Beiträge von raindrop

    er BWLer ist allerdings jemand, der nach abgeschlossenem Hochschulstudium potentiell ein richtig dickes Gehalt verdienen kann. Der Lehrer hingegen ist jemand, der immer nur moderat viel verdienen wird, egal wie gut er ist.


    Das ist falsch. Einige BWLer werden wohl tatsächlich ein "richtig dickes Gehalt verdienen". Es kommt immer auf die Branche an, in der man landet. Und von den dick bezahlenden Branchen gibt es nicht so viele.
    Die Mehrheit der BWLer verdient im Durchschnitt netto weniger als der Durchschnitt der Lehrkräfte.

    stellen sich diese Frage nicht auch KiTas, wenn es um die zukünftigen Erstklässler geht?


    Der Vergleich hinkt, da sich die Grundschule auf die Vielfalt der Kinder, die in die Schule kommt, eingestellt hat und gezwungenermaßen stark differenzieren muss.
    Meine Erfahrungen mit weiterführender Schule ist da eine andere.

    Aber Moebius hat Recht, die Qualität der Ausbildung in Niedersachsen oder der Mangel an Ausbildung in Mathe in der Grundschule ist ein Problem.
    Nicht aber das Klassenlehrerprinzip. Selbst nach dem Fachlehrerprinzip würde der Matheunterricht nicht besser werden, das es schlicht zu wenig gibt,
    die Mathe in der Ausbildung wählen.

    Wie könnte man das Lehramt Mathe/Physik auf Lehramt (Sek II) anders bezeichnen? Ist das ein Bachelor? Master? Also wenn man sich irgendwo bewerben möchte.


    Wenn du noch nicht auf Master studiert hast, wirst du es wohl Staatsexamen nennen müssen, denn in der Regel wirst du dein Abschlusszeugnis der Bewerbung beilegen und da stehts ja dann sowieso drauf.
    Viel wichtiger bei den Bewerbungen ist es aber, thematisch inhaltlich zu überzeugen. Vielleicht gibt es ja Fach-Studien-Schwerpunkte, die sich mit dem Stellenprofil der Bewerbung überschneiden.
    Diese würde ich dann explizit in der Bewerbung hervorheben.

    je nach aktuellem Bedürfnis werden religiöse Grundsätze erfunden und wieder aufgegeben und als jeweils gültige "übergreifende Wahrheit" vermittelt.


    Hier geht es doch nicht um religiöse Grundsätze, sondern um eine dramaturgische Ausschmückung eines Ereignisses. Grundsätzlich hätte ich aber kein Problem damit, wenn man diese weglassen würde. Diese Ausschmückungen sind für den Glauben unerheblich. In unserer Kirche wird übrigends jedesmal anschließend an das Krippenstück, der entsprechende Text aus dem Lukasevangelium nach Luther gelesen.
    Das mit der "übergreifenden Wahrheit" muss sich wohl auf andere von dir erlebte Gegebenheiten beziehen.

    Was ist an meiner weit hergeholt, außer, dass sie deiner Vorstellung widerspricht?

    Maria und Josef begegnen der Achtlosigkeit der nur auf ihren eigenen Vorteil bedachten, materialistischen Menschen


    Ich sehe dort auch keine auf ihren Vorteil bedachte, materialistische Menschen, sondern nur Menschen, die Geschenke durch die Gegend tragen. Aber du hast Recht, meine Sichtweise des christlichen Deckmantels ist
    ebenfalls zuviel hineingesehen.

    Du kannst jetzt aber nicht Franz von Assisi als Beispiel für eine historisch dynamische Bedeutungsvariation der Weihnachtsgeschichte und des Weihnachtsfestes heranziehen


    Nichts liegt mir ferner, dies ist nur der geschichtliche Hintergrund, umdeuten möchte ich eigentlich an der Geschichte aus der Bibel nichts.

    Und historisch ist die Sache da ziemlich deutlich - das Weihnachtsfest als PR-Mittel, um den Aufbau der Staatsreligion fortzusetzen und zu verankern.


    Das ist wohl teilweise richtig. Das Weihnachtsfest wurde wahrscheinlich von den ersten Christen nicht gefeiert, da Geburtstagsfeiern eher bei den damaligen "Heiden" üblich waren. Es wurde im 4. Jh. als Gegenfeier zum Natalis Solis Invicti ( Geburtstag der unbesiegten Sonne) am 25. Dezember installiert (Natalis Christi). Ein weiterer Grund der Kirche damals war die Antwort auf die Diskussion, ob Jesus wesenseins mit Gott ist. Zu Weihnachten feiert die Kirche damals wie heute die Offenbarung Gottes in Jesus Christus, sein Kommen im menschlichen Fleisch (Joh. 1,14). Auch die traditionellen Ausschmückungen ändern an dieser Grundaussage nichts. Sie vermischen nur teilweise andere theologische Aussagen mit dem Weihnachtsfest.

    dazu ist auch anzumerken, dass empirische Studien und deren entsprechenden Metastudien zeigen, dass offenes Lernen in aller Regeln ineffizient und nicht effektiv ist!


    Das ist mit Verlaub Blödsinn. Studien und Metastudien (Hattiestudie) haben ergeben, dass keine der Unterrichtsformen gegenüber der anderen einen meßbaren Vorteil bieten. Es gibt andere wichtige Faktoren, wie z.B. die Unterrichtsfähigkeit der Lehrkraft, die zum Erfolg der einen oder anderen Unterrichtsform führen.

    weil ihnen hartherzige Menschen die Türen verschlossen


    Nicht alle Krippenspiele, die ich kenne oder gesehen haben, gehen von hartherzigen Menschen aus.

    Nun interessiert mich schon, wie so eine Erweiterung der Geschichte zustande gekommen ist.


    Der Überlieferung nach geht Dramaturgie und Ausschmückung des Krippenspiels auf Franz von Assisi zurück, der 1223 im Wald bei Greccio die Weihnachtsmesse als Krippenfeier zelebrierte.
    Bei dem Zustand der Kirche zur damaligen Zeit und seiner kritischen Einstellung dazu, kann ich mir das Ausschmücken in Richtung "hartherzige Menschen weisen die Jesusfamilie zurück" gut vorstellen

    Die Karikatur baut nach meiner Lesart ganz klar auf der Geschichte oben auf: Maria und Josef begegnen der Achtlosigkeit der nur auf ihren eigenen Vorteil bedachten, materialistischen Menschen, die sie nicht einmal wahrnehmen, geschweige denn in ihrer Sorge unterstützen.


    Das finde ich weit hergeholt. Die Karikatur geht meiner Meinung nach eher auf das Problem der Umdeutung des Weihnachtsfestes ein, welches Jesus und die Religion eigentlich garnicht mehr wahrnimmt, es nur mit dem Deckmantel des christlichen bedeckt.

    Die historisch zutreffende Bedeutung des Weihnachtsfestes war natürlich, dass vorchristliche Feiertage am 25. Dezember


    Nicht die Bedeutung des Weihnachtsfestes, sondern das Datum der Feier wurde an vorchristliche Feiertage angelehnt.

    Unter dem Suchbegriff "berufliche Alternative" werden einige Themen angezeigt,
    die eventuell interessant für dich sind. Unter anderem gab es auch mal einen Thread,
    in dem viele Alternativen zum Lehrerberuf gesammelt wurden (Verlagsarbeit usw..)

    Du kannst mit dem 1. Staatsexamen Gymnasium tatsächlich promovieren, wenn man sich das
    antun will.

    In der Wirtschaft haben Mathematiker und Physiker in diversen Berufszweigen gute Aussichten auf einen Job.
    Wie es mit "nur" Staatsexamen aussieht, weiß ich nicht, wird wohl von der Wirtschaftslage, Angebot und Nachfrage
    abhängen. Ich würde es an deiner Stelle einfach versuchen und mich bewerben.

    Heißt das, die erste Stelle einer Zahl ist im mathematischen Sinne keine Stelle, wenn es eine Null ist?


    Wenn man, wie in dieser Aufgabe wahrscheinlich gemeint, den Rechenzahlaspekt oder Kardinalzahlaspekt benutzt, dann ist eine führende Null keine Stelle im mathematischen Sinne.
    Denn wo willst du dann aufhören Nullen voranzustellen? Jeder "Zahl" könnte man dann ja in deinem Sinne unendlich viele Nullen voranstellen und jede Zahl wäre unendlichstellig.
    Hier wurde aber explizit eine 6-stellige Zahl gesucht.

    Wer bei dieser Zielgruppe den Unterschied zwischen Zahl und Zeichenkette nicht vermittelt, darf sich nicht wundern, wenn PLZ, BLZ, Telefonnummern und ähnliches zum Rechnen herangezogen werden. Kapitänsaufgaben entstehen auch, wenn die Modellierung von Aufgaben Zahlaspekte ignoriert.

    Vielleicht hat er oder sie das ja gemacht. Und wenn nicht bieten solche Aufgaben die beste Möglichkeit genau diese Problematik zu besprechen, dass es auch noch den Codierungszahlaspekt gibt, wo es führende Nullen geben kann.

    Ob es hier in D. Schulen in Trägerschaft einer soclhen Relgionsgemeinschaft gibt, würde mich auch mal interessieren.


    Es gibt in Deutschland sogar relativ viele Schulen, bei denen der Träger aus Freikirchlicher Richtung kommt, also nicht eine der beiden großen Kirchengemeinschaften. Alleine im Bielefelder/ Lippischen Raum kenne ich 5 Schulen, bei denen unter den Trägern Baptisten, Mennoniten, Brüdergemeinden usw. zu finden sind. Dies sind allerdings alles keine Sekten, obwohl einige dieser Gemeinden schon extreme Ansichten der biblischen Auslegung haben.

    steff: eigentlich ist bei der Sache mit dem "Nächsten" explizit NICHT ein Mitglied der eigenen Gruppe gemeint (siehe Barmherziger Samariter, etc.)


    Gerade bei der Sache mit dem Nächsten sind nicht nur Mitglieder der eigenen Gruppe gemeint. Dieser Spruch der Nächstenliebe wurde im AT nur auf die eigene Gruppe bezogen. Im NT stellte Jesus mit dem Gleichnis des Barmherzigen Samariter klar, dass mit dem Nächsten nicht nur die eigene Gruppe gemeint ist.

    Nicht unbedingt. Ich habe im Netz schon Interpretationen gelesen, dass der "Nächste" der nächste im Glauben sei bzw. der jemand, der zur eigenen Gruppe (also Religion, Strömung, Sekte usw.) gehört.
    Insofern wäre das genau kein Toleranzgebot.


    Was ich mit meinem Post davor eigentlich ausdrücken wollte, ist, dass dieses "Gebot der Nächstenliebe" noch nicht einmal in der eigenen Gruppe des TE angewendet wird. Es werden Frauen systematisch mit dem Deckmantel der Bibelauslegung diskriminiert, entgegen des Gebotes der Nächstenliebe. Kein Mann würde sich dort so behandeln lassen. Das ist Schizophren, verlogen und einfach eines Christen unwürdig.
    Abgesehen davon, dass dieses Gebot eben nicht nur auf die eigene Gruppe zu beziehen ist, wie oben geschrieben.

    lso ob christliche Schulen bzw. auch andere freie Schulen in Deutschland so frei in ihren Lehrplänen sind.


    Auch die Schulen in freier Trägerschaft müssen sich an die vorgegebenen Lehrpläne ihres Bundeslandes halten.
    Aber die Schulen in christlicher Trägerschaft haben andere pädagogische Konzepte, was das Menschenbild angeht und können ihr christliches Weltbild in ihrem gegebenen Religionsunterricht unterbringen.
    Es wird natürlich auch das beliebte Thema Evolution gelehrt, aber mit der entsprechenden religiösen Kritik versehen und der in ihren Augen alternative Kreationismus oder anderes weitergegeben.

    Was das Rollenbild der Frau angeht, kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand seine Rolle als Lehrkraft und sein persönliches Bild immer so scharf trennen kann. Es wird bestimmt unterbewusst an die Kinder weitergegeben.
    Tragisch finde ich aus eigener Erfahrung immer wieder diese enge, bornierte "wörtlich zu verstehende Auslegung der Bibel". Plattenspieler hat es gut auf den Punkt gebracht, was eigentlich beachtet werden muss bei Auslegungen. Schlimm finde ich in dem Zusammenhang, dass die Betroffenen, die in diesem Sysstem aufwachsen oder indoktriniert werden, kaum eine Wahl haben, sich frei z.B gegen diese Rolle als Frau zu wehren.
    Es klingt immer so tolerant von solchen Menschen. Die Menschen, die mit ihm aufwachsen oder in seiner Gemeinde sind, haben keine Chance anders zu denken. Das höchste Gebot: "du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" wird hier aufs schönste pervertiert. Ausser es ist eine Ansammlung von Masochisten...

    Die Vereidigung ist verpflichtend für alle, und as aus gutem Grund:


    abgesehen von den schlimmen Befürchtungen, die du gegen den TE hast, ist es durchaus mit dem Grundgesetz vereinbar, dass jemand nicht den "normalen" Eid ablegt, sondern aus religiösen Gründen
    eine "Versicherung an Eides statt". Dieser ist dem Eid gleichgestellt und ist inhaltlicht fast identisch, bis auf die Passagen mit dem schwören und dem Berufen auf "Gottes Hilfe".
    Einige aus unserem Seminar haben dies damals wahrgenommen.

    Die Methode ist tatsächlich immer noch auf dem Markt und es gibt wirklich ausgebildete Lehrkräfte die die einsetzen? Meiner Meinung nach reine Scharlatanerie.
    Wenn ein rechenschwaches Kind trotz dieser Methode rechnen lernt, Hut ab, dann liegt es irgendwie an der Lehrkraft, aber hundertprozentig nicht an der Methode.
    Hier ein interessanter Link vom ZTR , der es wisschenschaftlich auf den Punkt bringt,
    warum diese Wassermethode totaler Quatsch ist.

    Ich befürchte, sie meint tatsächlich die Einführung einer einzelnen Zahl. Das Verfahren ist aufgrund der Vorerfahrungen nicht besonders effektiv, aber immer noch sehr weit verbreitet.
    Ob das bei den Fachleitern so gewünscht ist oder gut ankommt, ist schwer als unbeteiligter zu beantworten.
    Literatur zur Sachanalyse gibt es einige Klassiker:

    Handbücher Mathematik: Handbuch für den Mathematikunterricht an Grundschulen von Wilhelm Schipper
    Didaktik der Arithmetik von Friedhelm Padberg
    Handbücher Mathematik: Handbuch für den Mathematikunterricht an Grundschulen: Band 1 von Schipper, Radatz, Dröge, Ebeling

    vielleicht helfen die ja weiter, das Thema richtig anzugehen.

    viel Erfolg

    Habe das Buch gelesen und es war verschwendete Zeit und Geld. Es ist einfach nur demagogischer Unsinn, wissenschaftlich gut verpackt, so dass es bei Vielen sehr seriös ankommt.
    Aber so viele logische Blödheiten und Verdrehungen der Argumente, bis sie zur Meinung des Herrn Spitzer passen, dass ich zum Schluss nur noch kopfschüttelnd das Buch weg legen musste.

    Ich finde den Artikel nur peinlich. Da wird in pseudowissenschaftlicher Manier aufgrund der eigenen subjektiven Erfahrungen mal wieder alles schwarz gemalt.
    Mit unserem Schulumfeld und dem vieler Kollegen, die ich aus meiner Gegend und aus ganz Deutschland kenne, hat das Beschriebene so rein gar nichts zu tun.

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