Beiträge von chilipaprika

    Warum ist das so? Ich dachte in unserem Bereich müsste man gerade Verständnis haben?

    WARUM?!

    "In unserem Bereich" arbeiten genauso Menschen wie woanders.
    Und ehrlich gesagt: "in unserem Bereich" sind sogar die direkten Vorgesetzten nicht mal mit Personalarbeit betraut. Klar, in den letzten Jahren stand die professionelle Kommunikation immer mehr auf dem "Anforderungszettel", aber die wenigsten haben irgendeine Vorbildung in dem Bereich, sind also nur Menschen.
    Und ob ich eine große Empathie für meinen vom Leben geplagten Schüler und die Lernschwierigkeiten einer Schülerin habe, sagt doch nichts darüber aus, wie ich - selbst unter Sachzwängen der Unterrichtsabdeckung stehend - in einer weisungsbefugten Position reagiere.

    Die Haltung ist hier eine reine Interpretation.

    Genauso wie ich jetzt in den Fakten

    Zitat

    Es arbeiten sehr viele KuK an der Schule, die noch sehr kleine Kinder haben (von 22 haben 13 teils mehrere Kinder unter 10 Jahren, 4 haben Kinder im Teeniealter, sehr viele Kollegen arbeiten in Teilzeit zwischen 50% und 75%).

    auch einiges interpretiere und dann frage:
    Wie soll man dann als SL eine Schule führen, wenn (womöglich, Interpretation!) kaum jemand zur 1. Stunde kommen kann/will, diejenigen mit "nur" 50% sich aus der Schulentwicklung rausziehen, usw..
    Teilzeit ist ein Minusgeschäft für die Lehrkraft, aber gleichzeitig auch sehr oft eine hohe Belastung für die Organisation Schule.

    Dann darf die Schule gerne mal Ausschau nach Ersatz halten. Ist bestimmt ein Leichtes für die Schulleitung, auf die Schnelle Vollzeitkräfte zu finden, die gerne an einer Schule mit einem alles andere als familienfreundlichen Personalmanagement arbeiten möchten.

    Was lässt dich denn bitte aus den bisherigen, vorhandenen Informationen auf ein "alles andere als familienfreundliche[s] Personalmanagement" schließen?

    Ich verstehe dein Empfinden, aber wenn man sich das Gespräch rein sachlich mit dem Sachohr anhört / durchliest: Es sind nur Fakten.
    Wie die Rückkehrregelung in Hamburg ist, weiß ich nicht, ich weiß, wie es in NRW ist und da wäre es halt nur eine faktuelle Information. Eine Schule hat Not, wenn sie eine Stelle während deiner Abwesenheit besetzen darf, tut sie das gerne, statt für dich freizuhalten, mit dem Risiko, dass du selbst woanders hinmöchtest.

    Nicht falsch verstehen: nach einem solchen Gespräch wäre ICH total durcheinander. ABER: es ist eben zu empfindlich.
    Von dem, was sie erzählt, hat sie nichts zu deiner Belastbarkeit gesagt, nur Informationen zur Organisation in der Schule genannt.
    Du hast jetzt die Infos und kannst überlegen:
    - 50% für eine KL gehen nicht: entweder "juhu" oder "okay, was wäre notwendig für eine KL"
    - man kann nicht den Platz freihalten: okay, selbst Ausschau halten und/oder gleichzeitig nachfragen und signalisieren, dass man selbst gerne zurückkäme und sich der Schule verbunden fühlt. Ob dies seitens der Schule anders wäre.
    - Nachfragen, ob es Grund zur Besorgnis gibt.
    - dein Wissen um die vielen Kinder im Kollegium: Weißt du also, dass dies mit Sonderwünschen kombiniert ist, die die Organisation schwerer machen? Kannst DU etwas entgegensetzen? (Deine SL hat offenbar jetzt Angst, dass du kommst und "auch" nur von der 3. bis zur 5. arbeiten möchtest und möchte also eine flexible Arbeitskraft. Nicht super einfühlsam aber leider nachvollziehbar)

    Also: ich verstehe deinen (Kritik-)Punkt, dass viele Menschen Anrechnungsstunden 1:1 verstehen UND diese ausschließlich als ins HO auslagbare Arbeit verstehen (was durchaus problematisch sein kann), aber vom Guten im Menschen ausgehend glaube ich eher, dass die TE eher damit zu kämpfen hat, keine vollständige VZ-Präsenz mehr anzubieten. Natürlich wird sie wohl berücksichtigen, dass eine 50% Tätigkeit als Konrektorin trotz Anrechnungen nicht im HO gemacht werden kann, sie hat ja selbst den Unterschied zwischen "mit /ohne Immunität", schwanger/nicht schwanger.

    (Ich kann aber auch die Perspektive der SL' verstehen, wenn auch nur ihr persönliches Empfinden sein darf und keine rechtliche Basis hat und deswegen nicht als Pflicht-Forderung formuliert sein darf (also: dass sie jeden Tag 7-16 Uhr da sein muss) Ist halt so.

    (ja, mein Leben ist ziemlich einseitig, aber ...)

    Mein kleiner Opa-Hund ist heute durchs Haus gerannt (getrabbt), um mir zu zeigen, wo "Krokodil" ist.
    So müssen sich Eltern fühlen, wenn das Kind die ersten Wörter sagt.
    Mein "Kind" hat die Pubertät schon längst hinter sich, hat arge Rückenprobleme und seine Nieren sind ebenfalls altersbedingt ein Wrack, also eindeutig keine Freude der frühkindlichen Entwicklung, aber er hat zum ersten Mal eins seiner Tiere außerhalb des jeweiligen Raums überhaupt gesucht (und dann auch noch gefunden).

    Dieses Maturapéro gibt es aber vermutlich in den aller wenigsten Schulen.
    An allen Schulen, an denen ich bisher war und die Entlassungsfeier mitbekommen habe, war die Entlassungsfeier (mit ggf.(alkoholfreiem) Sektausschank danach) das letzte, was die Abiturient*innen in der Schule machen. Die zwei Teile fließen ineinander über und tatsächlich gehen / gingen genau da ganz viele Kolleg*innen weg und das fand ich noch doofer (bei denen, die den Jahrgang hatten, natürlich).
    Die Abiturient*innen sind ab Zeugnisvergabe keine Schüler*innen der Schule mehr.

    Zum Registrieren: Auch wenn ich das Argument nachvollziehen kann: es ist keins. Wenn zwei Kolleg*innen fehlen, merkt man es vielleicht nicht (außer, man sucht nach Leuten), aber umgekehrt freut man sich, Leute zu zu erkennen, wenn man sie sieht.
    Komplett anderer Kontext, der mir aber zeigte, dass man sehr wohl einiges registriert (und zwar nicht nur ich alleine): Ich war vor ein paar Monaten auf ein Konzert eines großen (lokalen) Orchesters und während des Konzerts fiel mir ein "ach, der und der, könnten auch dabei sein", "und die".. also ehemalige Schüler*innen. und die in den Musikerreihen entdeckt.
    In der Pause hat mich einer, der auf der Bühne am Rand mit einem anderen Ex-Schüler redete, mich gesehen (ich saß vielleicht in der 10. Reihe auf der komplett anderen Seite des Raums), gelächelt, gewunken und seinem Gesprächspartner gezeigt, dass ich da war. Am Ende des Konzerts kamen sie dann zu mir und nahmen noch dazu eine weitere Ehemalige, die ich nicht entdeckt hatte. Es hatte NICHTS mit schulischer Würdigung zu tun, gefreut haben sie sich, einen zu sehen und man nimmt doch mehr wahr, als man denkt.

    Aber ich habe gut reden. Diese Veranstaltungen langweilen mich zu Tode, ich bin genervt von der Dienstpflicht und vom jährlichen Aufbauschen irritiert (Kleidung und so) ABER: ich hatte weder eine Zeugnisverleihung noch einen Abiball und gönne es jedem / jeder, dass er/sie es genießt und will zeigen, dass ich es auch für wichtig halte.

    in NRW wird der/die Fachvorsitzende gewählt.
    Allerdings verlassen bei uns die Eltern und Schüler*innen nicht den Raum dabei.
    Weitere Personalia: möglicherweise sowas wie "ich bin übrigens nächstes Jahr in Elternzeit", "Sabbatjahr angemeldet, bedenkt das bei der Kursplanung"... (Sowas erzählt man halt woanders, wenn man es nicht vor den Eltern besprechen will. Es gibt ja auch Dienstbesprechungen und nicht nur Fachkonferenzen)

    Bei uns (Schule in NRW) ist die Abiturient*innenentlassung eine Dienstpflicht, auch für die paar Lehrkräfte, die nur in der Sek1 unterrichten / unterrichten dürfen.
    Ich bin zwar jedes Jahr im Schuldienst zu dem Datum ausgelaugt, aber da es nie eine Stufe gab, die ich nicht (anteilig) ein paar Jahre begleitet habe (die Freuden des Fremdsprachenlehrers), finde ich es für mich wirklich wichtig, auch dabei zu sein - neben der Pflicht.
    "Unsere" Entlassung war gestern (ich war nicht dabei, habe aber tatsächlich vor der Kirche gestanden, um ein paar meiner ehemaligen Schüler*innen zu sehen und zu gratulieren, die dann zur Zeugnisübergabe gegangen sind. Abiball ist dann heute Abend. Also getrennt.

    nee, es ging um die Wahlregularien und

    Wenn ich mir angucke, wie Frankreich gerade schwimmt und was uns in den Landtagswahlen in Ostdeutschland blüht, dann frage ich mich, ob wir so viel vernünftigere Volksvertretungen auf die Beine stellen können.

    Sind wir nicht, aber
    1) Es tut so gut, auf Andere zu hauen, statt bei sich zu schauen.

    2) Das politische System der USA ist halt anfällig für solche Risiken.

    Ich kenne echt viele US-Amerikaner*innen (also unter denen, die ich kenne, ist keine Stadionbevölkerung und nur anekdotisch), die Trump für unfähig, populistisch und gefährlich halten, aber nie im Leben einen Demokraten wählen würden (Wahl vor 8 und 4 Jahren), und dieses Jahr noch weniger und dabei Biden anführen.

    Und genau ist es eben wichtig, auch die politischen Mechanismen zu kennen und zu differenzieren. Die Wahl der Bundeskanzler-Position in Deutschland läuft wirklich anders ab, so dass man gewisse Schutzmechanismen an einer anderen Stelle eingebaut hat.

    also das..

    find ich jetzt noch überraschender, als dass Eltern dabei sind: Es gibt keine einheitlichen Regelungen darüber, wann Nachprüfungen und Notenausgleich möglich sind, sondern das wird wirklich abgestimmt?

    ich finde die Regelung gut (kennengelernt im Ref, nach mehreren Jahren in NRW, und jetzt wieder in NRW). Es gibt natürlich Regelungen (ähnliche oder selbe wie in NRW), aber der Schüler hat keinen Anspruch, die Klassenkonferenz entscheidet darüber (anhand von pädagogischen Kriterien).
    Egal, ob: hat eh das ganze Jahr nichts gemacht, bringt nichts, über absolut aussichtslos bis hin zu die Arbeitshaltung von Saisonarbeit soll abgewöhnt werden, sonst fliegt er nächstes Jahr noch mehr auf die Nase...

    Andere Länder, andere Sitten. Müsst ihr im Ref. nicht bis zum letzten Schultag unterrichten? Wieso ist man da raus? Wer übernimmt denn eure Stunden so kurz vor Schuljahresende? Und in den Sommerferien hat man doch nicht plötzlich eine andere Identität? Ich meine, wenn sie Mitte August weitermacht, müsste doch alles noch da sein.

    Zusätzlich dazu: die TE war im 2. Durchgang, da ist man am Tag nach der Prüfung raus.
    Abgesehen davon, weder die "normalen" Reffis noch die Reffis in der Wiederholung haben im Examensquartal eigene Klassen.

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