Dieses Maturapéro gibt es aber vermutlich in den aller wenigsten Schulen.
An allen Schulen, an denen ich bisher war und die Entlassungsfeier mitbekommen habe, war die Entlassungsfeier (mit ggf.(alkoholfreiem) Sektausschank danach) das letzte, was die Abiturient*innen in der Schule machen. Die zwei Teile fließen ineinander über und tatsächlich gehen / gingen genau da ganz viele Kolleg*innen weg und das fand ich noch doofer (bei denen, die den Jahrgang hatten, natürlich).
Die Abiturient*innen sind ab Zeugnisvergabe keine Schüler*innen der Schule mehr.
Zum Registrieren: Auch wenn ich das Argument nachvollziehen kann: es ist keins. Wenn zwei Kolleg*innen fehlen, merkt man es vielleicht nicht (außer, man sucht nach Leuten), aber umgekehrt freut man sich, Leute zu zu erkennen, wenn man sie sieht.
Komplett anderer Kontext, der mir aber zeigte, dass man sehr wohl einiges registriert (und zwar nicht nur ich alleine): Ich war vor ein paar Monaten auf ein Konzert eines großen (lokalen) Orchesters und während des Konzerts fiel mir ein "ach, der und der, könnten auch dabei sein", "und die".. also ehemalige Schüler*innen. und die in den Musikerreihen entdeckt.
In der Pause hat mich einer, der auf der Bühne am Rand mit einem anderen Ex-Schüler redete, mich gesehen (ich saß vielleicht in der 10. Reihe auf der komplett anderen Seite des Raums), gelächelt, gewunken und seinem Gesprächspartner gezeigt, dass ich da war. Am Ende des Konzerts kamen sie dann zu mir und nahmen noch dazu eine weitere Ehemalige, die ich nicht entdeckt hatte. Es hatte NICHTS mit schulischer Würdigung zu tun, gefreut haben sie sich, einen zu sehen und man nimmt doch mehr wahr, als man denkt.
Aber ich habe gut reden. Diese Veranstaltungen langweilen mich zu Tode, ich bin genervt von der Dienstpflicht und vom jährlichen Aufbauschen irritiert (Kleidung und so) ABER: ich hatte weder eine Zeugnisverleihung noch einen Abiball und gönne es jedem / jeder, dass er/sie es genießt und will zeigen, dass ich es auch für wichtig halte.