ich hab da immer die andere Argumentation: Mach dein Drittfach, es ermöglicht dir eine gute Ausbildung. Mit den Erfahrungen des Erststudiums lässt sich oft effizienter studieren. Wobei es natürlich ausgerechnet bei Fächern wie Mathe und Kunst schwieriger ist, zu straffen, viel baut aufeinander auf.
Französisch/Spanisch halte ich allerdings für eine sehr bescheidene Kombination und sollte dir daran gelegen sein, Spass in beiden Fächern zu haben, gibt es sicher nicht viele Schulen, die es haben. Beide Fächer klauen sich die Schüler*innen gegenseitig und nacheinander (sollte die Schule Spanisch nur als Dritte Fremdsprache haben, hören sicher viele am Ende der Mittelstufe mit Französisch auf, um eben Spanisch zu lernen, z.B.), Wenn beide Fächer 2. Fremdsprache sind, liegen sie vermutlich parallel im Stundenplan, so dass es stundenplantechnisch fast so ist, als hätte man nur eins der Fächer (und kein zweites).
Weiteres Argument für vor dem Ref: du kannst dich im Ref in deinem Erweiterungsfach ausbilden lassen und lernst didaktisch wesentlich mehr. Die Fachdidaktik von Französisch und Spanisch dürfte (Euphemismus) sehr ähnlich sein. Mathedidaktik eine andere.
und wenn du in einem der zwei Sprachen noch ein bisschen Sicherheit in der Sprache brauchst, dann machst du ein Auslandssemester im neuen Fach. Nachteil: in dem Semester hast du keinen Nebenjob, aber auch im EU-Ausland darfst du arbeiten. Mit zwei Fremdsprachen und Deutsch kriegt man auch Nebenjobs.
Sei dir vor deiner Entscheidung eins bewusst:
Eine SL genehmigt dir keinen Zertifikatskurs, damit es DIR gut geht. Sondern, weil sie Bedarf hat. Bevor sie dich in den Mathe-ZK schickt, gibt es sicher andere Leute im Kollegium oder auf der Bewerber*innenliste, die eine gewisse Affinität gezeigt haben (oder du hast zumindest vor der Bewerbung ein paar Semester Mathe studiert, um die Affinität zu beweisen). Das heißt: Ein ZK ist keine Selbstverständlichkeit, sondern muss gebraucht werden (oder erst nach Jahren, denn JA, ich weiß, dass es durchaus Schulleitungen gibt, die auch auf die persönliche Entwicklung ihrer Mitarbeiter*innen achten, aber doch nicht beim Start in der Planstelle, weil da die Fürsorgepflicht eher darauf achten sollte, dass man eine gute Basis aufbaut. Die (vielen) "Ausnahmen" sind systembedingt dem hohen Bedarf geschuldet.