Beiträge von Kathie

    Ich mimimie nicht, ich will einfach gar nichts, was ich mir nicht leisten kann. Bei den Gehältern, die wir *alle* hier verdienen, ist eine Diskussion über Flugreisen und Eigentumswohnungen in Düsseldorf, die man sich nicht leisten kann, einfach nur widerwärtig dekadent. Auch Ergüsse wie "wer will schon mit 3 Kindern in einer 4-Zimmer-Wohnung leben" fallen in die Kategorie. Wie viele Eltern sich in Deutschland solche Fragen erst gar nicht stellen? Ich bin als Kind einer alleinerziehenden Mutter mit zwei älteren Brüdern auf 80 qm auf'fm Dorf ohne Auto aufgewachsen. Wir sind niemals irgendwo hingeflogen, nach heutiger Definition hat meine Mutter nicht mehr als Hartz IV verdient. Mein unermesslicher Wohlstand ist nicht geerbt und er kam auch nicht vom Himmel gefallen. Ich habe jahrelang Fernwanderreisen komplett selbst durchorganisiert, weil sonst kein einziger Urlaub ins Budget gepasst hätte. Jetzt kann ich es mir leisten, faul zu sein und das andere machen zu lassen. Wäre es nicht so, würde ich halt nicht nach Galapagos fliegen, so einfach ist das. Kinder habe ich nie gewollt. Dass die Geld kosten, weiss jeder Depp und natürlich hätte ich sie mir "leisten" können. Ich kann mich auch nicht entsinnen, dass ich bei uns im Lehrerzimmer schon jemals habe jemanden mit Kindern übers Geld klagen hören. Scheint auch bei 2000 CHF/Monat für die Kita kein grösseres Drama zu sein.

    Natürlich verdienen wir alle nicht schlecht, aber ob man A12 verdient und in München wohnt (und state_of_Trance keinen Mann hat, der mehr verdient als man selbst), oder ob man mit A14 oder A15 am Land lebt, das macht finanziell einen großen Unterschied.

    Von daher muss ich wirklich sagen, was hier verglichen wird, ist eigentlich nicht vergleichbar.

    Dass Kinder Geld kosten, weiß jeder, und es hätte mich niemals davon abgehalten, noch ein weiteres zu bekommen, hätten wir den Platz und die nötige Energie gehabt. Um nichts in der Welt möchte ich tauschen, dennoch kann man, finde ich, erzählen, dass Reisen mit Kindern teuer ist. Ich erwarte selbstverständlich nicht, dass der Staat mir das alles kompensiert und meine Fernreisen finanziert, aber das habe ich jetzt auch bei keinem hier rausgelesen.

    Schön, dass du auf die Galapagosinseln fliegen wirst. Ich gönne es dir.

    Und wenn ich als Lehrkraft erwarte, dass das Kind in die Stadtbibliothek gehen soll, um etwas zu recherchieren, muss ich überlegen, ob es dafür alt genug ist, gut genug lesen kann, alleine hinfindet usw.

    Das stimmt. Das machen die Grundschullehrkräfte aber in der Regel auch.

    Es ist ein Unterschied, Siebenjährige in eine Bibliothek zu schicken, um für Referate etwas zu recherchieren (macht keine Lehrkraft!)

    oder Erstklasseltern zu bitten, mit ihren eigenen Kindern täglich 5-10 Minuten zu lesen (machen viele Grundschullehrkräfte, weil Übung wichtig ist und es in der Schule durch die Lehrkraft in der 1 : 1 Betreuung nicht täglich leistbar ist - einen Lösungsansatz hierfür blieb Antimon auch schuldig)

    Ich möchte mich dem hier:

    Und sich als LK des Gymnasiums weniger in die Belange der GS einmischen.

    anschließen.

    Und ich möchte hinzufügen, dass man als kinderlose Person auch etwas Zurückhaltung üben sollte, wenn es darum geht, fremden Eltern erklären zu wollen, wie sie mit ihren Kindern umzugehen haben, bzw. dass Geigenunterricht zu elitär ist...

    Hierfür:

    Danke.

    Es ist mir vollkommen unbegreiflich, wie man es bei einer Zeitangabe von 20 Uhr ohne Wink mit dem Zaunpfahl nicht von vornherein begreifen kann, dass Kids da nichts zu suchen haben?! Wenigstens in Deutschland ist das doch eigentlich gesellschaftlicher Konsens, es sei denn, es werden explizit Kinder eingeladen, oder liege ich da falsch?

    Seh ich genauso, und was mich auch wundert, ist, dass man nicht fragt, wenn man seine Kinder mitbringen will.

    "Der Babysitter ist abgesprungen, wir würden mit Kindern kommen, ist das okay?"

    "Kommen andere Leute eigentlich mit Kindern oder sind die anderen Gäste nur Erwachsene?"

    so in etwa...

    PS Ich würde anrufen, damit das Ganze persönlicher ist und sagen, dass dies wohl ein Missverständnis sei und man sich selbst wohl nicht klar genug ausgedrückt habe, dies aber eine Party ohne Kinder sei und sie natürlich selbst entscheiden könnten, ob dann überhaupt einer kommen mag oder ob man dann lieber mit Kindern in andrer Runde nachfeiern wolle (auch wenn ihr die Kinder nicht mögt, sie gehören halt dazu).

    Perfekte Lösung, finde ich.

    Zum Thema Korrektur und Hausaufgaben: Wir in Bayern müssen ja tatsächlich alles korrigieren. In Klasse 1/2 geht das schnell, da sieht man ja oft auf einen Blick, was richtig oder falsch ist. Ich korrigiere die Hausaufgaben meist während des Schulvormittags, entweder während einer Stillarbeitsphase oder in der Pause. Der Vorteil ist, dass man dann Kinder, die Fehler gemacht haben, direkt zu sich rufen und es ihnen nochmal erklären kann. Ich gebe sehr wenige Hausaufgaben. Gute Kinder brauchen die Übung meist nicht, schwache Kinder sitzen auch an den wenigen Hausaufgaben schon länger und noch mehr würde sie überfordern.

    Ich korrigiere jede Arbeitsheftseite und jeden Hefteintrag, wobei ich auch da ziemlich schnelles System habe. Wir machen viel Wochenplan- und Freiarbeit, und Kinder, die fertig sind, zeigen mir direkt ihre Arbeit und ich schaue in dem Moment drüber. Diese schnelle Rückmeldung ist gerade für die Kleinen sehr wichtig, finde ich.

    Mathe korrigieren wir sehr bald auch gemeinsam.

    In 3/4 dauert die Korrektur aber um einiges länger.

    Dafür ist 1/2 gerade am Schuljahresanfang körperlich auch wahnsinnig anstrengend.

    Krass, was hier schon wieder abgeht. Dass man sich als Mutter jetzt quasi rechtfertigen muss, seine (kleineren) Kindern daran zu erinnern, Hausaufgaben zu machen und ihnen bei Schwierigkeiten etwas nochmal zu erklären, ist schon irgendwie daneben. Natürlich helfe ich meinen Kindern, wenn sie mich fragen! Mittlerweile nicht mehr oft, sie sind jetzt so im Alter von Antimons Schülern, aber selbst da bitten sie mich hin und wieder, ob ich mir ein Referat anhören kann oder ob ich eine Arbeit Korrektur lesen kann. "Nö, komm selbst klar, wegen der Chancengleichheit" wäre jetzt absolut keine Antwort, die mir dazu einfiele. Andere Kinder bekommen Nachhilfe, soll das dann am besten auch verboten werden? Merkwürdige Diskussion...

    Ich hatte einmal Covid-19, meine nichtmaskentragenden Kollegen mindestens dreimal (manche bereits sechsmal und mehr, wir haben neulich mal im Spaß durchgezählt). Inzwischen ist einigen aufgefallen, dass ich und zwei weitere Maskentragende auch sonst nie krank ausfallen (ich habe in den letzten 3 Jahren genau die eine Woche gefehlt, ich hatte noch nicht einmal Schnupfen und dachte im letzten Winter mehrfach, wie schön es ist, nachts richtig schlafen zu können), einige meiner Kollegen sind fast dauerkrank (jeden Monat Ausfall von mehr als einer Woche wegen Covid-19 (mit Symptomen), Grippe etc.)

    Deine Beobachtung kann ich in meinem Umfeld überhaupt nicht bestätigen.

    Aber ich bin keine, die ein Problem mit Leuten hat, die weiterhin Maske tragen. Jeder, wie er mag. Ich persönlich mache es halt nicht mehr, außer ich bin erkältet und muss trotzdem unter Leute.

    ach, noch was zu den Masken: Ich trage sie ja noch viel und gestern traf ich eine Bekannte, die sie auch lange getragen hat und sie meinte, sie würde sie nun nicht mehr tragen, weil es einen eh früher oder später mit den 1000 Erkältungskrankheiten erwischen würde (bei uns gibt´s grad keine Familie, die nicht mind. ein krankes Familienmitglied hat oder in den letzten 4 Wochen hatte). Sie meinte, der Körper würde die Viren eh irgendwann abkriegen, da zB in der Schule ja kaum jemand mehr Maske trage (meine Kinder auch nicht).

    Fand ich schon auch irgendwie schlüssig. Ihr wisst, ich bin Maskenfan, was sagt ihr zu der Argumentation der Bekannten? Mein einziges Gegenargument war, dass es halt schlechtere und "passendere" Zeitpunkte für eine Krankheit gibt und ich das mit der Maske zumindest eeeeeeeeeeetwas steuern könne. Hm. ?

    Ich sehe das wie deine Bekannte. Nachdem ich nicht permanent durchgehend Maske tragen kann und will, und im Zweifelsfall dann wahrscheinlich eh meine Kinder irgendwas nach Hause einschleppen würden, verzichte ich mittlerweile ganz auf die Maske. Das Risiko, mir eine Erkältungskrankheit oder Covid-Infektion einzufangen ist mir die wiedergewonnene Freiheit und Leichtigkeit wert. Es ist schon eine Erleichterung, ohne Maske Leute zu treffen und wieder ohne Sorgen in ein Restaurant oder auch auf Partys gehen zu können, zumindest für mich.

    Es ist erwiesen, dass der Schutz vor schweren Verläufen mach einer Infektion wirklich sehr, sehr, sehr lang bestehen bleibt. Insofern denke ich, dass ich das Risiko in Kauf nehmen kann. Die Aufhebung der Maskenpflicht in allen Bereichen des öffentlichen Lebens gibt mir auch ein Stück weit Recht, denke ich.

    Dieser Artikel ist ganz interessant:

    https://www.aerzteblatt.de/archiv/230229/…wie-die-Impfung

    Und natürlich werden jetzt wieder Leute von unerforschten Langzeitfolgen schreiben, aber ehrlich gesagt: komplett vermeiden lassen sich Infektionen doch sowieso nicht, sonst hätten sich Susannea und Kris24 zum Beispiel nie anstecken dürfen, so vorsichtig wie sie sind.

    Des Öfteren frage ich mich, ob man vielleicht seine Immunität festigt, wenn man Impfschutz / Genesenenschutz hat und immer mal wieder in Kontakt mit dem Virus kommt, und das Immunsystem diesen Erreger dann erfolgreich abwehrt. So merkt sich das Immunsystem vielleicht besser, dass es gegen diesen Erregertyp vorgehen muss und kann, als wenn es nach der Impfung / Genesung nie wieder auf den Erreger trifft?

    Man steckt sich in der Schule ja auch in den ersten Berufsjahren sehr oft mit Erkältungskrankheiten an und in den Folgejahren dann weniger, weil man Immunität aufbaut.

    Wenn ich selbst stark verschnupft bin, trage ich Maske, um andere zu schützen, und habe damit kein Problem. Das ist zeitlich auf wenige Tage begrenzt.

    Zuhause machen wir das allerdings nicht weil es doch irgendwie einschränkt und nervt. Das haben wir schon nicht gemacht, als Familienmitglieder Covid hatten, und haben uns trotzdem nicht gegenseitig angesteckt.

    Hätten wir, wie bei Antimon, eine frisch operierte Person daheim, sähe das auch wieder anders aus. Antimon: Deiner Lebensgefährtin wünsche ich alles Gute und gute Genesung! Es war bestimmt keine leichte Zeit, hoffentlich geht es jetzt aufwärts!

    Die Zahlen müssen von der Schule angegeben werden? Aber die Eltern müssen der Schule doch positive Tests nichtmal mehr melden.

    Ich komme gerade aus dem Krankenhaus, wo ich diese Woche jeden Tag jemanden besucht habe. FFP2 Maskenpflicht für Besucher (keine Testpflicht mehr), und ich bin jeden Tag die einzige, die sich daran hält. Was ich damit sagen will: Hier ist Corona eigentlich auch kein Thema mehr. Ich setz die Maske halt auf, weil es an der Eingangstür steht und weil es mich nicht stört. Mir ist es aber auch egal, wenn andere sie nicht tragen.

    In der Schule und auch im privaten Kreis ist Corona eigentlich kein Thema mehr.

    Testen tue ich mich, wenn ich krank bin. Aus Interesse.

    Gesund mache ich keine Tests mehr, und von daher käme ich gar nicht in die Situation, symptomfrei positiv überlegen zu müssen was ich mache.

    Eine elegante Lösung könnte aber sein, die Maske aufzusetzen und den Kindern nicht explizit zu sagen, dass man Corona hat, sondern nur, dass man etwas krank ist. Die genaue Diagnose geht an sich sowieso keinen etwas an.

    Was ich nicht tun würde: wissentlich infiziert ohne Maske unterrichten. Unwissentlich kann natürlich passieren, wie bei allen anderen auch, die sich nicht ständig anlasslos testen.

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