Man muss halt einschätzen, ob man lieber mit 6-10 Jährigen oder mit 10-16 Jährigen arbeiten will.
Ganz grundsätzlich sollte die Frage wohl auch nicht sein, was uns zur Entscheidung bewogen, sondern ob die Realität den Erwartungen entsprochen hat.
Ich bin froh, an der Förderschule zu arbeiten, vor allem weil der Wechsel zwischen den Gruppen nicht so groß ist wie in einer Oberschule/Gymnasium. Und weil das Setting kleiner ist, ein Kollegium besteht eher aus 30 als aus 150 Personen.
Ich mag meinen Beruf und würde die Schulart nicht eintauschen wollen. Müsste ich aber, würde ich lieber in die Sek I gehen als in die Grundschule. Zum einen hätte ich keine Lust auf überambitionierte Eltern und zum anderen wollte ich nicht so gerne aller zwei oder vier Jahre mit Erstklässlern neu anfangen. Wer das wiederum liebt, sollte natürlich in die Grundschule streben...
Edit: positiv formuliert: ich finde die Phase der Pubertät spannend, den Umbruch, die Entwicklung zu den Persönlichkeiten, die sie mal sein werden. Themen wie Berufsvorbereitung, selbständige Lebensgestaltung usw. finde ich für den Berufsalltag bedeutsamer als Ostereier suchen und Reime klatschen. Für die Heranwachsenden ist natürlich alles zu seiner Zeit wichtig, ich will das keinesfalls inhaltlich werten, ich mache sowieso alles davon.