Beiträge von chilipaprika

    Bei 4 Fächern sollte man aber bedenken: die Wahrscheinlichkeit, dass man jemals etwas ein zweites oder gar drittes Mal unterrichtet, sinkt gewaltig. Das sammeln von Unterrichtserfahrungen und Routinen wird dadurch erschwert. Und du sitzt auch in vier Fachkonferenzen.

    Dafür hat man wesentlich mehr Spass und Abwechslung im Leben! (GANZ KLARE BETONUNG meinerseits!)

    und ja, die Wahrscheinlichkeit sinkt, aber ich würde behaupten, dass eine aufnehmende Schule Bedarf in 1-2 Fächern und nicht in 4 gleichzeitig, so dass man durchaus in 1-2 Fächern seinen Schwerpunkt hat (der dann aber vielleicht wechselt, wenn ein Kollege in Elternzeit geht, versetzt wird, usw..)

    Chili, 4 Fächer, kann das Lehrwerk eines Faches quasi auswendig, weil 4 Jahrgänge jahrelang durchgehend unterrichtet.

    Deine Chancen werden dadurch nicht wirklich besser, aber auch nicht schlechter.

    Und so suuuper schlecht mit deiner 3er-Kombi ist es sicher nicht. Du sicherst quasi die Fächer, die vielleicht nicht so attraktiv sind jeweils mit einem Drittfach, bist also flexibler einsetzbar als jeder andere mit nur zwei der Fächer. Bei schulscharfen Stellen (in NRW fast alle) müsste es da ein deutlicher Vorteil sein.

    Aber wenn Griechisch dich glücklich macht: go for it. Irgendwo braucht man vielleicht das Fach und DAS Fach muss eindeutig in einer 3er-Kombi sein (wenig Klassen). WENN Griechisch ausgeschrieben wird, wirst du nur noch vom L/G/Physiker ausgestochen (ich gehe davon aus, dass 99% der Graäzisten auch Latinisten sind…)

    Sollte es tatsächlich genauso übernommen werden, dann kriegst du auch in April das Geld, auch wenn du Ende Januar weg bist.

    Wenn du schon an Übergabe denkst: Informiere schnellstmöglich die Schule, damit die Kurse im Stundenplan neu vergeben werden. Es ist durchaus eine höhere Baustelle als die inhaltliche Übergabe, die zwar nervig ist, aber keine*n erfahrene*n Kolleg*in vor großen Hürden stellen sollte, der/die kurzfristig den Kurs übernimmt. Zu entscheiden, WER das tut und wie es im Stundenplan passt, ist eine andere Sache.
    Auf dich gedacht: du sagst zwar Abbruch, aber vielleicht ist es am Ende nur eine Unterbrechung. Einige Bundesländer (z.B. Niedersachsen) erlauben den Wiedereinstieg nur, wenn man weniger als die Hälfte des Refs schon absolviert hat. In deinem Fall also vermutlich bis Ende Januar. NRW ist da - noch? - sehr lasch, aber falls du es nicht komplett ausschließt, würde ich an deiner Stelle keine Fristen verstreichen lassen, nur um ein Klassenbuch gut übergeben zu können.

    Ich dachte immer (als Externe): ja, das ist Kompetenzoridntierung pur. Du musst nun mal die Kenntnisse und Kompetenzen haben, die in den Kursen vermittelt werden, um zu bestehen (war zumindest bei meinem Erweiterungsfach in RLP ähnlich. Nur 2 Scheine des Fachstudiums aber Prüfungen über alle Bereiche (4 Fachgebiete, so dass man sich in drei komplett einarbeiten müsste, wenn man aufs Mindeste studiert hat…)

    Gogo...


    (Ich habe eine Woche abgefahrenes "gentle grandparenting" hinter mir.
    und Versuche von richtigem "gentle parenting" dazwischen.

    Und auch 3-jährige verstehen sehr gut den Unterschied zwischen "bei Mama heißt die Frage "Fruchtzwerg oder Keks" "Fruchtzwerg ODER Keks", bei Oma bedeutet das "Häöfte Fruchtzwerg, im Keks beißen und rumjammern, um ein Stück Apfel zu bekommen".

    und was macht Oma?.... (Die als Mama sowas von gar nicht "gentle" war und einfach beschloss "Apfelstück oder gar nichts".

    Schon klar, aber wird man wegen Gerede entlassen? Mich würde das schon genauer interessieren.

    ich bin nicht in der Schweiz, aber: ich bin manchmal überrascht, wie selbstsicher inkompetente Leute sind.
    Es ist schon eine Leistung zu glauben, dass man etwas kann, wenn man es nicht kann (und jedes Mal könnte ich mir den Kopf gegen die Wand schlagen, weil ich genau das Gegenteil bin).
    Was ich schon an Arbeitsblättern in meinen Fächern gesehen habe (vorrangig: Referendar*innen, aber es sind Leute, die dann auch bestanden haben und dann sicher nicht noch mehr Zeit in die Vorbereitung stecken, als sie im Ref hatten)

    (und bevor die "Glashaus-Beiträge" kommen: fast alle meine Arbeitsblätter gehen durch eine muttersprachliche Korrektur (schon alleine deswegen ist alles lange im Voraus geplant), meine Tafelbilder mittlerweile nicht mehr, aber ich frage IMMER im Klassenraum nach, wenn ich unsicher bin oder die Leo-App rettet mich schnell).

    Da braucht man kein Gerede. Wenn die Deutschlehrkraft meines Kindes regelmäßig falsche Stilfiguren in den Arbeitsblättern hat, die Gattungen verwechselt und von Grammatik gar keine Ahnung hat, wenn die Französischlehrkraft die Verben regelmäßig verhunzt, usw.. dann rede ich auch mal ein ernstes Wörtchen mit der Schulleitung und bringe Zettel als Beweise mit.

    deswegen parallele Suche.
    Es ist am Ende natürlich ein Abwägen. Eine Vollzeitstelle vor der Tür wird schwierig, aber fast 200km Auto jeden Tag gehen nicht nur ins Geld, sondern auch in Zeit, Energie und so weiter.
    (Achtung, kann unsensibel rüberkommen). Wenn es um ein paar Monate geht, ist eine Kündigung und unsichere Zukunft es vielleicht nicht wert, aber wenn es eher um eine mittelfristige Zukunft geht, und ganz offensichtlich ist es dir wichtig gewesen, zu deiner Mutter zu ziehen (Respekt), dann wird es sicher das Risiko wert sein. (Ich verstehe es so, dass du als "nur" Angestellter auch nicht den Verlust hast, den du als Beamter hättest, aber auch hier wäre es dieselbe Abwägung).

    PS: ich will wirklich nicht zu pragmatisch und unsensibel rüberkommen. Ein ähnliches Gespräch hatte ich vor ein paar Tagen mit meiner Schwester. Keiner von uns wäre es "wert", alles aufzugeben, um unsere Eltern zu pflegen. Sie ist immerhin näher als ich, aber ich beneide Leute, die es tun, es heißt ja, dass sie ein gutes Verhältnis haben, das sie über ihr eigenes Glück stellen ...

    Ich habe keine Ahnung vom bischöflichen Kontext, es kam für mich auch nie in Frage, aber: wo sollst du denn versetzt werden? (also dein Wunsch?)
    Kann man etwa vom bischöflichen in den staatlichen Dienst versetzt werden? Das weiß ich nicht, fände es aber sehr krass.

    (Da ich letztens jemanden kennengelernt habe, der in einer sehr ähnlichen Situation den Dienst quittiert hat und jetzt als Vertretungslehrer arbeitet (bis sich eine Planstelle wieder "anbietet"), weil eine Versetzung eben außerhalb des Trägers nicht ging, vermute ich, dass es nicht geht)

    Was ich also daraus verstehe, ist, dass du nur die Lösung: Kündigung und Neubewerbung hast. (und bei deiner Fächerkombi vermutlich erstmal ein bisschen Vertretungsstelle zum Übergang. bzw. Offenheit im Hinblick auf die Schulform.)

    Warum ist es eigentlich kein Rassismus, wenn die liebe Quittengelee sowas postet?

    chilipaprika  Seph (und wer sonst noch so beim letzten Posting groß dabei war mit der Moral).

    Obwohl es leider anders aussieht: manchmal (aber nur manchmal) bin ich nicht am Rechner bzw. nicht im Forum.


    1) Ich sehe schon einen Unterschied in der Wortwahl (vgl. Sephs Beitrag)

    2) Nein, es ist für mich trotzdem rassistische Diskriminierung, eine nationale Zugehörigkeit zu nennen, die hier gar nicht nötig ist (und zumindest in meiner Stadt gar nicht zutrifft, alle Kontakte waren zu deutschen Putzkräften, auch vom Hintergrund waren die mir bekannte Hintergründe keine rumänische)

    Im Ernst, zu behaupten, die Reinigungskraft wolle es doch nicht anders, ist doch ein schlechter Scherz.

    Tja, dann ist auch meine Stadt eine Insel?
    Wir finden KEINE Putzkraft, die bereit ist, ein paar Stunden die Woche angemeldet zu arbeiten.
    Die Anzahl der Anzeigen "biete Putzkraft" zeugt aber: das Personal ist zumindest im Grunde da.

    Die Leute sind nicht versichert. Es ist doch ein Unterschied, ob die Nichte mal für 20 Euro babysittet, oder ob jemand ernsthaft von dem prekären Arbeitsverhältnis leben muss.

    Wer davon leben muss, hat einen Vertrag mit einer Organisation, die die Aufträge entgegennimmt und weitervermittelt.
    Die meisten Menschen, die Putzstunden machen, sind über den Ehemann oder das Bürgergeld "abgesichert" (krankenversichert, usw..). Da ist es tatsächlich so, dass erstmal kein Interesse an eine Eingliederung in das Sozialversicherungssystem besteht.

    Warum? Wenn du dafür 20% von der Gesamtsumme von der Steuer wiederbekommst, sparst du sogar z.T.

    Hä?

    Zuerst gehen die Kosten auf mich (was aber absolut okay ist, ich bin in dem Moment Arbeitgeberin und trage Verantwortung der Putzkraft und dem Staat gegenüber). Das habe ich nicht negativ kommentiert.

    Wie sich das dann auf meine Steuererklärung auswirkt, ist ein späterer Schritt.

    Und wie viel müsstest du draufzahlen, damit die Anmeldung für die Putzkraft von Interesse wird? Oder bezahlst du jetzt schon so viel, dass sie fürs Alter vorsorgen kann, bei Krankheit und Unfall abgesichert ist und in ihrem Urlaub weiter verdient?

    s3g4 hat eben auf das Problem hingewiesen. Die meisten bräuchten mehrere Minijobs nebeneinander und es geht in der Größenordnung nicht.
    Sonst gibt es ganz tolle Rechner im Netz. Es ist doch klar, dass die Mehrkosten im Vergleich zur "Bar auf die Hand-Methode" auf meine Kosten geht. Verrückterweise möchten einige Menschen lieber 2 Euro mehr die Stunde als einen Beitrag in die Rente. (Nein, auf kurze Sicht nachvollziehbar).

    Ich habe übrigens die Erfahrung gemacht, dass private Putzkräfte lieber ohne Anmeldung arbeiten. Jemanden zu finden, der das überhaupt angemeldet machen will, ist nicht einfach.

    Der logische Schluss ist aber nicht die Schwarzbeschäftigung.

    Chili, seit ungelogen 5 Jahren (nicht ununterbrochen) auf der Suche nach einer angemeldeten Putzkraft.
    Jede, die sich bereit erklärt hatte, hat nach 2-3 Terminen entweder versucht, das anders zu machen, oder woanders was gefunden, was unangemeldet war und mehr Geld bringt.

    Natürlich geht es dem Doppellehrerhaushalt ohne Kinder im Sauerland besser als dem alleinerziehenden verwitweten Lehrer mit 5 Kindern in Stuttgart.

    Aber selbst in München geht es der Lehrerin mit 2 Kindern, verheiratet mit einem Bankkaufmann besser als der Bankkauffrau mit zwei Kindern, verheiratet mit einem (anderen) Bankkaufmann. Und allemal besser als der Bäckereifachverkauffrau und dem Automechaniker, die beide mit ihren Kindern in einer viel kleineren / zu kleinen Wohnung am Standrand wohnen und länger pendeln MÜSSEN, als man es als Bankkaufmensch oder Lehrkraft MUSS (wenn man sich eine ähnliche Unterkunft leisten will.)

    Hausaufgabe 1: Ermittle für deine Kleidung anhand der Etiketten die Hersteller-Länder.

    Hausaufgabe 2: Informiere dich über die Löhne und Arbeitsbedingungen in den Nähereien dieser Länder.

    Hausaufgabe 3: Prüfe, ob du selbst aufgrund deines Konsumverhaltens ein „Kotzbrocken“ im zitierten Sinne sein könntest.

    whataboutism pur.

    Ich habe vor ca. 10 Jahren das letzte Kleidungsstück von der Stange gekauft (Ausnahme: Socken und Unterwäsche und 2 Jeanshosen gebraucht), und das schon second hand. 80% meiner aktuellen Kleidung ist aus natürlichen, nachhaltigen Materialien, mehrheitlich aus Deutschland, ausnahmsweise Europa, selbstgenäht (und ja, ich habe einen hohen Stundenlohn, deswegen nähe ich auch nicht viel)


    Darf ich also in dem Fall, bitte bitte, die Sprüche rassistisch finden oder muss ich noch eine moralische Hürde schaffen?

    ja, und warum glaubst du, dass dir der Teil des Referendariats mit den Oberstufenlehrproben erlassen werden könnte?

    Und wenn in deinem BL (oder dir konkret) keine Maßnahme angeboten wird, die in einem Schnellverfahren das ersetzt, dann hast du eben keine Lehrbefähigung. Dein Sek2-Studium war ja deine persönliche Freizeitentscheidung, oder?

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