und diese streng nach religiösem Wort lebenden Menschen gibt es auch im Christentum (der Thread geht hier so schnell, ich habe die Beiträge dazu gelesen, wollte aber die 5 noch kommenden Seiten lesen):
Wir haben bei mir an der Schule und in der Umgebung viele Kinder, die im Musikunterricht nicht tanzen dürfen, keine Filme schauen dürfen, zuhause stundenlang die Bibel lesen und eine Kleiderordnung aus dem Vor-Vorjahrhundert pflegen.
Solange es den Schulablauf nicht beeinträchtigt, stört es (mich) nicht. Nur: Filmische Inszenierung ist auch ein Teil des Deutschunterrichts. Sexualunterricht ist ein Teil des Biounterrichts. Schwimmen ist im Sport auch relevant. und Tagesausflüge oder Klassenfahrten auch. Im Film in der Fremdsprache kann es sein, dass sich zwei Jungs küssen, etc...
(und ALLE diese Beispiele sind in den letzten Jahren Fälle, bei denen streng christliche Eltern Probleme gemacht haben. Zum Teil auch streng muslimische Eltern, aber ich wollte eben auf die radikalen Christ*innen eingehen.)
Beiträge von chilipaprika
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An meiner Schule - in NRW - tragen manche Lehrerinnen Kopftuch.
Ja, an meiner - und ich glaube, an allen weiterführenden Schulen der Stadt, außer der bischöflichen Schule - auch.
Ich sprach aber von der Zeit, wo es nicht der Fall war. Da haben sich viele Muslimas gegen den Lehrerjob entschieden oder gegen das Kopftuch (kenne ich). -
was du nämlich verkennst (was übrigens in deinem Fall nachvollziehbar ist, weil du noch nicht im Mikrokosmos Schule arbeitest), dass die meisten "Extrawünsche" des einen zum Nachteil des anderen führen. Wenn du nun also an einem Freitag zu einem bestimmten Zeitpunkt dein Arbeitsleben lang nicht einsatzbereit bist, bedeutet das im Umkehrschluss, dass Nicht-Moschee-Gänger das für dich abfangen müssen und die Wahrscheinlichkeit für sie steigt, an einem Freitag Nachmittag zu unterrichten (oder AG Betreuung etc.)
Genau.
Nachdem ich hier geschrieben habe, dass bei uns freitags nachmittags immer bestimmte Fächer sind, kann es gut sein, dass bei einem guten Stundenplaner eine win-win-Situation entsteht.
Ich habe tatsächlich gar keine Ahnung, was sich mein muslimischer Fachkollege im Hinblick auf den Stundenwünscht, aber sollte es so sein, dass er den Freitag Nachmittag frei haben möchte, dann muss ich oder eine Kollegin den Kurs haben.
Ich habe ganz andere Wünsche und der Freitag ist mir egal (also zumindest ganz unten auf meiner Wunschliste, und wir dürfen nur 2 Wünsche angeben). Wenn ich also durch eine automatische Bereitschaft, den Freitagskurs zu übernehmen, dafür an einem anderen Tag, der mir wichtig ist, für den ich aber keinen "validen" Grund (wie Kinder oder Religion) mehr Chancen auf Erfüllung habe (Karma und weil die Stunden nur einmal verteilt werden, ein langer Freitag zieht hoffentlich nicht nur Lücken im Plan mit sich, sondern einen anderen kurzen Tag), dann ist es win-win für uns beide.
Wenn dein einziger anderer Fachkollege kleine Kinder hat, Teilzeit hat und mit seiner Partnerin organisiert hat, dass er den Freitag frei hat, um sich um Kids und Kita zu kümmern, dann muss der Stundenplaner zwischen "Kids" und "Religion" wählen, oder den Stundenplan komplett umschmeißen (geht in solchen gewachsenen Strukturen nicht immer). Dann ist aus einem win-win ein lose lose geworden.
Der "Mikrokosmos Schule", wie Alterra so schön schreibt, ist arbeitsrechtlich echt speziell. Das kannst du nicht mit dem IGM-Unternehmen vergleichen (da ist mein Mann drin, ich weiß, wovon ich rede).Ich glaub(t)e an Karma, bin also sehr entgegenkommend, das muss man sein, wenn man Wünsche hat. Und oft ändern sich die Wünsche im Leben (also nicht auf deine religiöse Einstellung bezogen!). Kinder werden groß, man wird selbst älter, der Körper ist anders.
Ich hätte vor ein paar Jahren für einmal die Woche nicht zur 1. Stunde quasi getötet, ich wünsche mir mittlerweile die Frühaufsicht. Ich bin trotzdem für die 3. Stunde im Plan dankbar, aber nicht mehr fürs Schlafen, sondern weil ich dann zu Hause von 6 bis 9 am Schreibtisch arbeiten kann.
Zum Wunsch gibt es keine Garantie und vermutlich keinen Anspruch, aber umgänglichen Kolleg*innen ermöglicht man gerne einiges, wenn es nicht dauerhaft zur Last von anderen führt. So meine Erfahrung zumindest. -
OT
Es gibt auch Lehrkräfte, die zwei Mal pro Woche zur Jour Fixe ins Fitness-Center oder zum Verein "müssen", weil es ihnen gut tut oder der eigenen sozialen Teilhabe dient. Dafür wird niemand gleich als Radikal-Sportler gebrandmarkt.
Daran glaube ich zu lesen, dass du nicht viel Sport treibst (aber auch nicht komplett abstinent).
Denn glaub mir, es gibt auch viele Menschen, die einem Radikalismus unterstellen, wenn man auch nur erwähnt, dass man abends ins Fitnessstudio geht und nicht in die Kneipe.
Diese ganzen Unterstellungen sind nunmal auch zum Teil Projektionen. -
Genau das verwirrt mich in dieser Diskussion: der fehlende Pragmatismus. Ich kann verstehen, dass man an seinen Abläufen festhalten möchte, soweit dies möglich ist. Aber dies als absolutes Ausschlusskriterium zu sehen, finde ich widersprüchlich und ich habe hier einfach Zweifel, dass diese Auslegung so gängig und weitverbreitet ist, wie es hier z. T. dargestellt wird.
Das ist doch absolut egal, ob du, ein Christ oder ein weiterer Muslim der Meinung ist, dass es die richtige Auslegung ist. Der TE sieht es für sich so.
Punkt.
Er fordert nichts, sondern fragt, ob er sich auf einen Job einlassen kann, wenn das für ihn ein KO-Kriterium ist.
Jetzt Perspektivenwechsel, 20 Jahre zurück (?) und eine junge Muslima kommt hier und sagt, dass ihre Auslegung des Islams ist, dass sie ein Kopftuch tragen muss, sie möchte aber Lehrerin werden.
Da hilft es auch nicht, wenn wir antworten, dass wir viele Muslimas ohne Kopftuch kennen.
Zu einem bestimmten Zeitpunkt war es in einigen Bundesländern nun mal nicht möglich, Lehrkraft zu werden, wenn man ein Kopftuch getragen hat. (Bitte erzählt mir nicht, dass es noch welche gibt.)
Ich würde auch jeder Muslima, die nach Frankreich will und dort irgendeinen Job im öffentlichen Dienst oder gar Öffentlichkeit ausüben möchte: Vergiss es. Wander lieber woandershin als nach Frankreich. -
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Hängt es nicht von den Fächern ab? (oder habe ich sie übersehen?) (also sowohl die Angebot/Nachfrage-Sache als auch der Stundenplan)
Wir sind jetzt für Jahrzehnte voll, aber die IRU-Lehrer wären sicher in der günstigen Aushandlungsposition.
(Wobei lustigerweise unsere drei IRU-Leute als Zweitfach ein Fach haben, das als Zusatzkurs in der Oberstufe unterrichtet wird, der aus stundenplantechnischen Gründen in Randstunden unterrichtet wird, zum Teil immer freitags 7./8. Stunde.Ob es die KuK in den letzten Tagen betroffen hat, weiß ich nicht, musste aber gerade dran denken.
Freitags nachmittags gibt es bei uns nur die Zusatzkurse, Sport und musische Fächer/AGs. -
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Woher soll ich das wissen?
Ich schrieb doch, dass das nur meine Meinung ist. Bist Du an einem allgemeinbildenden Gymnasium? Welche Themen werden denn da behandelt?
Ok. Wenn ich mir Eure Lehrpläne angucke, dann ändere ich meine Einschätzung. Da steckt schon viel Informatik drin.
hä? Im Fach Informatik steht viel Informatik drin?
Also in NRW haben wir auch das Fach Informatik an den allgemeinbildenen Schulen. Und surprise: die Menschen haben Informatik studiert (gut, zugegeben, in der Praxis die meisten nicht, sondern "nur" einen Zertifikatskurs gemacht, aber in der Theorie ...) -
Das ändert sich zeitlich wohl so sehr, dass dieses Vorgehen in zwei Jahren vielleicht komplett anders wird.
Vergleich der Umgang mit Teilzeit seit dem Lehrermangel.
Ich drücke dir eher die Daumen, gesund zu bleiben und das nicht nie befürchten zu müssen.
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Das mit erhöhten DU-Zahlen, sobald man beim AA ist (also Probleme bei der Wiedereingliederung zum Beispiel) habe ich auch gesichert aus PR-Quelle, der eben davon abriet, zu früh zurückzukommen, da es keinen Freischuss gibt und fast jeder Fehler in die DU führt.
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Ich bin 4,5 Monate raus und habe keine Einladung zum AA.
Abgesehen davon: wie könnte die BR nach Diagnose unterscheiden?
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BV = Beschäftigungsverbot, nicht Berufsverbot.
Und nein, es ist wirklich nicht dasselbe -
Das geht warum genau nicht mit dem Spenden? Weil Hilfsorganisationen das Geld nicht annehmen?
Ich meinte an die Schule / das Land zurückspenden.
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oh mein Gott. Und ich bin manchmal über das Tempo am Gym genervt (und gelangweilt).
Gut, dass ich nicht an der Hauptschule bin.
(und deswegen kann ich wenig zu deiner Reihenplanung und Stunde sagen, weil es wirklich zwei verschiedene Welten sind (und das obwohl mein Gym wirklich schlecht ist) -
Die Kollegin kann aber nichtsfür die Regelung und kann nicht einfach so den Unterschied zum Krankengeld spenden.
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Der Umfang ist die Ableitung der Kreisfläche. Der Oberflächeninhalt ist die Ableitung des Kugelvolumens.
Formeln werden in der SI für Klassenarbeiten auswendig gelernt, danach hat das Land was anderes entschieden (Formelsammlung).
ich habe zu langsam getippt, also noch vor deinem Beitrag.
Da ich nur in der Sek I diese ganzen Formelfächer hatte, kann ich die Entscheidung des Landes nicht beurteilen, aber zumindest meine Mit-SuS mit Mathe, Physik, Chemie in der Oberstufe hatten keine Sammlungen. Auch nicht im LK. -
Da mein Mathe-Unterricht grob da aufgehört hat, wo es anfängt spannend und schwieriger zu werden, kann ich es nicht beurteilen, aber:
Wenn ich einige Sachen nicht auswendig gelernt hätte, hätte ich sie vermutlich nicht im passiven Arbeitsspeicher und kann sie nicht erkennen und also auch nicht danach suchen.
Also grob ganz viele Sachen aus der Geometrie / Trigonometrie, Seitenlängen, Winkelberechnung, usw..
Sind es nicht die Basis für irgendwas später, das ich wissen MUSS, weil ich selbst nicht mal darauf komme?
Auch in Physik (?) (Ich habe es im Technikunterricht gelernt, glaube aber, es war Physik) die ganzen Berechnungen zu Strom und co, P=UI, U=RI (krass, ich habe es nachgeschlagen, wusste es aber noch, und ich habe es vor 30 Jahren gelernt), kommt man auf die Idee, irgendwo nachzuschlagen, wenn man es nicht vorher gelernt hat?
Wie gesagt: ich versuche, offen für die Position zu sein, ich komme aus einem Bereich, wo es anders sein muss. So sehr ich den Ablatus Absolutismus verstanden habe, wenn ich im Vorfeld die Deklination nicht gelernt habe, wird es schwer mit dem Erkennen. Und greifbarer: Ja, der Engländer versteht mich vielleicht, wenn ich Vokabel nicht gelernt habe und kein einziges Verb konjugiere, aber es ist einfacher, wenn er auch versteht, ohne dass ich Pantomime mache und ob es in der Vergangenheit oder Gegenwart ist, da sind die unregelmäßigen Formen lernen nicht schlecht.
Es ist für mich wie der Unterschied aktiv/passiv. Ich kann passiv echt viel in Italienisch oder Spanisch. Meine Kommunikation in Italien oder Peru war ... schwierig, weil ich nie Vokabeln gelernt habe und beide Sprachen verwechsle. In Italien kein Problem: Deutsch oder Französisch sprechen. In Peru war ich die ersten Wochen lost und hungrig. -
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aber du hast selbst geschrieben, dass die Krankheitszahlen trotzdem drunter sind.
Es ist also davon auszugehen, dass die Person auch krankgeschrieben wäre, wenn sie nur angestellt wäre.
Dass man den positiven Punkt, dass Beamte kein Krankengeld haben, in Kauf nimmt und nutzt, heißt nicht, dass man ihn ausnutzt. Mein Mann hat ständig Mitarbeiter*innen im Krankengeld und regelmäßig Fälle, wo versucht wird, Lösungen zu finden, damit sie eben NICHT aus dem Krankengeld fallen (nach 78 Wochen).
Ob ich (ich kann nur für mich sprechen) früher arbeiten gehen würde, hätte ich keine Lohnfortzahlung? Vermutlich. Wäre es gut? Nein. Wäre es gegen jeden ärztlichen Rat? Ja. Würde ich danach vermutlich noch stärker erkranken und vermutlich noch mehr Wochen ausfallen, als vielleicht geplant? definitiv.
Rückseite der Medaille: der angestellte Mitarbeiter, der nur auf Ausnutzung des Krankengelds aus war (den gibt es sicher auch. Nach Abzug vieler arbeitsgebundenen Kosten kann das Krankengeld auch ganz nett sein,) kann bei Androhung der Aussteuerung nach 78 Wochen wieder gesunden, der Beamte kann schon viel früher in die DU geschickt werden.
Ähnlich bei scheiternder Wiedereingliederung: dann ist man als Angestellter einfach weiter krankgeschrieben, beim verbeamteten Lehrer droht sofort der Amtsarzt und die DU. Glaub mir: DIE Angst ist nicht förderlich für den Wiedereinstieg, weil es eben kein Trial & error gibt.
Ich stimme zu: das System kann ausgenutzt werden (und wird es sicher auch), aber ich hab im Krankenhaus genug Leute getroffen, die seit über 6 oder 12 Monaten im Krankengeld waren, zum Teil mit mehreren Unterbrechungen durch Arbeit und trotz finanzieller Einbüsse es von außen beobachtet vielleicht genossen.
Oder vielleicht hatten sie sich damit abgefunden, weil der Körper einfach nicht anders konnte.
So verrückt, hier in vielen Beiträgen zu schreiben "krank ist krank, NICHT antworten" und gleichzeitig von den einfachen Missbrauchsmöglichkeiten zu sprechen.
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