Beiträge von DFU

    Wenn Schüler leise auf die Toilette gehen, stören sie niemanden.

    Ebenso, wenn Erwachsene während einer Lehrerkonferenz gehen.

    Oder fragst du da auch?

    Natürlich fragt da niemand. Aber ebenso natürlich ist vor der Konferenz der Zeitpunkt, zu dem fast alle noch schnell zur Toilette gehen. Daher geht während der Konferenz nur wirklich selten jemand deswegen raus. Genauso wenig bei pädagogischen Tagen und Fortbildungen.

    Und ich habe noch nie erlebt, dass sieben Kollegen gleichzeitig während einer Arbeitsphase den Raum deswegen verlassen wollen.

    Und mehr wird von den Schülern ja auch nicht gefordert.

    Meine Vermutung ist sowieso die, dass Kollegen nur dann irgendeine Art von Verbot aussprechen, wenn sie den Eindruck haben, dass die Schüler die Möglichkeit des Toilettengangs während der Stunde in der Vergangenheit schon ausgenutzt haben.

    "5 + 3 : 7" wäre richtig, aber es könnte ja sein, dass einzelne Schüler (m/w/d) "5 Rest 3" als "5 + 3" (=8 ) interpretieren. Das meinte ich.

    Könnte theoretisch sein, aber dieser Fehler ist mir noch nie begegnet.

    Ich habe die Division mit Rest aus Klasse 4 im Übrigen schon für die gemische Schreibweise bei den Brüchen in Klasse 6 herangezogen. Bei der ein oder anderen Formulierung der Grundschulkollegen, habe ich mich eben geärgert, dass ich das nicht auch so anschaulich gemacht habe. Nächstes Mal werde ich davon etwas aufgreifen.

    Vermutlich meint er für Kollegen?

    Da sehe ich nur, wenn jemand nicht die Fakultas für Sek. II hat.

    Wir haben Quereinsteiger mit vollständigen Referendariat, aber nur in einem Fach die Berechtigung auch Sek. II unterrichten zu dürfen. Im 2. Fach ist nur bis Klasse 10 zulässig.

    Das ist aber kein Erkennungsmerkmal von Seiteneinsteigern. Auch im regulär absolvierten Drittfach haben manche Kollegen nur die kleine Fakultas.

    Natürlich kommt es auch auf den Kontext an. Wenn jemand die 2 Literflasche Coke neben sich stehen hat, habe ich echt kein Mitleid, wenn dann der Pulleralarm losgeht. Wenn der Schüler noch dazu verhaltensauffällig ist und 30 Minuten wegbleibt erst recht nicht.

    Gerade in dem Fall, dass ein Schüler offensichtlich erkennbar gerade 2 Liter Flüssigkeit zu sich genommen hat, würde ich ihn zeitnah zur Toilette gehen lassen, aber natürlich in Zukunft das Trinken im Unterricht unterbinden.

    Letzteres ist bei mir aber in der Regel sowieso unüblich. Auch da verweise ich auf die Pausen. (Und natürlich gibt es auch da bei Bedarf Ausnahmen wie heiße Sommer oder Stunden, in denen die Kinder mit noch roten Kopf vom Sportunterricht vor mir sitzen.)

    Das ist dann wirklich ein Problem, denn vom Ziel hängt alles andere (Medien, Arbeitsformen, ...) ab.

    Wie sieht denn deine Reihenplanung im Moment aus? Auf irgendein großes Ziel musst du (oder ihr, wenn du mit Kollegen von Paralleklassen zusammenarbeitest) doch hinarbeiten? Welchen Teil des Lehrplans möchtest du mit der Reihe erfüllen?

    Wenn du das weißt, können dir einige Grundschullehrer bestimmt passende Bücher nennen, die bei deinen Zielen geeignet sind.

    Umgewöhnen ist schwierig. Wenn es in den neuen Klassen besser läuft als in denen, die du schon letztes Jahr unterrichtet hast, dann bist du auf einem guten Weg. Das klingt so, als ob dir das dieses Jahr schon besser gelungen ist.

    In einer Klasse, die ich jetzt im zweiten Jahr habe, kamen die Kinder deutlich kommunikativer aus den Sommerferien als sie es vorher waren. Wir haben ein Handzeichen vereinbart, dass die Schüler ohne zu sprechen geben können, um Ruhe einzufordern. Und ich verlange in Übungsphasen mehr Einzelarbeit. Es dürfen noch mit dem Partner die Ergebnisse verglichen werden, aber nur durch zeigen und schauen. Wer eine Zusatzerklärung benötigt, muss zu mir kommen, damit nur an einer Stelle im Raum gesprochen wird, und sich niemand übertönen muss.
    Die ersten Male habe ich das Zeichen gegeben, dann wurde es viel zu oft von allen möglichen Schülern gegeben. Die Phase war etwas nervig. Aber jetzt wird es nur noch von den Schülern eingesetzt, die lärmempfindlicher sind und tatsächlich mehr Ruhe als ihre Mitschüler benötigen, um erfolgreich zu arbeiten.

    Im Unterrichtsgespräch wird es nie so leise, wie bei konzentrierter Einzelarbeit. Was da aber helfen kann, ist bewusstes Leisesprechen. Damit meine ich natürlich kein Flüstern, das in der letzten Reihe kaum noch zu hören ist. Das wäre auch nicht besonders stimmschonend. Einfach genau so laut sprechen, dass die letzte Reihe alles gut verstehen kann, wenn niemand anderer in der Klasse spricht. +

    Quittengelee Vielleicht hängt die von deiner abweichende Sichtweise einiger Kollegen hier auch damit zusammen, dass Schüler am BK sich üblicherweise nicht einnässen, weil sie Angst davor haben, sich ein zweites Mal zu melden oder sich vehementer für ihr Anliegen einzusetzen.

    In den meisten Schulordnungen steht auch, dass die Schüler in den Pausen auf die Toilette zu gehen haben und nicht während des Unterrichts. Ist ja auch eine Frage unserer Aufsichtspflicht. Je größer die Gruppe, die man unbeaufsichtigt losziehen lässt, desto größer die Gefahr, dass jemand irgendeinen gefährlichen Unsinn initiiert. Ich lasses daher nur einzelne Personen und nur in Ausnahmefällen zur Toilette gehen.

    Und wenn jemand plötzlich sehr dringend muss, hat sich auch im Abitur schon eine Lösung gefunden. Niemand sagt schließlich, dass sie zwingend in der Reihenfolge ihrer Meldung gehen müssen.

    Aber das grundsätzliche Problem waren hier keine Schüler, die plötzlich auf die Toilette mussten, sondern welche, die während einer Klassenarbeit gemeinsam den Raum verlassen wollten.

    Ich finde es irre, wie einfach spontan zu Fächern wie Physik oder Informatik geraten wird. Das sind sehr anspruchsvolle Fächer, sowohl im Studium als auch in der Durchführung.

    Ich bin wirklich nicht der Meinung, dass ein Anglistik- oder ein Germanistikstudium zwingend leichter sein muss als ein Mathe-, Physik oder Informatikstudium. Ich bin jedenfalls nicht sicher, dass ich da sicher bestehen würde. Aber jemandem mit der Fächerkombi E/D spontan zu Physik oder Informatik zu raten, finde ich auch irre. Zumal vom Threadersteller schon angedeutet wurde, das ein Mathematikstudium problematisch sein könnte.

    Ich lasse in bis zu 90minütigen Klassenarbeiten in der Regel auch niemanden zur Toilette. Und die Schüler wissen das. Oft frage ich vorher nach, dann gehen noch einige.

    Manchmal haben Schüler schon angeboten früher abzugeben. Ich habe das kurz vor Ende schon angenommen, aber auch schon weiterschreiben lassen. Und ich hatte schon den Fall, dass ein Schüler, der sonst immer vor der Arbeit auf die Toilette gegangen ist ( und oft im Unterricht), es einmal vergessen hatte. Den habe ich dann auch gehen lassen. In keinem Fall sah die Arbeit anders aus als erwartet.

    Gleichzeitig würde ich aber nicht zulassen. Das gibt es bei mir aber auch während des Unterrichts nicht, daher käme niemand auf diese Idee.

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