielleicht könnten wir mal bei dem einen Thema bleiben, und über die Gefahren des Chemieunterrichts in der Oberstufe gesondert diskutieren?

    Die Lehrkraft, die mit 28 Kindern im Nichtschwimmerbereich des örtlichen Schwimmbads war, war qualifiziert und hat sich, wie man hier liest, auch an die gesetzlichen Vorgaben gehalten, die aber offensichtlich nicht ausreichend waren.

    Du schreibst, wenn es nicht sicher ist, führst du keine Versuche durch.

    Wenn ich schreibe, ich finde es nicht sicher, mit einer Grundschulklasse von 7jährigen schwimmen zu gehen, und würde mir andere Lösungen wünschen, macht dich das aber sprachlos.

    Irgendwie misst du hier schon mit zweierlei Maß, oder nicht?

    Dass Lehrer Schwimmunterricht geben sollen, finde ich einerseits sinnvoll, da es natürlich wichtig ist, schwimmen zu können, andererseits völlig verrückt, weil es einfach wahnsinnig gefährlich sein kann.

    Und ja, es gibt den "Schwimmschein", den man haben muss, um schwimmen unterrichten zu dürfen (bzw. zu müssen), aber immer wieder passiert ja tragischerweise trotzdem was.

    Problem hier im Umkreis: Die Schwimmkurse für Kinder sind oft alle voll, einen Platz zu ergattern grenzt da teilweise schon an einen Lottogewinn. Ich fände es aber besser, wenn das Schwimmenlernen komplett ausgelagert würde und nicht mehr durch Grundschullehrer gesichert würde.

    Meinetwegen nachmittags als AG, also schon organisiert durch die Schule, aber durchgeführt durch externe Partner, ausgebildete Schwimmlehrer mit kleinen Gruppen.

    Oder man verteilt Gutscheine, sodass es kostenlos ist, und verlangt aber dann auch Nachweise, dass ein Schwimmkurs besucht wurde.

    Irgendwie so.

    Oder man erteilt Schwimmunterricht nur für die Nichtschwimmer, und die Schwimmer haben stattdessen Sport. So sind es wenigstens kleine, überschaubare Gruppen.

    Mit 28 7jährigen und 2 Begleitpersonen wäre das Ganze doch sogar im Nichtschwimmerbereich gefährlich, selbst wenn das Wasser nur 80 cm tief ist.

    Müssen solche vorgestrigen Parolen wirklich sein? Im Jahr 2025 sind Frau und Mann (äquivalent bei gleichgeschlechtlichen Beziehungen) gleichberechtigte Partner in allen Entscheidungen betreffend Kindern und Familie.

    Das mag sein, trotzdem sind Männer nicht schwanger und Männer gebären keine Kinder. Männer bekommen auch keine Schwangerschaftsübelkeit, keine Dehnungsstreifen, keine Besenreiser und keine Linea Nigra, wenn sie Väter werden, weil sie nicht schwanger sind. Männer bekommen keinen Dammriss, keinen Kaiserschnitt und keine Nachwehen, weil sie nicht gebären.

    Und, Spoiler: Männer bekommen auch keine wunden Nippel und keinen Milchstau, weil sie nicht stillen.

    "Wir werden Eltern" wäre der richtige Ausdruck. "Wir sind schwanger" ist schlicht falsch und räumt dem Mann nach meinem Empfinden zu viel Beteiligung an einem körperlichen Vorgang der Frau ein.

    Und dass eine Frau diese Frage:

    Darf eine Frau eigentlich abtreiben, wenn der Erzeuger des Kindes dagegen ist und das Kind gerne allein aufziehen wollen würde?

    ernsthaft stellt, macht mich sprachlos.

    Und was du, Gymshark, antwortest, ist moralisch sicher verwerflich, dennoch nicht vergleichbar.

    Rechtfertigen finde ich nicht. Hat sich je ein Mann bei Ärzten / Pro Familie o.ä. rechtfertigen müssen, weil er ungeschützten Geschlechtsverkehr hatte? Schlimm genug, dass am Ende die Frau in dieser "misslichen Lage" alleine steckt und jetzt das Theater hat.

    Also rechtfertigen nein. Beraten lassen eher.

    Ich muss mich beim Kauf der Pille danach ja zum Beispiel auch nicht rechtfertigen. Eine Abtreibung ist natürlich etwas anderes, weil die Schwangerschaft schon eingetreten ist und weil es ein körperlicher Eingriff ist, also eine Beratung macht Sinn.

    Die Sommerausflüge mit Grundschulklassen in Freibäder kenne ich auch, würde sowas nie begleiten, das wäre mir viel zu gefährlich, dann geht meine Klasse eben nicht ins Freibad, sondern macht was anderes. Finden die Kinder genauso gut und es ist weniger lebensgefährlich. Denn WENN im Wasser was passiert, dann leider meist so richtig.

    Natürlich ist es wichtig, dass die Kinder schwimmen lernen, aber diese Spaß-Ausflüge sind ja etwas, auf das man verzichten kann zugunsten der Sicherheit. Mir wäre das viel zu heiß.

    Und Urteil hin oder her, die beiden werden doch ihres Lebens nicht mehr froh, wie soll man so etwas denn verkraften? Schrecklich. Für die Eltern und Klassenkameraden und alle anderen natürlich erst recht.

    Natürlich ist es ihr Körper, über den sie entscheidet. Sie muss mit den körperlichen Veränderungen leben, sie muss die Geburt durchmachen, sie hat in den allermeisten Fällen am Ende auch die Verantwortung für das Kind.

    Das werdende Kind, wollen wir es mal beim Namen nennen, ist erstmal ein Embryo, ein Zellhaufen, der übrigens ohne den Körper der Mutter gar nichts wäre.

    Es ist richtig, dass dazu Mann und Frau ihren Beitrag leisteten, aber alles weitere in der Entwicklung zum Embryo und dann Fötus passiert nunmal ohne Zutun des Erzeugers.

    Wenn der Mann das nicht akzeptieren kann, dann sollte er:

    a) selbst verhüten mit Kondom

    b) abstinent leben

    BTW: Ich habe 40 Jahre an verschiedenen Schulen unterrichtet. Der Masernimpfung-Nachweis wurde von mir nie eingefordert. Wie kommst du zu deiner Behauptung - es bestünde hier ein Zwang und "Quasi-Berufsverbot"?

    Gibt es erst seit ein paar Jahren, ist aber definitiv so, dass man ohne Masernschutz (zwei Impfungen bzw. Titerbestimmung) die Schule nicht betreten darf, weder als Lehrer, noch als Schüler. Ob es Ausnahmen gibt, wenn jemand z.B. aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden darf, weiß ich nicht.

    Ich glaube einfach, die Tatsache, dass dieser Junge sich das bei mir getraut hat und sich bei seiner Klassenlehrerin oder anderen Lehrer so etwas nicht getraut hätte, nagt an mir und lässt mich fühlen, als hätte er (und vielleicht andere ja auch) keinen Respekt vor mir. Das ist eher das, was mich etwas "traurig" macht, wenn man das so sagen kann.

    Das vermutest du, weißt es allerdings nicht. Vielleicht steht sowas auch in seinem Matheheft.

    Rot-Rot-Grün wäre tatsächlich auch völlig okay für mich.

    Ich frage mich, wie das funktionieren soll, die Grünen und die Linken sind, was die Verteidigungspolitik und die Haltung zur NATO anbelangt, doch meilenweit voneinander entfernt. Aber so, wie die Stimmen momentan verteilt sind, wird es sowieso zu schwarz-rot kommen.

    Eines der großen Institute hat bei der Nachwahlerhebung auch zur Zusammenarbeit CDU/AfD gefragt, 52% der Befragten sind inzwischen grundsätzlich der Auffassung, dass die CDU mit der AfD zusammenarbeiten sollte. Vielen Dank dafür.

    Heute Früh im Radio auf Bayern 3 sagten Sie allerdings, Umfragen hätten ergeben, dass nur 6% (oder 9%? auf jeden Fall einstellig!) der CDU-Wähler eine Koalition zwischen CDU und AfD wollen.

    Vor 30 Jahren war das Vokabular nicht weniger derb aber es blieb auf dem Pausenhof. Mittlerweile wird das schon in der Grundschule wie selbstverständlich im Klassenzimmer gebraucht, von "Digga" etc. ganz zu schweigen. Dass die räumliche Trennung auch ein anderes sprachliches Register (und Verhalten) bedeutet, scheint verlorengegangen zu sein.

    Wie sich früher über das Wort "geil" aufgeregt wurde, dann war es eine Weile völlig normal, es zu benutzen, mittlerweile benutzt es von den Jüngeren keiner mehr. Sprache wandelt sich halt. "Digga" finde ich nicht mal so schlimm, genausowenig wie "Alter".

    Da ist "Scheiße" schon nochmal eine andere Hausnummer. Ich sage das meinen Schülern schon, dass man das nicht sagt.

    Ich habe mir gestern diesen Bürgerdialog angesehen und mich dabei schon immer mal wieder gewundert, dass erstens zum Beispiel Habeck von einigen Problemen nichts wusste und nachfragen musste (Gelder fürs Ahrtal zum Beispiel) und zweitens, dass die Kanzlerkandidaten von SPD und Grünen, die ja in der Regierung waren die letzten dreieinhalb Jahre, dazu befragt werden, wie sie xyz besser machen wollen und dabei beim Antworten oft außer Acht lassen, dass sie ja eigentlich bereits dreieinhalb Jahre Zeit gehabt hätten, was zu tun.

    Frau Weidel hat es meiner Meinung nach geschafft, im Schlusswort recht nett zu wirken, dadurch hat sie wahrscheinlich bei den unentschlossenen AfD-Wählern eher gepunktet als abgeschreckt. Ich vermute aber, dass die meisten AfD-Wähler die politischen Debatten nicht verfolgen, sondern nach Gefühl oder Slogans auf Plakaten wählen, ansonsten wundert mich die hohe Prozentzahl wirklich.

    Bin gespannt auf die Ergebnisse heute und, muss ich zugeben, ein klein wenig nervös.

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