Beiträge von raindrop

    Die Auswahl eines Schulbuches fällt für mich nicht unter pädagogische Freiheit. Auch wenn die Konferenz zwei alternative Bücher eingeführt hat (was ich an sich schon für reichlich unglücklich halte) dürfte die Vorgabe der Schulleitung, dass das eingesetzte Buch zumindest in einem Jahrgang das gleiche sein muss, durchaus zuläsig sein.
    Schon aus organisatorischen Gründen:
    Was macht ihr, wenn mal ein Schüler in die Parallelklasse wechseln musss?


    Schwieriges Thema. In einer Grundschule, in der ich vorher unterrichtet habe, hatten wir zumindest in unterschiedlichen Jahrgangsklassen, unterschiedliche Mathebücher. Da wir parallel Unterrichtenden uns für ein Schulbuch stark gemacht haben und zusammen auch den Unterricht vorbereitet haben. Das andere ging aus unserer Sicht garnicht. Die Schulleitung hat es uns erlaubt.
    Aus meiner Erfahrung ist das aber selten. Normalerweise entscheidet sich eine Schule für ein Mathebuch, genau aus diesen organisatorischen Gründen.
    Allerdings haben wechselnde Kinder auch mit gleichen Büchern Probleme, wenn die Organisation des Unterrichts der Lehrerinnen sehr unterschiedlich ist.

    Diese Argumentation hat meines Erachtens insbesondere bei Leuten, die die Rechtschreibung nicht in jeder Lebenslage sicher beherrschen, ein großes Zustimmungspotenzial, führt aber am eigentlichen Problem vorbei.

    Das sehe ich nicht so. Auch Menschen mit sicherer Rechtschreibung nutzen Sprache, Rechtschreibung in verschiedenen Kontexten unterschiedlich. In der Schule, keine Frage, ist unser professioneller Umgang mit Rechtschreibung selbstverständlich. In anderen Umgebungen, wie Chats, Foren oder dergleichen wird Sprache anders genutzt. Das kann man Bedauern, ist in der Geschichte der Sprache allerdings nicht ungewöhnlich, das Sprache nicht immer einheitlich angewendet wird. Sprache ist ein Konstrukt, welches sich verändert und lebt.

    Zu der Anmerkung von Werkzeugen, kann ich mich nur "kleiner gründer Frosch" anschließen. Ich nutze mein Rechtschreibe-Skalpel nicht in der Freizeit. Meine Freunde würden mich umbringen und es ist meiner Meinung nach auch unhöflich und respektlos, immer alles zu kritisieren. Es hat meiner Meinung nach auch was mit Toleranz zu tun, manchesmal nicht zu genau hinzuschauen oder zu hören.

    das verstehe ich nun nicht:

    als Lehrer sollte einem eine korrekte Rechtschreibung doch in Fleisch und Blut übergegangen sein, was gibt es gezielt darauf zu achten ?(

    Anders sieht das bei Buchstabendrehern aus, die durchs Tippen entstehen --einmal drüberschauen, dann sind die aber auch weg.

    Da nicht alle Menschen perfekt sind, ist es durchaus möglich, beim Verfassen längerer Texte Fehler zu machen. In der Schule würde ich einen Text gewissenhaft Korrekturlesen, bevor ich ihn an meine Schüler weitergebe. In Internet bin ich etwas "ungenauer" und lese ihn meistens nur oberflächlich ein zweitesmal durch. Es ist meine Freizeit und die Toleranz die ich gegenüber anderen Texten habe, möge man mir auch geben oder meine Texte eben überlesen.

    Rechtschreibung ist für mich ein Werkzeug, nicht mehr. Sie dient nicht zum Selbstzweck und wenn ich nach der Arbeit hier schreibe, achte ich nicht immer so genau auf die Rechtschreibung, wie ich es in der Schule mache. Wenn ich als Mathematiker die Unkenntnis vieler Kollegen auf dem Gebiet so hoch hängen würde, wie einige die Rechtschreibung, würde ich aus dem Kotzen ja garnicht mehr rauskommen.
    Der Fall des Hochstaplers ist insofern interessant, er ist nicht durch seine Unkenntnis im Beruf aufgefallen, diesen hat er wohl ziemlich gut ausgefüllt, was sagt das wohl über unser Bildungssystem aus.

    Zitat

    ich muss übrigens mal meine miese Laune loswerden.
    kürzlich sprach mich ein Bekannter an. Er hatte gelesen, dass Lehrer in Zukunft NUR noch Schokoladen- und Vanilleeis essen dürfen. Er macht jetzt seinen Doktor, denn er hat gehört, dass Doktoren in der freien Wirtschaft auch Himbeer-, Erdbeer und Kokoseis bekommen. Und (das ist das beste) als Doktor in der freien Wirtschaft muss er das Eis noch nicht einmal selber bezahlen.

    Dafür bekommen wir Beamten unser Eis auf Lebenszeit zugesichert! Es ist wohl leider nur Schokoladen- und Vanilleeis (Ich persönlich bin Bananeneisesser!), dafür ist der Nachschub gesichert.

    jo, ist meiner Meinung nach immer noch relativ aktuell. Zumindest was den Anfangsunterricht angeht. Natürlich fehlt das aktuelle neue Vokabular, was Kompetenzen angeht und der Kompetenzbereich Daten und Zufall ist etwas kurz. Aber so wahnsinnig viel hat sich in den letzten 20 Jahren in der Didaktik der Mathematik auch nicht getan.
    Es gibt von dem kleinen Taschenbuch eine Überarbeitung: "Handbuch für den Mathematikunterricht an Grundschulen", aber speziell für die 1. Klasse finde ich das große DinA 4 Handbuch von Schipper besser und für den Einstieg gibt es einen guten Überblick.

    Zitat

    ein Haupt- und Realschullehrer hat mir gestern die Bezeichnung Bastelschlampe für Grundschullehrerin "beigebracht". Er meinte, das sei ein scherzhaft gemeinter Begriff, der von Haupt- und Realschullehrern für Grundschullehrerinnen verwendet wird.

    Ach sollen sie doch, wenn sie sich dann besser fühlen. Im Gegenzug müssen die lieben KollegInnen von den weiterführenden Schulen dann damit rechnen, auch nicht mehr besonders Ernst genommen zu werden...

    und sieht auch schöner aus, als ein Helm auf dem Kopf ;)
    Letztendlich geht es doch um die Frage, wie viel Sicherheit möchte ich in meinem Leben.
    Es ist auch nicht sicher, ohne Helm als Fußgänger im Straßenverkehr teilzunehmen (Der Anteil der Kopfverletztungen ist hier auch immens hoch) oder
    ohne Helm an vielen Sportarten teilzunehmen oder zu Hause zu putzen oder oder oder...
    Diese Entscheidung sollte jeder für sich selber treffen können, ohne von anderen gezwungen zu werden, nach fremden Kriterien zu leben.
    Wenn sich ein Großteil der Gesellschaft mal entschliessen sollte, alle sollen immer einen Helm oder einen Schutzanzug mit eingebauten Airbag tragen und es zum
    Gesetz wird, dann ist es halt so, auch wenns häßlich aussieht ;) . Aber bis dahin, hat jeder die Freiheit sich die Genzen selber zu setzen.

    Die Idee von JLotti finde ich sehr schön, werde ich mal ausprobieren, auch wenn es bestimmt im Chaos enden wird :D .
    Ich hab es das letzte Mal auch eher pragmatisch vorher besprochen, Thema Gewichte behandelt, Notwendigkeit von Rezepten und Angaben thematisiert
    und dann Kekse gebacken.

    Hab ich was verpasst, ist heute "Bashing-Tag" für Neue angesagt?
    Zu den Anworten von "magister999" und "Piksieben" kann ich nur folgendes von magister999 zitieren:

    Zitat

    Bei derart kompetenzfreien Beiträgen wie dem obigen wundert mich nicht mehr, dass die Qualität der Lehrerausbildung in manchen Bundesländern - und damit die Schulqualität - als stark verbesserungswürdig angesehen wird.

    Wenn Ihr nicht ernsthaft helfen wollt, sondern nur eure fehlende Sozialkompetenz zur Schau stellen wollt, wäre es da nicht besser, Ihr würdet garnicht schreiben?

    Der Threadersteller mag etwas konfus geschrieben haben, dann fragt man nach, wie es "neleabels" versucht hat oder wenn man sich dermaßen darüber aufregt, überliest man es einfach. Aber diese demütigenden Antworten Eurerseits sind würdelos und schlichtweg erbärmlich.

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