Beiträge von Kathie

    Äh, was? Sorry, ich bin 'raus. Wer erwartet so etwas?

    Ähm, ja, die Seminarrektoren und Schulräte vermutlich? Keine Ahnung, was passieren würde, würde man seine Lehrproben in einem Raum zeigen, wo nur ein Whiteboard und Tische drin stehen. Ist an Grundschulen wahrscheinlich noch nie vorgekommen. ;)

    Fineliner in vier Farben hole ich im Büro. Da ist auch rot bei. Ich könnte aber auch in einer anderen Farbe korrigieren, wenn rot fehlte.

    Gut, ich farge morgen nach. Ich korrigiere gerne in verschiedenen Farben. Wär schön, wenn was anderes als rot dabei wäre.

    Hier ähnlich, wobei ich immer meine Korrekturstifte selber kaufe. Bekommt ihr eure Stifte? Müsste ich mal nachfragen, ob das bei uns geht! Früher habe ich auch ziemlich viel gekauft, bin aber vor einigen Jahren dazu übergegangen, mir Büromaterial aus dem Büro zu holen (diese Tackerdinger, Klebeband, Laminierfolien etc).

    Dass man mit Klassleitung an der Grundschule mehr Geld ausgibt als ohne, glaube ich schon. Allein die Einrichtung des Klassenraums, die im Referendariat erwartet wird, und an die man sich dann natrülich irgendwie gewöhnt, kann ins Geld gehen. Ich kaufe mittlerweile nichts mehr für die Einrichtung, halte aber meine Augen offen:

    In der Bibliothek kann man manchmal gebrauchte Bücher bekommen (für die Leseecke). Bei Kleinanzeigen oder an schwarzen Brettern kann man nachfragen, ob jemand etwas verschenkt, so bin ich zu einer Minicouch gekommen und zu vielen Brettspielen (für die Regenpause). Wir haben eine Pausenspielekiste, da frage ich beim Elternabend, ob jemand etwas übrig hat und reinlegen möchte, so haben wir dann meistens Bälle und Kreide.

    Was ich kaufe, sind erleichternde Unterrichtsmaterialien für den Fachunterricht, Stempel oder Sticker als Belohnung für Hefteinträge und kleine Geburtstagsgeschenke, das alles kostet mich insgesamt vielleicht 100€ im Jahr. Gar kein Geld ausgeben würde ich nicht schaffen, aber immer wieder versuchen, zu reduzieren, finde ich schon wichtig.

    500€ kommt mir echt viel vor.

    (WG darf eine Grundschulkraft in Bayern gar nicht unterrichten), ein Religions- oder Ethiklehrer, differenziert je nach Religionszugehörigkeit oder nicht.

    Wer nicht mehr aus familienpolitischen Gründen oder anderen Gegebenheiten reduzieren kann, muss seit ein paar Jahren so oder so eine Mindeststundenzahl unterrichten - ich glaube, es sind 21 Stunden.

    WG darf ein Klassenlehrer in Klasse 1 und 2 schon selbst unterrichten.

    Religion darf man aber nur mit Vocatio / Missio (oder so ähnlich) unterrichten. Für Schwimmen braucht man eine Pflichtfortbildung.

    Ach ja, und arbeitsmarktpolitische Teilzeit, da ist die Mindeststundenzahl in Bayern für Grundschulen mittlerweile bei 24. Quasi fast Vollzeit.

    Angst und Wut habe ich noch nie empfunden bei der Vergabe von Noten.

    Ich habe die Umfrage abgebrochen bei der Frage "Welche Gefühle haben Sie, wenn Sie mündliche Noten (oder war es Leistungen)? vergeben" und als Antwortmöglichkeiten gab es eben wieder nur "Freude, Angst, Wut" und noch zwei andere.

    Ich empfinde da erstmal gar nichts, weder freue ich mich, noch habe ich Angst. Ich mache es halt, weil es zu meinen Aufgaben gehört.

    Und wenn ein Kind eine gute Note bekommt, ja, dann freut es mich für das Kind - und noch viel mehr, wenn es nromalerweise eher schlechtere Noten bekommt. Mehr aber auch nicht.

    Swimmy, Elmatr und so weiter würde ich nicht nehmen, die sind wirklich schon "ausgelutscht" und außerdem kennen viele Kinder Elmar aus dem Unterricht in Klasse 1 oder 2.

    Ich könnte noch "Die Schnecke und der Buckelwal" einwerfen, aber das ist für eine Stunde vielleicht zu umfangreich. Da könnte man einiges herausarbeiten, zum Beispiel einander gegenseitig helfen, mutig sein etc.

    Oder "Als die Raben noch bunt waren", aber die Message, nämlich, dass alle zuerst stritten, und dann schwarz wurden und sich nun nicht mehr streiten, finde ich persönlich irgendwie fragwürdig. Vielleicht interpretiere ich das Buch aber auch falsch ;)

    Oder "Warum sich Raben streiten" - am Ende geht es ums Vertragen.

    Zum Thema zur Schau stellen: Wir waren neulich mit Freunden unterwegs, einem schwulen Ehepaar. Die zeigen ihre Liebe gerne offen. Sie haben Händchen gehalten, auch ein Kuss hier und da. Bis jetzt waren wir noch nicht oft mit ihnen unterwegs, normalerweise treffen wir uns daheim. Jedenfalls fand ich die Blicke, die sie auf sich gezogen haben, schon auffällig, dieses seitliche Beäugen.

    Einige schauen wahrscheinlich zweimal hin, weils ungewohnt ist. Bestimmt fanden manche, dass sie ihre Sexualität (Liebe) nicht so offen zur Schau stellen sollten. Aber sollten sie deshalb nicht mehr Händchen halten oder sich küssen? Nein. Heterosexuelle Pärchen halten ja auch Händchen und küssen sich, warum sollten homosexuelle das nicht tun? Gibt für mich keinen Grund, da als Außenstehender mit zweierlei Maß zu messen.

    Schade, dass es überhaupt noch ein Thema ist, wer mit wem und wie und was. Kann doch jeder machen, was er will, solange er keinem damit schadet.

    Und ehrlich gesagt, ich kann ja nur versuchen, mich reinzuversetzen, aber wenn ich in einem Kollegium arbeiten würde, wo ich aufpassen müsste, in welchen Worten ich von meinem Mann spreche, damit keiner auf meine Sexualität schließen kann, dann würde ich mich da jeden Tag maximal unwohl fühlen.

    Von daher musst du wohl überlegen, wie du dich an dieser Ersatzschule fühlen würdest.

    Unser evangelischer Pfarrer hier in der Nähe lebt offen mit einem Mann zusammen, die sind etwas fortschrittlicher, da dürfen ja auch Frauen Pfarrerinnen werden.

    Vielleicht hat diese Lehrerin den Klassenrat falsch verstanden und falsch durchgeführt, oder die Zuschauerin hat etwas missverstanden. Ich habe diese Methode jedenfalls noch nie gesehen und auch noch nie von ihr gelesen, ich kenne aber die Methode des Klassenrats, wo durchaus auch für einzelne Kinder sicher unangenehme Dinge angesprochen werden und Vereinbarungen getroffen werden, aber auf eine respektvollere und viel weniger bloßstellende Art.

    vielleicht sind meine grundschulklassen zivilisierter als eure, aber mir hat noch niemand übers papier gekotzt oder gepinkelt, also kein grund für umwelt- und ästhetiksünden sowie zeitverlust durch laminieren.

    für-immer-aufheben ist auch kein gutes argument für laminieren, da, sobald der pappbogen irgendwann mal zerfetzt ist, sich eh lehrwerk, -plan oder bevorzugte methode geändert haben.

    Du glaubst nicht im Ernst, dass alle Grundschullehrkräfte alles laminieren, oder? Sonst hätte ich doch besser "Ironie" dazu geschrieben...

    In den paar Jahren als Grundschullehrer habe ich genug "Parallelwelt"-Situationen selbst erlebt und berichtet bekommen, dass Gymnasialkollegen blass werden, wenn ich von der Zeit erzähle. Die wundern sich häufiger, warum 5er immer so ein kreatives Verhalten haben.

    Natürlich, das ist doch allgemein bekannt. Die Grundschullehrkräfte sind alle gleich: Sie leben gemeinsam in ihrer kunterbunt ausgemalten und laminierten Parallelwelt, haben allesamt absolut keine Ahnung von Pädagogik, was durch das obige Beispiel einer Situation in einer Klasse bei einer Lehrkraft hinreichend bewiesen wäre, und sind selbstverständlich immer und alleine Schuld daran, dass die Fünftklässler am Gymnasium nicht ordentlich "funktionieren". Gut, reinerle, dass du nochmal drauf hingewiesen hast, es kann nicht oft genug gesagt werden!!!!!

    Vielleicht nochmal zur Klarstellung, ich bin nicht per se gegen Tokensysteme!

    IWie gesagt, für bestimmte Kinder sicher ein gutes System, aber generell würde ich daheim schon hundertmal drauf verzichten. Reden, loben, logische Konsequenzen ja, aber Tokensysteme für alle: nein. Finde ich.

    Ich schrieb auch nicht, dass sie bei Systemsprengern nicht wirken, sondern:

    Zitat

    Ein "Systemsprenger" wird sich im übrigen auch sicherlich nicht nur durch ein Tokensystem ändern. Vielleicht kann man unterstützend eins einsetzen, aber diese Kinder brauchen ja viel mehr Hilfe als Tokensysteme.

    Katie : Was, wenn Kinder sich nicht an zuvor vereinbarte Regeln halten?

    Wenn man also mit Vernunft bei einem Kind nicht mehr durchkommt, wäre ein Kind, das sich wenigstens motiviert durch ein Tokensystem an Regeln hält nicht immerhin besser als ein Systemsprenger?

    Wie ich oben schrieb: Sind Tokensysteme für alle sinnvoll? -> aus meiner Sicht nein. Dass bestimmte Kinder davon profitieren will ich gar nicht in Abrede stellen. Aber das Restaurantbeispiel hätte ich so gelöst wie qchn, logische Konsequenzen möglichst ruhig ankündigen und dann folgen lassen.

    Ein "Systemsprenger" wird sich im übrigen auch sicherlich nicht nur durch ein Tokensystem ändern. Vielleicht kann man unterstützend eins einsetzen, aber diese Kinder brauchen ja viel mehr Hilfe als Tokensysteme.

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