Beiträge von DFU

    Das macht man eben nicht. Als Naturwissenschaftlerin verwende ich Mathe sowieso nur als Werkzeug, ich kann jedes Problem, welches ich lösen will, auch verbalisieren. Meinen SuS sage ich, Mathe ist die "Sprache für die Faulen", ich habe einfach keine Lust so viel zu schreiben wie ich müsste um das gleiche in Worten auszudrücken, was meine Rechnung gerade meint.

    Ich hatte in der 7./8. Klasse einen Mathematiklehrer (M/Ph), der insbesondere bei den Konstrutkionsbeschreibungen viel Zeit darauf verwandt hat, uns die kürzere mathematische Fachsprache beizubringen.

    Ab der 9. Klasse hatte ich dann einen Mathematiklehrer (M, kein Ph, eher Ethik oder Philosophie), der uns zu jedem neuen Thema erst einmal eine Seite in nicht mathematischer Schreibweise diktiert hat. Ich hatte mich mal beschwert, die Antwort war sinngemäß, dass wir ja erst einmal verstehen müssten, worum es geht, bevor wir dass dann kurz und knapp mathematisch formulieren können.

    Ich mache das zwar lange nicht so extrem, aber es stimmt schon. Wenn man Leute, die kaum noch mit Mathematik zu tun haben, nach dem Satz des Pythagoras fragt, hört man oft die Formel a^2+b^2=c^2. Wer es aber nicht mal verstanden hat, dem sagt die Formel auch nichts.

    Mit überall ausreichenden Leistungen gilt das Klassenziel als erreicht. Ausreichend bedeutet aber nicht, dass man sich gut vorbereitet zurücklehnen kann, sondern dass “die Leistung zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen noch entspricht“. Es sind also Mängel da, die seitens des Schülers behoben werden müssen. Im nächsten Jahr sind die Mängel aber oft immer noch da, weil das eben meist nicht passiert.

    Die Grundlagen der vorherigen Jahre werden aber vorausgesetzt und können jeweils nur kurz wiederholt und weiter geübt/gefestigt werden, bevor neues Wissen darauf aufgebaut wird. Spätestens dann sollte ein Gymnasialschüler die Grundlagen nacharbeiten, selbständig oder mit Hilfe (Nachhilfe, Lehrer nach Übungsmaterial fragen,…)

    Und wenn es dann bei den neuen Themen bzw. dem aufbauendem Wissen weitere Mängel gibt, entstehen immer größere Lücken. Solange sie in absehbarer Zeit aber behebbar sind, ist die Leistung mangelhaft. Mit einer befriedigenden Leistung in einem anderen entsprechenden Fach, rückt der Schüler dann wieder in die nächste Klassenstufe auf. Wieder unabhängig davon, ob an der Schließung der Lücken gearbeitet wurde.

    Ich habe tatsächlich ab und an in Mathematik Schüler, die wirklich fleißig sind, viel üben und trotzdem schwache Leistungen zeigen. Meistens dann begrenzt auf eines oder nur wenige Fächer. Oft korreliert die Leistung aber auch mit den Bemühungen und die Mängel entstehen, weil Übungsangebote ignoriert werden. Ich kann mich aber nicht zehn teilen und neben die einzelnen 9. oder 10. Klässler stellen, die in einer 30er Klasse nicht aktiv mitmachen möchten, wenn niemand neben ihnen steht. Und solche Schüler sehe ich leider mehr als die ersten.

    Es ist dann ein schleichender Prozess.

    Hallo Petalie,

    erstmal Glückwunsch zur bestandenen Prüfungsleistungen aus dem anderen Thread. Da kannst du einen Punkt ja beruhigt abhaken.

    Aber du denn auf lange Sicht gesundheitlich fit genug für einen Quereinstieg? Klar verdient man besser als während Studium oder herkömmlichen Referendariat, aber die Belastung ist mit mehr Unterrichtsstunden auch höher. Und studieren möchtest du ja auch weiter. Konntest du die anderen Belastungen (Pflege?) reduzieren?

    Oder denkst du eher an eine Vertretungsstelle als Nebenjob zum Studium?

    In BW gibt es da auch keine festen Vorgaben für normale Klausuren. Zur Orientierung für die Oberstufe kann man die Abiturtabelle verwenden und für die Mittelstufe die der früheren zentralen Klassenarbeiten. Grundsätzlich ist aber jeder frei in seiner Entscheidung.

    An die, die nichts drucken: Wie macht Ihr das mit Kochrezepten? Legt Ihr Euer Tablet in die Küche und tappst mit schmierigen Fingern darauf herum?

    Ich nutze tatsächlich ab und an mein Handy dafür. In der Küche steht ja immer Wasser zum Hände waschen zur Verfügung. Allerdings habe ich viele Rezepte auch handschriftlich auf Karteikarten.

    Inwiefern stehen denn Kopiercodes dem Datenschutz entgegen? Mit diesem Schlagwort scheint mein so einiges als "unmöglich" bezeichnen zu können, was in Wahrheit keinerlei Problem darstellt.

    Ganz genau weiß ich das auch nicht, ich war nicht derjenige, der sich da beschwert hatte. Es war aber beispielsweise auch möglich den Namen der letzten kopierten Datei auszulesen und damit konnte man wissen, wer welche Datei gedruckt bzw. kopiert hatte. Und es muss eigentlich auch niemand wissen, wer seinen Unterricht nach Schulbuch hält und wer mit Hilfe vieler Arbeitsblätter unterrichtet. Keine Ahnung, was schlußendlich dazu geführt hat, dass es die Codes nicht mehr gibt.

    In Firmen gibt es die Codes teilweise wegen des Datenschutz, denn dann kann man den Druckauftrag von jedem Rechner an jeden Kopierer/Drucker schicken, muss aber vor Ort seinen Code eingeben, damit der Druck startet. Es können ja auch mal sensible Daten gedruckt werden und die sollen nicht unbeaufsichtigt im Drucker liegen. Klingt auch plausibel.

    Wenn es nur dazu dienen würde, die Kontingente zu erheben und ggf. "gegenzusteuern", falls ein/e KollegIn es übertreibt, oder zu verhindern, dass Unbefugte die Geräte benutzen (das kam an meiner alten Schule tatsächlich vor), dann wäre das für mich OK. Da würde aber auch eine individuelle PIN am Gerät völlig ausreichen.


    Bei uns gab es eine zeitlang Kopiercodes (ohne Kontingent). Die wurden wegen Datenschutz aber wieder abgeschafft.

    Das war schon mal Thema bei der Lehrerkonferenz. Theoretisch gibt es seitdem eine extra Kopierkarte nur für die beiden Fächer, die Farbkopien brauchen, die man bei der Schulleitung abholen konnte. Bedingung war aber, dass die Schulleitung dann kontrolliert, welche Farbkopien tatsächlich nötig sind und nur diese dann mit der Kopierkarte kopiert werden können.

    D.h. ich hatte dann Diskussionen, ob ich dann Materialien nicht anders arrangieren, kleiner machen oder ähnliches hätte können, und ob wirklich alle Materialien nötig seien. Plus: ich hatte dann z.B. Seite 1, 6 und 8 in Farbe, die anderen in S/W. 25 Sätze aus zwei Kopierern neu zu sortieren, kostete mich definitiv mehr Arbeitszeit und Nerven als das Geld, was ich jetzt ins Zuhause Drucken investiere. Ich war auch die einzige Kollegin, die das überhaupt ein paar Mal gemacht hat, die Handvoll an älteren Kolleg*innen waren alle schlau genug, um es gleich zu lassen.

    Es fällt also rein faktisch betrachtet auch ins Thema Bequemlichkeit, weil ich ja die Möglichkeit hätte, die Kopien in der Schule zu machen.

    Übrigens ist das an allen mir bekannten Schulen in unserer Stadt so Usus mit dem Kopierkontingent, ich glaube das war eine generelle Sparmaßnahme.

    Wieso sortierst du das? Verteil die sw-Kopien und gib die Farbseiten durch, so dass sich jeder ein Exemplar nehmen und selbst an richtiger Stelle einfügen kann.

    Ich würde nie im Leben zu Hause schulische Schwarz-Weiß-Kopien zu machen, geschweige irgendwelche Kopien.

    Ich habe sogar erst seit wenigen Jahren einen Drucker, der auch ausschließlich privat genutzt wird. Insofern gilt meine Aussage von oben auch für sw-Kopien.

    Ich habe Verständnis für Kollegen, die ihren Drucker freiwillig ab und zu auch für dienstliche Belange nutzen, weil es ihnen besser passt. Aber nicht für Kollegen, die es tun, weil die Ausrüstung in der Schule nicht ausreichend ist. Da würde ich einfach nur nutzen, was zur Verfügung steht. Sonst ändert sich nie etwas.

    Ich wünschte, dem wäre so.

    Wir haben Kopierkarten mit einem Kontingent. Ich unterrichte ein Fach in der Oberstufe, in dem Farbkopien nötig sind als Klausuren. Wenn ich einen Klassensatz für einen Oberstufenkurs kopiert habe, ist mein Kontingent fürs Halbjahr leer. Ich hab aber mehrere Oberstufenkurse und mehrere Klassenarbeiten pro Halbjahr. Das Kontingent aufzuladen kostet jedes Mal Geld, das ich privat zahlen muss ohne es auch nur von der Steuer absetzen zu können.

    Also habe ich schon seit Jahren einen günstigen Farblaserdrucker und drucke die Klausuren daheim aus. Das ist günstiger als in der Schule zu kopieren und ich kann es wenigstens absetzen.

    Ehrlich gesagt, kann ich das überhaupt nicht verstehen. Wenn jemand freiwillig zu Hause druckt, damit er früher heimgehen kann, dann okay.

    Aber ich würde nie im Leben zu Hause schulische Farbkopien machen, weil ich in der Schule mit meinem privatem Geld dafür zahlen müsste. Da bekämen meine Schüler schlechter erkennbare Graustufenkopien und die farbige Version an die Tafel projiziert. Außerdem würde ich das Vorgehen gegenüber der Schulleitung ansprechen, sie kann das dann absegnen oder dir die gewünschten zusätzlichen Farbkopien zusprechen. Die Schüler kannst du dann an die Schulleitung verweisen, wenn diese sich für die erste Variante entscheidet und den Schülern die farbige Projektion nicht genügt bzw. sich Fehler deswegen häufen.

    Guter Anlass für neue Tafeln :pirat:

    Aber wenn es schon elektronische Whiteboards sein sollen, dann bitte in der gleichen Größe wie die Tafeln. Ich hatte gerade heute wieder das Vergnügen mit einem elektronischen Whiteboard unterrichten zu müssen. Obwohl es das größte Whiteboard der Schule im kleinsten Unterrichtsraum war, konnten die Schüler in der letzten Reihe nichts lesen. Alles viel zu klein. :daumenrunter:

    Wieso? Du kannst doch sowohl auf einem analogen Whiteboard wie auch auf einem elektronischen Whiteboard („Smartboard“) wie früher auf der Tafel auch einfach groß genug schreiben. Du musst höchstens öfter „die Tafel wischen“. Muss man bei unserer Minibeistelltafel im Computerraum aber auch, wenn man doch mal etwas anschreibt.

    Und wenn du das elektronische Whiteboard als Projektionsfläche nutzt, auch im Vorfeld eine entsprechende Schriftgröße wählen. Musste man bei gedruckten Folien für den OHP doch auch anpassen. Den OHP konnte man natürlich vor und zurück schieben, aber dafür kann man bei digitalen Präsentationen hineinzoomen.

    Wenn in pi jede beliebige Zahlenfolgen enthalten ist, ist dann auch die Eulersche Zahl e darin enthalten? Finde ich viel interessanter, als die Frage, ob pi selbst enthalten ist. Denn das ist mindestens einmal, bei Beginn am Anfang, der Fall.

    Und wie ist das umgekehrt? Ist (mit dem gleichen Argument auch) die Zahlenfolge von pi in der von e enthalten?

    Ich wette auf ein Erscheinen von Susannea und ein Wiederaufkochen der kompletten Diskussion über frei vs. unterrichtsfrei in drei... zwei... eins...

    Das wäre ein Traum, wenn man überall in der BRD als Teilzeitlehrer, egal ob angestellt oder verbeamtet, aushandeln könnte, welche Zeiträume tatsächlich frei sind. Vormittag wäre 8-12 und Nachmittag 13-16 oder 14-17 Uhr.

    Der eine hätte dann mit 60%-Teilzeit 2 Tage frei und 3 Tage stünde er für Unterricht, Vorbereitung, Sportfest, Konferenznachmittag,… zur Verfügung.

    Jemand mit 50% Teilzeit könnte 4 Vormittage und einen Konferenznachmittag arbeiten und hätte zu allen anderen Zeiten frei.

    Jemand mit 80% Teilzeit hätte einen Tag sicher frei oder zwei Nachmittage (z.B. um die Kinder oder zu pflegende Eltern am Nachmittag zu betreuen).

    Und im Optimalfall darf man im Homeoffice noch selbst bestimmen, wie man Arbeitszeit und Freizeit unter Berücksichtigung der gesetzlichen Ruhezeiten vertauscht.

    Ich finde es gut, dass es bei Susannea so verlässlich geregelt ist.

    Hallo plattyplus,

    Wohnwagen mieten und auf einen Zeltplatz gehen oder ein Mobilehome auf einem Zeltplatz ist nicht billig, aber man kann auf vielen Zeltplätzen noch immer Zelten. Dann wird es selbst mit Zeltkauf billiger als andere Unterkünfte.

    Allerdings hatten wir mal Zeltnachbarn, die sich alles (Zelt, Campingtisch und -stühle, relativ große Kochgelegenheit,…) für das erste Zelten mit ihren kleinen Kindern angeschafft hatten, und dann den Eindruck machten, als würden sie nie wieder zelten wollen. Dann ist es herausgeworfenes Geld. Man sollte sich das also schon gut überlegen. Wenn einem das Zelten Spaß macht, dann kann man damit im Urlaub doch günstig unterwegs sein.

    Wobei diesen iPad-Klassen ja vermutlich von der Gesamtlehrerkonferenz beschlossen wurden. Und an deren Beschlüsse hat man sich zu halten. Da kann man schon erwarten, dass das AB selbst gescannt und per Airdrop geteilt wird. Das ist ja aber noch keine echte Nutzung des iPads.

    Zur echten Umstellung seines Unterrichts kann man vermutlich eher nicht gezwungen werden. Wenn die Fachschaft in der Fachkonferenz aber ein Konzept beschließt, nach dem die und die Einheit in Zukunft in der iPad-Klasse mit der und der App unterrichtet werden soll, sollte man sich dem Konzept nicht unbedingt aus Prinzip verschließen. Möglich wäre es aber trotzdem, oder? (Wir beschließen meistens nur Empfehlungen, weil uns Fachkollegen unsere Freiheit im Unterricht auch viel Wert ist.)

    Ich habe aber in meinen Fächern auch noch fast nie erlebt, dass jemand eine Stufe unterrichten musste, die er so gar nicht wollte. Wer keine iPad-Klasse unterrichten möchte, müsste es in meinen Fächern vermutlich auch nicht.

    Die Schüler kennen durch Alltags-/Allgemeinwissen wahrscheinlich die Gleichung a^2+b^2=c^2.

    Ich denke nicht, dass diese Formel in diesem Alter Allgemeinwissen ist.

    (Fast) jeder, der den Satz des Pythagoras in der Schule hatte, kann diesen Teil des Satzes später noch nennen, aber vorher?

    Ich denke, da bist du sehr sehr optimistisch.

    Ich denke, du solltest eine anderen Ansatz finden. Vielleicht eine Wette zwischen Papa Schlumpf und anderen Schlümpfen. Die könnt ihr dann erst durch legen beweisen und dann algebraisch, denn legen kann täuschen. Dazu kannst du dann noch irgendwann (Vertretungsstunde) das Rätsel mit dem Dreieck machen.

    Ich kenne es aus der Grundschule auch nur so, dass der Füller in Mathematik deutlich später von den Fachkollegen zugelassen wird, als er im Deutschunterricht eingefordert wird.

    Ein ordentlicher Füller schmiert nicht von sich aus. Er läuft auch nicht ständig aus. Aber viele Kinder machen in Mathematik bei Hausaufgaben oder Übungsaufgaben viele Rechenfehler. Oft mehrmals hintereinander bei der gleichen Rechnung, so dass dann durch die Korrektur eine Riesenschmiererei entsteht. Radieren geht da ordentlicher.

    An der Nachbarsgrundschule schreiben in der dritten Klasse schreiben bis auf einzelne Schüler alle im Mathematikunterricht mit Bleistift und in Deutsch mit Füller. In der vierten Klasse schreiben dann in Mathematik mehr Kinder mit Füller. Ob alle, weiß ich nicht, aber bei uns kommen in der fünften Klasse viele Kinder an, die in Mathematik immer mit Bleistift geschrieben haben. (Anderes Einzugsgebiet.)

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