Beiträge von blabla92
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[... uuund: Teil 2]
Hier sind wir komplett d'accord.
zu Satz 1: Damit wäre ja durchaus eine intention meinerseits erfüllt (s.o.).
zu Satz 2: Es täte mir Leid, würde ich dir mit diesem Kommentar irgendwie vermitteln, ich wollte dir "eine vermeintliche Unterlegenheit suggerier[en]" - ist definitiv nicht meine Intention. Ich verstehe aberm, dass ähnliche Wahnehmungen ein Diskussionshemmnis hier darstellen (s.o.). Gleichzeitig glaube ich aber nicht, dass ein 'einfacherer' Sprachhabitus meienrseits bzgl. dieses Themas im Gros andere Reaktionen hervorrufen würde.
zu Satz 3: Damit könnte ich als Nichtreaktion (egal von wem) problemlos leben, insofern dies zwar eine evtl. weiterführende Meinung, Perspektive o.ä. aus dem Diskurs fernhalten würde, das Diskursniveau aber immerhin ein sachliches bleibt. Ich habe ausschl. was gg. die skizzierten Ablenkungsmanöver.
Du hast mit aller Wahrscheinlichkeit recht. Mit 'Gegenwind' kann ich allerdings problemlos umgehen, ich brauche nicht alleortens Gleichgesinnte. Mir wäre es schon hinreichend, wenn trotz aller vorgetragenen Aversion oder wenn zumindest der ein oder andere stille Mitleser evtl. das ein oder andere als Anstoß zur Rumination (bspw. über das Thema, logische Fehlschlüsse und korrespondierende Diskurse etc.) nutzt.
Schade (dabei unterliege ich noch dem Trugschluss, der eigtl. jüngeren Generation anzugehören... ist aber mit Anfang/Mitte 40 auch nur eine Illusion).

Nichts für ungut, mir reicht inhaltlich-sachlicher, logik-, argument- und ggf. fakten- und datenorientierter Austausch (und ggf. der ein oder andere Autausch in den schulirrelevanten Subforen) hier. Mein Duktus wird sich wohl kaum ändern und ich brauche auch keine Affirmation, ich begegne aber jedem auf Augenhöhe, der nicht persönlich-angreifend wird (ich denke, der Kommentar hier verdeutlicht das auch).
QED
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Don’t overthink, wäre mein erster Rat. Es kommt auf so viele Aspekte an: Umfang des erwarteten Texts, Anzahl der items in den „Kleinkruscht-Aufgaben“, Komplexität der erwarteten Antworten (Grammatik etc. so ungefähr wie bei Maxinchen), Arbeitszeit usw.
Eine ordentlich eingeführte und geübte komplexere Textsorte sollte dann m.E. min. ungefähr ein Drittel ausmachen. Die Punktezahl für den Text ist dann bei mir immer durch 6 teilbar, d.h. eigentlich eine Note, dazu habe ich die Abitabelle vereinfacht .
Ich habe ein Beispiel angehängt. Da waren es insgesamt 72 Punkte und nur 18 für den Text, im Rückblick etwas wenig, aber es war wenigstens keine klar definierte Textsorte. In einer späteren KA war persuasive writing gut geübt; das habe ich dann besser berücksichtigt und stärker gewichtet.
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Menschen sind halt leider nicht so vernünftig, wie wir uns das wünschen. Von einigen uneinsichtigen Adipositas-Kranken auf alle zu schließen ist genauso falsch wie von einigen uneinsichtigen Diabetiker*innen (gibt’s halt auch) auf alle.
„Wegnehmen“ - da würde ich eher die Verantwortung bei der Pharmaindustrie und den politisch Zuständigen sehen als bei den Übergewichtigen, die ihr persönliches Erkrankungsrisiko senken wollen. Dass heutzutage sowas gleich auch immer als Lifestyleprodukt genutzt werden kann, ist ein zusätzliches Problem, aber das erhöht natürlich den Profit. -
Mein erster Gedanke beim Lesen des Ausgangsposts war „Hybris“. Diese ganzen Longevity-Gurus vermitteln genau diese Grundhaltung, wer krank werde, sei im Grunde selbst schuld.
Natürlich erhöht oder senkt ein gesunder Lebensstil (Schlaf, Bewegung inkl. Krafttraining, ausgewogene Ernährung mit viel pflanzlicher Kost, Sozialkontakte), genau wie der sozioökonomische Status, das Risiko für bestimmte Erkrankungen, aber das heißt doch nicht, dass alles kontrollierbar ist, wie manche Leute (eben die Gruppe mit höherem Bildungsgrad und besserem Einkommen) jetzt zu glauben scheinen.
Eure Beispiele mit Traumata, chronischen Erkrankungen, Sucht zeigen das. Depression wäre ein weiteres Beispiel. Natürlich kann ich als erkrankte Person dazu beitragen, dass es nicht so schlimm ist, aber von „Mach doch mal ein bisschen Sport“ geht diese Erkrankung halt nicht weg. Genetik, Glück und Pech gehören auch dazu. Auch der familiäre Hintergrund beeinflusst bestimmt auch Persönlichkeitsmerkmale, wie man mit Problemen umgeht, wie stark die Fähigkeit zur Einsicht oder auch zum Verstehen ist. Adipositas ist auch so komplex, und stark stigmatisiert, wie man bei den Bemerkungen zu den Abnehmspritzen merkt. Da schwingt gerne Verachtung mit.Zum Alkohol ist seit ein paar Jahren ingesamt wissenschaftlicher Konsens, dass er auch in geringer Menge schon schadet.
Wer sich für vernünftige Ernährungs- und NEM-Positionen interessiert jenseits des Hype, kann sich mal bei ernmedblog auf Insta umsehen.
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Was KuK in BW angeht, so gilt die Rahmendienstvereinbarung Sucht https://arbeitsschutz-schule.kultus-bw.de/site/pbs-bw-km…barungSucht.pdf
Ich kann leider keine Quelle finden, erinnere mich aber daran, dass vor Jahren von den Jurist*innen unseres RP sehr deutlich die Einschätzung kam, dass auf Fahrten KuK gar keinen Alkohol konsumieren dürfen.
Zu den SuS: Wenn ich Alkohol im genannten Fall zuließe, müsste ich mir klar machen, dass es im Fall der Fälle (bei Unfällen usw. vor Gericht) so ausgelegt werden kann, dass die Schule Alkoholkonsum billigt, vielleicht sogar ermutigt dazu, und das Land oder gar die Lehrkraft zur Verantwortung gezogen werden kann. Für einen Einblick, was alles passieren kann und welche Abwägungen juristisch eine Rolle spielen können, empfehle ich dieses Urteil.
Überprüfen, ob SuS Wein oder Bier oder Schnaps trinken und wie viel, kann ich nicht. Wenn mir im Hostel jemand mit Weinflasche in der Hand begegnet, muss ich das dann dulden, die Schnapsflasche aber nicht? Hat die Person etwas getrunken oder trägt sie das nur für andere?
Wenn ich Alkohol grundsätzlich untersage, habe ich u.a. in dieser Situation klare Verhältnisse. Dass mir ansonsten der Anschein von fit und pünktlich genügen muss, versteht sich von selbst.
Fazit: Niemals würde ich Alkohol explizit erlauben, auch nicht mit Einschränkungen, Jugendschutzgesetz hin oder her. -
Also ich lese jetzt heraus, dass heutige Elftklässler nicht mehr in der Lage sind, Verben zu konjugieren. Und das ist auch okay für alle, weil die Jugend halt einfach doof geworden ist?
Doch nicht doof. Eben nicht doof, aber viele sehen den Sinn oder die Notwendigkeit nicht.
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Was ist denn bei euch die Konsequenz? 80% der Schüler erhalten ein Abitur, ohne ein Wort in der zweiten Fremdsprache zu beherrschen?
Man kann sie ja abwählen in der Kursstufe. In 10 stellt sich uns Lehrkräften natürlich das Dilemma, ob es noch eine 4 sein kann oder nicht. Das wurde ja oben schon beschrieben.
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Ich bin an einem ländlichen Gym im östlichen BW. Latein und Französisch galten immer schon als schwer, auch wenn m.E. gute Lateinnoten in den ersten Jahren vorwiegend durch Fleiß erzielt werden können und französische Grammatik viel regelhafter ist als englische, aber in den letzten Jahren ist in meiner Schule der Anteil derjenigen, die sich komplett dem Lernen der Grundlagen (Vokabeln, Formen) bzw. dem Merkenwollen auch des Sachwissens verweigern, auf über 80% gestiegen. Und das, obwohl in diesen Sprachen deutlich Abstriche an den Anforderungen gemacht wurden. Inzwischen sind wir in einigen Jahrgängen soweit, dass ich den Unterricht für sinnlos halte. Dass römische Spuren in der Umgebung sind und Kontakt nach Frankreich tatsächlich leicht möglich ist, spielt null Rolle für die Kinder.
Sogar in Englisch geht die Schere zwischen denen, die es privat sowieso nutzen (zocken, Serien…) und den anderen, die ebenfalls einfach gar nicht mehr Vokabeln und Basics lernen, Englisch als Schulfach erleben und nicht als Teil der Welt, weiter auf. Auch die Zahlen in Spanisch als 3. FS gehen runter.
Zusatz: Es macht mich zunehmend traurig; ich versuche im Rahmen meiner Möglichkeiten dagegen anzuarbeiten ebenso wie meine Kolleginnen, aber es scheint immer vergeblicher.
Zusatz 2: Der Trend verschärfte sich schon vor ChatGPT etc.
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Ist jetzt eh zu spät. Trotzdem kurz Klarstellung zum Ranking: Ich bezog mich nicht auf die Lektüre konkret, wie mehrfach wiederholt, sondern gab ganz allgemeine Beispiele für Kommunikationsaufgaben. S müssen sich auf die drei-fünf wichtigsten Eigenschaften, Probleme, whatnot einigen.
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Ne. Nicht einen Dialog ausarbeiten, sondern reden. Wie gesagt, ohne Erinnerung an die Romanstelle, also ohne Wissen, ob sich die Stelle wirklich eignet, nur ein fiktives Beispiel, das man übertragen müsste. Klare Aufgabenstellung, bzw. Problemstellung, arbeitsteilig, halbe Klasse wäre Rowdy, halbe Klasse wäre Junior, oder von mir aus gibt es noch eine agony aunt oder so. Alle überlegen sich alleine, was sie aus ihrer Rolle heraus sagen würden (am besten füllen alle eine Leerstelle im Roman, also nicht eine Rolle, die nur den Textinhalt wiedergibt) und machen sich Notizen, versuchen ein paar Positionen des anderen zu antizipieren und eine Reaktion zu überlegen. Dann ggf. noch eine Runde in den Gruppen mit gleichen Rollen. Dann gemischte Paare / Gruppen, ggf. Zwei Gruppen einander zuhören lassen und Manöverkritik geben.
Am Ende vor der Klasse zwei Leute, die nicht miteinander geübt haben, wählen und den Dialog vor der Klasse halten lassen. Nach Kriterien (wie überzeugend in der Rolle usw.) auswerten lassen.
Die Art Aufgabe muss tatsächlich bekannt sein, da es darauf ankommt, dass sie in ihrer Rolle spontan reagieren. Und bereit sind, auch vorne zu agieren.Und wenn du dir so gar nichts drunter vorstellen kannst, lass es lieber für die Lehrprobe.
Ergänzung: Sprechaufgaben funktionieren am besten mit klarem Ziel, das man gemeinsam erreichen muss, wie oben erwähnt z.B. ein Ranking erstellen oder im Rollenspiel einen Kompromiss erzielen.
Und nochmal: einen Dialog schreiben ist keine Sprechaufgabe. Da ist der Schwerpunkt Schreiben, auch wenn man sich darüber austauschen muss. -
Räumlich klingt das wirklich doof. Trotzdem, zusammen was Dünnes schreiben braucht auch nicht weniger Platz.
Inhaltlich erinnere ich mich nicht konkret genug an die Textstelle, um dazu was beizutragen.
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Aber warum schreiben die SuS den Dialog dann gemeinsam, statt ihn tatsächlich zu führen in verteilten Rollen?
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Dein Ziel ist doch mündliche Kommunikation, oder? Warum dann ausgerechnet eine Schreibaufgabe als Schwerpunkt? Ich schreibe mit jahrelanger Erfahrung aus Lehrproben, wo ich oft dieses Missverständnis als Grundlage von Stunden mit wenig Progression und echter Kommunikation gesehen habe.
Risiken bei Schreibaufgaben in Partnerarbeit oder gar in der Gruppe:
1. Die erhoffte Kommunikation findet, wenn überhaupt, zu oft auf Deutsch statt, weil Wortschatz und Redemittel fehlen, wenn man sich über Feinheiten austauschen will.
2. Es dauert ewig und das Ergebnis ist inhaltlich oft wirklich dürftig.
Echte kommunikative Aufgaben verlangen ggf. nach kurzer Vorbereitung mit ein paar Notizen echten, spontanen Dialog, um zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen. Dinge in PA „ranken“ lassen, so dass man zumindest in kleinen Dingen vielleicht mal abweichender Meinung ist und begründen muss, in der Gesamtgruppe good Angel/bad angel, fishbowl, ein Rollenspiel, in der man nicht vorher komplett den Text vorformuliert (soooo sinnlos), sondern spontan auf andere reagieren muss. Und immer Redemittel bereitstellen und Verwendung einfordern („Sucht euch 3 verschiedene aus, die ihr dabei anwenden werdet“). -
Die Behauptung, dass es in BW gerade in „den Sprachen“ große Abweichungen gäbe, kann ich aus meinem Ausschnitt der Realität nicht bestätigen. Ich mache seit 2006 Endbeurteilung in Englisch. Große Abweichungen sind viel seltener geworden. Alleine schon durch die engmaschigen Vorgaben beim Listening. Das ist bei allen Modernen Fremdsprachen so. Ich höre weiterhin von Deutsch von großen Unterschieden, wo es auch in der Natur der Sache liegt.
Den Einfluss von Hierarchie und „will es mir nicht verscherzen mit KuK“ befürchte ich bei Korrektur an der gleichen Schule auch, auch wenn gemeinsames Korrigieren wirklich großartigen Austausch ermöglichen kann, aber eben nicht mit jedem. -
Wir würden schlicht die Ergebnisse jeder Unfrage verfälschen ob unserer Omnipotenz.
Also jedenfalls solange es nicht um Hochdeutsch geht… oder Englisch… 
Bidde. Mei Englisch isch übr jäden Zweifel erhabe.
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Äh, Baden-Württemberg existiert da nicht?!
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Hart arbeiten. Zeitung lesen. Jeden Tag. Viel, lange Artikel. Quer, alle Ressorts, Kommentare, Culture, Science… The Guardian z.B., da ist sehr viel noch ohne Paywall, nur mit Registrierung ggf. Dazu klassisch Wortschatz pauken mit genanntem Buch bzw. academic list, Kernbegriffe aus den Texten rausschreiben, Lernkartei anlegen, abfragen, schreiben. Wiederholen. Summaries zu manchen Artikeln schreiben, ggf. mit AI überarbeiten oder von Menschen gegenlesen lassen.
Mein Writing English Assignment an der Uni war wochenlang, einen Lexikonartikel (zu Architektur, völlig random) zusammenzufassen, abgeben, komplett durchgestrichen bekommen, weiter zu kürzen, bis irgendwann der ersehnte Haken dran war. Muss zugeben, dass das großartig und sehr lehrreich war. Ich kann bis heute nichts mit summaries anfangen, die “the author writes … and then suggests…” rumlabern. Je kürzer, desto besser. Dazu braucht man super treffendes Vokabular.
Schreiben muss man trainieren.
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