Beiträge von chilipaprika

    Das verstehe ich nicht.

    - Mit Krankheit meine ich längere Erkrankung mit Wiedereingliederung im Ausnahmefall. Kann ich dann im Folgejahr abbummneln, was mir im Jahr der Erkrankung mehr auf dem Stundenplan steht?

    - wenn ihr in den Ferien die Überstunden abbummelt, ist ja wirklich gar nichts gewonnen.

    Also: wenn ich krank bin / Urlaub habe, wird in meiner Exceltabelle das Soll (und das Ist) eingefroren.
    An allen anderen Tagen sollte ich 8:12 arbeiten. Es ist sehr selten der Fall, sondern eher 9 Stunden oder 8 (oder 6), aber halt nicht "8 Stunden 12 Minuten"


    Und weil ich soviel drauf habe, bummle ich zur Zeit ganz viel ab und sehe, wie jeden Tag meine Überstundenzahl runter geht, bzw. Urlaubstage auch.

    Meine Kollegin mit Reha (und ich vermute bald Wiedereingliederung oder eine ähnliche Maßnahme, zumindest möchte sie es gerne) würde dann in ihrer Tabelle die neue Anzahl an Stunden aufschreiben (4 Stunden statt fast 8, zum Beispiel) und müsste DIESE Zahl erfüllen, würde aber ihr Geld entsprechend der Vollzeitstelle beziehungsweise (weil Krankengeld) dem entsprechenden Anteil.

    Wir bewegen uns jetzt aber in unterschiedlichen Konstrukten: Arbeitsrecht / Beamtenrecht (Weiterzahlung der Bezüge!), Schulsituation / Nicht-Schulsituation (Ich würde meine Stelle mit mehr als ein Jahr Urlaubsanspruch verlassen, die Bezirksregierung hat mir geschrieben, dass ich den Urlaubsanspruch habe: in den Ferien. Das heißt: ich kann meine 35 Urlaubstage vor dem Start des Schuljahres, in den Herbstferien und zu Weihnachten noch 2024 abfeiern). Das ist natürlich absurd aber auch dem Umstand geschuldet, dass ich einen Stellenwechsel vor mir habe. Würde ich bleiben, wäre es anders (es gibt verschiedene Gründe für das Aufsammeln der Überstunden und Urlaub und ein Grund ist auch Erkrankung während Urlaub, so dass mir fast 3 Wochen neu gutgeschrieben wurden.
    Also habe ich gerade immer die Hälfte der Woche Zwangsurlaub, um zumindest nur die Hälfte zu verschenken (damit alle Stellen sich wohler fühlen..)
    Im Schulsystem könnte/müsste ich beim entsprechenden Sammeln von Krankschreibungen (klopfklopf, dass dies nicht passiert!!) nachweisen, dass mir Erholungsurlaub fehlt.


    Und für die normalen Fälle von Überstunden auf dem Arbeitszeitkonto: Irgendwann wird es von der "Politik" anerkannt, dass unsere Arbeit im großen Ganzen schwer in der Zeit zu schaffen ist und bis dahin müssen wir selbst auf uns Acht geben. Zeit protokollieren, unnötige Aufgaben kürzen / zurückgeben.

    Außerdem sehe ich wirklich nicht ein, mich um alle Kinder zu kümmern, weil ich mich gerne auf die Kinder fokussieren möchte, die FÖRDERBEDÜRFTIG sind. Sonst kann ich gleich Grundschullehramt studieren.

    ...
    Komischer Satz von jemandem, der Pädagogin werden möchte.
    Ist nicht JEDES Kind förderbedürftig?
    Auch dasjenige, das "keine Probleme" (zuhause, im sozialen Umgang, in Mathe..) hat?
    Auch dasjenige, das eben alles kann und droht sich zu langweilen, wenn es nicht gefördert/gefordert wird?

    Wenn du NUR Einzelförderung ohne jedweden Klassenunterricht machen willst ist der Schuldienst der falsche Weg.

    Guck dir mal die Ergotherapie an.
    Vielleicht auch Logopädagie, usw..
    Eine Studentin von mir hat letztens ein Praktikum bei einer Ergotherapeutin gemacht und ich habe beim Lesen des Berichts viel gelernt. Sie störte sich daran, dass sie nicht nur Kinder gab, aber auch solche Stellen gibt es sicher, wenn man sich spezialisiert. Bei uns um die Ecke ist zum Beispiel eine Tagesklinik für Kinder- und Jugendliche, sie haben auch festangestellte Ergotherapeut*innen, Sozial- und Förderpädagog*innen.
    Sie machen ihre 40 Stunden (oder 39,XX Stunden) und gut. Allerdings das ganze Jahr ;)

    Entschuldige bitte, aber was meinst du genau mit der Frage "wie viele von euch bilingual" unterrichten?

    Ich unterichte an einer bilingualen Schule. Wir unterichten ausschließlich in unser jeweiligen Muttersprache.

    der "bilinguale Sachfachunterricht" an "normalen" Schulen ist der normale Sachfachunterricht (d.h. ein Kollege mit Fakultas im Fachfach unterrichtet eine Klasse, der Inhalt ist der Inhalt des Faches, die Bewertungsgrundlade ist das Sachfach), nur dass das sprachliche Medium eine andere Sprache ist. (Dafür muss also die Lehrkraft ein Mindestsprachniveau in der jeweiligen Sprache haben. Idealerweise auch eine didaktische Qualifikation im bilingualen Unterricht).


    Der "bili-Zweig" an meiner Schule betrifft die Fächer Geschichte, Erdkunde und SoWi. In der Oberstufe in der Regel Erdkunde, könnte was Anderes sein, wenn die Wahlen anders wären.

    Ich unterrichte (leider?) nicht bilingual, könnte es rein technisch (habe ein Sachfach, was an meiner Schule bilingual unterrichtet wird und eine Bescheinigung über das Mindestniveau), unterlasse es aus Respekt vor den Schüler*innen aufgrund meines holprigen Akzents.

    Ich habe aber im Ref (eine (selbstzusammengestellte) Lerngruppe!) bilingual unterrichtet, um die Bili-Qualifikation zu erwerben, allerdings in meiner Muttersprache.

    Materialien: keine. selbst erstellen / zusammenstellen.
    Der Kurs / die AG kam bei den Schüler*innen sehr gut an, war aber nicht auf eine Langfristigkeit angelegt. DIE Gruppe hätte es für mehrere Jahre in unterschiedlichen Fächern belegt, aber nicht unbedingt die Stufe drunter. Dass ein bili-Angebot also je nach System sehr viele Ressourcen nimmt, sollte man wissen.

    Schön ist auch, wenn beim „Beseitigen“ des Papierstaus das Papier so zügig herausgerissen wird, dass ein nicht mehr greifbarer Rest irgendwo im Inneren zurückbleibt und die entsprechende Klappe dann so zugedonnert wird, dass man quasi das ganze Gerät in die Tonne kloppen kann.

    und man nie weiß, WER das gemacht hat (bis man doch den Krümelrest bekommt und sehr wohl den Kollegen an den Kopiervorlagen erkennt).

    Das gilt jedoch nur noch für Privatpatienten. Bei den anderen wird es als E-Rezept direkt in die Apotheke geleitet - und auch dort nicht mehr ausgedruckt.

    Wenn wir schon bei Spitzfindigkeiten sind: auch nicht jede Arztpraxis ist so weit (ich weiß es: mein Arzt ist gesetzlich versichert und wir waren beide in den letzten Monaten sehr viel beim Arzt, ich kann vergleichen).

    A propos: Auch dir werden viele Tätigkeiten als Lehrer abgenommen. Die Schulsekretärin, der/die SL - und auch der Hausmeister und der Reinigungsdienst - sitzen nicht zur Zierde herum.
    BTW: In den 24/26/28 UE und den Ferienzeiten sind eine Menge Stunden eingerechnet, die für Verwaltung, Korrektur, Vorbereitung, Klassenfahrten und "Tage der offenen Tür" vorgesehen sind.
    Für Beamte in Ba-Wü gilt eine wöchentliche Arbeitszeit von 41 Zeitstunden und ein Urlaubsanspruch von 30 Tagen. Auch für Lehrkräfte.
    Zudem ist (fast) jeder 2.Samstag Schultag - selbst wenn kein Unterricht stattfindet. Die Zeitstunden der Samstage wurden nur auf die Wochentage (und Ferienzeiten) verteilt.

    Ich befürchte, im Alter fällt dir das Lesen schwer.
    Es geht hier nicht darum, ob uns keine Aufgaben abgenommen werden, sondern darum, dass einige Aufgaben, die man einfach "hop hop, ist durch das Deputat abgedeckt" immer wieder hinzufügt, nicht woanders effizienter aufgehoben wären.
    Da hast du dir die Falsche ausgesucht, ich bin mir ziemlich sicher, meine 41 wöchentlichen Stunden jährlich zu leisten. Ich weiß, was ich jetzt gerade mache.

    Und es ist ein Fakt, dass das Herstellen von Differenzierungsmaterialien, das Schreiben von Förderplänen, das Fördern, usw.. viel sinnvoller verwendete Arbeitszeit wären, als die 4. Aufsicht der Woche, das Schlangenwarten am Kopierer oder das Auflisten der Fehlzeiten.
    Die Länder, die es anders machen als Deutschland, tun das nicht aus Menschenfreundlichkeit, sondern aus ökonomischen Gründen.
    Aber solange es zu meinen Tätigkeiten gehört (und es wird sich eh nicht ändern), mache ich es.

    Das verstehe ich nicht wirklich. Dann könnte die betreffende Ärztin/Arzt dir doch auch direkt diese Unterlage(n) geben. Warum der Umweg über den Empfang? Gibt's dadurch irgendwie einen "Zeitgewinn" für den Arzt/die Ärztin? Den sehe ich darin nicht wirklich

    Ich bin nicht die Frauenärztin, ich kann es dir nicht sagen (sie macht es so). Vermutlich könnte die Person am Empfang noch was hinzufügen?
    Oder die Ärztin möchte keinen Drucker bei sich im Untersuchungszimmer haben, obwohl es auch einen am Empfang geben MUSS? (Bei meinem Hausarzt gibt es den Drucker im Flur zwischen den zwei Untersuchungszimmer und 3-4 Meter vom Empfang weg. Lärm? Belästigung?

    Dann ist auch der Schulassistent für unsere Schule ein gutes Beispiel: Der füllt bei den Kopierern das Papier nach, ersetzt Tonerpatronen usw. ;)

    unterschiedliche Welten: das tun wir auch ;) (naja, nicht jede*r Kollege, einige stellen dumm oder sind sich zu fein dafür, dann macht das eben ein anderer Kollege.

    ich glaube, der Fachkräftemangel ist bei euch noch nicht angekommen, Humblebee

    Mein Arzt druckt definitiv kein Rezept selbst.
    Und ich kann dir das vom Hausarzt und drei Fachärzten, zu denen ich regelmäßig gehe, sagen.
    Je nach Arzt (keine Ahnung, ob es mit dem Vertrauen, dem Verantwortungsbewusstsein oder den verschriebenen Medis zu tun hat) liegt das unterschriebene Rezeptpapier da und wird gedruckt, oder ich muss warten, bis der Arzt wieder rauskommt und 10 Zettel unterschreibt.
    Oder der Arzt/die Ärztin drückt vom Untersuchungszimmer aus und es wird am Empfang bestätigt.

    Nebenbei: der Arzt ist ein gutes Beispiel: bei den meisten Fachärzten wird ein Teil der Tätigkeiten (Blutdruck messen, "Anamnese" und so) von der Assistentin übernommen. Blut wird auch nicht vom Arzt übernommen, auch wenn er es könnte.

    Den Teil finde ich etwas problematisch. Noten werden doch nicht verhandelt, sondern basieren auf vorangegangenen Leistungsüberprüfungen.

    joa.
    Wenn aber sowohl die 5 in Englisch als auch in Latein überraschend kommen ( = waren nicht bekannt / vorgewarnt), kann etwas nicht stimmen.
    Sowohl in der Notenbildung als auch auf der formalen Ebene.
    Dann muss man als Lehrkraft auch vielleicht 5 fallen lassen, wenn die Note erst gegen Ende des Schuljahres auf 5 gekippt ist...

    chilipaprika : In deiner Grundschulzeit in Frankreich gab es "Kopierfrauen"? Nie gehört, dass es solche Personen auch in Deutschland gab. In meiner Schulzeit haben die Lehrkräfte ihre Matrizen oder Kopien ebenfalls alle selbst hergestellt.

    ja, in meiner Grundschule. Sicher nicht überall. Sie hat natürlich auch andere Sachen gemacht (was, weiß ich nicht :D ), vermutlich Verwaltungs-/ teil pädagogische Aufgaben gehabt. Sie hieß nicht Kopierfrau, sondern Madame Pigeard, aber es sagt euch nichts. In meinem Dorf wissen Generationen von Kindern, wer Madame Pigeard war und als sie vor ein paar Jahren in Rente gegangen ist, war ein Artikel in dem Dorfnewsletter genau das: der Geruch vom Kopierer und der Matriz, die warmen Kopien..
    (sie war auch definitiv in der Mittagspause eine der Mensa-Frauen)

    (Matrizen kenne ich auch, aber in meiner Grundschule waren wir zu meiner Zeit schon raus. In der weiterführenden Schule wiederum, wo alles streng kontingentiert war - anderer, ärmerer, Sachträger, und da haben einige Lehrkräfte eine private Matriz zu Hause gehabt. Meine Biohefte sind voll von lilanen und grünen Blättern, die so toll rochen ;)

    Aber Frankreich hat tatsächlich 1001 (schlecht bezahlte) Helferlein, damit die schlecht bezahlte Lehrkräfte wirklich fast nur unterrichten.

    Humblebee Ersetze den Begriff "überqualifiziert", der vielleicht anstößlich klingt, durch "überbezahlt" und ineffizient.
    Wenn ich auf meine 41-Stunden wöchentliche Arbeitszeit achten würde und davon ausgehe - nicht übertriebe, dass ich pro Woche zwischen 40 und 50 Minuten da stehe (5 (bis 10) Minuten pro Tag plus die regelmäßigen Großaufträge à la Klausur, Erwartungshorizont, usw..), dann ist es einfach verschwenderisch. Für A12/A13 (und mehr) wäre ich viel besser dran, einen Förderplan aufzuschreiben, eine Musterlösung zu formulieren, oder (verrückt!) mich in die aktuellere fachdidaktische Forschung einzulesen.
    Nicht, weil ich etwas besseres bin, sondern, weil es Sachen gibt, die ich delegieren könnte, um selbst was wichtigeres und adäquateres zu machen. Opportunitätskosten dieser Kopierzeit ist die fehlende Weiterentwicklung meines Unterrichts.

    In meiner Grundschulzeit war es die größte Belohnung, wenn man als Kind zur "Kopierfrau" flitzen durfte, die dann ein Blatt zum Klassensatz kopiert hat, man durfte warten und dann die warmen Blätter nach oben tragen.
    Rückwirkend war das die Differenzierung nach oben, die meine Lehrkräfte schon vor der Zeit erfunden hatten :D . Man musste nicht nur "schnell" fertig sein ( = vor den Anderen), sondern auch alles richtig haben.

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