Schwierige Entscheidung, mir würde sie auch schwerfallen.
Was mir aber gerade einfiel: Ich war im Referendariat anfangs krank. Da ich mich nicht traute, zu fehlen, bin ich weiter arbeiten gegangen, bis ich eine schwere Bronchitis hatte. Erstes Antibiotikum wirkte nicht. Zweites schon. Arzt wollte mich bis zu den Weihnachtsferien krankschreiben. Ich bin eine Woche vorher wieder hingegangen - um dann einen Infekt nach dem anderen zu bekommen, ein halbes Jahr lang hatte ich abwechselnd Bronchitis und Nebenhöhlenentzündung. Ich habe in dem halben Jahr so oft Antibiotika genommen wie in den 21 Jahren seither nicht mehr.
Ich würde es aus heutiger Sicht von der Krankheitsschwere abhängig machen, glaube ich - und vom Rat des Arztes.
meine infekte sind nie schwer, aber nervig und lange. ständig sitzt der schleim in den atemwegen und die ohren sind halb zu und ich muss dauernd "hochrotzen", da der schleim so stört, naseputzen sowieso, ohrensausen, leicht kopfweh, erhöhte temperatur. alles auf dem sofa nicht so wild, so dass man ein schlechtes gewissen hat, aber sobald man eine treppe steigt oder wilde schüler bändigen muss, merkt man dann, dass alles viel schwerer fällt und bereut es, wieder hingegangen zu sein. die ärztin wollte ja, dass ich es mal ganz auskuriere, aber das hieße dann, nächste woche nur wegen restschnupfen immer noch zu fehlen. mal in die stadt zu gehen traue ich mich dann in der letzten woche auch nicht, obwohl das ja nicht verboten ist und auch viel weniger anstrengend als arbeiten, aber es wäre so peinlich, jemandem aus der schule zu begegnen. sichtbar beim friseur will man auch nicht gewesen sein und freunde wollen sich nicht anstecken. also muss ich dann die ganze zeit couchpotato sein. da wird man auch dick und doof.