Beiträge von chilipaprika

    Genau die Stelle habe ich gerade (ordnungsgemäß nach Ablauf der 4 Jahre) verlassen, wobei meine Stelle keine Lehre sondern einen anderen Schwerpunkt hatte.
    Wenn die Stelle 13 SWS hat, kannst du dir ausmalen, wie das Verhältnis ist: stressig, aber es sind halt Wellen für jede Aufgabe
    Ist es gleichzeitig eine Qualifikationsstelle?


    Ach, ich sehe, es ist die in Köln, weniger SWS, sehr gut!. Da würde ich mich auch bewerben (ich glaube, sie haben auch eine ähnliche "außerhalb des Schuldienstes" und ich habe mit meinem Mann drüber gewitzelt, dass ich für die Hälfte der Woche dahin ziehe.)
    Ich würde es immer wieder tun, auch wenn einzelne Phasen mich richtig kaputt gemacht haben (die mangelnde Abgrenzung in der Schule ist auch an der Hochschule ein Problem), für die "Weiterentwicklung" würde ich sagen: ich starte wieder von 0 an meiner Schule, die Beförderungszuständigkeit bleibt im Schuldienst, das hübsche Papier meines Zeugnisses ist genau das: hübsch.
    Manchmal ergibt sich durch Kontakte vielleicht eine Möglichkeit, aber es ist nicht der normale Weg.
    Meine "Weiterentwicklungsmöglichkeiten" habe ich ausgeschöpft, mit Weiterbildung/"Bildungsurlaub", die ich im Schuldienst nicht hätte machen können, aber davon kann ich mir - im Schuldienst - einen Blumentopf kaufen. Vielleicht bin ich gerade pessimistisch und meine neue SL wird genau auf diese Fähigkeiten abfahren, aber eins muss man im Kopf behalten: Viele in der Schule glauben, dass man sich da einen faulen Lenz macht und nehmen vielleicht nicht so ernst, wenn man zurück kommt. Das ist also definitiv ein Nachteil, dass die Praktikumsmanager eben nicht mit einem Bonus (Beförderung, wärmste Empfehlung, die Praktikumsbetreuung zu übernehmen, usw..) zurückkehren, wie es nach der "richtigen" Behörde der Fall ist.

    Aber: ich will die Zeit nicht missen.

    McGonagall: ^^ ^^ ^^
    Mein neue Wort: Bundesland! Bundesland!

    Nein, haben wir (NRW) leider (noch) nicht.
    Ich kenne das System aus SH se 2019 und seit ziemlich genau da ist (zufällig) in NRW viel los, angefangen mit einem Großgutachten zur Lehrerfortbilddung in NRW. Immerhin sind einige Stellen zur Koordinierung (?) von Angeboten vor kurzem ausgeschrieben worden. es kommt Bewegung in den Laden.
    Noch haben wir auch keine (konkretisierte) Fortbildungspflicht (mit Stundenzahl oder Krediten) wie in SH oder HH.

    ich wusste es vorher ja auch nicht, aber jetzt in diesem Fall ist es zu 100% eindeutig

    1. Der Träger ist zertifiziert für die Lehrerfortbildung

    2. Damit werden die Kosten übernommen

    Von wem?
    Da würde ich mich als Lehrkraft bedanken, wenn was weiß ich wieviele Kolleg*innen Fortbildungen machen, die dann "automatisch" vom Schuletat bezahlt werden (es ist nicht automatisch), und es für die Schwerpunkte der beschlossenen Fortbildungsplanung kein Geld mehr da.

    3. Einer Genehmigung steht nichts im Wege (wenn nicht die Welt untergeht) und darf nicht abgelehnt werden. (bei angestellten Lehrern in NRW). LG und Danke für eure Zeit

    Woher schließt du denn, dass es automatisch eine Genehmigung und Übernahme der Kosten bedeutet? Natürlich ist es wichtig, dass es anerkannt ist (soweit ich weiß aber keine Bedingung), aber eine Schule muss ja haushalten.
    Beim Bildungsurlaub (der ja auch das Pendant zu der Formulierung ist?) trägt ja auch jede*r seine eigenen Kosten.
    Bei Kosten, die ein Arbeitgeber übernimmt, darf er ja (muss er!) entscheiden, wofür das Geld ist.

    Wenn du (zb.) eine Missio haben willst und die Schule Bedarf hat: klar!
    Wenn du privates Interesse hast, dich von Korrekturfächern ein bisschen abzulenken oder später mit der neuen Qualifikation wegzugehen und deine Schule hat keine besondere Verwendung dafür (dafür allerdings großen Bedarf in informatische Bildung, und es wollen andere KuK genau sich da fortbilden), dann muss die Schule priorisieren.

    (und dann gibt es vielleicht den Kompromiss der Freistellung ohne Kostenübernahme.)

    Nein, denn dein Bachelor berechtigt dich nicht dazu, Lehrer*in zu werden (auf dem normalen Weg).
    Ich war z.B. Vertretungslehrerin vor dem Ersten Staatsexamen.
    Dann wieder nach dem Ersten Staatsexamen.
    Ins Referendariat bin ich mit einer weiteren Prüfung (also Erweiterungsprüfung des Staatsexamen), trotzdem wurde die Zeit nach dem "ersten" Ersten Staatsexamen selbstverständlich anerkannt.

    Man kann sich das Paradies selbst erschaffen. Oder die Hölle. Das kommt auf diejenigen an, die an den Stellschrauben drehen können - und auf diejenigen, die sich für ein gemeinsames Ziel engagieren. Ich bin über 15 Jahre eine weite Strecke zum Schulort gependelt, an dem (fast) alle gemeinsam am Ziel des "pädagogischen Paradieses" gewerkelt haben. Hat nicht funktioniert - aber wir waren nah dran ;)

    Stimmt, wir sind im Lehramt so frei, dass wir selber schuld sind, wenn die Arbeitsbedingungen nicht paradiesisch sind.

    Mea culpa maxima.

    Nein, nichts kürzlich (oder du meinst mit kürzlich etwas vor deiner Einschulung ;) Es war bei mir vor 10 Jahren auch so, es wurden nur Erfahrungsstufen nach dem ersten relevanten Abschluss anerkannt, und nicht mal das, "weil... " ja, weil nicht Vollzeit war, weil ... die Sonne nicht schien, keine Ahnung...

    Ja, absolutes Ermessen und bei deinem guten Freund wurde eher ein Fehler gemacht (also nicht etwas, was regelmäßig im Ermessen entschieden würde).
    [Oder es gibt doch einen Unterschied und er hatte schon einen anderen Abschluss davor, usw.. Aber geh eher vom Fehler und Glück aus, der Stufenunterschied wird aber dann wohl nur 6 Monate sein?]

    Weiß ich nicht, ob du das so machen möchtest. Bei state_of_Trance scheint das jedenfalls eine Option zu sein. Ich persönlich mag dann doch den Sommer zu sehr, um da in der unterrichtsfreien Zeit zu arbeiten.

    PS: Die Diskussion mit der freien Urlaubseinteilung hatten wir hier einfach schon sehr oft. Gerne wird dabei übersehen, dass einerseits auch wir uns die Urlaubstage in gewissen Zeiten gut verteilen können und dass andererseits auch in der hochgelobten freien Wirtschaft Urlaub keineswegs jederzeit genommen werden kann.

    Es war auch nicht ernst gemeint, denn 1) ich muss in den Herbstferien korrigieren, hoffe zwar, einiges schon davor wegzuhaben, es wird aber nicht komplett klappen, 2) ich bin tatsächlich kein Sommertyp, was das Wegfahren angeht. Aber für mich sind die Schulferien alles in allem ganz gut und ich freue mich WIRKLICH darauf und auf diese (eingeschränkte aber existierende) Flexibilität in der Schule.

    Es steht dir ja frei, in der unterrichtsfreien Zeit im Sommer weitgehend durchzuarbeiten und dafür deinen Jahresurlaub in die Herbst-/Weihnachts-/Winter- und Osterferien zu verteilen ;)

    Sag ich in den nächsten Tagen meinen Lerngruppen: "Sorry, in den Herbstferien bin ich am Strand (bin ich, allerdings total unglamourös in der Bretagne ;-)) ich korrigiere also keine Klausuren, aber eyh, in den Sommerferien habe ich schöne Arbeitsblätter gemacht, um die vollständige Zeit vollzukriegen ;) "

    Eltern?

    Es war Ironie, weil ich oben geschrieben habe, dass ich davon ausgehe, dass viele Mütter keine Lust auf den Stress der "Unflexibilität" des Verwaltungsjobs ohne die unterrichtsfreie Zeit.
    Da du glaube ich keine Frau bist, habe ich das Wort "Eltern" benutzt, und da du soweit ich weiß gar kein Elternteil bist und auch ziemlich sicher das Paradebeispiel für "Elternteil, das die Familienfreundlichkeit des Jobs" bist, war das (offensichtlich schlechte) Ironie.

    Das stimmt, man bewirbt sich darauf. Ändert aber nicht so sehr was an der Frage, warum in einem Beruf, in dem Männer deutlich unterrepräsentiert sind, sich Männer (auch im Verhältnis) häufiger auf Vorgesetztenposten bewerben.

    Sind es tatsächlich Vorgesetztenstellen? (Dafür gibt es aber auch genug Statistiken, die eben zeigen, wie die Geschlechterstatistiken sich "nach oben" verschieben).

    Ich habe keine Statistik für Abordnungsstellen (ist es nicht das, was du mit Referenten meinst?), könnte mir aber auch vorstellen, dass die Vorstellung, 41 Stunden in der Woche mit 6 Wochen Urlaub im Jahr in einer Behörde zu sein, durchaus weniger "familienfreundlich" klingt. Da fallen mir nicht viele Frauen mit Kindern ein, die es - trotz aller Beschwerden am Schulstundenplan - eintauschen möchten.

    Ich kann keine Unterkunftsempfehlungen geben, weil ich bei meinen Besuchen hauptsächlich familiär untergekommen bin, aber du solltest dich auf einen Ort / Region festlegen und dann gucken. Es gibt auf Airbnb durchaus viele Angebote, auch im "günstigen" Bereich, wenn man nicht direkt am Strand sein will (also passend für Menschen, die 1-2 Tage Bergwanderung, 1 Tag Strand machen zum Beispiel).
    Ich "kenne" die südliche Westküste und sonst von einer "Durchreise" den Weg von Bastia - Saint Florent - Ajaccio über Vizzavone (also durchs Land).
    Da meine Familie direkt am Strand unweit von Ajaccio wohnt, war das immer mein Haupt-Landepunkt, aber: der Nordzipfel hat uns beim letzten Besuch sehr angetan. Unser Ankerpunkt war leicht südlich von Bastia der Camping-Platz San Damiano: Startseite | Camping San Damiano DE Es ist DIREKT am Strand, die Plätze sind groß und gut beschattet, es gibt viele Mobilhome oder "Hütten".

    Die Ostküste soll auch sehr schön, wilder sein, kenne ich leider gar nicht.
    Bonifacio und der Süden sind auch eine Reise wert.

    Meine größte Empfehlung: So frustrierend es ist: Versucht nicht, die Insel in einer oder zwei Wochen zu machen. (Bei zwei Wochen kann man natürlich nach einer Woche wechseln, aber wenn man nicht zeltet, sind viele Unterkünfte eh Wochenvermietungen. Außer vielleicht zu Randzeiten in den Gebirgen).
    Ab dem Lager kann man dann sternartig ein paar Sachen sehen, weil eh alles "nah" (und gleichzeitig: trotz weltweiten Verbesserungen seit den 90ern: es sind immer noch kurvige Bergstraßen! Es dauert...), bei einem Camping-Platz kann ggf. die Tochter im Schwimmbad bleiben, wenn ihr einkaufen geht, usw..

    Es gibt auch Angebote, wie man zum Beispiel einen Tagesausflug nach Bonifacio machen kann (Unser "Hauptlager" ist zum Beispiel Porticcio, südlich von Ajaccio und in der Hauptsaison fahren mehrere Anbieter quasi täglich mit dem Schiff von Ajaccio über Porticcio (oder nur eine Stadt) nach Bonifacio, man hat dort genug Zeit, die Felsen und die Stadt zu sehen und ist abends wieder am Ort, und hatte eine Schifffahrt,
    Ich bin SICHER, dass es sowas von ziemlich überall zu woanders gibt (Porto-Vecchio <-> Bonifacio, usw..)

    Ach: und die eine wichtige Frage ist auch: von wo kommt ihr an? Mit der Fähre in Bastia / Ajaccio ? Es bestimmt auch einen Teil des Weges...)

    Viel Spass beim Planen, ich ärgere mich total, wir wollten letzten oder diesen Sommer hin, haben es zwei Mal verschoben und jetzt ist mein Onkel im Juni verstorben....

    Oh: Italienisch triggert mich, weil ich "gezwungen" wurde, diese Sprache zu lernen (Spanisch gab es als 3./4. Fremdsprache nicht, sonst wäre es dort auch so), ich weiß aber: für mein Hirn wäre Französisch nichts gewesen. Zu viele Unregelmäßigkeiten, eine schwierige Aussprache, ..
    Mein Hirn kam mit Deutsch, Latein und Russisch dafür bestens zurecht. Quadratische, strukturierte Sprachen ohne Schnick-Schnack :D

    war ja auch nicht ernst gemeint, aber es ist genau der Punkt: finde einen Franzosen, der sich der Unregelmäßigkeiten der französischen Sprache bewusst ist (weswegen es mich so aufregt, dass nicht mein Romanistik-Studium bzw. mein Lernen immer im Vordergrund steht, sondern "Muttersprachlicherin" als Stempel.

    Was man nicht BEWUSST (zb. als Liste / als Kartei, was auch immer) gelernt hat, klingt einfacher. (Und Millionen Germanist*innen auf der ganzen Welt können die Liste der unregelmäßigen Verben, der Präpositionen mit Dativ, derjenigen mit Akkusativ, die der trennbaren und untrennbaren Präfixen, usw.. noch Jahre nach Schulende aufsagen.

    Zugegeben: die verschiedenen "Stämme" für "sein" kenne ich nicht vom Deutschunterricht (wäre strange), sondern vom Germanistik-Studium, ich habe ein Faible für Linguistik und bin das erste Jahr von Erkenntnis zu Erkenntnis glücklich gehüpft (wer hat nicht schon immer davon geträumt, eine Erklärung dafür zu haben, dass dürfen oder mögen schon im Präsenz einen ganz anderen Stammvokal haben?!

    so ist es.
    Und deswegen stehe ich dieser Regel ("nur rezeptiv") sehr zwiespältig gegenüber.
    Es ist sprachhistorisch so: ausgerechnet die Ausnahmen und unregelmäßigen Formen entstehen da, wo man sie am ehesten / häufigsten braucht. Deswegen MUSS man die Listen von unregelmäßigen Verben lernen, sonst kommt man nicht weiter.

    und DESWEGEN ist Französisch lernen Kacke, weil selbst die unregelmäßigen Verben nicht einfach mit einer Liste zu lernen sind. (Da ist das Deutsche viel einfacher, aber komischerweise existiert das Problem identisch auf Spanisch und Italienisch, es gibt schon einen sprachhistorischen Grund, warum mal die ersten 3 Personen "kaputt" sind, mal die 1./2. Plural, usw...)

    leider leider nicht.

    Das ist echt etwas, wo ich im Zwiespalt bin.
    Bei den Lehrplänen ist das passé simple (selbst im LK!!) nicht aktiv beizubringen, sondern nur passiv à la "wenn man Literatur liest, wäre es ganz nett".
    Aber ehrlich: Finde ein Buch, das nicht seitenlang im Passé simple ist (hätte ich NIE gedacht, bis ich das versucht habe... und ich rede NICHT von Balzac oder Hugo, nein, auch die stumpfeste, moderne Jugendliteratur.)
    Es scheint also für die Schriftsteller*innen noch eine aktive Zeitform zu sein (für mich nicht mehr, aber ich bin kein Maßstab. Meine Schwester spricht ein "hohes Französisch", benutzt es auch nicht, also mündlich nicht, aber sie schreibt auch keine Romane)

Werbung