Beiträge von Kathie

    Wie gesagt: in Deutsch und Mathe auch sicher sinnvoll, auch wenn ich mich dann frage, wie das die KuK machen, die langsamere Klassen in dem Fach haben. Schreiben die dann immer schlechter?

    Ja natürlich, weil es sonst wirklich ungerecht wird.

    Du kannst doch nicht die gleiche Leistung in verschiedenen Klassen unterschiedlich werten. Da hat Kind A dann zum Beispiel eine 3, weil es in einer vergleichsweise starken Klasse ist, wohingegen Kind B mit einer schlechteren Leistung in einer schwachen Klasse eine 2 bekommt? Dass es von Schule zu Schule abweicht, ist eine Sache, aber in derselben Schule innerhalb eines Jahrgangs muss es, finde ich, vergleichbar bleiben, und dann ist es nicht unnormal, das manche Klassen generell bessere und andere schlechtere Schnitte haben. Alles andere wäre ungerecht.

    Richtig fair wäre ein gemeinsamer Punkteschlüssel nämlich wirklich nur, wenn alle dieselbe Arbeit/denselben Test mit exakt derselben Punktevergabe schreiben. Und das wäre furchtbar, weil das dann immer gleichzeitig passieren müsste, die Lehrkräfte dann sehr in ihrem Unterricht zeitlich eingeschränkt würden und die Klassen, die ja so unterschiedlich arbeiten und auch verstehen, mit Sicherheit unterschiedliche Fragestellungen brauchten etc. Wie ja schon gesagt: bei uns passiert. Alle Klassen schrieben einen "fremden Test" einer anderen Schule (weil ja dann leichter in der Vorbereitung für uns) - und es war ein Desaster mit unterirdischen Schnitten, denn weder der Inhalt oder die Fragestellungen passten zu den Klassen, noch passte unser Notenschlüssel auf die Punktevergabe, die schon vorgegeben war.

    Ich finde das ehrlich gesagt am fairsten. Man trifft sich einige Wochen vor dem Test, bespricht, was in der Sequenz drankommt und was beim Test abgefragt wird, und dann erstellt man den Test zusammen (oder einer erstellt ihn und die anderen schreiben ihn mit).

    Die Klassen lernen dadurch ja immer noch unterschiedlich, weil man als Lehrer sehen kann, wo die Klasse länger oder kürzer braucht und natürlich kann man auch bei den Arbeitsformen die hernehmen, die die Klasse kennt und gewohnt ist. Aber da die Kinder am Ende alle das gleiche gelernt haben sollen, machen gleiche Tests für mich eben schon Sinn.

    Dass ihr unbesehen einen fremden Test habt schreiben lassen, ist ja nochmal was ganz anderes. Würdest ihr euch gut absprechen und alle den gleichen test schreiben, der auf eure Sequenz, eure Schüler und einen Punkteschlüssel passt, wäre das für alle gerecht. Finde ich jedenfalls.

    Positives Feedback ist nicht "du kannst alles, wenn du dich nur genügend anstrengst". Man muss anhand der individuellen Stärken den besten Weg für das Kind bzw. den Jugendlichen aufzeigen.

    Ja! Das ist so wichtig!! Nicht jeder kann alles, aber jeder kann etwas.

    Absprache Musik/SU: wo steht, dass ich mich nicht abspreche?

    Hier, gleich eine Zeile drunter:

    es steht, dass ich sogar mein Material teile. Ich möchte nur selbst meine Tests bauen und mich nicht an die Absprachen anderer halten, die das gemeinsam machen, weil das für mich oft/meist nicht passt, ohne dass ich deshalb besser bin und die anderen schlechter. Nur anders.

    Nur seinen eigenen Stiefel fahren und alles abgeben ist keine Absprache.

    Zu "Deutsch" und "Mathe". Wenn es bei dir nur um tests geht, warum schreibst du dann, dass du "die Arbeiten in MEINEM Stil stellst". Arbeiten schreibt man IMHO nur in der Grundschule nur in Deutsch und Mathe - und die sollten einheitlich sein.

    Bei Tests in Musik oder Schunterricht oder so wäre das sicherlich auch nett, wenn man sich abspricht. Aber wenn das nicht der Fall ist, auch gut.

    Huch?

    Wir schreiben Proben ("Arbeiten") auch in Heimat- und Sachunterricht, Religion / Ethik, sogar in Musik.

    Einige befürchten Mehrarbeit, weil man dann mehr Berichte/Kommentare schreiben muss.

    Diese Befürchtung ist nicht ganz unberechtigt. Man sieht es ja an den Erstklasszeugnissen, die zweiseitige Wortgutachten sind im Vergleich zu Dritt- und Viertklasszeugnissen, die aufgrund der Noten viel kürzer gehalten sind.

    Einen Leistungsnachweis zu kommentieren (schriftlich) und dabei auf Stärken und Schwächen einzugehen dauert natürlich länger, als Punkte auszurechnen und eine Note hinzuschreiben.

    Andere sehen den Druck bei Dritt- und Viertklässlern, oft von Eltern gemacht.

    Ja, den sehe ich auch.

    Was meint ihr? Kann man in der Grundschule auf Zensuren verzichten? Welche Pros und Cons würdet ihr anführen?

    An einigen Privatschulen (Montessori zum Beispiel) gibt es keine Noten, sondern sowas wie schriftliche Feedbackbögen. Pro: Die Schüler haben viel weniger Druck, man kann es wertschätzender formulieren als wenn da die Note 4 steht zum Beispiel, man kann auf persönliche Situationen besser eingehen und auch Fortschritte hervorheben. Con: Ab Klasse 5 würden eure Schüler dann quasi ins kalte Wasser geworfen werden und müssten mit Noten klarkommen, die Eltern würden evtl. nach Noten verlangen, es ist weniger vergleichbar.

    Warum kann man nicht sagen „Also MIR wäre Europa auf Dauer zu langweilig, ich fliege lieber nach blablabla, da habe ich schon das und das gesehen, das war toll. Fahrt doch da mal hin, viel Spaß!“ Warum kann man nicht eine Sache mal positiv, respektvoll und wettschätzend formulieren?

    Sehe ich genauso, wie schon weiter vorne geschrieben.

    Ja, möglich. Trotzdem ist eine mögliches Bereuen kein Argument für ein außereuropäische Reisen.

    Najaaa, wenn es jemanden extrem wurmt, dass er/sie noch nie außerhalb Europas war, dann vielleicht schon...

    Hä? Bei welcher Diskussion warst du denn? wer hat etwas vom Daheimbleiben geschrieben?

    Und okay - keiner hat was davon geschrieben. Den letzten Absatz von mir könnte man also theoretisch streichen, ich lösche ihn jetzt aber nicht, weil das immer so viel Verwirrung bringt.

    Das hab ich gestern in München auch gesehen :top:

    Bayerisches Schulsystem halt :D ;)

    Nee, aber jetzt mal im Ernst. Entschuldigung, Leute, aber es ist doch eigentlich klar und unbestritten, dass man mehr von einem Land erlebt, wenn man es bereist, als wenn man ne Doku im Fernsehen darüber sieht. Wie es sich anfühlt, dort zu sein, wie es riecht, wie einem das Essen dort schmeckt, wie man mit Leuten in Kontakt kommt und wie die so ticken, was man außerhalb der bekannten Hotspots noch so an Kleinigkeiten entdeckt etc pp.

    Dass man am Ende des Lebens nur die Dinge bereut, die man nicht gemacht hat, ist doch auch ein bekannter Spruch. Da braucht man doch jetzt nicht kommen und sagen, man bereue sicher nicht, nicht in der Antarktis zelten gewesen zu sein, so ist der doch überhaupt nicht gemeint!! Es geht um Dinge, die man gerne mal machen würde, sie aber auch einem bestimmten Grund nicht macht (beim Reisen, um bei Zauberwald zu bleiben, vielleicht aus Flugangst oder so).

    Es muss ja keiner verreisen, aber vielleicht kann man jetzt auch mal aufhören, das Daheimbleiben anhand von merkwürdigen Beispielen als das einzig Wahre hinzustellen...?

    Bezüglich der Debeka, da meckere ich mit - hab mich sehr über meinen Brief mit einer saftigen Erhöhung aufgeregt.

    Für mich ist (weit) Reisen etwas sehr Schönes und ich würde ungern nur innerhalb Europas reisen, obwohl es hier auch sehr abwechslungsreiche und wunderschöne Ecken gibt.

    Aber der Punkt ist eigentlich gar nicht mal der. Wenn jemand glücklich damit ist, jedes Jahr nach Italien auf denselben Campingplatz zu fahren - wir haben so Freunde - wunderbar. Ist ja schön für ihn und mir ist es egal.

    Aber Zauberwald hatte gesagt, dass sie unzufrieden ist, und da finde ich, kann man ja schon ein paar Anregungen geben. Vielleicht siehst du es jetzt ja auch klarer, Zauberwald, ob du wirklich mal woanders hinfliegen möchtest oder dann eben doch nicht. Beides ist okay. Doch nicht fliegen tut dem Klima natürlich besser.

    Schon frustriert, weil ich denke, dass ich da überall niemals hinkommen werde. Bin erst dreimal geflogen (Hamburg, Irland, Schottland) und habe auch Angst davor. Meistens muss ich mich selbst ermutigen, überhaupt wegzufahren.

    Wenn es dich echt frustriert: Man lebt nur einmal. Pick dir ein Ziel raus und fang an zu planen!

    Und denk nicht an deine Flugangst. Bzw. führ dir vor Augen, wie viele Flugzeuge momentan insgesamt am Himmel sind, und keins davpn fällt runter ;-).

    Gefühlt war ich meist in Italien, Deutschland, Schweiz, ein bisschen in Frankreich, einmal in Schottland, einmal in Dänemark. Am weitesten bin ich noch mit interrail gekommen, immerhin bis Marokko.

    Es gibt Leute, die machen eine Weltreise mit einem Kreuzfahrtschiff. Kostet knapp 50000 € für 2 Leute. Das wäre überhaupt nicht meins, weder der Preis, noch alles andere. Also vor allem alles andere.

    Bist du nun frustriert deswegen oder nicht? Ich werde nicht so ganz schlau aus deinem Beitrag.

    Wenn es dich stört, noch nie an den genannten Orten gewesen zu sein: Flieg hin! Wenn man geschickt schaut und Zeiten / Preise vergleicht, nicht zur Hauptreisezeit fährt und dann bei den Unterkünften auch noch gut plant, ist einiges möglich.

    Wenn es dir egal ist, weil du das sowieso nicht möchtest, dann passt ja alles.

    Ich finde es komisch, dass fehlende Ordner ein Problem für die Lehrkraft sind. Bleibt es den älteren Schülern nicht selbst überlassen, wie sie sich den Unterrichtsstoff notieren und die Inhalte merken? Bei meinen Kindern war eigentlich ab der 7. / 8. Klasse keine Form der Heftführung vorgeschrieben.

    Ständiges Zuspätkommen, ja, verstehe ich, das ist ein Problem, und jeden Tag eine andere Ausrede zu hören, auch. Bei so etwas wie "Stau" eine Idee bzw. Frage: Könnte man da den Schüler in Zukunft selbst in die Pflicht nehmen, einem das zu beweisen, damit die Stunde nicht als unentschuldigt gerechnet wird? Wenn bei (Abschluss)Prüfungen der ÖPNV ausfällt, muss das der Schüler nachweisen, oder irre ich mich?

    Ja, und zu dem Vorwurf, du hättest gesagt, am Ende des Jahres würdest du ihm Punkte von der Note abziehen, weil du es kannst: entweder stimmt der Vorwurf oder nicht. Wenn er nicht stimmt, dann schreib dir doch jetzt auf, was du genau gesagt hast, so gut du dich erinnerst. Vermutlich hat der Schüler dich missverstanden. Das kann man dann ja klären. Was soll schon passieren.

    So geht es mir in der Sek I auch. Und letztendlich hat der Wolfühlfaktor leider auch mit vielen Dingen zu tun, die man nicht durch Gestaltung ändern kann. Viel zu wenig Platz, schlechtes Licht und/oder schlechte Beschattungsmöglichkeiten sowie die damit einhergehende Raumtemperatur, dreckige Wände, kaputte Fenster usw. sind alles leider Faktoren, gegen die ich kaum bis gar nichts tun kann und dann reißen es auch leider auch keine schönen Poster oder Topfpflanzen mehr raus.

    Gerade dann kann man mit das Zimmer durch Topfpflanzen, Plakate an der Wand und so weiter schöner machen, doch. Du glaubst doch nicht, dass kein Grundschulzimmer die oben genannten Problemstellen hat?

    Anektodisch kann ich erzählen, dass meine Englischlehrerin in der 8. oder 9. Klasse irgendwann ein Poster von London an unsere Klassenzimmerwand gehängt hat und wir das super fanden. Ich erinnere mich ja heute noch dran. Es war etwas Besonderes, sonst hat bei uns kein Lehrer was aufgehängt.

    Ich kann mir aber vorstellen, dass es an Realschulen und Gymnasien anders ist mit den Räumen, weil man selbst erstens nicht so oft in einer Klasse ist (in der Grundschule bin ich teilweise 24 Stunden pro Woche im gleichen Zimmer mit der gleichen Klasse) und weil die Schüler auch öfter den Raum wechseln. An Mittelschulen, wo das Klassenlehrerprinzip herrscht, sehe ich auch mehr gestaltete Räume.

    Ich hasse mittlerweile den Ausdruck "leuchtende Kinderaugen", weil es danach klingt, als würde man den lieben Kleinen an Halloween ne Süßigkeit zustecken, damit sie sich freuen.

    Ich richte mein Klassenzimmer anspreched und altersgemäß ein, damit sie sich in der Lernumgebung wohl fühlen und gut lernen können, was mein professioneller Anspruch an mich selbst ist, und nicht, damit ihre Augen aufleuchten, wenn sie es betreten.

    Herrenloses Pfandgut, das im und um das Schulhaus herumliegt ist - herrenlos.
    Zur Finanzierung der Abschlussfahrt mit meinen 9ern hat das Pfand beigetragen. In die Ecke des Klassenzimmers stellten wir einen Halter für den "Gelben Sack". Die Schüler haben ihre eigenen oder im Flur und Hof gefundenen Pfandflaschen eingeworfen. Am Wochenschluss gingen dann zwei Schüler auf dem Heimweg beim Supermarkt vorbei und haben die Pfandflaschen eingelöst. Geld ging in die Klassenkasse. Es ist erstaunlich, was da über die Monate zusammenkommt ;)

    Das ist meinem Gefühl nach ein Unterschied, ob herrenloses Pfand im Schulhaus von Schülern gesammelt und für eine Klassenfahrt verwendet wird, oder ob der Lehrer damit rausgeht und das Geld in die eigene Tasche steckt, aber wie gesagt, ich argumentiere nach meiner eigenen Moralansicht, nicht nach dem geltenden Recht (was ich wie gesgt nicht kenne).

Werbung