Beiträge von Kathie

    Im Alltag merke ich hier momentan auch nichts davon (bis auf das Treffen vor dem Lift), die Maskenpflicht im ÖPNV ist aufgehoben, Testpflicht gibt es nicht, Isolationspflicht bei Symptomfreiheit auch nicht.

    Hin und wieder, wenn man sich erkältet fühlt, macht man halt einen Test und setzt eine Maske auf, genauso wenn es Innenräumen voll und sehr stickig ist, z.B. im Kino, aber ansonsten merke ich im Alltag derzeit nichts und hoffe wirklich sehr, es bleibt noch eine Weile so.

    Vor den Ferien war hier mehr Influenza ein Problem als Corona. Bin zum Glück auch dagegen geimpft und habe mich nicht infiziert, aber das ging hier wirklich rum.

    Ich überlege gerade so vor mich hin. Vielleicht liegt ein Grundproblem schon darin, dass Förderschulen begrifflich eine eigene Schulart bilden? Wenn überhaupt sollten eigentlich doch nur Schulen mit eigenem Lehrplan als eigene Schulart zählen.

    Vorwiegend ging es hier im Thread ja auch um die Förderschulen GE.

    Mein Weltbild bricht aber nicht zusammen, mir nur mal 5 min vorzustellen, welche Vor- und Nachteile ein Schulartwechsel hätte und was passieren würde, wenn wir keine Förderschulen als eigene Schulart mehr hätten.

    Unser aller Weltbild bricht nicht zusammen, denn genau das machen wir ja hier schon die ganze Zeit - uns diverse Dinge vorstellen und dann unsere Gedanken / Meinungen dazu schreiben.

    Er bleibt ein Rätsel ;)


    Neulich wollte ich den Fahrstuhl bei uns im Haus besteigen, drinnen stand ein sichtbar erkälteter Nachbar ohne Maske und meinte dann, ich solle besser nicht zusteigen, er habe Corona. Fand ich einerseits nett (die Warnung), andererseits nicht so toll (positiv, sichtbar krank, aber maskenlos im Fahrstuhl).

    Wie siehts bei euch so aus?

    Finde ich schon. Vielleicht werden wir uns da nicht einig.

    Du unterrichtest aber auch nicht an einer Förderschule GE. Warum nicht? Weil du offenbar entschieden hast, dass du lieber am Berufskolleg arbeiten möchtest. Diskriminierend ist das nicht. Es war einfach deine Vorliebe.

    Ich unterrichte übrigens, wie wahrscheinlich alle Grundschullehrkräfte, seit Jahren immer wieder Kinder mit Förderbedarf in verschiedene Richtungen, die im Rahmen der Inklusion bei uns sind. Wahrscheinlich mehr als du, vermute ich. Ich habe damit kein Problem - und trotzdem will ich nicht an einer Förderschule arbeiten. Ich bin lieber an der Grundschule, ich bin dafür ausgebildet, ich werde dafür auch (schlechter) bezahlt. Dass das diskriminierend sein soll, nee... Es ist einfach meine Vorliebe.

    Andere sind lieber an der Förderschule.

    Andere lieber am Berufskolleg.

    Andere lieber am Gymnasium.

    Ich verstehe wirklich nicht, warum sich einige hier so derart daran stören, dass jemand nicht Kinder mit geistiger Behinderung unterrichten will. Ich finde das noch nicht einmal diskriminierend. Jemand hat Lehramt Gymnasium studiert, und er möchte keine Förderschüler unterrichten. Passt doch, ist doch sogar ganz logisch, sonst hätte er wohl Lehramt Förderschule studiert.

    Ich habe Lehramt Grundschule studiert, ich möchte mit kleineren Kindern arbeiten und daher keine Realschüler oder Gymnasiasten unterrichten. Diskriminierend? Oder ist das in dieser Richtung okay?

    Genau darum geht es doch aber: hier wird nach wie vor die Haltung vertreten, Behinderte einfach an andere Schulformen abzuschieben und damit zu exkludieren. Das ganze erfolgt unter dem Tarnmantel "es sei besser für die Betroffenen, da sie wenn man sie separiert, besser gefördert werden könnten". Vielleicht muss man die Frage andersherum stellen: vlt. ist eine Schulform, die es nicht schafft auch lernzieldifferent zu fördern, schlicht nicht mehr zeitgemäß.

    PS: Deutschland ist eines von sehr wenigen Ländern, mit einem so stark gegliederten Schulsystem. Das schlägt sich nicht gerade in durchschlagenden Erfolgen in vergleichenden Bildungsstudien nieder. Auch darüber könnte mal nachgedacht werden.

    Ich wüsste nicht, wo ich von Abschieben sprach, deine Antwort passt aber gut zum Thema "Gleich mit der Keule kommen".

    In der Grundschule ist Inklusion seit Jahren selbstverständlich und auch deshalb meine ich, durchaus mitreden zu können, da ich eine ziemlich klare Vorstellung davon habe, wie schwierig es schon sein kann, geistig behinderte Kinder so in den Grundschulunterricht zu inkludieren, dass es gewinnbringend (im besten Fall für alle!) ist. Wie soll es dann am Gymnasium klappen? Wohlgemerkt: Inklusion ist eigentlich kein: "das Kind sitzt mit Schulbegleiter möglichst leise in der Ecke und löst den ganzen Tag in Einzelarbeit seine Aufgaben, während die Klasse etwas ganz anderes macht".

    Nur weil ich der Meinung, bin geistig behinderte Schüler sind am Gymnasium weniger gut aufgehoben, heißt das noch lange nicht, dass ich dafür bin, sie abzuschieben. Aber das hier:

    Während andere Länder behinderte Kinder einfach "nur" mitlaufen lassen, gibt (gab?) sich Deutschland extra die Mühe, sich zwecks individueller Förderung eigene Schulen, in denen Kinder mit besonderem Förderbedarf gezielt in Bezug auf ihre kognitiven, körperlichen und/oder psychischen Bedürfnisse beschult werden, mit eigens hierfür ausgebildeten Lehrern, niedrigerem Klassenteiler, zusätzlichem Personal (~ geistige Entwicklung, körperlich-motorische Entwicklung) und finanziellen Ressourcen, zu leisten.

    sollte man vielleicht auch im Kopf behalten.

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum man geistig behinderte Schüler am Gymnasium inkludieren wollte. Das Gymnasium ist (zumindest in Bayern) eine Schulart, wo bei der Aufnahme der Elternwille egal ist und für die man einen bestimmten Notenschnitt braucht, und die den höchsten existierenden Schulabschluss zum Ziel hat.

    Kinder und Jugendliche mit Notenschutz könnten da natürlich mit im Klassenzimmer sitzen und zum Beispiel im Zahlenraum bis 100 rechnen, während der Matheunterricht der Klasse komplett an ihnen vorbeigeht. Aber: Warum? Was bringt es ihnen? Wären sie nicht an einer Förderschule besser aufgehoben, wo die Lehrkräfte ausgebildet sind und sie mehr Aufmerksamkeit bekämen? Wenn es keine Förderschule sein soll, wären sie dann nicht an einer Haupt-/ Mittelschule besser aufgehoben, wo zumindest Klassleiterunterricht in fast allen Fächer herrscht und die Räume nicht ständig gewechselt werden? Und wo sie vielleicht dem Unterrichtsstoff doch in manchen Fächern, zumindest hin und wieder, ganz teilweise ein bisschen mehr folgen könnten als am Gymnasium?

    Das einzige Argument dafür, geistig Behinderte am Gymnasium zu inkludieren, wäre meiner Meinung nach, dass man die Lehrer gleichmäßiger belasten will, was die Inklusion angeht. Aber das geht doch völlig am Kind vorbei.

    In bestimmten Threads überlege ich mir mittlerweile sehr gut, ob ich wirklich etwas schreiben will und wie ich es formuliere, damit ich nicht missverstanden werde oder mich hinterher nicht rechtfertigen muss, weil ein Zitat aus dem Zusammenhang gerissen wird. Besonders im Coronathread war es hin und wieder sehr mühsam, fand ich, weil Sachen missverstanden wurden.

    Oftmals führt es dazu, dass ich dann eben einfach doch nichts schreibe. Ich denke, dass es nicht nur mir so geht.

    In unverfänglicheren Threads, die sich thematisch mehr mit Schule befassen, hat man dieses Problem eher weniger.

    Da bin ich mir auch sicher!

    Wo ich mir allerdings nicht sicher bin, ist folgender hypothetische Fall:

    Jemand ist vor den Ferien krank und wie oben beschrieben bis zum ersten Ferientag krank geschrieben, ist zwischendurch tatsächlich auch gesund und ist dann am ersten Schultag nach den Ferien aber auch wieder krank.

    Ist das dann wie an einem Wochenende, das zwischen einem kranken Freitag und einem kranken Montag liegt?

    Oder werden die Ferien nicht mitgezählt, weil die erste Krankmeldung ja am Ferienbeginn zu Ende war?

    Wenn das so weiter geht, haben wir bald den dritten Weltkrieg.

    Aus https://www.sueddeutsche.de/politik/ukrain…erkel-1.5710811

    Echt, das nimmst du aus diesem Artikel mit? Das lese ich anders.

    Ich verfolge die Nachrichten zu Russland und der Ukraine auch sehr genau und in unterschiedlichen Quellen. Stoltenberg hat erst gestern sinngemäß gesagt, sie arbeiten jeden Tag daran, dass sich der Krieg nicht ausweitet. Ich halte die Gefahr einer unkontrollierten Eskalation ehrlich gesagt mittlerweile für geringer als zu Beginn des Krieges. Meine Meinung.

    Jede Infektion schadet dem Immunsystem.

    Hast du dazu eine Quelle?

    Es klingt für mich so, als würdest du meinen, mit jeder Infektion wird das Immunsystem geschwächt und funktioniert dann schlechter (wenn Infektionen dem Immunsystem schaden). Wenn du es anders meinst, dann betrachte meine Frage als hinfällig.

    Das Immunsystem bildet durch Infektionen doch Antikörper und kann dann zukünftige Infektionen mit dem gleichen Erreger schneller abwehren. Inwiefern jede Infektion dem Immunsystem jetzt wirklich schadet, würde ich echt gern erklärt bekommen. Google hat mir nicht groß weitergeholfen. Dass gewisse Infektionen vielleicht dem Körper schaden, oder man sich nach einer durchgemachten Infektion schnell mit etwas anderem anstecken kann, meine ich jetzt nicht.

    Wie wird wirklich das Immunsystem (dauerhaft, nicht kurzzeitig) geschädigt durch "jede Infektion"?

    "Petronella Apfelmus - Schneeballschlacht und Wichtelstreiche" finde ich ein schönes, weihnachtliches Vorlesebuch für Erstklässler.

    Vielleicht schafft ihr es aber nicht ganz, wenn du jeden Tag nur 10 Minuten vorlesen willst, denn es ist recht lang.

    Danke, bestätigt doch meine These:

    Trainingseffekt für das Immunsystem

    Dass es gerade so viele Kinder trifft, liegt auch an den Vorsichtsmaßnahmen während der Corona-Pandemie, meint Kinderarzt Kobbe. Er spricht von einer "immunologischen Lücke": Weil das Immunsystem vieler Menschen in den letzten zwei, drei Jahren durch Maske tragen und Social Distancing weniger Erreger gesehen habe, sei es nicht trainiert worden, nicht durch milde oder asymptomatische Infektionen "immunologisch be....

    Vielleicht ist "trainiert" auch einfach nicht gut ausgedrückt.

    Ich lese das so: Wenn man zwei, drei Jahre lang kaum mit Erkältungsviren in Kontakt kommt, dann baut man auch weniger Immunität dagegen auf. Wenn dann nach drei Jahren all diese Viren wieder geballt auf einen einstürzen, dann wird man vielleicht kränker von ihnen, als wenn man letztes Jahr schon zwei, dreimal Kontakt mit diesen Viren im Form von z.B. Schnupfen gehabt hätte.


    Der Artikel geht nach Frau Eckerle noch weiter:

    "Auch Friedrich Reichert, Oberarzt der Pädiatrischen Interdisziplinären Notaufnahme am Klinikum Stuttgart, sagt: "Das Immunsystem funktioniert super, auch nach den Maßnahmen - es gibt keine Hinweise darauf, dass ausbleibende Infekte das Immunsystem irgendwie schwächen würden." Der "Trainingseffekt" sei also keiner, der nötig wäre, doch trotzdem gebe es ihn.

    Denn das, wovon Kobbe spricht, ist durchaus eine Folge der Maßnahmen, allerdings nur in Form einer Verschiebung der Saisonalität. Bereits im vergangenen Jahr setzte die jahreszeitenübliche Infektionswelle mit RSV früher ein, und sie hatte einen besonders hohen R-Wert, wie Reichert betont. Das heißt: Es gab mehr Menschen, die für das Virus empfänglich waren. Zum einen, weil auch bei altbekannten Atemwegserkrankungen die Immunität nach überstandener Infektion nach einer gewissen Weile nachlässt. Das heißt: Liegt die letzte, womöglich unbemerkte Infektion zu lange zurück, kann man sich wieder leichter anstecken."

    (Hervorhebung durch mich)

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