Beiträge von chilipaprika

    Man sollte Schulen wie viele Vereine führen.
    12 Stunden Arbeit im Jahr. Ob Müll sammeln, Grünpflege oder Kuchen- und Salatspende (mit Zeitanrechnung). Wer nicht auf die Stunden kommt, bezahlt. (Ich würde übrigens lieber bezahlen, das verstehen einige nicht. Ich weiß nicht, warum der Hundeverein dachte, er könnte mich damit locken, dass "Klos putzen" (an einem Sonntag früh) vermutlich nur eine halbe Stunde dauert, sie mir aber eine Arbeitsstunde eintragen.

    Bei einem meiner Kinder lag zum Abi ein Glücks-Cent auf dem Tisch (also bei jedem Schüler), die Idee find ich auch süß und es haben sich wohl alle sehr drüber gefreut.

    Das hatte ich für meinen ‚Lieblingsjahrgang‘ und dann für meine Corona-Abiturient*innen. Mit einem mini Glückskäfer drauf (100er Packung auf A… mit Aufkleberpunkt)

    Ja, meine 1,0-Abiturient*innen sind definitiv nicht mit 1,0 in Münster Mitte oder gar auf dem Dorf in Niedersachsen, wo ich Ref gemacht habe.
    Und ja, es ist ein Problem, wenn man weiß, dass an vielen Unis innerhalb von 1,0 für einzelne Studiengänge gelost wird.

    (und selbst wenn es bei 1,6 ist, es ist dasselbe).


    Aber ändern kann man es nicht und ein braves Bewusstsein dafür in der Bevölkerung würde zu breiten Aufnahmeprüfungen für jeden Studiengang führen.
    und warum auch immer: es scheint da keine große Korrelation mit dem Studienabbruch zu geben. Vielleicht weil die sehr gute Note eher auch zum Fleiß was aussagt und das bei den meisten Studiengängen das wichtigste ist.

    Vielleicht tut es auch der eigenen Psycho- und Arbeitshygiene gut, nicht in JEDER Pause erreichbar zu sein (manchmal hat man auch Termine, die über die Pause hinaus laufen ;) ) und EINE Pause in der Woche (sie kann vor dem Unterricht sein) ist sicher nicht das Argument gegen Ansprechbarkeit.
    (Ich finde, diese "Ansprechbarkeit" wird ein bisschen künstlich hochgetragen (nicht jetzt gegen dich), bei uns ist es das Argument der Stufenleitungen und SV-Vertrauensleute, usw.. Tja, dafür gibt es noch sehr viele andere Pausen, die SV-Sitzungen, die Kursstunden, usw..

    Ich hatte mal für mich eine Liste erstellt. Wir haben von 8. bis 13. Klasse jedes Jahr mindestens drei "Ganzschriften" im Deutschunterricht gelesen, davon jeweils mindestens zwei klassische.

    Evtl. scheint das nicht mehr oder nicht überall oder generell nicht pauschal der Fall zu sein.

    anderes BL, andere Zeit, andere Schule oder was auch immer.

    Es ist DEFINITIV nicht mehr der Fall.

    bei uns:
    8-10: eine Ganzschrift und es ist in der Regel eine moderne (Tschick...)

    EF: eine Ganzschrift (Galileo Galilei oder die Physiker zur Zeit)

    Q1-Q2: mein LK liest 3 Ganzschriften. 2 gesetzt und 1 als Vergleich, die wir selbst wählen. Keine davon ist Goethe. Die "klassische" gesetzt ist der zerbrochne Krug, Woyzeck ist unser Vergleichdrama, Heimsuchung ist das dritte Werk.
    Und ich setzte meine Hand ins Feuer, dass einige SuS keins der zwei Dramen vollständig gelesen haben, es wird bei Heimsuchung noch mehr betreffen.

    man darf nicht vergessen: was jemand nicht macht, wird umverteilt.
    Wenn die erweiterte Schulleitung (bei uns mittelgroßes Gym, 5 Personen inklusive SL), das Stundenplan-Team (2-3) und die SV-Vertrauenspersonen (2), die Stufenleitungen haben auch weniger, und vielleicht noch 1-2 Ämter, die mir gerade nicht einfallen, dann ist es einiges, was weiter umverteilt wird.
    Ich habe im regulären Stundenplan 3 Bereitschaften und 3 Aufsichten. (die oben genannten Personen sind nur von Aufsichten befreit, ESL zusätzlich von Bereitschaften.), das macht einen Unterschied.

    Es gibt unterschätzte Hochbegabte, die auf der falschen Schulform landen, aber es gibt kein generelles Problem, dass Hochbagabung ein erhöhtes Risiko für ein Scheitern im Bildungssystem ist, im Gegenteil, der weit überwiegende Teil der Hochbegabten ist in unserem Bildungssystem außerordentlich erfolgreich.

    1) Ich habe es nicht verallgemeinert.

    2) "falsche Schulform"? Was heißt das? Die Schulform wird ja nicht nach IQ vergeben (auch wenn es Korrelationen geben kann).

    3) Die Anzahl an Erwachsenen, die erst später diagnostiziert werden, sagt was Anderes.
    Und wenn jedes Kind mit Schwierigkeiten, dem nicht geholfen ist, eins zuviel ist, gilt es auch für diejenigen mit vermeintlich hohem Potenzial. Potenzial braucht auf jeder Stelle der Skala Unterstützung zum Entfalten.

    1) du wiederholst dich.

    2) Ich bin ziemlich sicher, deine Tochter hat keine Punkte für einen auswendig gelernten Text bekommen, sondern (du schreibst es selbst) für Bezüge.
    ich habe zu wenig Ahnung von Kunst, um jetzt was zu schreiben, aber ich würde JEDEM Schüler unter dem Stichwort "weitere Punkte" im Erwartungshorizont Pünktchen geben, der aus anderen Themen etwas erwähnt, was passt. Und genau darauf trainiere ich meine SuS in (allen!) meinen Fächern. Wie sagt man so schön? Die Welt ist nicht in Fächern unterteilt, auch nicht in "Schwerpunktthemen". Wer in seiner SoWi-Arbeit schlaue Bezüge aus seinem Erdkunde-LK (Wirtschaft, Humangeografie, Tourismus, Städtebau...) macht: Perfekt! Wer in seiner Französisch-Arbeit über die Kolonialzeit im Senegal gute Bezüge zur aktuellen Situation in den Banlieues oder zur postmigrantischen Literatur in den USA macht: Genial!
    Wer in Päda in der Arbeit zur Erziehung im Nationalsozialismus Bezüge zur kognitiven Entwicklung, zur Moralerziehung und zur Jugend und Realitätsverarbeitung von Hurrelmann, ohne dass danach gefragt wurde: DAS sind die 15 Punkte. DAS sind die "mehr als erwartete Leistung".

    Nicht zwei Seiten vorab auswendig gelernter Text, der offensichtlich nur ein bisschen in etwa zur Aufgabe passt. Natürlich ist es nicht verboten, einen Text auswendig zu lernen. Wer aber in einem Bewerbungsbrief sich für einen Job in London als Bauarbeiter bewirbt, obwohl es sich um ein Praktikum als Laborassistant in York handelt, hat eben NICHT verstanden, wo man die Bausteine auswechselt, wie man etwas anpasst, und im Prinzip ist es keine eigene Leistung mehr.
    Dass man zuhause einen sogar krass anderen Schreibstil hat, ist nicht glaubwürdig, also ist es sogar vermutlich ein Plagiat.

    so große Budgets kenne ich nicht.
    Aber für eine NaWi-Ausstattung hat ein Kollege vor ein paar Jahren 5000 Euro "eingeworben", je zur Hälfte bei Sparkasse und Volksbank.

    Ich glaube sowas wie "Stühle und Tische" wird nicht so gut klappen.
    "Bank und Tische für das "Außenklassenzimmer" neben dem Schulgarten" wiederum schon. Also: Ist es eine Pflichtausstattung? Kann man einen Teil durch verschiedene Projekte einwerben und dann einen Zuschuss von Anderen? Bei so einem Antrag wird gerne ein Finanzplan gesehen, wo man zeigt, was man selbst dazu gemacht hat, wo das Geld hinfließt. Es ist auch ein Unterschied, ob es ein kleines Projekt für 10 SuS ist oder der ganzen Schule zu Gute kommt.

    Können die 25000 Euro in verschiedenen Stücken, Zeiträumen und Etappen ausgegeben (und eingeworben) werden?

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