Beiträge von raindrop

    8 Stunden sind es bei uns, das ein Jahr lang. Die Module im Seminar, die wir wohl selber legen können sind auch nicht soviel (und werden z.T. auch als Block am Wochenende angeboten), ich denke, das lässt sich machen und klingt für mich wenig streßig


    Den Unterricht, den man bedardsdeckend halten muss, ist auch nicht das Problem, der ist mäßig stressig. Stressig sind die unterschiedlichen Anforderungen von Mentor und Seminar, die dich manchmal verzweifeln lassen.
    Stressig sind die zusätzlichen Anforderungen von Seiten der Schule, doch mal hier ein neues Konzept zu schreiben, Vertretungsunterricht zu halten, vielleicht noch die eine oder andere AG zusätzlich anzubieten und das alles unter dem Druck, dass es sonst halt keine gute Note gibt und dann noch Zauberstunden für die Unterrichtsbesuche und Prüfungen vorzubereiten.
    Aber wie schon Pieksieben schrieb: man kann es überleben und es gibt danach auch viele schöne Momente und noch viele nicht ausgebrannte Kollegen und Kolleginnen, mit denen es Spaß macht zu arbeiten.

    Erinnert mich stark an meine Referendariatszeit. Zu viele Bewerber, zu wenig Stellen, also haben die Herren und Damen im Seminar und in den Schulen uns springen und tanzen lassen bis zum Umfallen.
    Ich habe selten so viele Vollpfosten auf einem Haufen gesehen und erlebt.

    Wenn möglich würde ich immer Verbrauchsmaterial nehmen. Es ist viel effektiver direkt in den Heften arbeiten zu können. Wie viel Zeit wir dadurch sparen würden...
    Das einzige Gegenargument das uns daran hindert, sind die Kosten. Wir haben nicht das Budget jedes Jahr neue Hefte oder Bücher anzuschaffen und die Eltern können es auch nicht
    immer bezahlen.

    Der Mann war ziemlich ungehalten, weil ich ihn nicht verstand. Er meinte, die Anerkennung ginge einzig und alleine um die STUDIERTEN Fächer, das Referendariat hätte NICHTS damit zu tun, da es nur eine pädagogische Ausbildung sei. Wenn ich also einmal meine Anerkennung der studierten Fächer hatte, sei es absolut irrelevant, was ich im Ref habe.

    Ich könnte mir auch vorstellen, dass hier das Problem liegt. Dir wurden in NRW zwei Fächer anerkannt aus dem 1. Stex, warum das dritte nicht? Wurden bei den anderen das dritte vielleicht ebenfalls anerkannt?

    nein, hier wird alles madig gemacht. danke auch.

    Lass dich nicht unterkriegen. Einige lesen gerne in der Glaskugel und versteifen sich dann in ihrer Meinung. Nimm es nur als eine mögliche Erklärung, dass die Drei-Fach-Nennung bei den anderen ein Versehen war,
    obwohl ich das unwahrscheinlich finde.

    Unmittelbar nach der Geburt beginnt die Elternzeit für die Väter, so die denn welchen nehmen. Für die Mütter erst nach der Mutterschutz 8 Wochen nach der Geburt- ausser das haben die in NRW auch ausgehebelt, was ich mir aber nicht vorstellen kann ;)

    Also stelle ich den Antrag 4 Wochen vor der Geburt auf ein Jahr? Oder kann ich genau so gut 4 Wochen nach der Geburt einen Antrag auf 10 Monate Elternzeit stellen?


    Bist du dir bei den 4 Wochen sicher? Hier in Niedersachsen orientiert man sich an den Vorschriften des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes (BEEG). Da muss man den Antrag spätestens 7 Wochen vor Beginn der Elternzeit abgeben, wenn ich mich richtig erinnere. Was in deinem Falls als Mutter bedeutet, du gibts den Antrag spätestens in der 1. Woche nach Geburt des Kindes ab, wenn du nach deinem 8 wöchigen Mutterschutz direkt in Elternzeit gehen möchtest.
    Nach googlen ist es in NRW aber wohl nicht 7 Wochen sondern 6 Wochen vor Beginn, wenn du direkt nach Mutterschutz in Elternzeit gehen möchtest. 8 Wochen vorher, wenn du mittendrin Elternzeit nehmen möchtest.
    Zitat aus diesem Formular: http://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/s…_elternzeit.pdf
    "Der Antrag muss mindestens 6 Wochen vor Beginn der Elternzeit gestellt werden, wenn diese unmittelbar nach der Geburt oder dem Mutterschutz beginnen soll. Soll die Elternzeit zu einem anderen Zeitpunkt beginnen, muss sie mindestens 8 Wochen vor Beginn beantragt werden. Der Antrag ist mit der Erklärung zu verbinden, für welche Zeit innerhalb von 2 Jahren die Elternzeit genommen wird."

    Du solltest also auch schon angeben, wie du Elternzeit in den ersten beiden Lebensjahren deines Kindes machen willst.

    Ich fände es aber sehr interessant, zu wissen, ob sich der veränderte Tonfall nur auf wenige User bezieht


    Es bezieht sich meiner Meinung nach nur auf wenige User. Allerdings sind es zwei verschiedene Gruppen. Es gibt einige Wenige, die wissend oder unwissend immer wieder ihre einseitigen Themen provokant in gefühlt jeden Thread verbreiten und ich muss sagen, ich spring da auch manchmal drauf an, da ich denke, man kann ja nicht jeden Mist unkommentiert in der Welt stehen lassen. Aber ich gelobe Besserung und werde mich in Zen üben. Diese Wenigen finde ich aber nicht mal so schlimm, schlimmer finde ich die andere Gruppe, die etwas größer ist und durchaus aus Leuten besteht, die hier schon länger im Forum schreiben, die mit ihrer pampigen, arroganten und unhöflichen Art hier unfrieden reinbringen.

    Nein, wenn ich meine Schulzeit in den 60zigern Revue passieren lasse


    Na denn ist das Niveau eben schon damals gesunken. Im Vergleich zu den 70er Jahren zu denen ich Vergleiche habe, ist es nicht gesunken.

    Ich habe Klausuren meines Vaters in Mathematik gesehen. Dort waren sehr viele anspruchsvolle Aufgaben bei denen es um Beweisführung und Herleitung ging.


    Dann ist die Schule deines Vaters eben eine Ausnahme von der Regel. Oder ist er ebenfalls in den 60er Jahren zur Schule gegangen? Ich habe Schulbuchvergleiche Mathematik Grundschule aus den 70er, 80er Jahren zu heute gemacht. Die Mathebücher heutzutage sind um Längen anspruchsvoller.

    Falsch – das ist der Job ihrer Eltern (und Freunde)! Und die wurden ja auch schon (peinlich) tätig.

    Naja, sie soll die Studenten ja auch nicht auf den Schoß nehmen und sie füttern, aber ein bisschen Sprechstunde und Email beantworten gehört schon zu ihrem Job und wenn sie das am Wochenende macht, hat
    sie doch die freie Wahl, wie auch wir Lehrer, ob sie das macht oder nicht.

    Aber es doch trotzdem ein zusätzliches plus, wenn eben auch der Grundschulmathematikunterricht von jemandem gegeben wird, der eben auch zu den besten Mathematikern gehört.


    Dann wäre es mir lieber, die Dozenten würden im Didaktik Kurs zur Arithmetik das Niveau anheben um zu sieben, als in der reinen Mathematikvorlesung. Es wäre mir auch lieber wenn die reinen Mathematikvorlesungen dafür verwendet würden, den Studenten Mathematik nahezubringen, als sie so schwierig zu machen, dass diese alle durchfallen.

    Sie haben gar kein zusätzliches Tutorium für die Abiturvorbereitung am Samstag angeboten so wie Herr XY, es ist doch ihr Job für uns Schüler da zu sein!"


    Brauche ich garnicht, meine Schüler verstehen es auch so im Unterricht ;)
    Viele Dozenten die ich kenne, machen sich neben den Vorlesungen sehr rar, was die Ansprechbarkeit für Studenten angeht. Da ist neben der einen Vorlesung, die sie geben mehr möglich.

    Schau sie Dir doch mal an, die Klausur. Die ist doch mehr als superfair.


    Sie ist vielleicht für dich fair und vielleicht auch für mich, die sich in Mathe besser auskennen. Die Leute, die Grundschullehramt studieren, sind nicht unbedingt die Mathecracks aus der Schule, die einen Matheleistungskurs hatten. Die wollen Grundschullehrer werden, nicht Mathematiker. Es hängt wie auch schon vorher gesagt, auch davon ab, wie diese Studenten auf die Klausur vorbereitet wurden. Im anderen Thread wurde berichtet, dass das die Dozentin nicht hinbekommen hat.

    Es ging nicht um die Fähigkeit als Lehrer sondern um den mathematischen Anspruch der Veranstaltung.

    Der wozu dient? Wir reden hier von einer Lehramtsausbildung für die Grundschule nicht über ein Mathematikstudium. Die besten Mathematiker müssen nicht unbedingt die besten Lehrer sein.

    Die Dozentin hat sogar Freizeit geopfert, unzählige E-Mails beantwortet und und und.


    Wow, da hat eine Dozentin mal was neben ihrer Vorlesung gemacht und schon wird von Engagement und Freizeit geredet. Es ist ihr Job für die Studenten da zu sein.

    [quote='Silicium','index.php?page=Thread&[quote='Silicium','index.php?page=Thread&postID=282562#post282562'] Sagt über übrige Qualitäten des Lehrerseins natürlich nicht viel aus, aber fachlich fit zu sein ist doch schon einmal erstrebenswert. [/quote]

    Für Grundschullehrer ist es immens wichtiger die Didaktik und Pädagogik zu verstehen.

    Ich finde es gut, wenn eine Uni das Niveau hoch hält, auch, wenn dann 94% durchfallen.

    Gerade in Mathe ist es sehr leicht die Vorlesung so zu halten oder die Klausur so zu stellen, dass 99% durchfallen. Über Qualität der Studenten sagt das nichts aus.

    Oder es klingt nach einer Uni, an der man sich (noch) gegen eine Absenkung des Niveaus wehrt.


    Möglich, in diesem Fall aber sehr unwahrscheinlich. Ich kenne die Lehrrealität von einigen Universitäten durch Kontakte zu den Professoren aus meiner eigenen Forschungszeit an der Uni.
    Absenkung des Niveaus ist dort weniger das Problem, eher die falsche Themenschwerpunktsetzung der Dozenten.

    Ist doch mit den Schulen genauso. Bei uns haben Mathenullen weggewechselt um an einer Gesamtschule auf einmal eine zwei zu bekommen. Unterschiedlich engagierte Schulen oder unterschiedliches Niveau?

    Und du behauptest ernsthaft, dass die Studenten, weil sie aus Köln weggegangen sind, schlechte Lehrer geworden sind? Weil Köln nach deinen Erfahrungen die Super Grundschulmathematiker ausbildet? Nach meinem Wissen, sind in Köln nicht gerade die renommiertesten Mathe-Grundschul-Didaktiker. Die sitzen oder saßen in Dortmund oder Bielefeld. Da hört man aber nichts von solch hohen Durchfallquoten. Ein Wechsel kann auch bedeuten, dass man von schlechten Hochschuldozenten zu guten Dozenten wechselt (Womit ich aber um Himmelswillen nicht sagen will, dass auf der Gesamtschule die besseren Lehrer sind - Der Vergleich stinkt halt in diesem Fall).

    raindrop: Du kennst die Stellungnahmeder Uni?


    Ja, die habe ich gelesen, kann ihr aber auch nicht hundertprozentig glauben. Es wird wie immer im Leben, an beiden Seiten gelegen haben, dass es nicht
    funktioniert hat. Was mich aber stutzig werden lassen hat, war der Bericht einiger anderer in diesem Forum, die in Köln studiert haben und ähnliches
    berichtet haben. Das klingt mir nicht nach einer engagierten Lehramtsfakultät. Und warum sucht man erst jetzt nach einem erfahrenen Didaktiker, wie es
    in der Stellungnahme steht?

    In Ergänzung zu deinen Kriterien:
    Können die Kinder damit selbsständig arbeiten (gute Struktur der Aufgaben, gut erklärt...)?
    Wie ist der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben?
    Wie viele Übungsaufgaben gibt es?
    Wie ist der Aufbau der Seiten (Illustrationen kindgerecht, Layout)
    Gibt es zuviele verschieden Aufgabenformate auf einer Seite oder ist die Seite zu monoton.
    Ist der didaktische Aufbau eher kleinschrittig oder offen oder etwas dazwischen?

    Buchunterricht muss übrigens nicht zwangsläufig schlecht sein. Vom Seminar wird einem der Einsatz von Lehrwerken aberzogen, aber da haben sich ja schließlich auch viele schlaue Leute (u.a. richtige Mathematiker) Aufgaben überlegt.


    Buchunterricht muss nicht zwangsläufig schlecht sein, es kommt aber auf das Buch an. Es gibt viele Bücher, die sind mir einfach zu kleinschrittig. Das mag für Kollegen gut sein, die in Mathematik nicht so fit sind, aber das Beste für die Kinder ist das nicht.

    Nicht grundsätzlich. Wenn aber mehrere gleichrangige (Punkt- oder Strich-)Rechnungen nebeneinander stehen, werden sie von links nach rechts gelöst.


    Ist das nicht nur bei der Subtraktion der Fall (Linksassoziativität)) Wenn nur Multipliziert wird, könnte man auch von rechts beginnend multiplizieren.
    Warum die Lösung nur 17 sein kann, liegt das nicht daran, dass die Division nicht Assoziativ und nicht kommutativ ist, also nicht beliebig vertauschbar ist?

    Ich meine, wenn das ständige "Abgeholtwerden, wo man steht" so in Fleisch und Blut übergeht, dass dieses von erwachsenen Studierenden als "echtes" Argument deklariert wird, ist das sicherlich problematisch und ein deutliches Indiz dafür, dass im Bereich Selbstständigkeit und Eigenverantwortung noch hoher Entwicklungsbedarf besteht.


    Ist es nicht eher ein Paradigmenwechsel? Das Vorerfahrungen fehlen und man dadurch den Stoff in der Uni nicht versteht, das gab es schon immer, "früher" haben diese Studenten das Studium einfach abgebrochen oder gewechselt.
    Ich erinnere mich an sehr hohe Abbruchzahlen im Mathematikstudium meines Jahrgangs. Wird hier nicht nur einfach etwas gefordert, was für eine Gesellschaft selbstverständlich sein sollte? Wenn wir halt durch die Länderhoheit im Bildungswesen unterschiedliche Lernvoraussetzungen haben, müssen die Studenten auch durch entsprechende Vorkurse auf einen Nenner gebracht werden, also da abholt werden, wo sie stehen. Wenn man nicht weiss, was einem fehlt und einem das keiner sagt, ist der Verweis auf Eigenverantwortung und Selbstständigkeit nur hohles Gerede und eine Ausrede für Bequemes und faules nichts tun von seiten des Pädagogischen Auftrags den Uni und Schule haben.
    Abgeholtwerden bedeutet übrgends nicht, das man sich nicht selbst bewegen muss, aber den Startpunkt und das Ziell sollte man wohl doch mitgeteilt bekommen. Und schulische und hochschulische Pädagogik hat meiner Meinung nach genau diese Aufgabe: Wie sind die Startvoraussetzungen, wo ist das Ziel, wie kommt der Schüler selbstständig da hin. Gehen oder Laufen muss der Student oder Schüler dann natürlich selber.

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