Beiträge von DFU

    Erinnert mich an eine Konferenz, bei der es um die Zeugnisbemerkung über selten gemachte Hausaufgaben ging und aufgrund der Stundenverteilung auf die Lehrer der Kommentar nicht auf das Zeugnis kam, weil die Fächer, in denen nicht gemachte Hausaufgaben schnell auffallen, nur von wenigen Lehrern unterrichtet wurden und die Fächer, in denen es selten (nie?) Hausaufgaben gibt, jeweils von einem anderen Lehrer unterrichtet wurden. Hätte man die Fächer bzw. Unterrichtsstunden als Maß genommen, statt des Lehrers, dann wäre der Kommentar mit deutlicher Mehrheit aufs Zeugnis gekommen.

    In BW haben in der Klassenkonferenz alle Fachkollegen, die den Schüler unterrichten eine Stimme. Wenn jetzt der Deutschkollege auch noch Geschichte und Gemeinschaftskunde in der Klasse unterrichtet, hat er eine Stimme bei drei unterrichteten Fächern. Wenn drei Kollegen sich das eine Fach IMP aufteilen und jeweils nur einen der Teilbereiche Informatik, Mathematik und Physik unterrichten, haben sie jeder eine Stimme also drei Stimmen bei einem unterrichteten Fach. Ob das wirklich in jedem Fall fair ist, kann man auch anzweifeln.

    Bei Elternabenden ist das ähnlich: Alle anwesenden Elternteile mit Sorgerecht haben eine Stimme. Der Zwillingsvater, der nur alleine kommen kann, weil die Mutter in der Klassenpflegschaft des Geschwisterkindes sitzt, hat eine Stimme. Die Eltern des benachbarten Einzelkindes, die zu zweit anwesend sind, haben zwei Stimmen. Fair?

    Ob das jetzt fair ist oder nicht, darüber kann man trefflich streiten. Gerade bei Abstimmungen sollte man sich aber an die vorgegebenen Regelungen halten. Insbesondere bei hochstrittigen Fragen. Und wer da Mitbestimmen möchte, ist da oder beantragt eine Verschiebung der Abstimmung.

    Wenn es wirklich ein Rucksack sein soll, finde ich diesen gut: https://www.airpaq.de/products/rucksack-rolltop-classiq

    Der ist zwar relativ schwer, hat aber eine gute Innenaufteilung und ein Laptopfach. Außerdem eine Außentasche, an die man einarmig kommt, wenn der Rucksack über der rechten Schulter hängt. Praktisch, wenn man vollbeladen vor der Klassenzimmertür nach dem Schulschlüssel kramen muss.

    Aber ich empfehle auch, einen Gutschein zu schenken und dann gemeinsam zu suchen. Du kannst ihn ja selbst schreiben und einen (oder zwei) konkreten Vorschläge machen, was du gerne schenken würdest. Wenn es einer davon wird: Super, du hast einen tollen Vorschlag gemacht. Wenn es doch ein anderer wird: Super, deine Freundin konnte selbst einen Rucksack heraussuchen, der ihr hoffentlich lange Freude bereitet.

    Kind würde ich auf jeden Fall mitnehmen, wenn man das will, gibt es da immer Mittel und Wege.

    Auch auf die absehbare Gefahr hin, dass deine Begleitung sich phasenweise (gegebenenfalls während ganzer Programmpunkte) nur um dieses eine Kind kümmern muss und du die übrigen 27 alleine betreuen musst (oder umgekehrt)? Das würde ich nie machen. Wenn alles gut geht, ist es nur anstrengend, aber wenn dann noch mit einem dieser Kinder unverhofft ein Problem auftritt, fehlt eine weitere Betreuungsperson.

    Das Risiko mit nur zwei Betreuungspersonen würde ich nicht eingehen. Wenn bereits im normalen Schulalltag die Schulbegleitung ständig gefordert ist, dann sollte sie auch für die Fahrt mitgehen und zusätzlich sollten die Eltern dafür sorgen, dass auch die Zeiten, in der sie selbst an normalen Schultagen zuständig sind, abgedeckt sind.

    Wenn das gewährleistet ist, spricht nichts dagegen eine Fahrt zu planen, bei der die ganze Klasse mitfahren kann.

    Wer sollte sich bewusst nicht daran halten? Ich versuche zu erläutern, dass nicht jeder Lehrkraft jede dieser knapp 300 Seiten bekannt ist (wenn überhaupt deren Existenz bekannt ist) und ich anzweifle, dass deren Kenntnisnahme von jeder Lehrperson in allen Bundesländern gegengezeichnet werden muss.

    Weiß ich nicht, haben wir sowas? Es kommt ab und an jemand von der Behörde, diesem oder dieser müsste es auffallen. Ich werde nachhaken.

    Habt ihr niemanden, der für die Aufbewahrung und Reperatur der Anschauungsmittel für den Sachunterricht zuständig ist? Zumindest derjenige sollte sich da doch auskennen und alle anderen warnen.

    Ich muss zugeben, ich habe die RISU auch noch nicht selbst gelesen. Vielleicht sollte ich das auch nachholen. Allerdings weiß ich sogar als Physiklehrer, welche Punkte beim Umgang mit Präparaten zu beachten sind, weil wir zu Beginn jedes Schuljahrs eine gemeinsame Sicherheitsbelehrung durch unsere Fachleiter erhalten. Die ist inzwischen vorgeschrieben und wird bei uns von den Sammlungsleitern in Absprache mit den Fachabteilungsleitern und dem Sicherheitsbeauftragten der Schule durchgeführt. Bei uns für alle gemeinsam, weil alle wegen der Fächerverbünde BNT und NwT auch von den Gefahren der anderen Naturwissenschaften betroffen sein können.

    Solche speziellen Lineale sind mir zumindest bewusst nie begegnet. Die klingen wirklich völlig sinnbefreit.

    Wir haben hier mehrere Lineale, die oben und unten eine Skala haben. Beide Skalen starten auf der gleichen Seite, so dass man einfach das Lineal umdrehen kann, wenn man von der anderen Seite messen möchte. Ist aber natürlich eine Spielerei. Aber, wenn man noch nicht so gut mit einem Lineal umgehen kann, eine nette Spielerei.

    Es geht aber natürlich auch ohne.

    Stimmt. Personenbezogene Daten müssen denjenigen zugänglich gemacht werden, die sie dienstlich benötigen, heißt, ein unterrichtender Lehrer muss sehen können, ob ein Schüler entschuldigt oder unentschuldigt fehlt. Genau das sind auch die selektrierbaren Gründe für Abwesenheit in den gängigen Klassenbuchprogrammen. Genaue Erkrankungen oder Symptome haben im Klassenbuch überhaupt nichts verloren und werden der Schule normalerweise auch gar nicht mitgeteilt.

    Darüber hinaus dürfen Sie nicht "unnötig" verbreitet werden.

    Als eintragender Kollege, wähle ich Krankheit oder Beurlaubung oder einen der anderen vorgegebenen Punkte aus.

    Seit die Eltern Fehlzeiten für ihr Kind direkt in Untis eintragen (nicht entschuldigen) können, sehe ich immer öfter zeilenlange Bemerkungen zu den Krankheitssymptomen der Schüler. Da steht teilweise mehr als in den schriftlichen Entschuldigungen.

    Im Umgekehrten Fall: was wäre denn mit den nicht bezahlten, aber geleisteten Stunden der ersten 6 Jahren?

    Ich würde da eben auch erwarten, dass im Regierungspräsidium oder im Schulamt, die Person, die für die Lehrerzuteilung zuständig ist, bei der Verteilung die höheren Stundenzahlen in der Ansparphase berücksichtigt, und lieber der Nachbarschule einen Lehrer mehr zuweist als der Schule, die durch die Ansparphase im Sabbatjahr (oder sogar mehrere davon) gerade gut versorgt ist. Aber vermutlich sehe ich das zu pragmatisch.

    Also schreibe ich dazu jetzt lieber nichts mehr bis du am Ende deiner Recherche auflöst.

    Zählt man denn dann für die der Schule insgesamt verfügbaren Deputatsstunden weiter? Das würde ja auch umgekehrt bedeuten, dass die Schule in der Ansparphase überversorgt wäre. Und das kann ich mir nicht vorstellen.

    Ich würde daher davon ausgehen, dass man im Sabbatjahr für das Deputat mit 0 Stunden zählt.

    Ist aber ebenfalls nur eine laienhafte Meinung und du daher so schlau wie vorher.

    Habt ihr familiengerechte Arbeitszeit nach §29 des Chancengleichheitsgesetzes beantragt? Das müsste doch zumindest wegen des allgemeinen Stundenplans helfen. Du fängst später an und dein Mann beantragt ein entsprechend frühes Ende. (Oder umgekehrt, wenn das wegen dem Verkehr besser ist.) Da muss die Schule dann schon genauer begründen, warum das nicht drin ist.

    Und da am besten auch gleich hineinschreiben, wer an welchem Nachmittag wegen Kinderbetreuung frei benötigt.

    Nur für den Dienstag wird das vermutlich nicht helfen, wenn da bei euch beiden Konferenztag ist. Vielleicht kann euer Kind da nach der Kita öfter mal mit zu einem Freund. Und ihr helft dafür in den Ferien aus?

    Wobei ich mit dem Antrag bei deiner Schule vorsichtig wäre, wenn die Schule eigentlich sehr entgegenkommend ist. Aber bei deinem Mann würde ich das machen.

    Während meiner Tätigkeit für das Schulamt galt folgendes Verhältnis:
    1 UE Reduzierung im Deputat = 1,74 Zeitstunden , die erbracht werden müssen.
    Bei 27 UE ergeben sich daraus nach "höchstoffizieller Rechnung" knapp 47 Zeitstunden pro Woche.
    Für diese Rechnung werden eine Regelarbeitszeit der Beamten von 42 Zeitstunden/Woche und 30 Tage Urlaub zu Grunde gelegt.

    Das bedeutet aber nur, dass zu 45 Minuten Unterricht eine weitere Arbeitsstunde gehört. Das sagt aber nichts darüber aus, wie diese mit unterrichtsnahen Tätigkeiten oder mit unterrichtsfernen Tätigkeiten / Sonstiges gefüllt gehört.

    Ich kenne als Richtwert, die Verteilung 40% Unterricht, 40% unterrichtsnahe Tätigkeiten (Vorbereitung, Nachbereitung, Korrekturen) und 20% Sonstiges. Das wäre dann 45 min unterrichtsnahe Tätigkeiten für 45 Minuten Unterricht. Bei mir kommt das ungefähr hin. Und damit ist für mich der Unterricht schon mein Kerngeschäft.

    Wenn man eine Aufgabe mit Entlastungsstunden hat, verschiebt sich das natürlich. Und besonders gute / effiziente Kollegen schaffen die unterrichtsnahen Tätigkeiten in weniger Zeit und haben mehr Arbeitszeit für sonstige Tätigkeiten übrig und können sich stärker in Arbeitsgruppen einbringen. Teilzeitkräfte, die bei Klassenlehreraufgaben und Konferenzen nicht entlastet werden, haben dafür weniger Arbeitszeit für Schulentwicklung oder ähnliches übrig.


    Und wer im Jahresschnitt für die unterrichtsnahen Tätigkeiten deutlich mehr Zeit aufwenden muss als für den Unterricht, sollte seine Arbeitsweise überdenken. Vielleicht gibt es noch Möglichkeiten effizienter zu werden.

    Vielleicht hat man aber auch zwei Korrekturfächer und damit einfach weniger freie Kapazitäten für Sonstiges als andere.

    In dem konkreten Fall würde es sich anbieten, die Elternabende früher beginnen und enden zu lassen.

    Wenn sich Eltern beschweren, dass sie da noch arbeiten, sollte man diesen erklären, dass es bei gewünschter Anwesenheit der Kollegen ja witzlos ist Elternabende zu veranstalten, wenn die Kollegen am Abend nicht mehr arbeiten. Wenn Eltern das nicht wollen, dann kann man sie ins Boot holen, wenn man zumindest für die betroffenen Kollegen einen späteren Schulstart am Folgetag ermöglichen möchte

    Das habe ich auch beobachtet. Sie zoomen und wischen aber auch beim Schreiben. Der elektrische Stift braucht eine gewisse Fläche, damit man überhaupt etwas Schreiben kann, also muss man zoomen. Dann sind die Zeilen entsprechend kurz, also muss man wischen.

    Also. So kommt es mir vor. Ich muss dazu sagen, dass mich diese Beobachtungen schon so abgeschreckt haben, dass ich das nie ausprobiert habe.

    Das Zoomen und hin und her Schieben beim Schreiben beobachten wir bei Schülern mit iPad auch. Seltsamerweise machend as bei uns fast alle Schüler am iPad, aber fast kein Kollege. Es bleibt anekdotisch, aber bei beide Gruppen sind mit ungefähr einhundert Personen nicht ganz klein.

    Wir können es uns auch nicht erklären, warum nur die Kollegen die Übersicht behalten möchten. So groß, dass man zwingend zoomen muss, muss man ja auch wieder nicht schreiben.

    Beim Zeichnen in Mathematik sehe ich genau zwei Möglichkeiten:

    1. Motorische Tätigkeit mit Papier üben (bei uns auch im Hinblick auf Klassenarbeiten nötig)

    2. Funktionen von Geogebra nutzen, wenn man dann verstanden hat, worum es geht

    Per Hand auf einem Tablet zeichnen, funktioniert wie du schreibst nur sehr bedingt, und bei Schülern erfahrungsgemäß gar nicht. (Auch mit den passenden GoodNotes-Erweiterungen (5mm Karos, immer passendes Geodreieck und Zirkel) nicht.)

    Und für den sinnvollen pädagogischen Mehrwert im Unterricht sind ja auch die Fachkollegen zuständig. Der einzelne Schüler kann für sich selbst ja zunächst nur solche Dinge wie Nutzung als Ersatz von Heften und Büchern umsetzen. Und dann wenn er es gelernt hat, auch Karteikarten usw. damit anlegen.

    Und ich würde es auch begrüßen, wenn es irgendwann Gehaltsabzug gäbe, wenn Lehrkräfte ständig krank sind (könnte ne lustige Steinigung werden).

    Es mag sein, dass es irgendwo einzelne Kollegen gibt, die Krankheiten nur vorspielen, der Regelfall ist es aber sicher nicht. Wenn man deinem Vorschlag folgt, würden aber Kollegen, die länger krank sind, unter Generalverdacht gestellt. Ich halte es dagegen für eine positive Errungenschaft, dass wir eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall bei Angestellten haben und auch Beamte weiter ihre Dienstbezüge erhalten. Es trägt sehr zur Gesundung bei, wenn man sich nicht sofort auch über das Finanzielle Gedanken machen muss. Mir ist unverständlich, wieso man als Arbeitnehmer diese Errungenschaft freiwillig wieder aufgeben möchte.

    Sei lieber froh, dass du wohl nicht oft oder lange krank bist.

    Falls es für dich in der Zukunft bei einer eventuellen Verbeamtung relevant ist, würde auch mal direkt nachfragen, inwiefern die unterhälftige Beschäftigung als Vordienstzeit anerkannt wird. Wäre nämlich schade wenn du wegen 3 Stunden da die ganzen Jahre jetzt 'umsonst' arbeitest.

    Bei mir war es bei ähnlicher Laufbahn nämlich damals sehr relevant. Musste alle Arbeitsverträge mit Stundenumfang einreichen und es hieß unter 50 Prozent wird so behandelt als gar nicht stattgefunden 🫣

    Kenne ich auch so. Mindestens 50% sonst wird es nicht gezählt.

    Ich sehe das wie Moebius. Im Referendariat lernst du unterrichten. Ich würde an deiner Stelle nicht freiwillig darauf verzichten.

    Außerdem ist vielleicht die Organisation der Kinderbetreuung bei Schulkindern etwas leichter, weil sie oft auch mal kurz alleine zu Hause bleiben können, aber sie gehen auch oft erst später ins Bett als Kindergartenkinder, brauchen Hilfe bei Hausaufgaben, Lesen üben usw. und haben oft auch mehr Nachmittagstermine (Sporttraining, Musikunterricht,…). Das alles kostet auch dich Zeit.

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