Beiträge von nihilist

    fachlich nicht so fit sein müssen, wenn die schüler (noch) nicht so klug sind, halte ich auch für sehr falsch. ich zumindest in deutsch brauche in klasse 1 mehr linguistische fitness als in klasse 6. und für die literaturwissenschaftliche fitness gibts ja lektüreschlüssel.

    dass der stress in der grundschule eher vormittags und geballt ist und man dann nachmittags/abends etwas mehr me-time hat, stimmt bei korrekturfächern allerdings meistens schon. da schreibt niemand 3000 wörter auf einmal.

    wenn du zwei korrekturfächer studiert hast (ich habe mit absicht nur eins und dazu ein anderes studiert), könntest du auch überlegen, dich an einer grundschule zu bewerben (am besten auch noch teilzeit und vielleicht etwas mehr als schontyp - die kinder profitieten davon, wenn lehrkräfte ausgeruht sind und durch zeit für eigene interessen glücklicher sind). an grundschulen werden kürzere texte geschrieben, da hält man ein korrekturfach gut aus. manche korrekturen mache ich z.b. in der großen pause ("lasst eure hefte offen liegen, ich korrigiere eure aufgaben gleich", dann gehe ich von tisch zu tisch), da ich lieber einen vollen, anstrengenden vormittag und dafür einen lockeren nachmittag habe. in "guten", ruhigen klassen kann man auch differenzierende zusatzangebote machen und als direkte rückmeldung kurze texte gleich im beisein der schüler am tisch besprechen und korrigieren.

    ich habe noch nie laminiert aus folgenden gründen

    1. umweltschädlich

    2. aufwändig

    3. teuer

    4. finde ich persönlich steril und hässlich (vor allem bei naturmaterialien wie z.b. herbstblättern)

    5. lohnt sich meist nicht.. ich kopiere manchmal auf dünne pappe und wenn diese kopien / kärtchen etc. ausgedient haben (sofern man sie überhaupt mehrmals benutzt), hat dann schon das lehrwerk gewechselt oder es gibt den neuesten heißen scheiß.

    ich glaube, dass der unterricht sehr davon profitiert, wenn lehrkräfte bei ihren vorbereitungen eher inhaltliche schwerpunkte setzen und nicht so viel zeit für "kosmetisches" verschwenden. in der eingesparten zeit kann man nämlich seinen privaten interessen nachgehen, z.b. privat bücher lesen, die nicht mit schule zu tun haben, ferien machen statt einheitliche etiketten drucken etc., und dieser erweiterte horizont kommt den kindern sehr zugute. ich denke, dass schlaue lehrkräfte mit hirn, papier, stiften, tafel, natur (kopf, herz und hand) bereits optimalen unterricht machen könnten.

    falls das mit den frauen stimmt, dann nicht, weil sie einfältiger sind, sondern weil von frauen viel mehr erwartet wird, dass alles immer tippitoppi ist. selbst schon erlebt: kollegin wurde vor tag der offenen tür für schlampigen raum gerügt. auf die antwort "herrn xs raum sieht noch schlimmer aus und da meckert keiner" kam die antwort einer kollegin: "der ist ja auch ein mann".

    ich nehme aus ästhetischen gründen und wegen klarheit meistens century gothic oder helvetica. dass das kleine ell keinen bogen hat und helvetica auch nicht das fibel-a hat, müssen die kinder verkraften.. ;)

    regen finde ich immer soo toll, da kann ich mich gar nicht entscheiden, welcher schöner ist! wenn man drinnen ist, ist der platzregen schöner, draußen der landregen.

    hast du lieber etwas freakige freunde, die auch ungewöhnliche sachen lieben (ich liebe z.b. regenspaziergänge und tiere wie ratten, spinnen und insekten, die nicht jeder mag) oder lieber "normale", mit jedem kompatible leute?

    LEXIKONEINTRAG-ZUSATZ:

    die anzahl der als notzelkrump/-krampa definierten menschen an einer schule korreliert stark mit der häufigkeit von HEYBRUMMEN.

    eine heybrumme ist eine normale lehrkraft, die sich jedoch als arbeitgeber aufführt und bei jeder begegnung den kollegen arbeit aufbrummt, z.b. durch selbstausgedachte, sinnfreie projekte, oder die nachmittägliche bis abendliche aktionen oder teamtreffen einberuft, in denen höchstens 10 bit info mit einem tisch voll konferenzkekse, obst und kaffee zwei stunden lang zelebriert werden oder die einen rügt, weil man die aufsicht verpennt hat.

    in der begegnung mit heybrummen wird auch eine normale lehrkraft meist als notzelkrump/-krampa fehlidentifiziert, da sie, obwohl sie eigentlich eine vortreffliche, engagierte lehrkraft ist, das notzelkrumphafte verhalten aus reinem selbstschutz vor burnout an den tag legen muss.

    Was denkst denn du. So ein nasser Schwamm mitten in das Gesicht des russischen Elitekämpfers löst bei dem ein frühkindliches Trauma aus - und er macht sich vor Schreck in die Hose. Schwupps ist der außer Gefecht und die anderen Kämpfer ringsum diskutieren, wie so etwas ohne Tötungsabsicht überhaupt funktionieren kann und ob man ihn standrechtlich erschießen soll und darf. SO geht moderne Kriegsführung!

    ich dachte, die modernen tafeln seien ohne schwamm!

    Och, ich hab schon eine private Scheidung durch. Eine Verbeamtung aufzulösen im Bedarfsfall ist erheblich weniger lebensbedrohlich als diese es ganz real war.

    Ich weiß nicht genau, woran du denkst, wenn du von potentiellen Kriegszeiten für Deutschland schreibst, aus meiner Perspektive scheint das übertrieben, aber vermutlich denke ich eben an etwas völlig anderes als du (vielleicht magst du das ja ausführen?). Ich weiß aber, dass ich in Zeiten, in denen Rechtsradikale wie Linksradikale zunehmend an politischem Einfluss gewinnen gerade auch als Beamtin für mein Grundgesetz einstehen und - beruflich gesprochen- kämpfen will.

    (Dies geschrieben setzen sich selbstredend auch Lehrpersonen im Angestelltenverhältnis dafür ein, wie mir sehr wohl bewusst ist, also bitte keinen entrüsteten Aufschrei diesbezüglich. Es geht mir nicht darum hier einen in dieser Weise nicht existenten Unterschied in der Haltung künstlich zu konstruieren, sondern ausschließlich um meine persönliche Haltung zu Demokratie, Beamtentum und meinen Einsatz in meinem Beruf.)

    Och, ich hab schon eine private Scheidung durch. Eine Verbeamtung aufzulösen im Bedarfsfall ist erheblich weniger lebensbedrohlich als diese es ganz real war.

    Ich weiß nicht genau, woran du denkst, wenn du von potentiellen Kriegszeiten für Deutschland schreibst, aus meiner Perspektive scheint das übertrieben, aber vermutlich denke ich eben an etwas völlig anderes als du (vielleicht magst du das ja ausführen?). Ich weiß aber, dass ich in Zeiten, in denen Rechtsradikale wie Linksradikale zunehmend an politischem Einfluss gewinnen gerade auch als Beamtin für mein Grundgesetz einstehen und - beruflich gesprochen- kämpfen will.

    (Dies geschrieben setzen sich selbstredend auch Lehrpersonen im Angestelltenverhältnis dafür ein, wie mir sehr wohl bewusst ist, also bitte keinen entrüsteten Aufschrei diesbezüglich. Es geht mir nicht darum hier einen in dieser Weise nicht existenten Unterschied in der Haltung künstlich zu konstruieren, sondern ausschließlich um meine persönliche Haltung zu Demokratie, Beamtentum und meinen Einsatz in meinem Beruf.)

    ja, fürs grundgesetz kämpfe ich quasi täglich, auch als angestellter.

    mir kam nur so fatalistisch in den kopf, und natürlich denke ich eigentlich nicht, dass es so kommen könnte, aber man weiß ja nie, dass, falls deutschland mal soldaten aussenden könnte und es zu wenige gibt, die regierung (wer weiß, wie die nach den jetzigen entwicklungen in zukunft besetzt sein wird?!) vielleicht zuerst die staatsbeamten dazu verdonnern könnte, weil sie ja zu besonderer treue verpflichtet sind. ob man sich dann noch schnell entbeamten lassen könnte?

    wie gesagt, dieses szenario ist hoffentlich sehr unwahrscheinlich!

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