naja, nur, weil ich weiß, was mein Kollege gepunktet hat, heißt es nicht, dass ich bei Meinungsverschiedenheit nichts sage (gebe aber zu, dass es ein Manko bzgl. Validität ist UND es doch eine Hürde ist, beim Kollegen aufzutreten. Meine Punktunterschiede waren immer innerhalb von 1-2 Notenpunkten, also nicht so, dass wir uns die Köpfe eingeschlagen hätten..
Beiträge von chilipaprika
-
-
so ist es.
Leider. -
So dürfen WIR meinetwegen argumentieren und für uns in Kauf nehmen, so dürfte aber nun mal kein Gericht argumentieren.
Ob ich mir "nur" drei mal die Woche "nur" 90 Minuten die Augen anstrenge oder Schulterschmerzen zuziehe, ist trotzdem ein Problem. Jemand in Teilzeit kriegt auch keinen schlechteren Arbeitsplatz, weil er nur einen Tag pro Woche arbeitet.
Ich spiele jetzt Advocatus Diaboli, ich bin sehr zufrieden mit meinem nicht vollständig arbeitschutzkonformen HO-Arbeitsplatz und flexibler Arbeitsgestaltung, aber ja, krass, dass die Kollegin mit Rückenschmerzen mit Antrag einen höhenverstellbaren Schreibtisch bekommen hat, ein Kollege mit Sehschwäche eine Brille für den Arbeitsplatz.
Und nach drei Wochen mit zwei Bildschirmen hatte ich wirklich ein Gefühl, was ich doch an Erleichterung verpasst hatte, weil ich bisher mit "nur" einem (eigenen) Laptop gearbeitet habe. Seitdem undenkbar.
Ich arbeite gerne und weiterhin am Laptop, aber viele Aufgaben kann ich nur noch am großen Bildschirm erledigenund das wird bei Klausuren- und AB-Herstellung der Fall sein. -
Nicht schlecht. Nach meinem kleinen Ausflug außerhalb der Schule und allen Papieren, die ich unterschreiben musste, was ich alles zuhause erfülle, damit mir Home Office überhaupt genehmigt wird, durfte ich einiges über besagte Mindest-Voraussetzungen lernen, da kann man als Lehrkraft schön staunen.
-
Ja, sollte man. Hat man?
Mit deiner Argumentation: An den anderen Schulformen hatte man auch Mathe, Deutsch und (extra für dich) Reli. Warum dann weiter in der Oberstufe und nicht ein britisches Modell mit nur 2-3 beliebigen Fächern?
Die ach so böse Interpretation ist nicht losgelöst von Kommunikation und Spracherwerb. -
Es gibt Schulen ohne Räume mit Tischen, Stühlen, Computern und Druckern?
nur bezogen auf diese Frage:
Ich bezweifle, dass es viele Schulen gibt, die die Kombi Tisch / Stuhl / Computer im Sinne des Arbeitsschutzes außerhalb der Funktionsstellenbüros haben (und selbst in den Büros). -
und zum Thema:
Obwohl ich selbst in meiner Schulzeit ALLES gemacht habe, um kein Englisch zu belegen und/später abzuwählen (und immerhin konnte ich es zur 4. Fremdsprache in der Abiprüfungsfolge degradieren), bin ich dankbar dafür, dass ich einen guten Oberstufenberater hatte, der dies zu verhindern wusste und jenseits der "Fälle" "gerade zugewandert und Englisch kann nicht noch neben Deutsch nachgeholt werden" halte ich dies für fahrlässig, jemanden in unserer globalisierten Welt Englisch abwählen zu lassen. Man muss ja nicht die Sprache einbringen, aber belegen sollte dies jede*r. -
Eine kleine Minderheit. Ich unterrichte nicht Latein, kriege das entsprechend nur über die Kollegen mit. Pro Lateinkurs sind es zwischen 1 und 3, die Englisch zugunsten von Latein abwählen. Bei Französisch ist es ähnlich, wobei ich auch hier seltenst in den letzten 2 Kursjahren eingesetzt bin. Wie gesagt, es kommt vor, ist aber natürlich kein Massenphänomen.
wow, du hast aber echt Turbo aufgesetzt, um das Studium und das Ref in den Fächern durchzukriegen..
-
In NRW ist es sogar dieselbe Beurteilung für die zwei Bewerbungen
-
Schon klar. Davon sprechen wir aber nicht.
Sondern von den real existierenden häufigen Situationen (in einigen BL und Schulformen), die Fächer zu einem Verbund (GL zb) zu machen und eine Lehrkraft alles unterrichten zu lassen.
Das kenne ich aus Gesamt-, Real- und Oberschulen aus RLP, NDS und NRW.
Bei Hessen (da war ich kurz ‚U+-Kraft‘) kann ich mich nicht erinnern.
Wenn jemand zufällig 2 oder 3 Fächer des jeweiligen Verbandes oder den Verband studiert hat, bringt er/sie die Qualifikation.
Ich bin NICHT in Geschichte qualifiziert und mein Kollege ist NICHT in Politik qualifiziert. Zumindest nicht angemessen nach meinen Qualitätsansprüchen.
-
aber ein von einer Lehrkraft unterrichteter Fächerverbund läuft auf das selbe hinaus: 1 oder 2 von 3 Fächern werden fachfremd unterrichtet.
-
Ich verstehe auch nicht, inwiefern man als Lehrkraft degradiert würde, wenn man seine studierten Fächer statt unter drei Überschriften unter einer Samnelüberschrift unterrichtet.
Etwas weniger dramatisch ist rhetorisch ggf. überzeugender.

Ich bin womöglich auch (gerne) ein bisschen dramatisch und Zehra meint es vielleicht nicht so, ABER:
Ich fühle mich schon durchaus veräppelt und "degradiert", dass mein Fach (Politik/Wirtschaft) auch an meiner Schulform / Schule dem Klassenlehrer überlassen wird, zum Beispiel gerne in der 5. Unter dem Deckmantel von "mehr Stunden in der Woche" und "sind eh Themen der Klassengemeinschaftsstärkung"...
Komischerweise würde nie Geschichte oder Erdkunde in der Unterstufe einfach so übergeben werden.
Aber der Deutschkollege oder die Mathekollegin kann problemlos Politik unterrichten.
(Da ich kein Interesse an eine 2stündige Lerngruppe in der 5. habe, werde ich nicht dafür kämpfen, trotzdem fühlt es sich halt doof an. Immerhin habe ich ein Staatsexamen in dem Fach, verstehe mein Handwerk und habe schon mehr Fachwissen, als nur ein bisschen über Freunde und Klassenrat zu sprechen. -
kodi Verstehe ich das richtig, dass ihr in NRW frei wählen könnt als Schule, welche Fächer bei euch als Wahlpflichtfächer angeboten werden? Gibt es dabei irgendwelche Vorgaben, wie viele Optionen zur Wahl stehen müssen oder welche Fächer gemeinsam zur Wahl gestellt werden müssen?
(Hier in BW ist das landesweit identisch und vorgegeben.)
Es wird in der (reinen) Sek1 tatsächlich so sein, je nach Schule haben unsere "Wechsler*innen" andere Fächerangebote gehabt und auch im WPII am Gym kann jede Schule entscheiden, was angeboten wird.
-
Ich hätte da eher erwartet, dass eine Oberstufenreform zum Ziel hat, dass die Studierfähigkeit herstellt wird, wie es früher mal Aufgabe der Oberstufe war und eigentlich auch die Legitimation dieser Schulstufe ist.
Erklär es gerne.

Ich bin immer an anderen Ansichten interessiert.
Naja, ich gehe davon aus, dass du selbst weißt, wie naiv unrealistisch deine Annahme war.
Aber ich träume auch gerne von Reformen...
-
chilipaprika wurde ja angeboten Englisch fachfremd zu unterrichten. Was ich allerdings gar nicht cool finde einem Deutsch- und Politiklehrer zu sagen, mach doch mal Englisch.
Wenn man in Bayern Hauptschullehramt studiert, gibt es irgendwie auch nur 1 Hauptfach, bspw. Politik, und 3 Didaktikfächer. Also unterrichten die Lehrer dort sehr wahrscheinlich immer mindestens 4 Fächer. Das ist bestimmt auch nicht ohne.
Zur Entlastung der Schule: Ich habe ja auch Französisch (Fremdsprachendidaktik) und ein Jahr Praktika im englischsprachigen Ausland in meinem Lebenslauf. (Mein Akzent ist trotzdem leider nicht passend.)
Mit Hauptfach meint Kodi vermutlich die Fächer der Fächergruppe I: Deutsch, Englisch, Mathe und oft ein Wahlpflichtfach (am Gym immer die 2. Fremdsprache) -
Wie lange musstest du auf eine Festanstellung warten (BL?)?
Wie ist der Aufwand im Fach Politik?
Ich hatte eine nahtlose Einstellung. Aber andere Fächer und andere Schulform.
Ich bin in NRW, hätte aber auch in NDS eine (andere) Sek1-Stelle haben können und eine Überbrückungszeit an einem Gym, mit vermutlich Entfristung.
Aufwand in Politik:
ICH persönlich halte nichts von Diskussionen zum Aufwand (außer, wenn es um Korrektur geht). Ich mag meine Fächer, sie haben alle einen unterschiedlichen Aufwand je nach Reihe, je nach Investition, je nach Lerngruppe.
Der "Aufwand" ist in der Oberstufe viel höher und trotzdem würde ich lieber zwei Oberstufenkurse als einen Sek1-Kurs haben. Es hat viel mit den Themen und der Art und Weise des Unterrichts.
Generell aber (jahrgangsübergreifend) liebe ich es, trotz Aufwand in der Materialsuche, aktuelle Themen zu besprechen, Schüler*innen zu mündigen Menschen zu erziehen, sie bei ihrem Weg zur guten Argumentation zu begleiten. -
Du wirst mit zwei Nebenfächern in der S1 sicher kein Hauptfach fachfremd unterrichten. So schlimm ist es auch noch nicht.

Ich kenne anekdotisch solche Fälle. Insbesondere dann Deutsch.
(okay viele dieser Fälle haben Französisch (Das sie eben am Ende kaum unterrichten, weil Sek1), zählt es dann als Hauptfach? Aber ich kenne wirklich jemanden mit Geschi/Reli und jemanden mit Sport/Politik, die beide Deutsch dazu bekommen haben). -
Ich kann mir auch vorstellen Geschichte und Kunst zu unterrichten. Aber Deutsch wäre schlimm.
Warum wäre es schlimm?
Und: du interessierst dich insbesondere für die Beziehungsarbeit an der Schule. Selbstverständlich können Lehrkräfte auch in 2-3 Stunden die Woche eine gute Beziehung aufbauen, aber die Stärke von vielen Sek1-Kräften liegt eben darin, dass es zum pädagogischen Konzept, dass eine Lehrkraft möglichst viele Stunden in einer Klasse/Lerngruppe verbringt.
Wenn du "nur" 3 Stunden pro Klasse hast, wird es für dich schon anstrengend."Ich hatte ein Vorstellungsgespräch an einer Sek1-Schule (womöglich nicht repräsentativ in der Tiefe, aber die Erfahrung deckt sich mit einigen Erfahrungen von ein paar Kolleg*innen (oder guck dir einfach hier im Forum an, was für Fächer im Profil stehen, wenn jemand Sek1 stehen an
)"
-> Ich verstehe nicht was du damit sagen willst hahaviele Sek1-Lehrkräfte zählen mehr als 2 Fächer in ihrem Profil auf. Die wenigsten davon werden tatsächlich alle Fächer studiert haben

-
-
Bundesland?
Werbung