Beiträge von chilipaprika

    Das sicher nicht. Unsere Jugendlichen lernen seit der 3. Klasse Primar Französisch als 1. Fremdsprache.

    bei "dir" kommt aber die PFLICHT (und vermutlich auch noch kombiniert mit dem Startpunkt). Also auch alle Schüler*innen, die in Deutschland auf die Hauptschule gehen würden und nur eine Fremdsprache lernen würden...

    Ich bin auch eine Verfechterin von Qchns These, weil ich es immer wieder erlebe "was? es gibt mehrere Formen für ein Verb?" (ja, wie auf Deutsch), "Was? MANCHMAL gibt es ein -x im Plural?" (willst du mich verkohlen? Guck dir die deutsche Pluralendung an!) aber allgemein "ouinnnnnnnnn ich muss Vokabeln LERNEN" (ja, unterschiedliche Artikel lernen, sowie Rechtschreibung), und da ist meine zweite Teilthese Palims These.

    Bis zum Start von Französisch (2. Fremdsprache) haben die allerallermeisten Schüler*innen (die Französisch lernen) nie wirklich gelernt. und das tut weh.)
    Es ist nicht (nur) ihre Schuld. Unser System (sowohl allgemein als auch NRW, noch mehr) fordert es.
    Ich nehme es ihnen nicht übel auf individueller Ebene, aber irgendwann muss auch was passieren.

    Ich habe auch mal den zweiten Schock meines Lebens an der Uni gehabt, dass auf einmal ein bisschen Kopf-Rumgesinge nicht mehr ausreicht, um Althochdeutsch und Mittelhochdeutsch zu lernen.
    Den ersten Schock hatte ich in der 8. Klasse, als Latein und Englisch zu Deutsch hinkamen. Tja, auf den Popo gesetzt und was getan. ein bisschen öfter "rosa rosa rosam" zusätzlich zu "der den dem des" "gesungen" und gut.

    genau deswegen, weil ich mich gerade in der "Migräne-Diagnostik" befinde (Ich habe so viele Schmerzbaustellen, dass sowohl der Arzt als auch ich erst jetzt darauf stoßen, dass sie starken, stechenden und pochenden einseitigen Schmerzen eine Migräne sein könnten - aber kein zu schlimmer Typ) und mich einiges eingelesen habe, bin ich hellhörig geworden.
    Sonnenbrille ist meine Teillösung, Bett im sowieso komplett abgedunkelten Zimmer die zweite.

    EBEN!
    Das ist ein Generationsding. Es ist nicht komplex, aber trotzdem zu schwierig.
    Ich erlebe jetzt im deutschen Französischunterricht, was wir im französischen Englischunterricht durchgespielt haben: Weil keiner wusste, wie man etwas ausspricht und es lächerlich klingt, das th richtig auszusprechen, hat keine*r versucht, es richtig zu machen.
    Meine SuS (die Hälfte) versuchen es nicht mal. Ich sage es vor, sie wiederholen es falsch (ich rede NICHT über die Nasale.)

    Ich werde es überleben, aber interessant ist es, weil ich nie gerne Französisch studiert habe, es ist ein Gelegenheitsfach, weil ich nach einer Woche Latein (wäre auch jetzt nicht viiiiel besser) festgestellt habe, dass das Niveau in Deutschland "leicht höher" ist und weil meine Philosophie-Lehrerin vom Studium abriet (im Endeffekt riet sie mir vom frz Studium und in Deutschland hätte es gepasst. Inhaltlich. Sprachlich hätte ich die ersten Jahre schon echt gestockt).

    Augen auf bei der Fächerwahl, ich muss damit leben und kann leider nicht sagen, dass der Glaube an Frankreich mir abhanden gekommen ist und ich die Fakultas zurückgebe ;)

    Ich habe nichts gerochen (heißt zwar nicht, aber ich glaube es tatsächlich, dass es nur Wasser war), er hat darüber gewitzelt, es sei ein Vape, mit Erdbeer, ach doch nicht, doch nur Wasser, doch Cannabis (also Albernes eines blöden pubertierenden Kindes).
    Der Klassenlehrkraft wurde gesagt, es sei (von einem anderen Mitschüler) gegen Migräne.
    Und weil ich im Klassenbuch was von "vapen" eingetragen habe, dreht er total durch, wie doof ich sei.
    (ich glaube, meine Kollegin wird mit der Migräne veralbert, aber darum geht es mir nicht, ich will einfach Sachen wissen, die nächsten Jahre mit dem Schüler werden eben sehr lang.)

    Französisch hat keinen schlechten Ruf.
    Also nicht schlechter als Latein.

    Lernen steht schlecht im Kurs und neben Mathe ist die zweite Fremdsprache einfach das einzige Lernfach und somit Hassfach Nummer 2 / Nummer 1.

    Ach, ich korrigiere mich: Hassfach vielleicht erst am Ende der Mittelstufe. Sie sitzen auch zum Teil lieb da. Aber können tun sie nichts.

    also ich verstehe, was Du sagen willst (und wenn ich Französischvertretung habe, stellen sich mir auch immer die Haare zu Berge und ich empfehle immer, einfach in den ersten beiden Jahren zu pauken, dann muss man das quasi nie mehr) aber gerade FranzösInnen stellen sich auch oft schrecklich an, wenn AusländerInnen Französisch sprechen. In Griechenland hingegen wird man gleich Ehrenbürger der Stadt, wenn man einmal Ya-mas stammelt. +g

    Ja, die Franzosen sind eigen, aber ich kann es wirklich so behaupten, weil ich irgendwann meiner (muttersprachlichen) Freundin Audio-Aufnahmen hab hören lassen (sie ist Lektorin an der Uni und lehrt Didaktik. Ab und zu muss ich sie auch auf den Boden der Realität zurückholen).
    Sie versteht es WIRKLICH nicht.

    Aber es soll ja nicht Ziel von 4 Jahren Unterricht sein, dass die Kids "je travaillé tu travaillésss il travaillé (ja..) ils travaillénnt" aussprechen, wenn sie einen Text vorlesen. (es ist die Präsenz-Konjugation). Vom freien Sprechen spreche ich nicht mal.

    Sorry, Mecker-Thread, ich bin total desillusioniert und wütend auf dieses System.

    Es hat viel mit der Definition von Mentor und der Schulform zu tun.

    Ich kann (zum Beispiel in NRW) sowohl jemand sein, bei dem jemand sitzt, hospitiert und sich selbst versucht, ich kann aber auch derjenige sein, der für die Ausbildung an der Schule mitverantwortlich ist (sie heißen bei uns Mentoren/ ABBA). Einige Schulen haben "nur" einen ABBA für die ganze Schule und der Rest nennt sich Mentoren, andere Schulen nennen jeden einzelnen Mentor ebenfalls ABBA. Der "Ober-ABBA" bleibt aber auch für allgemeine Fragen (Aufsichten, Leistungsbewertung, Schulrecht, tralala) zuständig.
    Das möchte ich sehen, dass ein Referendar - sogar nach kurzer Zeit - zur SL geht und um einen Wechsel des Zweiteren bittet

    Wieso ist so ein Schüler in Klasse 7 noch da? In Sachsen ist 5/6 Orientierungsstufe und es wird Oberschule empfohlen, wenn einer den Anforderungen offenbar nicht gewachsen ist.

    Mein Lieblings-Selbstzitat:

    Zitat

    Bundesland! Bundesland!

    ich mache es aber einfacher und erfinde eine neue regelmäßige Antwort.

    NRW! NRW!

    (Ich kann nicht für Maylins Schüler sprechen, aber ich bin SICHER: das Kind ist in Erdkunde, Geschichte, Chemie und Kunst super! (naja, eine 3) )

    chilipaprika , ich verstehe, was du meinst. Aber ich hab noch alles mögliche für Vokabeltests gelernt und habe bis heute echte Probleme, mit Nativespeakern zu sprechen, weil mir mein Gestammel unheimlich unangenehm ist.

    Ich finde es beneidenswert, wenn Jugendliche angstfrei in Fremdsprachen kommunizieren, auch wenn's grammatikalisch falsch sein sollte.

    Vielleicht kann Schule nicht alles leisten?

    "Meine Jugendlichen" kommunizieren gar nicht. Weder angstfrei noch mit Angst.

    Und kein Muttersprachler würde sie verstehen.
    Ich verstehe sie nur, weil ich weiß, dass sie jede Endung (falsch) aussprechen, die unregelmäßigen Verben (falsch) regelmäßig konjugieren, usw..

    Liebes Forum,
    Aus leider gegebenem Anlass suche ich den Namen (und den ursprünglichen) Zweck eines Gegenstands:
    - passt in der Hand,

    - hatte grob die Form eines U-Boots (zylindrisch mit runden Enden)

    - Wasserdampf konnte inhaliert werden


    Da ich - ja, ich schäme mich, blabla - GAR KEINE Ahnung von Vapes, E-Zigaretten, usw.. habe, und der Mensch, der das Ding benutzt hat, es erstmal nicht gezeigt hat, sah es nach Vapen aus.
    Jetzt war dies angeblich etwas, was man gegen Migränen benutzen kann (aber Wasserdampf kam auf jeden Fall aus dem Mund / vielleicht Hand neben dem Mund raus.

    So, was kann das für einen Gegenstand sein? Wie kann ich danach googlen? Wofür nutzen das "normale Menschen"?

    Ich gehe jedenfalls kein zweites Mal in eine Praxis, wenn dort nicht vernünftig erklärt wird, was warum gemacht wird oder die Leute unfreundlich, belehrend oder ungeduldig sind.

    Ich auch nicht (und ich bin eine empfindliche Patientin), aber mir ist es trotzdem lieber, dass der Arzt, nicht "weiß, wie man es googlet", sondern es selbst weiß.
    Und zwischen dem, was man angeblich alles an Kompetenzen ausbildet, und was das Minimum ist, gibt es Welten.
    Ich finde den obigen Beitrag zutreffend: das meiste geht mittlerweile so sehr auf Präsentations- und Argumentationskompetenz, dass Fakten nicht mehr bekannt sind.

    Es geht mir gehörig auf den Senkel, dass irgendwelche Menschen mit Macht die ach so wichtige "Kommunikation" in den Vordergrund stellen, und ich also rein theoretisch gute Noten dafür gebe, dass Kinder kein Verb konjugieren, die Genera verwechseln und die Rechtschreibung nicht stimmt, Hauptsache verstanden. Die Generation der 40-50-jährigen und aufwärts sind nicht sozial inkompetent und ich schätze, gut die Hälfte der SuS, die damals eine 2 in Französisch hatten, können noch kurz was einkaufen gehen und einige SÄtze sprechen.
    Heutzutage: Nö.
    Nach den Sommerferien ist eh nichts mehr da.
    Nach 5 Jahren brauchst du nicht drüber nachdenken.

    Es gibt Sachen, die MUSS man auswendig lernen. Mein Vater würde nie im Leben ein "Ich danke Sie" schreiben/sagen, da wurde das "danken + Dativ" genauso wie "aus bei mit nach seit von zu + Dativ" eingeprügelt (bildlich!) und ich kämpfe seit einer Woche mit 80% (aller) meiner SuS, dass sie sich merken, wo kein -s in der französischen Konjugation kommt.

    In Sachsen gibt es eine Frist zur Regierungsbildung (5 Monate nach Zusammentreten des Landtags, welches 30 Tage nach der Wahl geschehen muss). Nach der Frist ist der Landtag aufgelöst und es finden Neuwahlen statt.

    Immerhin.
    Mir ist unklar, warum es nicht eine solche Frist in jedem Gesetz gibt. Wahrscheinlich hat man sich vorher / "früher" keine Gedanken gemacht, was kommen kann.
    Wobei 5 Monate sehr lang sein können.
    (Frankreich hat erst die 48 Tage geknackt und ich drehe jeden Tag ob dieser Absurdität mehr durch. Jetzt kann ich mich auf deutsche Bundesländer konzentrieren)

    das ist der Vorteil von (sehr) großen Systemen.
    In kleinen / mittleren Systemen gibt es auch diese Fächer, die in Banden unterrichtet werden (2. oder 3. Fremdsprache, Religion) und dann gibt es im ganzen System nicht mal eine VZ-Stelle voll mit allen Stunden dieses Faches.
    Wenn meine zwei TZ-Kolleg*innen sich einen freien Tag aussuchen dürften und es ist nicht der selbe, dann kann unser gemeinsames Fach nur an drei Tagen unterrichtet werden. Wäre möglich, würde aber auch die Parallelfachschaft auch einschränken, bei der aber auch andere Tage aus anderen Gründen vorliegen können.
    Und gleichzeitig lähmt es eine andere Fachschaft, die auch nur in Banden unterrichtet.

    Wenn man als TZ-Kolleg*in mit bestimmten Fächern nicht nur Lernzeiten und fachfremden Unterricht will, dann ist es in einem nicht riesigen System besser, flexibel zu sein und "nur" allgemeine Wünsche zu haben (und mein Stundenplaner hat trotzdem glaube ich dieses Jahr mehr oder weniger alles erfüllt. WENN aber jede*R den Tag beschließen dürfte, würde es echt nicht gehen.

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