Beiträge von chilipaprika

    Ist es nicht so, dass deine Fächerkombination zwei Mangelfächer bzw. nah dran beinhaltet? Zieh nach Münster, in einer Stunde Münster findest du doch sicher irgendwas, selbst wenn erstmal nur Vertretung. Allerdings würde ich tatsächlich initiativ alle Schulen anschreiben. Mir fallen mindestens 3 staatliche BKs in 40km-Umkreis in eine Richtung ein.
    PN.

    plötzlich einen Ehemaligen hinter mir stehen, der mir einmal mehr bestätigt hat, er hätte im Medizinstudium fürs Nebenfach Chemie jetzt aber wirklich nichts mehr lernen müssen.

    Das hast du schon mehrmals geschrieben und ich weiß, dass ihr keine festen Lehrpläne wie bei "uns", aber jetzt ehrlich kritische Nachfragen:
    1) Heißt das, die Uni fängt im Medizinstudium (oder Physik oder was weiß ich..) richtig niedrig an, weil sie davon ausgehen, dass einige das Fach nur als Grundlagenfach oder gar nicht hatten?

    2) und heißt es nicht im Umkehrschluss, dass du / jede andere Lehrkraft mit so einem Anspruch einen Teil der SuS ziemlich (über)fordert? Oder ist eure Fächer-/Kurswahl so, dass es noch was unter Grundlagenfach gibt bzw. man echt an den Schwächen vorbei kommen kann? (Andererseits hast du eben die Spanischmädels im Grundlagenfach, sie werden wohl nicht alle aus reiner Langeweile Chemie oder Physik wählen, sondern oft, weil sie es müssen?)

    Nicht falsch verstehen, ich denke natürlich sehr systemimmanent: "meine" Schüler*innen würden dann abgehen müssen (ungeachtet deines didaktischen Geschicks gibt es genug SuS, die einfach bestimmte Sachen nicht können / aufholen können), andererseits führt es vielleicht dazu, dass das mit der _allgemeinen_ Hochschulreife (falls sie so bei euch heißt) auch ernst ist. (und dann würden 60% "meiner" Schüler*innen gar nicht erst bei euch ankommen)

    Und 3) Weißt du, ob es in den Geistes- und Sprachwissenschaften ähnlich ist? Ist ein Maturand nach dem Schwerpunktfach Französisch / Spanisch quasi auch reif fürs 2. Studienjahr?

    Gleichzeitig Grund zur Freude und wohl auch Hinweis zur Urlaubsreife: Ich las im Beitrag davor "plage" (Strand) und nicht "Plage".

    Heute habe ich mich sehr gefreut, hatte ich mich doch endlich aufgerafft (Grund zur Freude Nummer 1), laufen zu gehen, das Wetter war herrlich (Nummer 2) und außer peinlich müder Beine und Hinter im ständigen Auf und Ab auf dem Zöllnerweg: Pure Freude! (Nummer 3).

    Langsam aber sicher kommt die Erholung an.

    An diesem Tisch hätte ich auch gerne einen Platz gehabt. Wie kann es so viele süße Spezereien an einem Tisch geben?

    Naja, wir sind ja zu zweit :D

    Es sind noch Reste da. Mit "Mini-Stücke" meine ich wirklich maximal einen Viertel oder so des jeweiligen Gebäcks. Ich hatte einen zweiten Abendessen davon, mein Mann genießt das französische "Goûter" / "Quatre heures". (Er spricht drei Wörter Französisch, aber die Wörter, die er lernt, sind immer kulinarisch bezogen, fällt mir auf :D )

    Also ihr seid sonderbar.
    Wenn ich in einem Fach bin, verschließe ich alle Gehirstellen, die sich mit anderen Fächern verbinden.
    Mir käme es nie in den Sinn, mein sozialwissenschaftliches Wissen in Französisch oder Deutsch einzusetzen, Soziologie in Päda zu nutzen oder gar irgendwo interkulturelle Vergleiche oder Sprachbezüge zu machen.
    Wir wollen doch nicht die Kids verwirren und sie glauben lassen, dass die Welt doch nicht aus klar abgetrennten Fächern besteht?

    Sorry, Ironie aus.
    Denn:

    Eigentlich wundert mich die Frage ein bisschen, denn man unterrichtet doch nie "nur" die eigenen Fächer ohne Bezug zu anderen Gebieten

    ... so sehe ich es und lebe es aus.

    ich vermute (steile These..), dass in einem BL, in welchem es eine solche Regelung gibt, die Stundenplaner auf sowas achten.
    Seitdem in NRW offiziell keine Klassenarbeit / Klausur am Nachmittag geschrieben werden darf, achtet der Stundenplaner (noch mehr!) darauf, dass es mindestens eine Doppelstunde im Vormittagsbereich gibt.
    In einem anderen Bundesland wäre es vielleicht nicht ideal, aber trotzdem nicht schlimm.

    Wie in den Beiträgen hier erwähnt, eine meiner Baustellen ist Endometriose, die wird man eben nicht los ;)
    Andere Sachen hätte ich vielleicht irgendwann streichen können (aber Zeitpunkt verpasst), aber Endometriose alleine reicht für die 30%.

    Klar, ich bin nicht am Verhungern, es war aber trotzdem für mich keine gute Entscheidung.
    Manchmal ist der Grund für den Zuschlag auch irgendwann mit ein Grund für Teilzeit und da ist die PKV echt doof (aber eyh, da löst die Bezirksregierung das Problem ganz schön.)

    Egal, ich bin nicht auf Mission für die GKV, ich wollte nur Griding unterstützen, ich finde es wichtig, dass ausgerechnet bei Risikozuschlag-Personen geschaut wird. Nicht jede*r ist gesund und zielt / kann / wird eine Familie haben.

    Also:

    Gestartet bin ich bei ca 300 Euro (statt 230?) wegen Risikozuschlag. 10 Jahre später und einer großen Erhöhung später bin ich bei 420 Euro.

    Wenn jetzt tatsächlich wieder 24-30% Steigung auf mich zukommen, habe ich die 500 Euro vor Mitte 40 geknackt.

    Der Risikozuschlag ist wie der (negative) Zinsenszins. Hätte ich nur in der 8. Klasse besser aufgepasst, da half es mir, dass 2012-2014 Leute mir erzählten, dass es seit über 10 Jahren keine Erhöhung gegeben habe.

    Da wird jeder Wunsch nach Teilzeit sehr schmerzhaft…

    Ich habe auch mitnichten gesagt, dass es KuK gebe, die nicht fähig seien. Vielleicht wollen einige aber ‚nur‘ unterrichten (und die Beförderung) und finden also die eine Zusatzaufgabe, die man macht, um zu zeigen, dass man beförderungswürdig ist, lästig.

    Und das mit der ‚Kröte‘ ist sogar ein Zitat (weil zwei ähnliche Bereiche zusammengelegt wurden).

    Ich habe die Erfahrung gemacht (zum Glück nicht von allen !!), dass man auch misstrauisch angeguckt werden kann, wenn man gerne andere Sachen (als den Unterricht) macht.

    Aber: ich erwarte von einer SL, dass sie genau solche individuellen Unterschiede versteht und Entwicklungsinteresse versteht und gar fördert.

    Edit: Sprache bereinigt. Ich sollte nicht am Handy tippen.

    Wieso hättest du "die Pferde scheu gemacht" und "die Gerüchteküche angekurbelt"? Dass man sich beruflich weiterentwickeln will, ist doch absolut legtim.

    "Wie stehe ich dann da" - so wie vorher, man geht damit professionell um.

    Ich beglückwünsche alle, die in die Richtung schreiben, zu ihrer tollen Schule.
    Es GIBT Kolleg*innen (und somit auch Kollegien), die "Weiterentwicklung" und "andere Interessen als Unterricht" komisch beobachten. In der Regel solche, die ihre "Nebenaufgabengebiete" als "Last" bzw. zu schluckende Kröte auf dem Weg zur/für die Beförderung.

    Jup, aber keine*r kann mir in NRW das Stimmrecht "nehmen" (in NDS hat man nur im jeweiligen Jahr das Stimmrecht).

    An meiner Schule gibt es keine entsprechende Regelung, aber ich gebe zu, als ich 3 Jahre am Stück ein Fach nicht hatte, habe ich NICHT darum gebeten, meinen Musikunterricht zu verschieben.
    Ich hatte noch nie alle Fächer in einem Schuljahr, meistens schaffe ich alle FK, dieses Jahr wird es zeitlich - wenn die November-Krankheitswelle mich nicht erfasst - klappen. Juhu! Wer träumt nicht davon, in jedem Fach Curricula anzupassen ;)

    Zum Thema:
    * unsere FKs werden leider genau da gelegt, wo der/die FK-Vorsitzende*r es will, und jedes Jahr rege ich mich über Termine um 13 oder 15 Uhr. "Die Eltern kommen eh nicht" (tja, um die Uhrzeit kein Wunder).
    * Elternsprechtag: 15-19 Uhr (bzw. 20uhr &co als Klassenlehrkraft und Lehrkraft der Fächergruppe I)
    * Elternabende: ab 18 Uhr oder 19 Uhr. In der Regel 19 Uhr.

    Man darf - bei allen rechtlichen Überlegungen - aber auch nicht vergessen, dass das Ref ein Abhängigkeitsverhältnis ist.
    Ich hatte im Ref einen Monat Nebentätigkeit (mir wurden die Sommerferien eines anderen Bundeslandes bezahlt, nach einem Jahresvertrag, ich hatte also keine Minute Arbeit.) Das war kein Problem (trotzdem sofort beim Erfahren des Studienseminars beantragt, also ca. 4 Wochen vor Start des Refs.
    Im Referendariat selbst wollte ich eine Arbeitsgemeinschaft kostenlos anbieten. Eine, die ich schon als Vertretungslehrkraft angeboten hatte und keinen Aufwand bedeutete. Ich musste 1) darlegen, dass der Aufwand super minimal war (eine Stunde (!) AG UND erklären, dass die Materialien schon existierten) und 2) unterschreiben, dass ich weiß, dass diese AG meinem Ausbildungsziel möglicherweise im Wege stehe.

    (Die AG kam im ersten Jahr nicht zustande, mangels Interesse, haha)

    Im zweiten Jahr war die Seminarleitung viel lockerer drauf, kannte mich und meine Fähigkeiten UND die AG (eine andere) war quasi Teil einer Zusatzqualifikation, die ich am Seminar erwerben wollte.

    Was ich damit sagen will: JEDER Fehler meinerseits wäre sicher darauf zurückgeführt worden, dass ich zu wenig Zeit für meine Ausbildung hatte. Es war ein kleines Seminar, die Seminarleiterin war allherrschend, in allen Noten beteiligt. Ich musste einiges schlucken, bis ich gelernt hatte, unterwürfig zu sein (Trotz Zuversicht, dass jede Schule meine Genialität einsehen würde und mir einen roten Teppich ausrollen würde (Sarkasmus für diejenigen, die ihn nicht erkennen), war mir meine Endnote doch wichtig.
    Man sollte also alle Zeichen gut lesen können und zwischen Recht haben und Recht durchsetzen auch unterscheiden.

    Es steht nicht in jeder Ausschreibung, dass die SL _im Vorfeld_ informiert werden muss und die meisten solchen Bewerbungen sind direkt einzureichen.
    Nichts desto trotz: Spätestens beim Bewerbungsgespräch "musst" du die Karten offen legen. Ich würde nach einer Terminverschiebung nur fragen, wenn ich gerade auf Klassenfahrt wäre oder meine Schwester heiratet oder so.
    Gegen "ich arbeite" spricht nichts, denn es ist der selbe "Arbeitsvertrag" und deine SL MUSS am Ende zustimmen.
    Es kommt also sicher nicht gut an, wenn du im Vorfeld der Stelle mitteilst, dass du davon ausgehst, dass deine SL dagegen ist und es also verstecken willst.

    Ein gewisses Restrisiko muss man im Leben immer eingehen, wenn man neue Chancen haben will ;)

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