Beiträge von raindrop

    Verantwortlich für die Besetzung (und damit personalverantwortlich auch im Sinne einer Aufsicht) ist aber der Trägerverein.

    Hier in Niedersachsen gibt es auch selbstverwaltete Grundschulen in freier Trägerschaft. Hier ist das maßgebliche Organ der Vorstand, der den Elternwillen in Zusammenarbeit mit dem pädagogischen Personal umsetzt. Für die Besetzung und Kontrolle der Schulleitung ist also der Vorstand zuständig und kann diesen auch absetzen. Das müsste eigentlich auch bei euch der Fall sein.

    Wenn dieser allerdings nicht tätig wird und das von der Elternschaft und dem Lehrpersonal geduldet wird, siehts düster aus. Dann wollen sie es wohl so.

    Dafür hast du bestimmt handfeste Daten? Wo lässt die Präsenz der CDU in Sachsen zu wünschen übrig, wohingegen die AfD mit Inhalten aufwarten könnte?

    Zum Beispiel hier:

    https://www.deutschlandfunk.de/bundestagswahl…rk-ist-100.html


    Zitat daraus: "

    In Sachsen ist ein Vorteil der AfD, dass die anderen Parteien in vielen Gemeinden kaum präsent sind. Der Dresdner Politikwissenschaftler Hans Vorländer hatte schon vor der Wahl vorausgesagt, die Stärke der AfD in Ostdeutschland werde von Dauer sein. „Die AfD hat sich auch organisatorisch in einzelnen Milieus und Gruppen festgesetzt, auch in Betrieben“, sagte der Professor der TU Dresden. Als Kümmerer vor Ort präsentiere sich die Partei."

    Es geht auch nicht darum, dass die AfD mit irgendwelchen besseren Inhalten aufwarten kann. Die Parolen die sie verbreiten, scheinen bei einer nicht kleinen Gruppe von Menschen in diesem Land zu verfangen.

    mit Söder oder Merz noch ein klein wenig Hoffnung

    Dann können wir den Laden hier auch gleich dicht machen, bei soviel geballter Egomanie und Dummheit...

    Merkel hat die beiden nicht ohne Grund klein gehalten...

    Eine Koalition mit einer verfassungsfeindlichen Partei ist sicherlich politischer Selbstmord.

    Das werden die Wähler der CDU in den östlichen Bundesländern vielleicht anders sehen. Die AfD verkauft sich dort sehr gut und ist präsent, was man von vielen alten Parteien nicht mehr sagen kann. Das ist bedauerlich, aber die Realität.

    Dass es Eltern gibt, die lieber arbeiten, als sich ums Kind zu kümmern - geschenkt, und dass es Eltern gibt, die ihr Kind am liebsten nicht um sich haben ( zb ua auch, weil sie es schlecht erzogen haben), hab ich jetzt weggelassen, weil es mir nicht darum ging, die Eltern in die Pfanne zu hauen, sondern Zusammenhänge aufzuzeigen.

    Das könnte man auch genauso über Eltern vermuten, die nicht beide voll arbeiten. Geben den Kindern alles, was sie wollen, um nicht den Tag über von den Kleinen genervt zu werden.

    Du vermutest nur, du zeigst keine Zusammenhänge auf...

    könnte jemand von euch mir die Frage beantworten, ob es möglich ist, trotz Nicht-Zulassung zur Examensprüfung; und das zum zweiten Mal, als Lehrer an einer Öffentlichen Schule arbeiten zu können?

    Ich denke, das geht an öffentlichen Schulen nicht, wird auch bei der Einstellung abgefragt, ob man irgendwo durchgefallen ist.

    Aber an Privatschulen ist es möglich.

    dass sie viele Bekannte hat, die selbst ohne Bachelor GrundschullehrerIn geworden sind

    wie haben die Personen denn dieses Wunder vollbracht?

    Grundsätzlich, wechsel das Studienfach und studiere auf Lehramt, das ist der sichere Weg, wenn du dir sicher bist, dass du Grundschullehrerin werden möchtest. Es macht aus meiner Sicht keinen Sinn sich durch dein jetziges Studium für noch 2 bis 3 Jahre zu quälen, um dann doch was anderes machen zu wollen. Du kannst dann scheinbar auch dann in BW mit einem Bachelor in die Schule gehen und hast zumindest die richtigen Fächer studiert. Und du hast die Option, den Master zu machen und grundständige Grundschullehrerin zu werden.

    Das sehe ich generell auch als Problem, es betrifft aber nicht automatisch nur Frauen.

    Das stimmt, nicht nur, aber zum aller größten Teil.

    Wo steht, dass Frauen diejenigen sind, die sich zwischen Kindererziehung und Arbeit entscheiden müssen?

    Es steht im geheimen Gesellschaftsvertrag, den jeder bei seiner Geburt unterschreibt...

    Ich kenne viele große Firmen hier in Niedersachsen, die sich sehr schwer tun, wenn Männer Teilzeit beantragen und sei es nur in Elternzeit. In kleineren Handwerkbetrieben sieht es noch viel übler aus, wenn du dort als Mann mal nachfragst.

    Aber du hast generell Recht, hier könnte Frau auch mehr Druck ausüben, sofern der Arbeitgeber nicht ein totaler Vollpfosten ist, um vielleicht auch bei Mann einen Sinneswandel zu initiieren.

    Wenn sich Frauen gegen Erwerbsarbeit entscheiden, aus welchen Gründen auch immer, dann ist das eine individuelle Entscheidung, kein gesellschaftliches Problem.

    Es ist ein gesellschaftliches oder strukturelles Problem, wenn einfach die Betreuungsplätze für Kleinkinder nicht vorhanden sind, damit man arbeiten gehen kann, wenn man sich dafür entscheidet.

    Es ist ein Problem, wenn in der Grundschule keine Nachmittagsbetreuung angeboten wird, um arbeiten gehen zu können. Und schon bist du jahrelang aus dem Job raus oder in der Teilzeitfalle.

    Nochmal, bei uns im Studium mussten sie es, für die Sekundarstufe I, die wir ja auch unterrichten dürfen, muss man es auch immer noch.

    und nochmal, ich habe den Blick auf die Grundschule, 1. bis 4. Klasse. Was du damals machen musstest ist eine Ausnahme im System. Eine Zeitlang wurde man z.B. in NRW auch nicht speziell für die Grundschule sondern für Grundschule, Hauptschule und Realschule ausgebildet. Selbst zu der Zeit haben sie nicht die gleichen Kurse wie die Mathematiker belegt. Für die Grunschulausbildung ist das weit über das Ziel hinaus.

    Die Uni begründet eben auch gut (und mit ähnlichen Argumenten, wie ich), warum dem so sein muss.

    Die Begründung ist in keinster Weise plausibel im Hinblick auf die Ausbildung für die Grundschule, sie in die gleichen Kurse zu stecken, wie die Mathematiker.

    ich finde es ja schon übertrieben, dass die GymnasialKollegInnen fast die gleichen Kurse belegen müssen wie die Mathematiker. So kann man Lebenszeit verschwenden, die man lieber für die Didaktik verwenden sollte.

    dass das ja erst Oberstufenlerninhalte sind, was sie eh schon lange nicht mehr sind.

    wir machen damit simple Folgen und was wir mit Reihen machen, kann man nicht wirklich so nennen. In der Oberstufe werden Grenzwerte und Konvergenzen betrachtet, im besten Fall. Für uns in der Grundschule reicht ein simpler Kurs in elementarer Zahlentheorie, keine Analysis. Ich weiß nicht, ob du wirklich weißt, was Mathematiker zusammen mit den gymnasialen KollegInnen in Analysis machen. Ich erwähnte vorher schon mal das Buch von Forster, quasi die Bibel der Hochschulvorlesungen zum Thema Analysis, das was du so verwirrend fandest. Was dort Standardmäßig gemacht wird, ist so meilenweit entfernt von dem was wir brauchen.

    Wir brauchen etwas vertiefendes Wissen, auch zu Folgen und Reihen, aber nicht so viel.

    Wenn wir das verpflichtend für alle machen würden, hätten wir bald nicht mehr viele Lehrkräfte in der Grundschule. An dem Grundkurs Analysis scheitern schon die meisten Studienanfänger in Mathe.

    Aber damit haben wir ja unsere Standpunkte klar gemacht und zum Glück wird es wahrscheinlich nie dazu kommen, das Grundschullehrkräfte Analysis lernen müssen.

    Aber was ist die Anwendung auf Seiteneinsteiger?

    Die Anwendung auf Seiteneinsteiger gibt es so nicht, das war meine These.

    Das System Schule hat zumindest den Mangel erkannt (den sie selbst teilweise durch schlechte Planung verschuldet hat) und Programme wie den Seiten- oder Quereinstieg ins Leben gerufen.

    Diese Einsteiger müssen zumindest ansatzweise von den Fächern auf Schule passen und das Fachwissen mitbringen. Den Rest lernen sie dann begleitend im Beruf oder im Referendariat.

    Solch ein Ausbildungsprogramm gibt es in der Wirtschaft in vielen Firmen so nicht.

    Du darfst dir ruhig mal ein paar Module zum Beispiel im Rahmen des Faches Mathematik ausdenken, einfach mal ein bisschen kreativ sein, sodass wir eine Idee davon haben, welche Inhalte deiner Meinung nach eine angehende Lehrkraft im Rahmen der universitären Ausbildung gehört haben sollte, um erfolgreich im Primarstufenbereich unterrichten zu können.

    Es gibt schon gute Lehrgänge in Mathematik für die Grundschule. Sie dir einfach mal beispielsweise die Module der Unis Bielefeld oder Dortmund an.

    Es scheint aber auch ein vollständiges Durcheinander in der Ausbildung von Bundesland zu Bundesland zu geben.

    Analysis ist in NRW und Niedersachsen weder für die Grundschule noch für die Sek 1 Lehrkräfte Bestandteil ihrer Ausbildung. Macht auch inhaltlich überhaupt keinen Sinn. Es sind eher Kurse wie Elementare Zahlentheorie oder Zahlbereiche.

    Vielleicht heißt das Fach in Berlin nur Analysis und hat völlig andere Inhalte als Analysis für Mathematiker?

    Nein, das reicht m.E. nicht. Grundschullehrpersonen unterrichten mindestens 4 studierte Fächer und weitere zusätzlich fachfremd.

    Das bezog sich eigentlich auf das Studium für Sek 1 und 2, aber meinetwegen.

    Grundschullehrkräfte studieren in der Regeln heutzutage 3 Fächer, dabei eines als Schwerpunkt. Es gab auch eine Zeit, da waren es in einigen Bundesländer nur 2 Fächer. In den zusätzlich fachfremden Fächern wird keine Lehrkraft ausgebildet, die fallen so vom Himmel oder man muss sie sich selbst aneignen oder auf ein gutes Schulbuch hoffen.

    Und diese 3 oder 2 Fächer wurden in 6 Semester Regelstudienzeit studiert. Ob man wirklich mehr studieren muss? Ich sehe nicht, dass die Lehrkräfte, die heute 8 Semester studieren, irgendwie besser unterrichten als die früher ausgebildeten Lehrkräfte. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass das Referendariat verkürzt wurde.

    Damals mussten wir noch 2 Jahre machen, heute sind es 18 Monate. Damit schmilzt der Ausbildungszeitunterschied auf 1 Semester. Naja...

    Um Wissenschaftspropädeutik in der Oberstufe leisten zu können, sollte man schon ein wenig fachwissenschaftlich studiert haben.

    Ein wenig "fachwissenschaftlich studieren" hätte man auch mit Analysis 1, Lineare Algebra 1 und Stochastik 1 und dann noch irgendwelche Proseminare vielleicht speziell für Lehrämter erreicht. Alleine diese drei Grundlagenkurse gehen weit über den Schulstoff hinaus und man wird gut in die Strukturwissenschaft mit ihren Beweisen eingeführt.

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