Beiträge von magister999

    Ich bin kein Kenner, aber eine Flasche Jameson und gelegentlich auch Glenmorangie habe ich im Schrank.


    Beim Lesen der bisherigen 32 Beiträge musste ich unwillkürlich an meine Studenten- Sponti- und (brave!) 68er-Zeit denken: Damals galt der Spruch "Arbeit ist der Untergang der trinkenden Klasse!"


    Zum Wohl!

    Hallo hellopanda,


    bei diesen speziellen Fragen empfehle ich dir den Weg, bei dem du die die korrekten Auskünfte bekommst:


    Ruf ein Mitglied des Bezirkspersonalrats an und schildere ihm/ihr deine Situation. Der BPR kommt regelmäßig im RP zusammen und hat Zugang zu allen Referenten. Das BPR-Mitglied, das du beauftragt hast, bespricht dein Anliegen mit den zuständigen Referenten und gibt dir danach präzise Auskunft.


    Die Namen und die Kontaktdaten deines BPRs findest du auf der Homepage deines Regierungspräsidiums. Wenn ich dein RP wüsste, hätte ich dir auch gleich den Link angegeben. Du findest den Link auch selbst bei google: einfach bpr stuttgart oder bpr karlsruhe oder usw. eintippen...


    Alles Gute für dich, W.

    Hallo teacherBW,


    vermutlich interessierst du dich für eine der ausgeschriebenen 284 Stellen:


    https://lobw.kultus-bw.de/lobw/Stellen/Suche/Bgy


    Falls der Schulleiter deiner Wunschschule tatsächlich ein besonderes Interesse an deiner Bewerbung hat, hat er dies bei der Stellenbeschreibung vermutlich berücksichtigt. Es kommt gelegentlich vor, dass eine Stelle exakt auf eine Person hin zugeschnitten wird (falls der ÖPR dem zustimmt). Ein Beispiel in der jetzigen Beförderungsrunde dafür ist die Stelle am Gymnasium Blaubeuren.


    Da die Bewerbungsfrist am 31.01. endet, nehme ich an, dass du den Versetzungswunsch schon vor langer Zeit mit der Wunschschule besprochen hast.


    Den Rat, den Seph gegeben hat, ausführlich mit deinem jetzigen Schulleiter zu sprechen, kann ich nur unterstreichen. Den Wunsch nach einem Perspektivgespräch wird er dir kaum versagen können.


    Wenn dein Schulleiter bereit sein sollte, dich ziehen zu lassen, dann weiß er womöglich auch, dass er dich mindestens mit 1,5 beurteilen muss. Ganz wichtig ist auch, dass der Beurteilungstext sich auch mit den Kreuzchen bei der Befähigungsbeurteilung deckt. Bei einer 1,5-Beurteilung müssen erfahrungsgemäß etwa je die Hälfte der Kreuzchen in den Spalten C und D sein. Mit überwiegend A- und B-Kreuzchen hast du keine Chance.


    Ich weiß von Freunden aus dem BPR, dass bei der Beförderungsentscheidung im RP die Zahl der D-Kreuzchen den Ausschlag gibt, falls man zwischen mehreren Bewerbern entscheiden muss. (Das weiß zum Beispiel nicht jeder Schulleiter!)


    Mach dir keine Sorgen, dass du wegen des Wechselwunschs schlechter als sonst beurteilt wirst. Dein Schulleiter müsste ausführlich darlegen, warum er deine Leistungen schwächer wertet als bisher.

    Modal Notes hat alles auf den Punkt gebracht.


    Nur eine kleine Anmerkung, die für Mrs Pace und den ÖPR wichtig ist: Die Verteilung der SL-Stunden ist keine Angelegenheit für den ÖPR. Es gibt hier keine Mitbestimmung.


    Allenfalls bei der Verteilung der Poolstunden für besondere Aufgaben kann der ÖPR Vorschläge machen oder Anregungen geben. Der Schulleiter ist an diese jedoch nicht gebunden, er vergibt diese Stunden im "pflichtgemäßen Ermessen".

    Lieber mariomustermann,


    da wir wissen, in welcher Stadt du wohnst, empfehle ich dir mal ein Informationsgespräch bei der Bank in der Herrenstraße 2-10. (Da man hier keine Werbung machen darf, sage ich den Namen der Bank nicht.)


    Was sie dir zum Thema Hausratversicherung sagen werden, lässt dich sicherlich staunen. (Keine jährlichen Prämien, sondern alle paar Jahre mal eine Umlage!)


    Falls du irgendwo eine Bankverbindung hast, die dich Geld kostet, sprich einfach mal das Thema Kontoführungsgebühren an. Auch hier wirst du staunen. (Null)

    Ich habe eine Termin beim Personalrat und hole mir dort erstmal die Infos.

    Ich hoffe, dass du mit "Personalrat" den Bezirkspersonalrat meinst; der muss im RP den STEWI zustimmen. Dein örtlicher Personalrat hat in diesem Verfahren überhaupt keine Funktion.


    Noch eine Anmerkung: Jede Deputatskürzung hat Auswirkungen auf dein künftiges Ruhegehalt. Den vollen Satz erreicht man nur dann, wenn man immer mit Volldeputat gearbeitet hat.

    Lieber Kollege Karko,


    mein Rat geht dahin, dass Du Dich direkt und unverzüglich mit dem/der zuständigen Fachmann/Fachfrau in dem gewünschten Regierungspräsidium ins Benehmen setzt.


    Wo willst Du hin? In Baden-Württemberg gibt es vier Regierungspräsidien: Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg, Tübingen. Alle sind im Internet zu finden.


    Die Lehrerversetzungen (auch bundesländerübergreifende) werden in jedem RP im Referat 73 bearbeitet. Ruf dort an, Telefonnummern stehen auf der Homepage, schildere Deinen Fall.


    Und warte nicht zu lange. Der Stichtag für die STEWI (= stellenwirksame Änderungen) ist der erste Arbeitstag nach den Weihnachtsferien!


    Alles Gute für Dich!

    Genauso ist es ... es gibt mehrere Fotos und Facebook Beiträge, die das einwandfrei bestätigen das sie in Italien und Belgien war!

    Vielleicht sind meine Ansprüche an sprachliche Richtigkeit (Ausdruck, Rechtschreibung, Zeichensetzung) altmodisch, aber wenn ich im Beitrag von Luckie31 vier Fehler finde, habe ich doch erhebliche Zweifel, dass sie eine Grundschullehrerin ist.

    TMFKAW ist mir zuvorgekommen. Ich empfehle Waldmeister einen Crashkurs im Schulrecht, um die Begrifflichkeiten eindeutig zu fassen.
    Bei einer Dienstbesprechung wird grundsätzlich kein Thema "bearbeitet"; die Bearbeitung, d.h. Diskussion und Beschlussfassung zu einem Thema ist Gegenstand einer Konferenz.


    Ich nehme ab, dass in Niedersachsen vergleichbare Vorschriften gelten wie in Baden-Württemberg. Hier steht in der Konferenzordnung des KM bereits in § 1, Absatz 3, dass die Regelungen der Konferenzordnung für Dienstbesprechungen NICHT gelten.


    Mein Vor-Schreiber hat schon ein paar gute Beispiele für ein Dienstbesprechung genannt, deshalb von mit nur noch ein weiteres. Thema kann also nicht sein "Wie wollen wir zukünftig die Pausenaufsichten regeln?" sondern allenfalls "Probleme bei der Pausenaufsicht (aus gegebenem Anlass) und Bekräftigung der diesbezüglichen Regelungen".

    Fossi 74 schreibt:


    "... bei reinen Beamtenvereinen wie dem Philologenverband bist Du als Angestellter sowas wie der Dreck unterm Fingernagel."


    Diese Aussage ist zwar meinungsstark, aber ahnungslos; auf gut schwäbisch auch: "saudomms Gschwätz"


    Beim Philologenverband Baden-Württemberg gibt es ein sehr aktives Arbeitnehmer-Referat; die Mitglieder sind in den Bezirkspersonalräten und auch im Hauptpersonalrat vertreten

    Nehmen wir Kollegin XY aus Bayern. Sie ist verheiratet, 2 Kinder und Anfang 50, also mittlerweile in Gehaltsendstufe. Da sie für zwei Kinder Kindergeld bekommt, hat sie einen Beihilfeanspruch von 70 Prozent, bekommt Familienzuschlag und Ehezuschlag. Zudem Weihnachtsgeld. Da kommen nach Abzug PKV ca. 44000 netto im Jahr in Steuerklasse 1 raus. Um das gleiche in der freien Wirtschaft zu verdienen, müsste ein Jahresgehalt von über 76000 Euro her.

    Ein kleiner sachlicher Fehler ist in diesem Beispiel enthalten: Die Kollegin XY ist verheiratet. Demzufolge kann sie nur in Steuerklasse 3 (falls ihr Ehemann deutlich weniger verdient als sie), in Steuerklasse 4 (falls beide Gehälter etwa gleich sind) oder in Steuerklasse 5 (falls sie das kleinere Gehalt bezieht) sein. Die Steuerklasse 1 ist Alleinstehenden vorbehalten. (Allerdings ist bei 1 und 4 das Ergebnis ziemlich dasselbe.)


    Zum Thema "Ungerechtigkeit in der Lehrerbezahlung" noch eine Anmerkung:


    Früher, als die Hochschullandschaft noch nicht durch- bzw. totreformiert war, galt folgendes: Im öffentlichen Dienst werden Absolventen der Fachhochschulen (das waren z. B. Ingenieurschulen, Pädagogische Hochschulen usw.) im sogenannten gehobenen Dienst eingruppiert, die Absolventen der Universitäten dagegen im sogenannten höheren Dienst. Damals galt auch, dass ein FH-Studium in der Regel 6 Semester dauert, ein Universitätsstudium dagegen mindestens 8 Semester.


    Die Besoldungsstufen im gehobenen Dienst sind A9 bis A12, dazu gibt es Das "Spitzenamt" A13 .
    Die Besoldungsstufen im höheren Dienst sind A13Z bis A16.


    Früher war es auch so, dass nur der höhere Dienst das Referendariat kannte. Wenigstens in Baden-Württemberg war es so, dass die Junglehrer berufsbegleitend einmal wöchentlich Seminarveranstaltungen hatten. Irgendwann meldeten sie sich dann zur zweiten Dienstprüfung an.


    Heute ist es noch immer so, dass Beamte des gehobenen Dienstes (Inspektoren in der öffentlichen Verwaltung, in der Finanzverwaltung usw.) in A9 ihren Dienst beginnen; eine Ausnahme gibt es: technische Beamte (in Bauämter, bei den Vermessungsämtern usw.) starten in A10.


    Es war das historische Verdienst der GEW, für ihre Klientel nach und nach die Einstufung nach A11 (Hauptlehrer GHS) erreicht zu haben, einschließlich der Beförderungsstufe A12 (Oberlehrer GHS) . Irgendwann kam dann A12 als Eingangsstufe - und auch als Endstufe. Jetzt fiel den Kollegen auf, dass sie zwar die höchstmögliche Stufe des gehobenen Dienstes erreicht hatten, aber keine Beförderungsmöglichkeiten mehr in Aussicht hatten.


    Und heute ist fast alles anders: In vielen Bundesländern gibt es keine Pädagogischen Hochschulen mehr, das heißt, dass alle Lehramtsstudenten die Universität besuchen. Die Ausbildung ist wissenschaftlicher (?) geworden, dauert länger, häufig auch schon 8 Semester, wie früher schon an der Uni.


    Und jetzt kommt die Ungerechtigkeit (ob gefühlt oder objektiv, sei dahingestellt) ins Spiel: Wenn alle Lehrer die "gleiche" Ausbildung haben, müssten sie auch gleich bezahlt werden. Manche Länder haben bereits den Einstieg gemacht, andere zögern. Da die Bezahlung der Lehrer in allen Bundesländern der größte Einzelposten im Haushalt darstellt, kann man sich ausmalen, welche Anstrengungen nötig sind, um die Ungleichheiten der Lehrerbesoldung zu beenden.

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