Beiträge von chilipaprika

    Das wundert mich überhaupt nicht. Solche Spässe kenne ich auch von italienischstämmigen Doppelbürger*innen, die irgendwann den italienischen Pass einfach entnervt verfallen lassen. "Lustig" wird es dann, wenn z. B. Angehörige im Herkunftsland sterben und es irgendwie ums Erbrecht geht. Es ist nicht mal innerhalb Europas so einfach, wie sich mancher hier einbildet.

    und DAS ist leider der neueste Antrieb in meiner Geschichte.
    (Also noch ohne Anlass, aber irgendwann wird es doch eine Rolle spielen und nachdem ich eh mit dem Prozess angefangen habe, haben mir meine Eltern erzählt, dass sie selbst Maßnahmen einleiten, damit mein Neffe "geschützt" ist (damit meinen sie: alles an ihn geht :-D).
    Sehr OT, aber doch aufregenswert ...

    Das Zivilstandsamt in Basel wollte meine damals 42 Jahre alte Geburtsurkunde auch nicht haben.

    In Frankreich liegt es daran, dass auf der "Geburtsurkunde" auch die Ehe eingetragen wird (und die Kinder und so weiter).
    Deswegen nur 3 Monate alt, um solche Fälle wie meinen zu verhindern.
    Klappt nur, wenn die Daten weitergegeben werden.

    Wenn wir schon bei absurden Papieren sind: Ich habe keine Papiere, die meine französische Staatsbürgerschaft auf Anhieb nachweisen. Mein seit 10 Jahren abgelaufener Perso ist auf meinem Mädchennamen. Aber das Absurde: der deutsche und der französische Staat haben es immer noch nicht geschafft, miteinander zu kommunizieren und Frankreich weiß nicht, dass ich verheiratet bin (und ich kämpfe dafür, aber die Geschichte dazu hat was von Slapstick und Formular A38.)
    Soviel zu unseren gut geführten Dokumenten.

    Von welchen Migranten sprechen wir gerade überhaupt?

    Ich wusste nicht, dass wir von bestimmten Migrant*innen sprechen.
    Aber ich habe die Beispiele gewählt, wo ich weiß, dass ich in diesem Punkt nicht mit einer europäischen Selbstverständlichkeit drangehen darf.

    Dass der Franzose (ich bin nicht doof, ich weiß, den meinst du nicht, aber mir egal) einen Pass und Papiere hat, ist klar. Glaub mir, ich habe oft genug irgendeine Geburtsurkunde hier vorzeigen müssen, um das zu beweisen. [Und trotzdem sind diese Dokumente in Frankreich und Deutschland wenig vergleichbar. Ich vermute, deine deutsche Geburtsurkunde bzw. Auszug aus dem Geburtsregister ist lebenslang gültig. Mein Auszug ist nur drei Monate gültig :D ]

    Andere Länder, andere Sitten und dass einige Menschen im Mittelmeer oder auf dem Fluchtweg einiges nicht dabei hatten, was der deutsche Staat als notwendig erachtet, verwundert mich halt nicht. Ein Freund von mir kommt aus dem Kamerun, er kennt auch nicht sein Geburtsdatum, ist also am 1.01. geboren (Papiere im Kamerun gemacht), die deutsche Ausländerbehörde hat ein anderes Datum (Mitte Januar) eingetragen, weil es "weniger doof" klinge. Bei der Gelegenheit haben sie Vor- und Nachname vertauscht, weil sie den englischsprachigen (!) Pass falsch gelesen haben und bei der Einbürgerung hatte er tausend Probleme, es wieder geradezubiegen, obwohl es über 10 Jahre lang nachweislich bemängelt hat.

    Ein bisschen mehr Interkulturelle Kompetenz und Verständnis dafür, dass alle unterschiedlich sein können, würde nicht weh tun.

    Glaubst du ernsthaft, dass es in Ländern, in denen Krieg, Armut und / oder Hungersnot herrscht, relevant ist?
    Ich habe (sniff, Vergangenheit) die letzten Jahre zum Beispiel mit Schulen in Gambia, Kenia und Tansania gearbeitet, da wissen viele Kinder nicht wirklich, wie alt sie sind, bzw. in welche Klasse sie gehen (und ich möchte die These aufstellen, dass das Alter in "unserer" europäischen Kindheit so wichtig ist, weil es mit wichtigen Ereignissen wie der Einschulung korrelieren soll, von der der Rest abhängt (Einschulung minus 1 Jahr: verpflichtender Kindergarten, oder minus 3 Jahren: Vorschule in Frankreich, etc...).
    In Ländern, wo die Schulpflicht nur auf dem Papier gilt, dann wird es verschoben und reale Bedeutung hat nur "stark genug, um den Weg zu gehen" oder "genug Geld da", nicht, ob es ein Kann-Kind ist oder nicht.
    Und viele fangen dann die Zeitrechnung grob so, wenn sie Richtung Europa gehen "seit 5 Jahren in der Schule".
    Selbst an der Schule in Gambia, wo die europäische Denkweise mitten im Dorf implementiert wurde, weiß der Schulleiter oft nichts und kann nur sagen, wie lange das Kind kommt und dass das Kind vor zwei Jahren laufen konnte, als es mit dem älteren Bruder zur Schulanmeldung kam.
    Oder: Das Schulprojekt schult keinen Jungen aus einer Familie ein, wenn es eine nicht eingeschulte Schwester gibt. Ergebnis: sie werden zusammen eingeschult, selbst wenn die Schwester ein bisschen älter ist.

    Das ist Vorsatz oder kennst du viele Kinder, die selbst nicht wissen, wie alt sie sind?

    also: ich bin nicht überheblich genug, mich auf der ganzen Welt auszukennen, aber in Ländern, wo andere Sachen wichtiger sind, als der eigene Geburtstag und Alter. Sorry, aber es spielt nicht überall dieselbe Rolle.


    # zu langsam getippt bzw. nicht abgeschickt, deswegen Wiederholung von anderen Beiträgen.

    Also: hätte meine Familie fliehen müssen und meine Mutter nicht dabei sein können, auf dem Weg versterben... Mein Vater wäre - ohne Vorhandensein von Dokumenten in der Hand - ganz oft nicht in der Lage gewesen, absolut elementare Angaben ohne Widersprüche zu machen.
    Und ja, auch um Jahre. Geburtsdaten kriegt er für die zwei Töchter gerade hin, für die Pflegekinder, die in der Familie - also bei und mit ihm - aufgewachsen sind, nicht und definitiv nicht das richtige Jahr. Und ich spreche von gerade mal Kindern, die als Baby oder in der frühen Kindheit zu uns gekommen sind und bis zum 18. Geburtstag /darüber hinaus bei uns lebten, nicht von den vielen anderen, die "nur" 2-3 Jahre dabei waren.

    Nichts, die Antwort, die Schule ist ein geschützter Raum.

    Man hat die Wahl zwischen Blockwart und Mitwisser bei Sozialbetrug.

    Oh... wie wichtig es ist, 1) nicht zu schnell zu lesen, 2) unbekannte Wörter im Wörterbuch nachzuschlagen, 3) nicht automatisch anzunehmen, dass Menschen wie einer selbst denken.

    Mein "Danke-Smilie" bezog sich auf "die Schule ist ein geschützter Raum" und darauf, dass ich dachte: Ich mache eben Block nach außen und keine*r kommt an meine SuS, auch wenn das Wort "Sozialbetrug" naja solala ist.
    Sorry fürs "Liken"

    Gut, wenn alle KuK auch im Vorfeld das machen, was bei einer Konferenz abgestimmt wird, meinetwegen.

    Ich komme jetzt zurück in die Schule, lese mich durch die Curricula meiner Fächer durch (dank Abiturthemen und Wechsel von G8 auf G9 in meiner Abwesenheit ist alles "neu").
    Ich bin in 3 Fächern eingesetzt, KEIN Fach hat ein aktuelles Curriculum.
    In dem einen Fach findet man ein Protokoll von vor 3.5 Jahren, wo ich nachlesen kann, wer welche Jahrgänge machen soll (und diese also nicht gemacht hat), in dem anderen Fach fehlt das aktuelle Abiturcurriculum (also Abitur 2025), in dem anderen die komplette Oberstufe (die aber unterrichtet wird).
    Und dann wird am Ende kurz vor der QA gemeckert, dass eine QA so viel Arbeit wäre?

    Bei großen Änderungen, z.B. neuer Lehrplan wurde der Punkt in eine extra Schilf ausgelagert.

    Das ist im Prinzip in unserer "Vorbereitungskonferenz" eine 3stündige Schilf.

    Darf ich fragen was genau ihr so lange besprecht? Bei uns sind die in der Regel für eine halbe Stunde angesetzt und dauern selten so lange?

    Fachschaften / Fachkonferenzen sind Gremien der Mitwirkung an der Schulentwicklung.
    Wenn man nicht grundsätzlich alles auslagert (jede*r bereitet nur einen Teil vor und - wir wissen es - kaum jemand liest die Sachen der Anderen), ist es _auch_ ein Arbeitsgremium.
    Es geht ja nicht um JEDE einzelne Konferenz, aber auch die im laufenden Schuljahr... so ärgerlich es für einen ist. Es sind demokratische Gremien, wo Eltern und Schüler*innen (beratend) mitwirken können. Da gehört es sich, nicht nur 3minütige Berichte abzuleisten und dann abzuschliessen. Natürlich fängt man nicht die Arbeitsphase am Curriculum mit den Eltern aber die TE fragte ausdrücklich "vorm Schuljahr". Irgendwann muss man ja auch arbeiten. Schulentwicklung ist auch eine unserer Aufgaben.

    Unsere Fachkonferenzen zum Schuljahresbeginn (in unserer "Vorbereitungswoche") sind für ca. 3 Stunden angelegt, es sind aber keine "richtigen" Fachkonferenzen (keine Eltern und Schüler*innen), sondern auch für Arbeitsphasen gedacht: Anpassung des Curriculums (in der Oberstufe jedes Jahr für die Qualifikationsphase, zur Zeit auch immer ein neues Jahr mit dem neuen Lehrwerk), Planung von einem neuen Schwerpunkt (mündliche Prüfung, Wandertag, Austausch, neue Materialbestellungen, usw..)
    So oder so müssen wir da sein (bedeutet: unsere SL kann uns zwingen, da zu sein), da finde ich es sinnvoll, sowas zu klären.
    Klar, man kann auch Mails lesen oder delegieren. Dann führt es dazu, dass das Curriculum nie geschrieben wird, oder von einer Person nach drei Jahren, usw,..
    Die Fachkonferenz nach ein paar Wochen im Schuljahr (Oktober/November?) fällt dann immer kurz aus (was wiederum auch doof ist, später Termin wegen Eltern und SuS, und dann kurz), aber es gibt in der Regel wenig Redebedarf.

    Bei den 16 Stunden musst du auch schauen: Wirst du auch alle Ferien durchbezahlt? (hoffentlich) Dann müssen auch ein paar Stunden darauf.
    Aber nicht soviele, dass du ständig Deputatsmehrarbeit machen musst (sowieso nicht).

    gut, aber da der Schulstart an einem Montag ist, _könnte_ es noch eine unsaubere Formulierung sein, weil es schon in der Woche davor ist, aber keine volle Woche.
    Ach, warum bin ich bloß nicht in NDS geblieben.. dann hätte ich sogar Altersgeld, wenn ich aussteigen würde :D
    (Ich weiß, warum und auf der Liste aller Pros und Contras war das leider nicht eindeutig, aber so ist es halt.)

    sorry, tatsächlich.
    Da ich nicht weiß, ob es in NDS eine offizielle Vorbereitungswoche gibt (wie in NRW, die per Erlass freizuhalten ist), möchte ich trotzdem anmerken, dass vor 6 Monaten (Terminierung des Facharzttermins) eine Bewerbung fürs Ref anhängig war und es zumindest gewagt war (ich hatte da Termine, aber ich war am Gym).
    Es ist sowieso egal, weil eh alles nur an einer fiktiven Schule geschieht.

    Und sie hat geschrieben, dass der Erste-Hilfe-Kurs und ihr Termin vor dem 1. Schultag ist.

    Und wenn das vor dem Refbeginn ist, kann man ja vorher nicht wissen, dass man sich den Tag freihalten muss, ich finde also an der Facharzttermin-Wahl nichts merkwürdig.


    Der 5. August ist aber im imaginären NDS, in welchem sie ihr Ref macht, nunmal der erste Schultag. Ob sie was Anderes behauptet oder nicht.
    Sie wusste nicht, dass es doch mit dem Ref klappt und ob sie weiter Vertretungslehrerin oder im Ref (Bewerbung war ja vor 6 Monaten schon abgeschickt und schwebte in der Luft): am ersten Schultag einen Facharzttermin nehmen, ist nicht schlau. Klar, man kann immer um Befreiung bitten, weil wichtiger Facharzttermin, trotzdem ist es nicht die beste Idee.

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