Es gibt keine Evidenz, dass Gehaltssteigerungen bei Mathematikern größer sind als bei BWLern. Ich habe das oben schon angezweifelt.
Nein nicht unbedingt, aber der Abstand der Durchschnittsgehälter der beiden Gruppen zieht sich durch das ganze Berufsleben. Der Prozentuale Unterschied summiert sich im Berufsleben zu einer ansehnlichen Summe auf.
Ja, spezialisierte Mathematiker verdienen gut. Spezialisierte BWLer (Wirtschaftsprüfer, Unternehmensberater, Projektmanager, Vertriebsprofis) auch.
Die von dir aufgezählten Jobs für spezialisierte BWLer werden ebenfalls von sehr vielen Mathematikern besetzt. Somit gibt es da keinen Vorsprung der BWLer. In den spezialisierten Berufen für Mathematiker werden sich aber nur im verschwindenden Maße BWLer verirren.
Man kommt nicht umhin, dass das Mathestudium finanziell nicht honoriert wird und sich somit in der Wirtschaft auch niemand um gut ausgebildete Mathematiker streitet.
Den Beweis bist du noch schuldig. Und wie oben schon geschrieben. Es gibt so gut wie keine arbeitslosen Mathematiker, sie verdienen gut, also werden sie wohl schon irgendwie von der Wirtschaft gebraucht.
Es ist somit wahrscheinlicher, ein BWL-Studium in den oberen 50% zu bestehen, als ein Mathestudium überhaupt zu bestehen.
Ja, aber der Mathematiker könnte dann noch ein BWL Studium beginnen, Umgekehrt eher unwahrscheinlich.
Mit einem BWL-Abschluss in den oberen 50% kann man wiederum ein höheres Gehalt erwarten, als mit einem Mathestudium. Das ergibt sich aus den oben zitierten Zahlen (BWL-Verteilung) unter der Voraussetzung, dass das Gehaltsspektrum bei den BWLern den Studienerfolg widerspiegelt bzw. mit diesem hoch korreliert ist.
Ich glaube, du hast dir die Zahlen selber nicht so genau angesehen?
Wenn du die Zahlen der BWL und der Mathematiker prozentual auswertest, haben für BWLer 39 % der Firmen angegeben, dass sie ein Gehalt über 45 000 € zahlen.
Für Mathematiker waren es 55%.
Bei Gehältern über 50 000 € sind es bei den BWLer nur noch 18 %. Bei den Mathematikern sind es 36 %.
Das ist ein Indiz dafür, das die Wirtschaft bereit ist für Mathematiker mehr zu bezahlen.