Beiträge von chilipaprika

    Oh ich habe schon was dazu geschrieben:

    GELD!!!

    Es geht bei den Arbeitsbedingungen nicht nur um HO oder Urlaub.

    Wenn wir mehr Reservekräfte hätten, wäre ein Urlaubstag kein Problem (die Dänen haben zb. 5 Tage Urlaub pro Schuljahr. Können sie nehmen oder ausgezahlt bekommen. Selbst Berlin hat die Buk/Bug-Tage)

    Wenn viele Aufgaben delegiert/delegierbar wären, würde man am Ende des Tages /der Woche nicht wie ein Zombie laufen:

    - Hofaufsichten

    - Fehltage-Verwaltung, Rücklauf von Elternbriefen, etc

    Ich habe kaum Zeit, auf die Toilette zu gehen und bin an einer weiterführenden Schule. Ich will mir nicht vorstellen, wie ich drauf wäre, wenn mein Dienstherr mich - wie an der Grundschule - noch einen gratis offenen Anfang und Mittagspause aufbrummen würde.

    - Assistenzen, reale Unterstützung. Ich habe in mehreren Klassen SuS mit Bedarfen, wo meine Arbeitsblätter, Tests und Klassenarbeiten angepasst werden müssen. Nicht die Welt aber ständig ein Zeitfresser.

    Da magst du sicher Recht haben. Nur würde das Konstrukt Stundenplan zusammenbrechen, wenn alle Kolleg*innen für sich beanspruchen würden ihre privaten Probleme flexibel lösen zu können und spontan mal zu fehlen, z.B. weil der Hund Durchfall hat oder die Putzfrau krank ist und man Gäste erwartet und daher spontan die Bude putzen möchte... Mir fällt da leider auch nichts ein, wie das Problem gelöst werden könnte.

    Sicher weiß man so vieles nicht, was einen erwartet, wenn man sich dafür entscheidet Lehrkraft zu werden. Dass man einen Stundenplan bekommt, der nicht spontan verschiebbar ist, sollte einem bei der Berufswahl aber durchaus bewusst sein.

    Ich spreche nicht von: ich nehme frei, sondern von Urlaub oder Verschiebung von Stunden. Und ich weiß, dass es als Lehrkraft nicht und akzeptiere (noch) den Deal. Aber nur, weil es so ist, heißt es nicht, dass man bestimmte Sachen kritisieren darf.
    Ein Krankenhaus bei mir um die Ecke (und es ist 100% nicht das einzige in Deutschland) wirbt dafür (sowohl um Krankenpflege-Personal als auch Ärzte), dass man sich jeden Monat so einträgt, wie es in den Schichten passt, meine Zahnarztpraxis hat gerade jemanden eingestellt, der die Ferien durcharbeitet und sonst nur 1-2 Tage die Woche arbeitet, viele Arbeitgeber*innen werben mit Home Office oder Umwandlung von Überstunden in Freizeit...,
    (Mein Mann betreut viele Techniker auf Montage. Von der Firmenpolitik, dass Überstunden ausbezahlt werden MÜSSEN, sind sie schon längst weg, weil ein Teil der Techniker/Bewerber die Umwandlung in Freizeit bevorzugt und sie sonst keine Leute bekommen (und sie bekommen schon so keine Leute)

    die (Arbeits)Welt ändert sich, die Schule aber nicht (weder im Hinblick auf die Lernbedingungen noch im Hinblick auf die Arbeitsbedingungen..). Wir dürfen auch träumen, sonst wird sich nie was ändern.

    Total krass, dass die Machtposition der Lehrkräfte (LehrerMANGEL!) dafür genutzt wird, die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern, statt sie zu verbessern.


    Und man kann natürlich die Argumente von anderen ad absurdum führen, aber ich vergleiche nicht die Kind-Kranktage der Kolleg*innen mit "möchte das Bad putzen".
    WENN ich jemals für meinen Hund "frei" nehmen würde (und "lustigerweise" ist zwischen diesen Beiträgen und jetzt ein Vorfall gewesen, wo ich panikartig die Konferenz verlassen habe und nach Hause fuhr, ich habe nicht mal um Erlaubnis gefragt, sondern bin aufgestanden, habe es erklärt und bin weggerannt - bzw. eine Kollegin hat mich gefahren), dann nicht, weil er Durchfall hat und ich Angst um mein Sofa habe, sondern, weil er dehydriert sterben könnte. Und da ist mir die Lohnkürzung auch egal.
    Ich unterstelle keinen Kolleg*innen (naja, den meisten nicht), dass sie bei leichtem Durchfall des 12jährigen zuhause bleiben, sondern dass es sich um einen Fall handelt, wo das Kind nicht alleine bleiben kann und echt krank ist. Und wenn sie wegen Putzen auf Lohn verzichten, soll es mir auch egal sein.

    man kann sich nicht alles aussuchen im Leben. Mal darf man sich nicht mit den Ingenieuren vergleichen, mal nicht mit den Kassierern im Supermarkt, mal nicht Menschen im Büro.

    Eins kann ich nach 10 Tagen Schule: Das, was meine Schüler*innen in den letzten Jahren nicht gelernt haben (und es ist eine Menge), wird nicht dadurch schlechter, dass ich einen Tag fehlen würde.

    Ich erinnere mich richtig, dass es zahlreiche Studien dazu gibt, dass gerade im Alter von 14 - 16 Jahren die Vorstellung fürs Teilchenmodell in der Chemie einen enormen Sprung macht. Bis dahin tut sich eine grosse Mehrheit ausgesprochen schwer damit, die Sache mit dem Massenerhalt zu fressen, weil im Kopf einfach kein korrektes Teilchenkonzept vorhanden ist. Auch dass Gase aus irgendwas bestehen, will ein guter Teil der 15-jährigen immer noch nicht recht glauben. Wartet man also ein Jahr, und fängt erst mit den 16-/17-jährigen mit den Teilchen an, hat man tatsächlich was gewonnen.

    Ich finde es total spannend und interessant.
    Das Fach heißt in Frankreich "Physik/Chemie" und wird vom selben Lehrer unterrichtet (oder gar direkt vom Mathe-Lehrer), Ähnlich wie bei "Geschichte/Erdkunde", wo Erdkunde oft das Stiefkind der zwei Fächer ist (es ist einfacher, als Historiker den Erdkunde-Examensteil zu bestehen als umgekehrt), hatte ich immer das Gefühl, Chemie ist da lieblos,..

    Aber womöglich hängt es (AUCH) damit zusammen, dass es einfach viel zu früh war. Ich gehöre zum Jahrgang, der in 7. angefangen hat (der Jahrgang vor mir in der 6.) und außer an "Na+ + Cl- -> NaCl" (und alle anderen Varianten) kann ich mich an NICHTS erinnern.
    Auch die Mollen (Menge in der Chemie? in Physik?) in der Oberstufe kann ich nicht mehr zuordnen und dann haben wir eh nur "NaWi für Literaturfrauen" gemacht und abgebrochen.
    Strom und Optik fand ich jetzt nicht "yeah, wie toll", aber ich konnte viel eher was damit anfangen (und hätte auch Physik weiter gewählt) und die ganzen abstrakten Sachen der Chemie waren mir zu unverständlich.

    Es tut gut zu lesen, dass ich vielleicht nicht besonders doof war, sondern für das Fach nicht schnell genug entwickelt.
    (und ich finde diese Fächerverbünde bis zum Abitur hinein noch ein Unding. Beim deutschen Abitur hätte ich Physik und Mathe gewählt, Bio und Chemie abgewählt... so musste ich alles weglassen...)

    Bitte keine Rechtsberatung (auch nicht per PN) anbieten, wenn du nicht dazu befugt bist (und dann bitte auf deine anwältliche / Rechtsberatungshomepage verweisen und gleichzeitig das Forum mangels Berechtigung verlassen.)

    Aber zur Frage zurück: die Loire habe ich selbst nie gemacht, ist aber glaube ich ausgerechnet für Radfahrer wirklich ein sehr sehr cooler Weg.
    Ob man dann die / alle Schlösser mitnimmt, keine Ahnung, aber soll sehr schön sein, hatte ich diesen Sommer von mehreren Freund*innen in meinem Facebook-Feed.
    Wir sind eher die Sesshaften und entweder Meer oder "Gebirge"-Fans.

    ich weiß :(
    Mein Mann sieht es anders. Wir fahren immer ca. 10 Tage und die Ecke ist tatsächlich eine, wo die Vermieter es noch mit sich machen lassen.

    Und zugegeben: auf dem Hinweg machen wir einen Nacht-Halt (Hotel) oder sogar für Weihnachten vermutlich zwei Tage "Vorweihnachten" bei der Familie. win win.

    ist für Oktober geplant, wurde mir auch von meiner Patentante (die in Südfrankreich lebt) empfohlen.

    Wenn ich nur daran denke, dass die Bretagne bis vor 3-4 Jahren für mich einfach nur diese furchtbar langweilige, regnerische Region war, wo meine Eltern jeden Herbst hingezwungen haben... eine geniale Neuentdeckung.

    (Mit meinen Eltern waren wir immer in Douarnenez, an der westlichen Spitze der Bretagne, auch wunderschön, nur sind die schon über 1000km von meinem Zuhause bis Perros-Guirrec schon der gedankliche Horror, ich packe keine 300km mehr drauf.)

    Und der große Vorteil: Crêpes gibt es überall zu kaufen ;)

    meine Empfehlung:

    Bretagne, Rosa-Granit-Küste, zwischen Perros-Guirec und Trébeurden

    Wir radeln da gerne, elektrisch unterstützt.

    Wäre meine Empfehlung, ich hätte sie nur ein bisschen größer zusammengefasst, weil: ich habe euch alle lieb, mag aber meine noch nicht zu touristischen Dörfer ;)

    (3 Aufenthalte bisher in genau drei Dörfern genau in/zwischen den zwei Städten, in Oktober wieder und wir sind gerade dabei, Weihnachten zu buchen).
    Wir machen keine Touren, erst recht nicht mit dem Rad, wandern aber viel da und meine Ärztin erzählt bei jedem Wintertermin von ihrer letzten Radtour in der Bretagne in September-Oktober, wo sie immer eine Woche Radtour macht.
    (und ja, an der Granitküste sind viele Plätze und Camping-Plätze für Wohnwagen, bis in den Oktober hinein geöffnet.

    Irgendwann kommt unsere Landesregierung in ihrer Not auch auf die Idee:

    Drei Kinder durch die ersten vier Schuljahre zu begleiten reicht als Qualifikation für eine "Grundschullehrkraft" aus... Bestimmte Studieninhalte und Fächer werden - ach was - ein Studium wird nicht vorausgesetzt. Ist dann 'ne billige Ausbildung. :flieh:

    Anekdote... :D
    Um in Frankreich Lehrer*in zu werden muss man ein Wettbewerb ablegen (nur die besten kommen weiter. Spoiler: es gibt in sehr vielen Fächern jedes Jahr leere Stellen, weil trotz Absenkung des Niveaus nicht alle Plätze besetzt werden).

    Um an diesem Wettbewerb teilnehmen zu dürfen (bei Sek1/2: fachliche Prüfungen, bei Grundschule: ALLE Grundschulfächer), muss man einen mindestens 3- oder irgendwann 5-jährigen Hochschulabschluss haben, egal in welchem Fach (ich glaube, heute reicht wieder 4Jahre).

    Für die Grundschule gilt schon seit mindestens 30 Jahren: 3 Kinder ersetzen den Hochschulabschluss.

    (Was auch egal ist: Hauptsache, man kann den Stoff der Prüfungen, und ob ich vorher Deutsch oder WiWi studiert habe, oder drei Kinder erzogen habe, macht keinen Unterschied im Bezug auf meine Kenntnisse in Mathe, Französisch, Geschichte, Biologie, Sport und Musik aus (ja, es wird in ALLEM was geprüft).
    Und ja, ich kenne einige Mütter, die ohne Hochschulabschluss Lehrerin geworden sind.

    Rein technisch ist es möglich: Seiteneinstieg Grundschule mit berufsbegleitendem Lehramtserwerb (OBAS) | Bildungsportal NRW (schulministerium.nrw)

    Mach mindestens ein Praktikum in der Grundschule und/oder Sek1 und bewirb dich auf offene Stellen nach einer begründeten Entscheidung.

    Mit deinen Fächern deckst du Deutsch und Sachunterricht ab, Deutsch oder Mathe ist Pflicht. Dass es allerdings je nach Einzugsgebiet konkurrierende Bewerbungen - auch von ausgebildeten Absolvent*innen - gibt, ist klar.

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