Beiträge von chilipaprika

    Du meinst die Vollmacht, die man bei der Polizei in Präsenz eines Polizisten unterschreibt? (bzw.: Gendarme, also Armee im Inneren)?

    Das ist auch möglich und ich bin sicher, dass auch die zweckentfremdet wird. ABER: die Hürden sind echt viel größer. Glaub mir, ich habe schon mehrere Vollmacht-Erklärungen ausgestellt, an unterschiedlichen Orten, und es war echt nicht "einfach so" (gut, ich habe es zum Teil aus dem Ausland gemacht).
    Fakt: ich war schon mal mit der Person, der ich die Vollmacht ausstellen wollte, sie durfte nicht in den Raum mit. Und nirgendwo durfte eine andere Person neben mir stehen.

    Fun fact: Eingebürgerte Deutsche stimmen weit überdurchschnittlich häufig ab. Im Kanton Zürich wurde das mal repräsentativ erfasst. Während die allgemeine Stimmbeteiligung üblicherweise bei um die 50 % liegt, liegt sie unter eingebürgerten Deutschen bei sowas wie 75 %.

    Interessant. Wurde auch erfasst / Hypothesen formuliert, woran es lag? ("ENDLICH demokratisch mitwirken" wird es jetzt wohl kaum sein, oder doch nach dem ewigen Einbürgerungsprozedere? (Da ich vorher in meinem Leben als Französin nur eine Wahl ausgelassen habe - und das lag daran, dass 300km zu Botschaft zu weit waren UND ich kein Vertrauen für eine Vollmacht hatte), kann ich keine Vergleiche ziehen, aber man hätte mir meine erste Wahl als Deutsche für nichts in der Welt nehmen können (auch wenn sie sehr unspektakulär war)

    klar wurde ein Häkchen gemacht und mein Wahlschein genommen.
    ABER: keiner hat überprüft, dass ICH das war.
    auch mit Perso (nur vorzeigen) wird nicht unterschrieben, das heißt, es gibt später kein Nachweis, dass ICH es war.

    (und ja, das Mehraugenprinzip ist da, keine Frage, trotzdem kannte mich KEINE*R und ich wurde nicht gefragt, mich auszuweisen (bzw. ich habe es sogar angeboten., es wurde verneint. )

    Inwiefern? Hatte Trump diesbezüglich doch recht?

    Es gab in den 60ern auf Korsika richtig krasse Betrügereien (1% Briefwahl auf dem Festland, 20-70% auf Korsika), da haben Tote und ausgewanderte Menschen, Tourist*innen und so gewählt.
    Zum Beispiel. Das ist der Grund für die Abschaffung der Briefwahl in den 70ern und auch wenn ich davon ausgehe, dass es in Deutschland nicht in einem solchen Ausmaß geschieht: es ist da nichts Sicheres drin.

    Mich irritiert, dass in meinem Wahllokal nur Bleistifte ausliegen. Auf Nachfrage nach einem anderen Stift gabs sichtlich genervte Wahlhelfer, man musste erstmal in anderen Räumen suchen und die sich bildende Schlange war auch nicht begeistert. Aber ernsthaft, Bleistift ist einfach strange (wenn auch offensichtlich gestattet, wie ich inzwischen ergoogelt habe). Ich mache demnächst lieber Briefwahl/fand das heute alles sehr nervig.

    Schreibstift in der Wahlkabine - Die Bundeswahlleiterin


    Ich habe es gerade gegoogelt und bin jetzt noch irritierter, mir war nicht bewusst, dass man mit Bleistift wählen darf. Das hatte ich (zum Glück) noch nie.

    1) Ich habe heute ein Kärtchen abgegeben, mein Name wurde genannt, ich habe gewählt.
    Ich wurde (von keinem der Wahlhelfer, keine*r kannte mich) nach einem Ausweis gefragt, nach irgendetwas...
    Aus meiner "französischen" Wahlpraxis aber auch "theoretischen" Überlegungen (Ist es WIRKLICH die Person? Hat sie einen Zettel abgefangen?) total surreal.

    2) vgl. oben.

    Das Prozedere ist in Frankreich viel "zeremonieller", aber auch ritualisierter, transparenter und durchaus "sicherer".
    Ich mag den "offizielleren" Ablauf mehr, wo man wirklich ein kleines Parcours abläuft (Stimmzettel, "Umkleidekabine" zum Wählen (die Stimmzettellösung ist aber in Deutschland viiiiiel besser gelöst (ökologisch, ökonomisch), in Frankreich kreuzt man nichts an, sondern jede Partei hat einen Zettel und man packt einen einzelnen Zettel in den Umschlag), dann wird im Wahlregister überprüft, dass man drin ist (4 Augen-Prinzip!), der Name wird laut gesagt, man geht zum nächsten, UNTERSCHREIBT das Wahlregister nach Vorzeige des Persos (zumindest, wenn ich nicht in meinem Dorf gewählt habe), geht zum nächsten, wirft ostentativ den Umschlag ein, der Mensch an der Urne "öffnet" die Falte, der Umschlag fällt ein (man sieht es, denn die Urne ist TANSPARENT!), der Mensch sagt laut und deutlich "a voté" (hat gewählt) und voilà, fertig...

    Briefwahl ist in Frankreich nicht möglich, wurde aus gutem Grund abgeschafft, es gibt aber die Möglichkeit der Vollmacht. Diese wird aber nicht aus der Entfernung mit einer (Fake-?)Unterschrift oder einem Klick online beantragt. Ist umständlicher, keine Frage.
    Umständlicher ist auch eindeutig die Wahl aus dem Ausland, wenn man keine Vollmacht erstellen will (oder es zu spät ist).

    Die Anstellung einer extra Person ist ja in einigen Ländern üblich, liegt aber außerhalb unserer Entscheidungskompetenz. Es sei denn, man entscheidet sich evtl. Stunden aus dem Lehrertopf dafür zu nehmen, aber auch die reichen vom Umfang her bei weitem nicht aus.

    Ja, ich war im Fantasy-Land und dachte an RICHTIGEN Reformen und Veränderungen unseres Arbeitsplatzes. Die Arbeitswelt ist im Wandel und es würde nicht schaden, wenn die Schule sich dem Wandel anschließen würde...

    finde es ein Unding, dass Vollzeitkräft in NRW im Vergleich zu Teilzeitkräften so Nachteilhaft behandelt werden.

    Dem schließe ich mich vollumfänglich an. Am liebsten würde ich um eine Stunde reduzieren, um die ersten 4 Vertretungen auch zum vollen Satz mitnehmen zu können.

    Meiner Meinung nach kann das unsägliche "Siezen" gerne komplett aus dem Sprachgebrauch verschwinden. Ich finde es auch witzig, dass Chilipaprika mit muttersprachlichem Hintergrund, wo ja auch ge-vous-t wird, das genauso sieht.

    Mein Partner ist ja US-Amerikaner, der duzt in Deutschland einfach jeden, ohne darüber nachzudenken. :D

    mmm... entweder bin ich missverstanden worden (habe mich unklar ausgedrückt) oder ich missverstehe dich.

    Ich finde das Aufzwingen des Du ganz furchtbar, ich als Studentin) möchte einen Prof NICHT duzen (wenn Andere es tun, stört es mich nicht, auch wenn ich es irritierend finde), ich finde es unangenehm, dass der Prof mich so lange duzt, bis ich es auch machen muss.
    Ich (als Dozentin) kann NICHT von Studis geduzt werden, ich kann es nicht mal anbieten.

    Den ehemaligen Schüler*innen, die von sich aus "du" gesagt habe, habe ich nicht widersprochen, ich habe aber tatsächlich erst einem (ehemal.) Schüler geschafft, aktiv das Du anzubieten (und eigentlich hat das eine dritte Person wissentlich eingefädelt).

    Also, was DAS angeht, bin ich kulturell sehr geprägt und meine familiäre Sozialisation ist da sehr konservativ. Immerhin duze ich aber jetzt meine Schwiegereltern ;)

    Interessanterweise hatte ich das Thema diese Woche in einem Uniseminar (als Teilnehmerin) und die Professorin meinte, dass es fächerbedingt durchaus sei, dass einige Kolleg*innen zum Beispiel in kleinen Workshops das Du anbieten würden, sie es dann aber doof fände, wenn man sich dann in einem anderen Kontext trifft und Studierende gesiezt werden, andere geduzt, usw..

    Wie gehst du denn damit um, Antimon? Es haben wohl nicht alle deine SuS das Angebot angenommen, wie fühlt sich das für dich an? Ich finde es fair, dass es für jede*n eine Lösung gibt. Wenn man selbst weiß, wie die andere Form bei anderen entstanden ist (jede*r hat die Wahl), finde ich es zwar umständlich aber unproblematisch.
    Mir wurde schon in verschiedenen Situationen das "Du" auferzwungen (also: angeboten und beleidigt gewesen, dass ich nicht darauf einging), wo ich mich unwohl fühle (Hierarchiegefälle, auch wenn die andere Person es nicht wahrhaben will und abtut..)

    Staatsexamina habe ich immer eingereicht. Klar ist es logisch, dass man eins hat, aber ich empfand es als selbstverständlich, auch wenn es dann viele Seiten werden. Bachelor/Licence/Maitrise habe ich nicht eingereicht.
    Abizeugnis: ist wirklich verjährt, ist keine Voraussetzung für den Job, steht im Lebenslauf.

    In NRW ist die Schule dazu verpflichtet, die Ausbildung in BEIDEN Unterrichtsfächern sicher zu stellen. Heißt konkret, du solltest in beiden Fächern BDU bekommen und deine restlichen Stunden (Hospitationen und angeleiteter Unterricht) möglichst gleichmäßigauch auf beide Fächer aufteilen. Du musst dich ja vernünftig auf die Prüfung vorbereiten können.

    Du hast sicher ein paar Seiten übersprungen, aber wir haben es in der Zwischendiskussion ausführlich diskutiert und belegt: es ist der Regelfall, aber keine Verpflichtung im Sinne, dass man es einklagen könnte.
    Auch im Ausbildungsunterricht kann man sich vernünftig vorbereiten.
    (und auch im Ausbildungsunterricht kann ich als offizielle Lehrkraft einen Kaffee trinken gehen (Mein Ausbilder hat übrigens Klausuren korrigiert und weil wir (der Kurs) ihm zu viel Ablenkung waren :-D, ist er nach 20 Minuten (weil er zum Beispiel den Einstieg besonders gucken wollte) in die Bib gegangen. Je nach Ausbildungsstand im Ausbildungsunterricht wirklich verträglihc.

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