Ich fürchte/erwarte aber, dass das einige Jahre lang viel Ärger mit dem FA gibt, bis es dann zu einer sauberen richterlichen Klärung kommt. Die Mischarbeitstage, die für uns ja zutreffen und an denen wir Entfernungspauschale und HO ansetzen, werden Ärger geben entweder aus Nichtwissen bei den FA-Mitarbeiterinnen und -mitarbeitern heraus oder aus Böswilligkeit der Leitung: "Streicht den Lehrern das HO mal zusammen. Die Hälfte wird's akzeptieren und mit den anderen ärgern wir uns dann solange rum, bis wir dann doch was akzeptieren müssen!"
Das glaube ich auch. Nichtwissen und latente ‚Böswilligkeit‘ miteinander vermischt.
Eine aktuelle Kollegin von mir erzählte mir, dass ihr immer viel gekürzt wird (trotz Elster/Wiso), sie aber nie Widerspruch eingelegt hat, sie werden es wohl ja wissen. (Doppeltes Nichtwissen). Sie war beeindruckt, dass unsere Widersprüche fast immer durchgehen.
Einziges Mal, wo es nicht ging, war, dass das FA darauf bestanden hat, dass mein AZ nur zu 50% zählt, weil meinem Mann und mir das Haus gemeinsam gehört. (Ich hatte auch hier rumgefragt und erfahren, dass es theoretisch richtig sei. Also wirklich Pingeligkeit des FA gegen lehrkräfte. Im Folgejahr haben wir es wieder zu 100% eingetragen und es ging natürlich wieder durch). Aber dass die Regale jeweils zur Hälfte meinem Mann gehören, das hat der Bereichsleiter kassiert 🤣
Ehrlich gesagt ist es mir auch manchmal peinlich, weil ich mir denke, mein Gott, die Zeitung habe ich auch privat gerne gelesen, auch wenn ich sie für den Politikunterricht verwerte, aber: auch Finanzbeamte müssen lernen, dass Lehrkräfte zum Teil andere Bedingungen haben. In meiner virtuellen Akte beim FA steht vermutlich ein Vermerk à la ‚Verrückte, die 1000 Weiterbildungen macht, es ist aber wahr, sie kann alles belegen‘, denn dieses Jahr haben sie NICHTS stichpunktartig eingefordert (da bin ich noch baff.. sonst wurde immer sowas gefragt, ich hab alles geschickt, sie haben die z.T. hunderte Belege geprüft und gut)