Beiträge von chilipaprika

    aber du hast selbst geschrieben, dass die Krankheitszahlen trotzdem drunter sind.
    Es ist also davon auszugehen, dass die Person auch krankgeschrieben wäre, wenn sie nur angestellt wäre.
    Dass man den positiven Punkt, dass Beamte kein Krankengeld haben, in Kauf nimmt und nutzt, heißt nicht, dass man ihn ausnutzt. Mein Mann hat ständig Mitarbeiter*innen im Krankengeld und regelmäßig Fälle, wo versucht wird, Lösungen zu finden, damit sie eben NICHT aus dem Krankengeld fallen (nach 78 Wochen).
    Ob ich (ich kann nur für mich sprechen) früher arbeiten gehen würde, hätte ich keine Lohnfortzahlung? Vermutlich. Wäre es gut? Nein. Wäre es gegen jeden ärztlichen Rat? Ja. Würde ich danach vermutlich noch stärker erkranken und vermutlich noch mehr Wochen ausfallen, als vielleicht geplant? definitiv.
    Rückseite der Medaille: der angestellte Mitarbeiter, der nur auf Ausnutzung des Krankengelds aus war (den gibt es sicher auch. Nach Abzug vieler arbeitsgebundenen Kosten kann das Krankengeld auch ganz nett sein,) kann bei Androhung der Aussteuerung nach 78 Wochen wieder gesunden, der Beamte kann schon viel früher in die DU geschickt werden.
    Ähnlich bei scheiternder Wiedereingliederung: dann ist man als Angestellter einfach weiter krankgeschrieben, beim verbeamteten Lehrer droht sofort der Amtsarzt und die DU. Glaub mir: DIE Angst ist nicht förderlich für den Wiedereinstieg, weil es eben kein Trial & error gibt.

    Ich stimme zu: das System kann ausgenutzt werden (und wird es sicher auch), aber ich hab im Krankenhaus genug Leute getroffen, die seit über 6 oder 12 Monaten im Krankengeld waren, zum Teil mit mehreren Unterbrechungen durch Arbeit und trotz finanzieller Einbüsse es von außen beobachtet vielleicht genossen.
    Oder vielleicht hatten sie sich damit abgefunden, weil der Körper einfach nicht anders konnte.

    So verrückt, hier in vielen Beiträgen zu schreiben "krank ist krank, NICHT antworten" und gleichzeitig von den einfachen Missbrauchsmöglichkeiten zu sprechen.

    Also muss die Deutsch/Philo-Lehrkraft, die Klassenlehrerin ist, überhaupt schwimmen können?
    Und eine gewisse Tiefe tauchen?

    Dieses "jede*r" von mir oder Valerianus (vermute ich) bezieht sich auf Sportlehrkräfte oder Leute, die das wollen.
    Wenn ich mich als Nicht-Sportlehrerin an eine Schule bewerbe und eine solche Bescheinigung nicht Bewerbungsvoraussetzung ist, dann nicht.

    Sorry, es ist eine Dienstpflicht, auf Fahrten zu fahren, aber ich reagiere langsam allergisch auf Kolleg*innen, die so viele tolle Ideen haben, aber nicht die Voraussetzungen im Vorfeld klären (habe ich das passende Personal dafür?).

    na schon. Wenn ich eine Quelle habe, die nach bestimmten Ereignissen entstanden ist, spielt es eine Rolle. Und natürlich bringt eine Datensammlung nichts, wenn ich nicht weiß, was der "Warschauer Pakt" ist, aber zu wissen, WANN es war, ist schon eine Hilfe und das sollte man im Kopf haben.

    Es kann aber auch nicht sein, dass Kollegen eine solche Fahrt (SPORT) planen und erwarten, dass Kollegen dafür die Voraussetzungen erfüllen.
    Das muss man schon von Anfang an haben.
    Und zwischen: in der Lage sein, diese Rettungsfähigkeit für Schulen zu schaffen und sich auf eine solche Fahrt einzulassen, ist auch ein Unterschied.

    Ich überlege die ganze Zeit schon, was allgemeine Rettungsfähigkeit heißt?

    Nur gültiger Erstehilfekurs, Rettungsschwimmschein Silber?

    Ergänzung, gegoogelt, feststehender Begriff in NRW bei Wassertiefe über 1,35 Meter.

    ein derart abgeschwächtes Rettungsschwimmschein Silber, damit alle Lehrkräfte ihn auch schaffen, die den brauchen.

    Das stimmt. Wie einfach man sich Wochen und Monate (bei Beamten) mal eben krankschreiben lassen kann, wurmt mich auch.


    Zitat von Dr. Cagliari

    Heftig, dass jedem direkt ein paar Beispiele einfallen.


    Tja. Wie wird immer so gesagt: Alimentationsprinzip. Das Beamtentum sieht eben vor, dass Leute nicht auf die Straße landen, wenn sie krank sind.
    und glaub mir: Ich hätte SEHR GERNE Krankengeld, um mich weniger unter Druck zu fühlen.
    (nein, ich bin nicht doof, ich "genieße" es auch, dass mein Geld weiterhin kommt.)


    Kein Mensch ist aus Spass wochen- oder monatelang krank.

    Ich konnte noch nie gut auswendig lernen. Vokabeln und Gedichte waren für mich immer eine Qual.

    Ich verstehe das, ich kann auch nicht so gut beschließen, was sich mein Gehirn merkt oder nicht.
    Aber ist es auch nicht eine Kompetenz, die man schulen soll? (ernsthafte Frage, weil ich auf die Schnelle gerade keine gute Begründung gebe, wann auswendig Lernen einen Vorteil hat. Also: schon, aber keine, wo ich weiß, dass "ihr" sofort was à la "kann man nachschlagen" entgegnet)

    Ich kann schon unterscheiden zwischen der Tatsache, dass ich fürs Abitur "alle" Städte und Flüsse Chinas, die geografische Verortung der Landwirtschaft und Industrie, usw. auswendig lernen musste (für Russland ähnlich) und es nicht unbedingt die logischste Kompetenz des Abiturienten ist und einige Geschichtsdaten auswendig können. (Oder gibt es in Geschichtsklausuren mittlerweile auch "Datensammlungen"?)
    Lege ich in der Englischklausur die Liste der irregular verbs aus?

    Damit das Gehirn das kann, muss man es ja trainieren..

    darf ich nach drei Tagen doch nachfragen, es ist nicht komplett weg von den letzten Beiträgen.
    Von welchen "Formeln" aus der Sek1 reden wir, die man nicht mehr auswendig lernen soll (weil Formelsammlung dabei). Flächenrechnungen? Volum? Pythagoras? Binomische Formeln?
    Ist es tatsächlich so?

    Ich verstehe immer mehr, warum die Schüler*innen kein Französisch/Latein mögen und auch nicht lernen können. Sie lernen nie irgendetwas auswendig, sondern "verstehen" es nur (bzw. glauben).

    (Mein Mann war letztens irritiert, weil mein 4jähriger Neffe, 2. Vorschuljahr, zum Muttertag ein Gedicht aufgesagt hat (mit Hilfe, wie man im Video meiner Schwester sieht). Dann haben wir uns über Gedichte auswendig lernen unterhalten, er kannte es gar nicht aus der Schulzeit, ich musste es bis zur 9. Klasse machen. Bis zur 5. Klasse quasi jede Woche, 6.-9- Klasse viel unregelmäßiger.
    Dass meine Deutschkinder keine Gedichte lernen, wusste ich logischerweise, aber ich dachte, in Mathe würden die Formeln erst in der Oberstufe zu kompliziert sein.

    Ich war diese Woche in der Schule ein Dokument abgeben (ich wohne vor Ort, es ist nur ein Spaziergang) und bin SuS begegnet. Neben einigen. die mich gefragt haben, ob sie mich wieder haben können, hat mir einer der schwierigsten 8. Klässler (der schon kein Schleimer ist, wenn man ihn unterrichtet), dass er eine 3 hat. Auf meine Frage, ob es an mir lag, dass ich zu streng sei, weil er bei mir 4 bis 5 stand, hat er mir erklärt, dass nein, er hätte bei mir abgefangen zu lernen, weil es bei mir so wichtig sei, dass alle lernen, und immer wieder geholfen wurde, knd es hätte ihn wieder auf Spur gebracht.

    Ich hab den Weg nach Hause in Tränen verbracht (bin gerade ziemlich emotional), ich halte mich bei weitem nicht für eine sehr gute Lehrerin und das erste Halbjahr war gesundheitlich sehr schwierig, ich hab mich in dieser Klasse seeeehr abgearbeitet, insbesondere an diesem Kind.

    Ich vermisse die Schule. Und freue mich, wenn icv wieder dahin darf und kann.

    Das würde ich so gerne.
    Das habe ich sogar schon mal mehrmals gemacht.
    Mittlerweile haben wir aber sowas von nie den selben Postboten. Weder Post, noch Pakete (wobei es eigentlich der selbe ist).
    Aber ich hatte die Idee aus dem Forum und mache es jetzt auch konsequenter: zumindest für die großen Paketen (Hundefutterlieferung) gibt es neben der Tür eine Sammlung an Münzen. Komme mir immer noch doof vor, und wer mich kennt (wer Franzosen kennt), kann es noch mehr schätzen. Trinkgelder sind WIRKLICH was Besonderes bei mir. "Weihnachtsgeld" war und wäre mir viel lieber, aber es erwischt nie den Richtigen.

    es wäre doch keine Aufsichtspflichtverletzung, wenn die Schule ein Konzept hat, dass mit Unterschrift der Eltern und rechtzeitigem Informieren Teilgruppen aus dem Unterricht befreit sind.
    So haben wir das bei unseren Lernzeiten geregelt. Wenn die Eltern zugestimmt haben und alle Stricke der Vertretungsbereitschaft reißen, werden Teilgruppen aufgelöst und einige SuS dürfen nach Hause.

    Aber wenn sowas an einer Schule praktiziert wird, will ich mal hoffen, dass es allseits bekannt ist und jedem möglich ist.
    Ich sage es mal so: Ich hätte auch nichts dagegen, nur einen Teil meiner Gruppe zum Üben der mündlichen Prüfungen zu haben und nächste Woche den anderen Teil.

    Jup.
    Nur davon auszugehen, dass die Kolleg*innen es formal abgeklärt haben, puh...
    Dann hatte ich bisher seltsame Kollegien, wo es immer den einen oder anderen Kollegen gab.
    Da erinnere ich alleine an die Diskussionen zu Klassenfahrten und SELBSTVERSTÄNDLICH haben das im Forum immer alles genau abgefragt und hätten NIIIIIE den Fehler der verurteilten Kollegin gemacht, trotzdem gab es diese Kollegin und trotzdem kann ich mehr als eine Handvoll KuK an meiner Schule spontan melden, die mich für verrückt halten, weil ich so ein Terz bei meiner letzten Fahrt gemacht haben.

    Wenn das abgesprochen ist passt das doch. Verstehe die Aufregung überhaupt nicht. Es muss doch nicht jede Lehrkraft über irgendwelche Besonderheiten informiert werden. Das interessiert mich auch gar nicht.

    Es wurde nachgefragt beim Schüler. Wenn man es nicht glaubt, dann fragt man die Lehrkraft. Wenn man dann immernoch, aus welchem Grund auch immer, ein Problem damit hat, geht man zum Bildungsgans- oder Stufenbeauftragten (wie auch immer das hier heißen mag). Danach reicht es aber auch mit der Eskalation.

    Warum zitierst du mich und sprichst von Eskalation?
    Eben: Bildungsgang- oder Stufenberater oder derjenige, der es wissen muss und über den einzelnen Lehrer ist. An einer Gesamtschule kenne ich die Funktionen nicht, am mittelgroßen Gym die Mittelstufenkoordination vll, weil es sich um WP handelt, oder Schulleitung. Nicht, weil es sich um eine Eskalation handelt, sondern um Rechtssicherheit zu haben.
    Man kann es auch geschickt klären mit "Wie wäre es, wenn Fachschaften Projekte haben, kann man dies und das...", ich schreibe keinen anonymen Brief, um meine KuK zu verpetzen.
    Und ja, mir ist es egal, dass einige KuK echt schlampig mit einigen Sachen umgehen, ich rege mich kurz alleine auf und lästere zu Hause, aber nicht, wenn es um Sicherheit geht. TROTZDEM renne ich nicht zum SL und eskaliere, habe ich nirgendwo gesagt, sondern würde mich formal irgendwo absichern und nicht denken, "ach, hat der 7t-Klässler mir erklärt"

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