Beiträge von chilipaprika

    Ich könnte mich extrem über DPD aufregen. Immer, wirklich IMMER, wenn wir ein Paket mit DPD erwarten, wird es verspätet zugestellt, wir sind zuhause, werden aber angeblich nicht angetroffen, es gibt Probleme, also das klappt einfach so gut wie nie. Leider hat man bei Amazon keinen Einfluss darauf, mit welchem Unternehmen verschickt wird. Das Paket heute hätte ich wirklich gebraucht. Nervt einfach nur noch.

    Wenn du an eine Packstation liefern lässt, dann wird es automatisch mit DHL geliefert, oder? Vielleicht hilft es?

    Mehrere Wochen für eine Beurlaubung?
    Das ist eine Sache von 3,5 Minuten. Wie sollte es sonst gehen, wenn mit Wochenfrist für eine Konferenz eingeladen wird oder der Stundenplan umgestellt wird?
    Das ist kein Brief ans Ministerium sondern ein Formular an die SL, weil du ihrer Dienstanweisung (ja, das war eine) nicht folgen kannst.

    Nur mal so aus Neugier: Was gibt es denn für Konsequenzen, wenn man den Erste-Hilfe-Kurs nicht belegt?

    Nur mal so aus Neugier: Warum stellst du diese Frage?

    Das ist nicht so einfach zu beantworten, weil es (tadaaaa!) Ländersache ist, ob du einen aktuellen Erste-Hilfe-Kurs haben MUSST oder nicht.

    Ein entfernter Bekannter aus Frankreich postete letztens auf Facebook, dass er einem pädagogischen Tag fernblieb, weil er aus Trotz keinen Bock hatte und meinte, wird ja keiner merken (zur Einordnung, NICHT zur Entschuldigung: es war an Pfingstmontag, der in Frankreich kein Feiertag mehr ist, aber keiner arbeitet, außer quasi Lehrer*innen und öffentlicher Dienst. Ohne Schüler*innen und Kund*innen)
    Ergebnis: 74 Euro Abzug (Tageslohn).

    Da musste ich wirklich denken: wünsche ich mir auch mal in Deutschland. Bei aller Belastung, die wir haben, können wir uns nicht aussuchen, was unsere Pflichten sind und abwägen, "was passiert", wenn man denen nicht nachgeht. Dann lebt man wenigstens mit den Konsequenzen seines Handelns.

    1) Antrag auf Freistellung stellen (den du jetzt wohl noch nicht gestellt hast, sonst hättest du sicher eine Lösung)
    2) in den Ferien bzw. bis zum Termin einen Erste-Hilfe-Kurs besuchen (und das auch direkt auf dem Antrag auf Freistellung aufschreiben und anbieten).

    ich habe doch nichts gegen deine Vertretung gesagt (nur gedacht, aber das kannst du nicht wissen), antworte also bitte der jeweiligen Person.
    Ich habe noch nie Zeugnisse von Schulen bekommen und hatte damit keine Probleme, die nächste Vertretungstätigkeit zu haben. Hat sich die Lage in den letzten 15 Jahren so sehr verändert? Ich meine, 7 Monate Tätigkeit?

    es ist natürlich einfach gesagt, wenn es dann um das "zweite Staatsexamen" geht, aber: bei meiner Revision (also Probezeit der Verbeamtung) habe ich mich an meinem alten gelernten System gehalten, meine SL hat auch nicht erwartet, dass ich es wie am örtlichen Seminar mache (falls sie überhaupt durchblickt).
    Auch bei externen Beförderungsbesuchen wird es glaube ich gemacht, wie man es konsequent für sich hält.
    Ich bin tatsächlich überzeugt, dass die Trennung didaktisch/methodisch wichtig ist, ich mache es weiter so. Teilziele formuliere ich weiter, eine didaktische Reserve finde ich aber gut, die habe ich "übernommen". Meine Lerngruppen sind gaaaaaaaanz anders als im Ref, meine Differenzierungsmöglichkeiten (und Bedürfnisse) sind also höher.

    Einige Studienseminare (egal welche) haben Literaturempfehlungen für die Unterrichtsplanung. Wenn es "nur" um den Wortschatz geht (du weißt doch, wie man plant, du bist Profi), kannst du sowas wälzen. Da ich selbst nur googeln würde, habe ich keine Empfehlung.
    Wenn eine Bibliothek in der Nähe ist, würde ich vielleicht auch die Fachzeitschriften deiner Fächer (Der Fremdsprachliche Unterricht Englisch fiele mir da ein) durchblättern, du siehst den aktuellen didaktischen Diskurs und viele Methoden. Und in Englisch sind sie wirklich gut (Eine Freundin von mir ist in der Didaktik Französisch und liest IMMER den DFU Englisch, weil sie viel weiter sind (und natürlich auch romanische Sachen).
    Ich bin sicher, es gibt auch sowas für Geschichte, in Politik hatte ich lange etwas vom Friedrich Verlag.

    (Irgendwann habe ich beim Blick auf meine Steuererklärung beschlossen, dass ich mir mit 4 Fächern keine Fachzeitschriften mehr leisten kann, auch nicht mit zwei. Wenn mein Dienstherr der Meinung ist, dass es das nicht wert ist, dann muss er damit leben, dass ich nur selten in der Unibib darin blättere und mit alten Methoden unterrichte)

    Was ist ein Erwartungshorizont? Warum stehen in den Beispielen, die ich gefunden habe, keine expliziten Stundenziele? Warum keine Differenzierung?

    Erwartungshorizont ist auch ein Unterschied, den musste ich komplett einreichen. Also alle Lösungen von Arbeitsblättern, Tafelbild und so.

    Kein Stundenziel und keine Differenzierung: ich hoffe, es sind SCHLECHTE Beispiele, oder aus dem Jahr 1960.

    Rein theoretisch könnte dir jeder von uns einen alten Entwurf geben.
    (und DIR würde ich sogar einen schicken, auch wenn ich 1) am Gym bin, und 2) mit anderer Fremdsprache und anderem Sachfach :D )

    ABER: bei 15 Entwürfen gäbe es mindestens 10 Formaten.

    • Ich musste zum Beispiel im Ref didaktisch und methodisch strengst trennen, meine Reffis (anderes BL, aber eher: anderes Studienseminar) schreiben ein didaktisch-methodisches Zeug.
    • Ich habe mit Klafki als Gott gearbeitet, viele Seminare betteln eher Meyer an.
    • Ich hatte Stundenziele mit Feinziele, JEDER Schritt/Arbeitsphase musste einem Ziel zugeordnet werden. Das ist hier anders.
    • Selbst in der Stundenstruktur und Durchführung gab es große Unterschiede. "Didaktische Reserve" hätte ich nicht haben dürfen ("Wenn man planen kann, kann man planen, und nicht plus minus 10 Minuten"), eine Gymnasialstunde ohne Vertiefung gibt es nicht, und wenn die nicht erreicht ist, kann es keine 4 sein. Hier habe ich schon viele Stunden ohne Vertiefung gesehen.
    • usw...


    Du brauchst also ein Modell von dem Seminar, das dir am Ende prüfen wird. Kannst du nicht einen Reffi fragen, der gerade in Ausbildung ist oder jemand, der gerade rauskam?

    Ich verstehe es, wenn man sich "aus Prinzip" in etwas reinsteigert, aber warum ist dir das so wichtig, jetzt die Kraft, die du gesundheitlich nicht hast, darin zu investieren, wenn du eh weißt, dass du nie wieder einsteigen wirst? Oder denkst du darüber nach und willst es dir offen lassen?

    chilipaprika ich kann nur berichten, wie wir es machen. Und wir sind wirklich stark im Überhang. Trotzdem läuft aktuell Mehrarbeit bei uns.

    habe ich auch verstanden, ich wollte nur sagen, dass ich nicht glaube, dass es an der SL hängt.
    Ich weiß auch nicht, ob wir aneinander vorbeireden. Mehrarbeit haben wir (wie soll es denn sonst gehen, und zum Glück wird es auch bezahlt), aber eine Vertretungsstelle durfte eben nicht ausgeschrieben werden.

    Egal wie man es dreht: es gibt ein Problem, weil die Schulen alle keine Reserven haben und man absichtlich immer wartet, bis etwas gemacht wird. Mutterschutz, erste Wochen von Krankheit, Vakanzen von ziemlich allen Beförderungsämtern, bevor die nächste Person das entsprechende Geld bekommt.

    Und dann fühlen sich die betroffenen "Opfer" schlecht bzw. opfern sich absichtlich (Bewerber*innen).
    @TE: Keine Schule, die gut plant, rechnet nicht damit, dass eine Frau (und auch ein Mann) "wegen Kind" ausfallen könnte. Einfach unterschreiben und dann sehen, ob es überhaupt gesundheitlich so ist, dass Bedarf an was auch immer ist.

    Da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Bis zu 4 Wochen kann die Schulleitung Mehrarbeit anordnen. Auch bei Überhang.

    Nur damit klar ist: Ich bin tatsächlich 100% sicher, dass meine SL sich nicht vor Arbeit gedrückt hat. Hätte ich vor dem Ausfall denken können (habe ich nicht), aber während des Ausfalls hat mir die Sachbearbeiterin der BR das selbst gesagt. Es war ein Zitat von ihr. Es soll mir doch egal sein, ob etwas vertreten wird. Meine SL hätte halt keinen Anspruch und müsse zusehen, wie es klappt. Durch Mehrarbeit von KuK, ja. Aber sie lassen sich nicht zweiteilen (sowohl die Belastung ist endlich, als auch die Menschen, die bestimmte Fakultäten haben)

    Da gehts aber immerhin, wenn die Krankschreibung mehr als 4 Wochen beträgt. Auch kurzfristige Mehrarbeit ist möglich. Und klar ist auch: In der Industrie wird auch erst nach einiger Zeit Ersatz gesucht. Nicht jede Krankschreibung wird gleich aufgefangen.

    Aber grundsätzlich ist das ein echtes Sparmodell, das auf dem Rücken der Kollegien ausgetragen wird.

    Nicht, wenn die Schule reinrechnerisch noch okay ist. (Ich weiß leider, wovon ich rede. Ich hätte eine Bescheinigung über 6 Wochen Krankschreibung 2 Monate im Voraus haben können. Hätte nichts gebracht.
    Und jetzt bin ich über vier Monate raus, bringt auch nichts.
    Eine Vollzeitstelle durch Mehrarbeit (oder einfach nicht vertreten, die Kurse aufteilen, aufbewahren... und einem sagen "Denken Sie nicht dran, werden Sie gesund, ist alles gut." dieses System kotzt mich an. Sorry.

    Das ist aber ein systemisches Problem und nicht die Schuld der Schwangeren.

    Genauso wie bei den Krankschreibungen.

    SYSTEMISCHES PROBLEM.
    Das würde kein logisch denkendes Unternehmen wagen. Selbst im "para-öffentlichen Dienst" der Uni gab es einen Übergabezeitraum bei der Schwangerschaft (also 15 Tage vorm Mutterschutz konnten genutzt werden, keine Ahnung, wie es gewesen wäre, wenn es ein BV gegeben hätte.)

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