Ach und was das Arbeitszimmer angeht: Bei einer Mietwohnung kann man das noch relativ einfach absetzen. Da nimmst einfach die Kaltmiete und alle Nebenkosten und teilst das gemäß der Raumgröße entsprechend auf, aber bei Eigentum wird das eine gewaltige Rechnerei. Welchen fiktiven Mietzins soll ich mir selber denn zugestehen und so eine komplette Nebenkostenabrechnung frißt auch Zeit. Außer fürs Finanzamt und das Arbeitszimmer brauche ich sonst ja keine Nebenkostenabrechnung.
Ergo: Ich setzte mein Arbeitszimmer nicht ab, weil mir die Zeit das auszurechnen viel zu schade ist, um sie mit sowas zu verplempern.
Das halte ich für einen Fehler. Bei mir war das beim ersten Mal Gefiesel, bis ich kapiert hatte, was ich alles brauche bzw. das Zusammensuchen der verschiedenen Informationen hat gedauert, aber die Berechnung nimmt mir ja das Steuerprogramm, das ich nutze, ab. Seither weiß ich, welche Anteile sich ändern und ich habe schnell die entsprechenden Rechnungen (Stadtwerke, Müll, Grundsteuer, Kontoauszug des Hauskredits) rausgesucht - 5 min. Mehraufwand, der sich lohnt: Mein Arbeitszimmer schlägt mit über 1000€ zu Buche!
Ein gutes Steuerprogramm sagt einem auch, was man ansetzen kann und was nicht. Meines hat16€ gekostet.