Beiträge von chilipaprika

    Tja… die des Dienstherren sind unergründlich..

    Schon alleine wegen Ministerium, BR, PR und Beteiligung und so kannst du bei normalem Verfahren 3 Monate zwischen Vorstellungsgespräch und Start planen ;)

    Aktuell also: Januar? Aber die Schule hat ja auch zu berücksichtigende Interessen, also eher: Halbjahr?

    ich glaube, deswegen lohnt sich das für viele Frauen (ja, Frauen in der Regel) nicht mehr, die Stunden wesentlich zu erhöhen, wenn sie zum Beispiel 15 Jahre hälftig gearbeitet haben (typischerweise: 2 Kinder, niedrige Teilzeit bis zum Übergang in die weiterführende Schule des jüngsten Kindes)

    Ich wohne in der Grenzregion NRW/ Niedersachsen. Wenn ich meinen Vorbereitungsdienst in Niedersachsen machen würde gibt es die Möglichkeit den in NRW fortzusetzen? ( in NRW ist Kunst als Großfach anerkannt und von daher sehr Interessant für mich. :)

    (Markierung durch mich)

    FORTSETZEN ist nicht ein Wechsel nach dem Ref. Willst du in der Mitte des Vorbereitungsdienstes wechseln? Warum?
    Ein Wechsel im Ref ist nahezu ausgeschlossen (es gibt Ausnahmen, die sollte man nicht planen).

    Wenn es in NDS kein Großfach gibt und du also dort in zwei Fächern ausgebildet wirst, dann hast du kein Großfach mehr in NRW.
    Wenn du in NRW im Großfach ausgebildet wirst und es gibt das nicht in NDS, dann kannst du nicht wechseln, weil dir ein Fach fehlt.

    oder er hat in einem Bundesland studiert, wo es "Lehramt an Gymnasien" heißt. Aber Karl-Dieter ist da gerne auf Gymnasiallehrer*innen aus Prinzip eingeschossen und vermutlich - typisch Lehrer (sorry, aber wenn du gerne mit deinen Stereotypen arbeitest, ich auch) - nie aus seinem NRW-Umkreis weg und kennt also keine anderen Wege, Lehrkraft an ein Gymnasium oder eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe zu werden.
    Ob du das auch den HRSGe-Studis sagst, die bewusst lieber an eine Hauptschule wollen? Oder denjenigen, die bewusst nur an eine Gesamtschule wollen? (obwohl sie auch ein Lehramt für Gym oder für Realschule studieren?)

    Ist es eine Stelle zu Februar oder zu August? Das macht einen Unterschied (siehe deinen anderen Beitrag).
    Ich habe meine SL bei der Befreiung für das Vorstellungsgespräch informiert.
    Zur Bewerber*innenzahl: Es ist manchmal selbst für die Ausschreibenden nicht vorhersehbar und aus meiner Erfahrung ist es fast egal. Es können aus 15 Bewerbungen nur 3 "halb passend" sein, es können aus 5 aber auch 3 ziemlich cool sein.

    Ich bin so realistisch, zu sagen, dass das bei Französisch oft noch schlechter aussieht. Wenn es beim Treffen auf ehemalige Schüler für 2-3 Sätze oberflächliches Geplenkel reicht, bin ich schon zufrieden. Ich nehme an, bei dir ist es ähnlich, oder chilipaprika ?

    Kein ehemaliger Schüler spricht mit mir auf Französisch ;)
    Selbst die (wenigen) ehemaligen sehr guten.
    Wahrscheinlich bin ich dafür eine zu schlechte, nicht konsequent einsprachig unterrichtende Lehrerin.

    Ich habe eine einzige Schülerin, die in den letzten 10 Jahren ins Französischstudium gestartet ist. Ich hatte sie ein bisschen gestalkt, aber sie hat mich eh just letzte Woche auf LinkedIn hinzugefügt: Sie hat Italienisch als Drittfach genommen und nach drei Auslandsaufenthalten in Italien (und einem in Frankreich), hat sie zwei Master gerade abgeschlossen und unterrichtet seit einem Jahr als Deutschlehrerin in Italien.
    Ich bin ja die Letzte, die es einem übel nimmt, wenn es einen ins Ausland verschlägt... ;)

    8 Schuljahre = 3. bis 10. Klasse = mittlerer Schulabschluss

    wenn du als Fremdsprachenlehrer selbst daran glaubst, dass die Grundschuljahr als LERNJAHRE zählen, ist dir aber auch wenig zu helfen.
    Klar machen viele (sorry, nicht alle, aber die meisten davon können auch nichts dafür) Grundschulenglischlehrkräfte einen ganz tollen Job, es ist aber kein vollständiger Englischunterricht. Kein Diplom-Mathematiker sagt "nach 18 Jahren höhere Mathematik" und zählt die 13 Schuljahre vorm Diplom dazu.
    Es ist eine Initiation, eine gute Einführung, um mit Klängen und Satzstrukturen spielerisch und altersgerecht in Kontakt zu treten.
    Genau wie die Motorikübungen in der Kita vorm Schreiberwerb, usw..

    Wenn es dir hilft: Bei mir einmal zwei Wochen, einmal fast ein halbes Jahr ;). Ich denke, ersteres ist näher an der Regel, aber für dich lässt sich wohl nichts ableiten.

    Wenn bei Besetzung der Stelle "schnellstmöglich" steht, schadet das aber sicher nicht ;).

    ähnliche Erfahrungen. Einmal relativ schnell, aber durch den Ausbruch von Corona verschob sich alles wieder immer um eine Woche und einmal fast ein halbes Jahr, da hatte ich die Stelle längst abgeschrieben und sie waren quasi selbst überrascht, dass ich zwar noch großes Interesse hatte, aber woanders im Wort stand und deswegen nicht zum Gespräch ging.
    (hahaha, großer Fehler, nie wieder machen)

    Aber das ist doch ganz normal. Welcher Deutsche kann denn grammatische Phänomene wie die Merkmale starker Verben einfach so erklären, wenn er nicht ausdrücklich in Grammatik geschult wurde? Und das dürfte sogar etwas sein, dass ja im muttersprachlichen Deutschunterricht überhaupt nicht vorkommt. Sowas gehört in den Fremdspracherwerbsunterricht, weil man es da wirklich braucht (behaupte zumindest ich als jemand, der viel von Grammatikunterricht im Fremdsprachenerwerb hält).

    Ich bin doch linguistisch und fremdsprachendidaktisch vorgebildet, ich frage doch nicht "sag mal Ayse, wie ist denn die Vokalharmonie im Türkischen und kannst du mir noch den Akkusativ erklären?" sondern "Gibt es einen Unterschied zwischen teşekkürler und teşekkür ederim?" oder Sätze aufschreiben und nachfragen, ob es stimmt (NICHT die Begründung, sondern nur korrigieren), und waren schon einige nicht mehr in der Lage.
    Eine ehemalige Schülerin hat mir dann ein paar Mal "Nachhilfe" gegeben, ihre Eltern haben darauf bestanden, dass sie Türkisch lesen kann und Bücher auf Türkisch liest. Ich glaube, dadurch hatte sie schon eine gefestigtere Sprachstruktur.

    Also sorry, das ist doch jetzt Quatsch. Ich hatte in den 90ern im Wahlpflichtbereich schon Spanisch als 3. Fremdsprache. In der Schweiz ist es seit 1995 wählbares Schwerpunktfach.

    Das meine ich doch mit "relativ" (in Einführungszeichen.
    Die ach so wichtige deutsch-französische Freundschaft ist viel älter und mit "Neu" ist auch im Bezug auf die 2. Fremdsprache (die es immer noch nicht in jedem Bundesland gibt) gemeint.

    Spanisch ist aber noch "relativ" neu auf dem Schulmarkt und womöglich schützt BaWü damit seinen "Französischmarkt"? Dafür gibt es ja auch dritte Fremdsprachen.
    Ich könnte sagen, die Franzosen können kein Englisch, da muss man Französisch lernen, es ist aber mit Hispanophonen aus meiner Erfahrung klischeehaft ähnlich.
    Dass Russisch und Chinesisch eh nur "Nischenangebote" sind, ist vermutlich in den "westlichen" Bundesländern klar.

    Das Sprachangebot ist wirklich immer nur "Lobbysache". Das sieht man an Spanisch, aber auch an Türkisch.

    qchn Ernsthafte - wenn auch ketzerisch unterbetonte - Frage: Siehst du in den Standards WIRKLICH einen Unterschied zu anderen Fremdsprachen?
    Ich sehe Noten auf Zeugnissen und lese / höre Sachen und irgendwie kommt es mir in den von mir gesprochenen Sprachen nicht in den Sinn.

    (Lustigerweise habe ich gerade spontane Tests / Kurzaufsätze meiner Oberstufenschüler*innen korrigiert und bei einem Schüler auf der Rückseite war eine Italienisch-Übung.
    Puh.
    25 Jahre nach meiner letzten Unterrichtsstunde (und nur zwei Jahren Unterricht, also genau so viel wie besagter Schüler, allerdings mit deutlich weniger Stunden) konnte ich einiges sehen, was mir den Augen weh tat. Und ich lege meine Hand ins Feuer, dass er mindestens ausreichend auf dem Zeugnis hat.

    Da man in EZ auch unterhälftig arbeiten kann, ist man hier flexibler.

    Ach stimmt, nicht jeder Beitrag zu "EZ zur Einschulung" ist "komplett zuhause bleiben".
    (Aber ich habe aus den letzten 7 Jahren mindestens (Moment, Finger abzählen) 5 Kolleginnen (auch andere Schulen) nennen, die KOMPLETT raus waren. Also ich WEIß, dass sie daneben nicht gearbeitet haben, zumindest nicht in einer Schule. und 1 Bekannte in einem Bürojob hat von fast VZ auf hälftige TZ für das Jahr reduziert. Aber mir war es eben bei Lehrkräften aufgefallen)

    Es ist jetzt leicht OT, aber darf ich fragen, was viele Eltern (ja, ich habe schon viele solche Fälle beobachtet) dazu bewegt, das 1. Schuljahr des Kindes / die Einschulung als Elternzeit (und auch oft wohl unbezahlt, oder? Kann es überhaupt noch ein Rest einer bezahlten Elternzeit sein?) zu nehmen?
    Als Nicht-Mutter - die auch darüber hinaus woanders sozialisiert wurde - überrascht es mich total, zumal es vorher KiGa-Kinder gewesen sind.

    So what? Wir haben in allen Spanisch- und Italienisch-Klassen Muttersprachler*innen sitzen, die nicht selten über eine 4.5 nicht rauskommen weil sie, wie chilipaprika bereits schrieb, ausser ein bisschen umgangssprachlich plaudern nicht viel können. Schau dir doch an, wie viele Deutsch-Muttersprachler von deutscher Grammatik überhaupt keine Ahnung haben.

    Ist in unserer spät startenden romanischen Sprache genauso.
    Da hatte eine - mittlerweile leider ehemalige - Kollegin echt viel zu kämpfen, bis das eine oder andere "muttersprachliche" Kind akzeptiert, dass das tradierte Dorf-Gesprochene der Großeltern, die als Gastarbeiter*innen ohne Schulabschluss nach Deutschland kamen, NICHT das ist, was man in der Klausur schreiben darf. Weder phonetisch noch grammatikalisch.

    Ich hatte den Fall übrigens auch in Französisch (aber seltsamerweise sind die seltenen Französischsprachige, die sich in der Gegend verlieren "bildungsbewusster"). Die Schülerin kam von der Realschule, mit durchgehender 1 dort (hahaha) (ich habe die Zeugnisse als Nachweis gesehen, ich konnte es nicht glauben), auch am Koopgymnasium bekam sie im ersten Oberstufenjahr ihre 1minus.
    Sie schrieb Sätze wie "la fam ne veux pas fair ca, je trouve elle a raisont, ces feminist".
    Mündlich war es okay, halt sehr umgangssprachlich und ohne jedweden Versuch, den eingeführten Wortschatz zu nutzen.
    Und dann sagte sie mir, es sei Belgisch.
    Sie rutschte bei mir auf eine 5minus schriftlich (weil sie auch die hellste in der Analyse war), mündlich war sie auf einer 3 und sie VERSTAND es nicht. Die Mutter angeblich auch nicht. Bis sie zugab, dass sie sich schon gewundert hat, dass die Tochter immer mit einer 1 durchkam und es jetzt an mir scheitern sollte.

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