Beiträge von raindrop

    Wie kommst du denn darauf?

    Das sind meine Erfahrungen aus der IT-Branche von einigen großen Unternehmen.

    Was eine Firma sucht wird in den Stellenangeboten definiert. Welches Studium man absolviert hat, ist dabei tatsächlich meistens irrelevant. Erfüllt man aber die grundsätzlichen Kriterien nicht, die eine Firma sucht, bilden viele Firmen nicht aus, sondern lassen die Stelle unbesetzt und suchen weiter.

    Wenn eine IT Firma oder Unternehmensberatung für ihre Projekte jemanden sucht der z.B. C++ programmieren soll oder eine Datenbank optimieren soll, werden sie keinen anstellen, der davon noch nie was gehört hat oder es zumindest einigermaßen solide anwenden kann.

    Der Unterschied bei den fachlichen Anforderungen zwischen LA-Gym-Mathe und LA-GS-Mathe ist wirklich enorm.

    Das ist korrekt, obwohl auch die Gym KollegInnen wahrscheinlich Analysis 2 und Lineare Algebra 2 nicht wirklich in der Schule brauchen, da könnte man auch einiges fachlich zusammenstreichen und den Schwerpunkt in der Ausbildung mehr auf Didaktik und Pädagogik verlegen. Vielleicht würden da tatsächlich auch 6 Semester Studium ausreichen.

    Ich bin fest davon überzeugt, dass man bis zu einem gewissen Grad, der deutlich über das Grundschulniveau hinaus geht, schon auch "fachfremde" Kenntnisse im jeweiligen Beruf benötigt.

    und das Problem ist ja auch, selbst wenn es nicht so wäre, wer weiß denn schon in jungen Jahren, welchen Berufsweg man irgendwann einschlagen wird?

    Also müssen erstmal alle da durch und ein gewisses Niveau in vielen Fächern erwerben, welches sie bei Nichtbedarf ja auch wieder vergessen können und werden.

    Die Mengenlehre ist die Grundlage der gesamten Mathematik, der Gedanke, den Grundlagenunterricht genau damit auch zu beginnen, ist daher gar nicht mal so abwegig. Mit Reform-Pädagogik hatte das jedenfalls nichts zu tun. Der Weitz hat dazu auf seinem Kanal auch mal einen Beitrag gemacht. Aus Sicht der Fachdidaktik machen wir in der Chemie ja was ganz ähnliches

    Vielleicht würde der Ansatz in der Sekundarstufe mehr Sinn machen? Kann ich nicht beurteilen. Aber in der 1. Klasse ist die Voraussetzung noch nicht gegeben, das du den Kindern mit Gruppen- und Körperaxiomen kommen kannst. Wie Caro schrieb war der Ansatz auch eher Logik-Training und ein sehr einseitiger Ansatz über die Mächtigkeit von Mengen.

    Genau so wie beschrieben, habe ich Anfang der 80iger Jahre in der 1. Klasse die Mathematik in Ba-Wü angefangen

    Dann hast du die "schlimmste" Welle schon nicht mehr miterlebt. Ab 1972/ 1973 war es vorgeschrieben. Der Widerstand ist dann immens über die Jahre gewachsen, so dass es dann mehr oder weniger wieder aus dem Unterricht verschwand.

    allerdings waren damals die bunten Cuisenaire - Stäbe das Anschauungsmaterial

    Das hat erstmal nichts mit der Mengenlehre der neuen Mathematik zu tun sondern kommt aus der Montessori Pädagogik. In der neuen Mathematik hat man ganz viel mit Venn-Diagrammen gearbeitet, aber an mehr kann ich mich auch nicht mehr erinnern ;)

    Nach dem Möchtegern Didaktiker Herrn Krötz kann diese Generation der 70er Jahre ja dann noch schlechter rechnen als die heutigen Generationen. Was genau hat das jetzt eigentlich mit seiner Kritik an dem heutigen Grundschulunterrricht in Mathe zu tun?

    Alles no offense, es geht mir weder ums Rechthaben noch ums Überzeugen, aber um die Darstellung einer alternativen Sichtweise aus katholischer Perspektive:

    Alles in Ordnung, so habe ich deine Kommentare auch nicht verstanden. Mir geht es ebenfalls nicht ums Überzeugen, sondern ich wollte nur die alternative Sichtweise der evangelischen/ evangelikalen Gemeinde darstellen.

    Die Argumente der katholischen Kirche sind mir bekannt, sowie ich davon ausgehe, dass dir auch die Argumente der evangelischen/ evangelikalen Kirche bekannt sein werden, daher gehe ich jetzt nicht auf alle deine Punkte ein.

    Die Taufe ist nicht die Entscheidung des Menschen für Gott, sondern die Entscheidung Gottes für den Menschen.

    Es ist für uns beides. Ein Geschenk Gottes, aber auch das Ja des Menschen zu Gott. Es ist eine bewusste Entscheidung. So dachte ich, wäre auch die Meinung der katholischen Kirche zur Taufe: Jede Taufe setzt den christlichen Glauben voraus. Die Eltern nehmen die Verantwortung bei der Kindstaufe auf sich, das Kind im katholischen Glauben aufzuziehen.

    Dass "Wassertaufe" abwertend verwendet wird, begegnet einem öfter in evangelischen, vor allem evangelikalen Kreisen.

    Das ist nicht abwertend gemeint und in meinem vorherigen Post etwas zu verkürzt dargestellt. Die Unterscheidung wurde vom reformierten Theologen Karl Barth ausgearbeitet. Die Wassertaufe als Entscheidung des Menschen der sich Gott zuwendet, daher eigentlich erst als Erwachsener durchgeführt werden kann, im Gegensatz zur Geistestaufe.

    s bedürfte also vielmehr einer expliziten Stelle, dass sie ausgenommen seien, als ihrer expliziten Nennung.

    Vielleicht war es auch selbstverständlich, dass kleine Kinder von der Taufe ausgenommen wurden, da sie noch keine Entscheidung bezüglich ihres Glaubens treffen konnten. Da es selbstverständlich war, wurde es nicht explizit genannt. Beide Sichtweisen sind durch die überlieferten Texte nicht eindeutig belegbar.

    Schon in der Apg wird bekanntlich von "Haustaufen" berichtet - warum sollten da die Kinder ausgeschlossen sein?

    Weil Kleinkinder keine eigenen Entscheidungen über ihren Glauben treffen können. Es wäre dann nichts anderes als eine Wassertaufe, keine Glaubenstaufe.

    Die Stellen in der Apg sind auch nicht eindeutig. Es ist in keiner der Stellen von Kleinkindern die Rede.

    Es gibt in der Apg noch 5 oder 6 andere Berichte wo immer zuerst das Evangelium verkündet wird, Menschen zum Glauben kommen und sich dann taufen lassen. Das macht meiner Meinung nach mehr Sinn ;) Aber darüber streiten sich die Gläubigen schon seit 2000 Jahren ;)

    Ich wäre dafür, dass den Bachelor alle Lehrkräfte gemeinsam studieren und sich im Master dann erst für eine bestimmt Schulform entscheiden, nachdem sie vorher schon in allen Schulformen Praktika durchlaufen haben.

    Was sollen sie deiner Meinung nach dann zusammen 6 Semester lang studieren? Alle das gleiche Fachstudium? Wir quälen dann z.B. Grundschul- und Sekundarstufenlehrkräfte zusammen in Mathematik mit Analysis 1+2?

    Die Notwendigkeit der Vertiefung im Fachwissen ist doch in den Schulstufen zu unterschiedlich. Das Wissen in der Didaktik der einzelnen Kompetenzen in den Schulstufen ist sehr unterschiedlich. Das macht schon Sinn von Anfang an das zu studieren, was man auch benötigt und keinen unnötigen Rundumschlag zu machen.

    Hier müsste man in der ersten Phase der Ausbildung genauer hinsehen. Unis sollten auch mehr darauf achten, wer dort die Lehrkräfte ausbildet. Vielleicht macht es tatsächlich mehr Sinn wieder Pädagogische Hochschulen vermehrt einzurichten, die den Schwerpunkt Schule haben.

    Aber auch im Ist-Zustand glaube ich nicht, dass die Aussagen im Video der beiden Kolleginnen so allgemein stimmen. Sie deckt sich zumindest nicht mit meinen Erfahrungen. Die Universitäten sind zu unterschiedlich, was die Lehrenden angeht.

    Ich habe an meiner Uni eine sehr schlechte Ausbildung im Fach Deutsch erlebt, die mich in keinster Weise auf die Schule vorbereitet hat, bis auf eine Ausnahme, wo eine abgeordnete Lehrkraft den Lehrauftrag zum Thema Schuleingangsphase hatte.

    In Mathematik wiederum war die Ausbildung vorbildlich, mit guten ProfessorInnen, die selbst aus der Schule kamen und wussten wovon sie reden.

    Die Pädagogische und Psychologische Ausbildung war exzellent, passgenau für die Schule und mit Bezug zur aktuellen Forschung.

    Im Referendariat hätte man sich die Ausbildung am Seminar auch sparen können. Entweder war es der gleiche Inhalt wie in der Uni oder völliger Bullshit. Zu viele Egomannen, die meinten ihre Art des Unterrichtens ist die einzig richtige...

    Alleine die Praxis in der Arbeit mit den Mentorinnen an der Schule war Gold wert.

    Wenn man das noch mehr in das Studium integrieren könnte, wäre auch der Praxisschock bei vielen nicht so hoch.

    Selbstverständlich. Und ich stimme Prof. Krötz in jedem Punkt zu. Endlich mal jemand, der den Mut hat, offen über das eigentliche Problem zu sprechen. Es wird sich aber nichts ändern.

    Als Mathematiker schäme ich mich für die Ausführungen eines Professors dieses Faches. Seine Ausführungen haben mit der Grundschulmathematik nichts zu tun.

    Seine Aussagen sind nachweislich falsch. Die Grundlage seiner Ausführungen bauen auf unvollständigen Informationen auf, sind schlecht recherchiert und seine Schlussfolgerungen sind schlichtweg dumm.

    Er bemängelt die Versprachlichung der Mathematik, gibt aber keine Beispiele um seine These zu untermauern. Sprache in der Mathematik und der Mathematik ist eines der Faktoren um Mathematik überhaupt betreiben zu können. Das sollte er als Mathematiker eigentlich wissen.

    Einige der erfolgreichsten Bundesländer in den Pisa Untersuchungen sind östliche Bundesländer, in denen die Sprache der Mathematik und Fachwörter in früheren Jahrgängen von Grundschülern erarbeitet werden als im Westen.

    Dann lässt er sich den Großteil des Videos über die Hattie Studie und Methoden der Lehrkräfte aus und kommt zu dem Schluss, dass mehr Frontalunterricht den Matheunterricht besser macht?

    Was für ein ausgemachter dummer Blödsinn. Frontalunterricht ist natürlich eine Methode, aber die anderen entscheidenden Faktoren, die lässt der Herr Professor völlig unter den Tisch fallen.

    Sorry, aber ich kann wirklich nur hoffen, dass Antimon recht hat und diesen Schwachsinn keiner ernst nimmt.

    Sehr bedauerlich Alpha, dass das von dir so unreflektiert übernommen wird und du scheinst keine Ahnung davon zu haben, was in der Grundschulmathematik und Didaktik wirklich passiert.

    Es gibt so einige Fehlentwicklungen in der Grundschulmathematik, aber davon hat der Herr Professor kein einziges angesprochen. Das ist schon sehr peinlich.

    Ich ... habe noch Kontakte zu meinem alten Mathe-Prof. Grundschul-Didaktiker. Den spreche ich demnächst mal an.

    Finde ich auch interessant. Herr Krötz ist in Paderborn gelandet, wenn ich das richtig gelesen habe und beschäftigt sich mit Lie-Gruppen.

    Dann weiß man natürlich auch über die Grundschule Bescheid...

    Ich finde es auch sehr schade, dass er die Kommentar-Funktion auf Youtube für seinen Kanal deaktiviert hat.

    Ähm… das ich einen akademischen Abschluss in einem durchaus schul-relevanten Fach habe, hast du überlesen? Und ist es in Schulen wirklich eine Lösung, so viele Stellen dann unbesetzt zu lassen?

    Nein habe ich nicht überlesen, aber du bist in keinem deiner studierten Fächer für die Grundschule ausgebildet, daher fachfremd.

    Und nein, es macht für die Kinder keinen Sinn die Stellen unbesetzt zu lassen, darum der Quer- und Seiteneinstieg.

    Aber für einen gewissen Prozentsatz der Kinder einer Klasse würde es wahrscheinlich wirklich keinen Unterschied machen, ob jemand fachfremd unterrichtet oder kein Unterricht stattfinden würde, sie würden nur Bahnhof verstehen.

    Wenn ein Unternehmen dringend Verstärkung benötigt, aber der "Markt" leergefegt ist und zusätzliche Kräfte mit der eigentlich gewünschten Qualifikation nicht zu finden sind, wird man umso mehr darauf achten, dass die alternativ eingestellten Kollegen die bestmögliche Einarbeitung erhalten und ein freundlicher Umgangston gepflegt wird

    In der Wirtschaft werden die Stellen dann oft unbesetzt gelassen. Dort werden extrem selten völlig fachfremde Menschen eingestellt und ausgebildet, zumindest bei den Stellen, wo ein akademischer Abschluss vorausgesetzt wird.

    Naja, das erste was du hier machst, in einem Lehrkräfteforum, ist allen vor die Füße zu kotzen und mit verallgemeinerten Vorwürfen um dich zu werfen. Darauf haben alle hier nur gewartet...

    Ich kann nicht bestätigen, dass hier alle was gegen Quer-, oder Seiteneinsteiger haben. Nur ist unsere Zeit auch irgendwie begrenzt und wir können nicht alle retten. Da ist viel Eigeninitiative und Einsatz gefragt, wenn du in diesen Beruf reinkommen willst.

    Das wäre bestimmt auch umgekehrt so, wenn eine Lehrkraft in deinem ehemaligen Job aufgetaucht wäre und Unternehmenskommunikation machen möchte ohne vorher irgendetwas davon gehört oder gemacht zu haben. Was würdest du da erwarten?

    Vielleicht solltest du diesen Ärger und Frust, den du hast, in der Schule ansprechen, nur da kann dir geholfen werden. Und wenn da nur Ablehnung und Verachtung in der Schule vorhanden ist, geh dort weg. Keiner muss sich einer toxischen Arbeitsumgebung aussetzen. Es gibt viele tolle Schulen, die Quereinsteiger versuchen, so gut wie es ihnen bei den begrenzten Kapazitäten möglich ist, zu integrieren und zu helfen

    Kannst du welche dieser Weisheiten benennen?

    wie wärs mit: "Liebe deinen nächsten, wie dich selbst" oder "Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem anderen, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus" oder "und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch vergeben."

    Soll man jetzt Kindern davon erzählen, wie der Verurteilten die Gewebsflüssigkeit in die Lungen läuft, weil es dabei um eine damals übliche Strafe handelte?

    Nein, warum willst du das tun? Das spielt für den Glauben überhaupt keine Rolle wie er gestorben ist.

    Was für eine Gesellschaft soll das sein, in der die „Vergebung von Sünden“ nicht an Reue gebunden ist, an Einsicht und Wiedergutmachung, sondern an ein Menschenopfer?

    Das ist auch nicht das Konzept des Christentums, sondern: "So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden getilgt werden." Die Voraussetzung der Vergebung von Sünden ist immer die Reue und Einsicht und dazu gehört auch die Wiedergutmachung. Das "Menschenopfer" hat im Christentum eine andere Bedeutung in der Vergebung der Sünden zu Gott und entbindet dich nicht in der Reue und Wiedergutmachung, was du anderen Menschen angetan hast.

    Ist die einfache Mehrheit dafür ohne zwei Drittel zu erreichen, dann müssen nur die Zahlen, die dafür gestimmt haben.

    Das ist in der Tat ein großes Problem. Daher den Beschluss so verfassen, dass bei nicht erreichen der zwei Drittel Mehrheit gegebenenfalls die Anlage nicht angeschafft wird, sonst könnte es teuer werden.

    Hier überlege ich ernsthaft, ob nicht die wohnungsweise Bestückung mit einer Split Anlage Klima die bessere Alternative ist.

    Klingt interessant. Das funktioniert in einer Altbauwohnung tatsächlich als vollständige Heizung? Baut ihr dann noch eine PV aufs Dach, um den immensen Strombedarf aufzufangen oder überschätze ich den? Ist das Außengerät, wie bei einer Wärmepumpe, dann nicht ziemlich laut?

    Bei uns, ähnliche Voraussetzungen wie bei dir mit 5 Eigentümern ist das momentan auch eine elendige Diskussion, vor allem weil einige vor kurzem erst eine neue Gastherme anschaffen mussten. Wärmepumpe im Altbau, in der Innenstadt, ist schwierig und viel zu teuer mit den begleitenden Sanierungen.

    Fernwärme wird es wahrscheinlich. Mir behagt die Abhängigkeit an einen Monopolisten aber nicht so richtig. Andere Alternativen gibt es ja noch nicht so richtig...

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