Beiträge von chilipaprika

    weil ich unter den "lockeren" Schulwochen definitiv keine 46 Stunden in der Woche mache und reihenweise plane. Eine Reihe plane ich nicht einfach so neben dem Vollzeitunterricht (schön für diejenigen, die es können. Ich gehe da lieber joggen und habe die Reihe wannanders geplant).
    Und ja, dass ich zuviel tue, ist auch ein Problem, ändert nichts daran, dass ich in den kleinen Ferien zum Beispiel arbeiten MUSS (Korrekturen), es sei denn, ich würde genau in der Woche vor den Ferien (falls die Klausur schon geschrieben war), jeden Tag zwei Stunden früher aufstehen und noch abends korrigieren. Macht eine Kollegin, ich kann es nicht).

    Diejenigen, die es schaffen, die kleinen Ferien freizuhalten: super! Mir ist meine Gesundheit es wert, die allgemeine Arbeitslast mehr zu verteilen (weil ICH es so besser aushalte. Hab ich jetzt auch gemerkt, ich bin nach dem diesjährigen März-Pik zusammengebrochen und war fast drei Wochen krank.)

    warum? In den Ferien arbeitet man da automatisch weniger? In den kleinen Ferien korrigiere ich, je nach Ferien und Tag vielleicht 5-6 Stunden am Tag inklusive Vorbereitung, je nach Stapel eine oder zwei Wochen, in den Sommerferien habe ICH meine Hauptvorbereitung, also zwei-drei gute Wochen 5-8 Stunden am Stück, dafür keinen Unterricht.
    Im September habe ich viel weniger zu tun, weil ich mit meiner Vorbereitung im August tippitoppi bin und noch keine Korrekturen da sind, im November komme ich ins Schleudern, weil Vertretungen, Klassenarbeiten und vielleicht doch mehr Vorbereitung als sonst.
    Deswegen lohnt sich doch die Jahreszeiterfassung und nicht nur wochenweise. Und es ist auch in sehr vielen Berufen so.
    Ist bei uns aktuell im Büro nicht anders: in den letzten drei Jahren habe ich jedes Jahr im März um die 30-50 Überstunden aufgebaut. Ähnlich aber weniger Überstunden im November. Meine Kollegin, die Tagungen organisiert, kann nach jeder Tagung zwei Wochen Urlaub aus den Überstunden der 2 Monate vor der Tagung + Tagung nehmen.
    Dafür wird auch erwartet, dass wir im August keine 8 Stunden aufschreiben und im Büro Däumchen drehen, wenn wir nichts zu tun hätten.

    Ja das ist üblich, ist aber trotzdem kein Vertrag mit der Schule, sondern dem Land. Also kann das Land auch eine Abordnung veranlassen.

    Dass es trotzdem mit dem Land ist, ist/war mir klar, aber ich hätte (naive, keine Rechtlich abgesicherte Gedanken) gedacht, es würde vor Abordnung schützen.

    Ich hatte zum Beispiel zwei, sogar drei Verträge parallel und nicht einen mit zwei Orten. Aber es ist eh sehr lange her

    es wird sich geändert haben, denn es war bei mir in NRW auch vor Jahren genauso (zu 90%, ich habe die Verträge wohl nicht mehr digitalisiert, aber ich wusste den Namen der Personen, die ich vertreten habe, oder den Grund. Drei verschiedene Schulen, 4-6 Verträge). Scheint aber wohl nicht mehr der Fall zu sein.

    Beleg?
    Sorry, es ist absurd.
    Ich bekomme keinen expliziten Auftrag, meinen Unterricht vorzubereiten.
    Ich werde in einige Gremien gewählt, und das mache ich vielleicht freiwillig, es ist trotzdem Arbeitszeit, weil die Schulentwicklung eine der Aufgaben von Lehrkräfte.
    Ich hole mir auch keinen expliziten Auftrag für die Beratung von Eltern oder von Schüler*innen.

    Das verstehe ich nicht.

    - Mit Krankheit meine ich längere Erkrankung mit Wiedereingliederung im Ausnahmefall. Kann ich dann im Folgejahr abbummneln, was mir im Jahr der Erkrankung mehr auf dem Stundenplan steht?

    - wenn ihr in den Ferien die Überstunden abbummelt, ist ja wirklich gar nichts gewonnen.

    Also: wenn ich krank bin / Urlaub habe, wird in meiner Exceltabelle das Soll (und das Ist) eingefroren.
    An allen anderen Tagen sollte ich 8:12 arbeiten. Es ist sehr selten der Fall, sondern eher 9 Stunden oder 8 (oder 6), aber halt nicht "8 Stunden 12 Minuten"


    Und weil ich soviel drauf habe, bummle ich zur Zeit ganz viel ab und sehe, wie jeden Tag meine Überstundenzahl runter geht, bzw. Urlaubstage auch.

    Meine Kollegin mit Reha (und ich vermute bald Wiedereingliederung oder eine ähnliche Maßnahme, zumindest möchte sie es gerne) würde dann in ihrer Tabelle die neue Anzahl an Stunden aufschreiben (4 Stunden statt fast 8, zum Beispiel) und müsste DIESE Zahl erfüllen, würde aber ihr Geld entsprechend der Vollzeitstelle beziehungsweise (weil Krankengeld) dem entsprechenden Anteil.

    Wir bewegen uns jetzt aber in unterschiedlichen Konstrukten: Arbeitsrecht / Beamtenrecht (Weiterzahlung der Bezüge!), Schulsituation / Nicht-Schulsituation (Ich würde meine Stelle mit mehr als ein Jahr Urlaubsanspruch verlassen, die Bezirksregierung hat mir geschrieben, dass ich den Urlaubsanspruch habe: in den Ferien. Das heißt: ich kann meine 35 Urlaubstage vor dem Start des Schuljahres, in den Herbstferien und zu Weihnachten noch 2024 abfeiern). Das ist natürlich absurd aber auch dem Umstand geschuldet, dass ich einen Stellenwechsel vor mir habe. Würde ich bleiben, wäre es anders (es gibt verschiedene Gründe für das Aufsammeln der Überstunden und Urlaub und ein Grund ist auch Erkrankung während Urlaub, so dass mir fast 3 Wochen neu gutgeschrieben wurden.
    Also habe ich gerade immer die Hälfte der Woche Zwangsurlaub, um zumindest nur die Hälfte zu verschenken (damit alle Stellen sich wohler fühlen..)
    Im Schulsystem könnte/müsste ich beim entsprechenden Sammeln von Krankschreibungen (klopfklopf, dass dies nicht passiert!!) nachweisen, dass mir Erholungsurlaub fehlt.


    Und für die normalen Fälle von Überstunden auf dem Arbeitszeitkonto: Irgendwann wird es von der "Politik" anerkannt, dass unsere Arbeit im großen Ganzen schwer in der Zeit zu schaffen ist und bis dahin müssen wir selbst auf uns Acht geben. Zeit protokollieren, unnötige Aufgaben kürzen / zurückgeben.

    Außerdem sehe ich wirklich nicht ein, mich um alle Kinder zu kümmern, weil ich mich gerne auf die Kinder fokussieren möchte, die FÖRDERBEDÜRFTIG sind. Sonst kann ich gleich Grundschullehramt studieren.

    ...
    Komischer Satz von jemandem, der Pädagogin werden möchte.
    Ist nicht JEDES Kind förderbedürftig?
    Auch dasjenige, das "keine Probleme" (zuhause, im sozialen Umgang, in Mathe..) hat?
    Auch dasjenige, das eben alles kann und droht sich zu langweilen, wenn es nicht gefördert/gefordert wird?

    Wenn du NUR Einzelförderung ohne jedweden Klassenunterricht machen willst ist der Schuldienst der falsche Weg.

    Guck dir mal die Ergotherapie an.
    Vielleicht auch Logopädagie, usw..
    Eine Studentin von mir hat letztens ein Praktikum bei einer Ergotherapeutin gemacht und ich habe beim Lesen des Berichts viel gelernt. Sie störte sich daran, dass sie nicht nur Kinder gab, aber auch solche Stellen gibt es sicher, wenn man sich spezialisiert. Bei uns um die Ecke ist zum Beispiel eine Tagesklinik für Kinder- und Jugendliche, sie haben auch festangestellte Ergotherapeut*innen, Sozial- und Förderpädagog*innen.
    Sie machen ihre 40 Stunden (oder 39,XX Stunden) und gut. Allerdings das ganze Jahr ;)

    Entschuldige bitte, aber was meinst du genau mit der Frage "wie viele von euch bilingual" unterrichten?

    Ich unterichte an einer bilingualen Schule. Wir unterichten ausschließlich in unser jeweiligen Muttersprache.

    der "bilinguale Sachfachunterricht" an "normalen" Schulen ist der normale Sachfachunterricht (d.h. ein Kollege mit Fakultas im Fachfach unterrichtet eine Klasse, der Inhalt ist der Inhalt des Faches, die Bewertungsgrundlade ist das Sachfach), nur dass das sprachliche Medium eine andere Sprache ist. (Dafür muss also die Lehrkraft ein Mindestsprachniveau in der jeweiligen Sprache haben. Idealerweise auch eine didaktische Qualifikation im bilingualen Unterricht).


    Der "bili-Zweig" an meiner Schule betrifft die Fächer Geschichte, Erdkunde und SoWi. In der Oberstufe in der Regel Erdkunde, könnte was Anderes sein, wenn die Wahlen anders wären.

    Ich unterrichte (leider?) nicht bilingual, könnte es rein technisch (habe ein Sachfach, was an meiner Schule bilingual unterrichtet wird und eine Bescheinigung über das Mindestniveau), unterlasse es aus Respekt vor den Schüler*innen aufgrund meines holprigen Akzents.

    Ich habe aber im Ref (eine (selbstzusammengestellte) Lerngruppe!) bilingual unterrichtet, um die Bili-Qualifikation zu erwerben, allerdings in meiner Muttersprache.

    Materialien: keine. selbst erstellen / zusammenstellen.
    Der Kurs / die AG kam bei den Schüler*innen sehr gut an, war aber nicht auf eine Langfristigkeit angelegt. DIE Gruppe hätte es für mehrere Jahre in unterschiedlichen Fächern belegt, aber nicht unbedingt die Stufe drunter. Dass ein bili-Angebot also je nach System sehr viele Ressourcen nimmt, sollte man wissen.

    Schön ist auch, wenn beim „Beseitigen“ des Papierstaus das Papier so zügig herausgerissen wird, dass ein nicht mehr greifbarer Rest irgendwo im Inneren zurückbleibt und die entsprechende Klappe dann so zugedonnert wird, dass man quasi das ganze Gerät in die Tonne kloppen kann.

    und man nie weiß, WER das gemacht hat (bis man doch den Krümelrest bekommt und sehr wohl den Kollegen an den Kopiervorlagen erkennt).

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