Beiträge von chilipaprika

    Klugscheißermodus an: soweit ich weiß, beträgt unsere regelmäßige Arbeitszeit 46 Stunden, weil auch Lehrer nur sechs Wochen Ferien / Urlaub im Jahr haben. Die restlichen 7 Wochen (von 13 Ferienwochen im Jahr) sind "unterrichtsfreie Zeit", in der man entweder auch seine 40 Stunden arbeitet, oder diese auf die übrigen Wochen im Jahr verteilt, sodass pro Woche 46 Stunden herauskommen.

    Klugsch... zurück: Das heißt, du unterstellst puntino, dass er/sie in den restlichen 7 schulfreien Wochen gar nicht macht und 2) er die Bedeutung des Worts regelmäßig nicht kennt?

    Wir haben keine regelmäßige Arbeitszeit von 47 Stunden und 13 Wochen Urlaub im Jahr, wir haben eine regelmäßige Arbeitszeit von 41 Stunden die Woche und 6 Wochen Urlaub, wobei wir mit einer Jahresarbeitszeit arbeiten müssen, weil wir in einzelnen Phasen bestimmten Aufgaben (Unterricht) nicht nachkommen können.

    Bitte beantworte zur besseren Einschätzung (und Ratgeben/Unterstützung):
    - Hast du eine DaF-Ausbildung?
    - Wo stehst du im Studium und wieviel Praxiserfahrung hast du?

    und was studierst du denn eigentlich? Sind deine 21SWS Pflicht im Winter oder überlegst du, wegen der Schule sie auf zwei Semester zu strecken? und wieviel Aufwand musst du daneben noch betreiben?
    Irgendwie kommt es mir nicht in den Kopf, dass 21 SWS das reguläre Vollzeitpensum ist (sondern mehr) und du möchtest eine halbe Stelle (oder Drittel, ist egal) draufpacken, obwohl du (vermutlich) keine Erfahrung und keine Ausbildung im Fach hast.

    Kann man machen, wird aber vermutlich schief gehen.
    Nicht, weil wir arrogante ausgebildete Lehrkräfte sind. Sondern weil wir die Erfahrung haben. Auch die der Überforderung in den Anfangsjahren. Auch die der Schwierigkeiten im fachfremden Unterricht.
    Auch die des Lehrerzimmers / Forums / sozialer Netzwerke, wo regelmäßig eine studentische Hilfskraft doch fragt, ob sie kündigen kann, weil es doch nicht passt und sie lieber eine kleinere Vertretung haben möchte.
    Das Risiko, dass du dir was Falsches aneignest, ist neben den anderen Risiken vernachlässigbar: die Überforderung ist für dich, die Kids und dein Studium einfach am höchsten.
    Ein Schuljob ist der unflexibste Nebenjob ever. Da ist nichts mit Schicht tauschen, mit mal reduzieren, mal erhöhen, du kannst dir deinen Stundenplan nicht basteln, es ist neben dem Studium echt nicht ideal.

    tststs, Chili. Vortäuschung falscher Tatsachen bei einer Bewerbung. Ist das nicht ein Kündigungsgrund. *duck und weg* ;)

    es hat ein paar Jahre gedauert, es fällt sicher unter Bestandschutz. So wie bei der Ehe.

    Das, was ich allerdings als Stärke/Schwäche-Gemeinschaft als Antwort gegeben habe, ist aber weiterhin gestiegen, und hat mir vermutlich letztendlich das Genick gebrochen. Kann aber keine*r sagen, dass er nicht wissen könnte, ich sei "speziell" :D (ja, jede*r von uns ist speziell)

    Ich habe im nächsten Semester noch 3x die Woche Uni (21 Semesterwochenstunden). Die Stelle ist mit 14 Stunden ausgeschrieben. Denkt ihr das macht Sinn oder wird das zu viel?

    Das ist sowas von einer echt krassen Selbstüberschätzung!
    Das kann doch nur schief gehen.
    Dein Beitrag liest sich so, dass du noch gar keiner Schulerfahrung hast (also vielleicht jenseits eines Schulpraktikums vielleicht). Hast du eine DaF-Qualifikation? Weißt du denn, wieviel Arbeit auf dich zukommt? Auch Verwaltungsarbeit (die bei Neuankömmlingen im DaF nicht ausbleibt, sicher auch deswegen die Frage nach Teamarbeit, weil du ja mit den Klassen- und Fachlehrkräften kommunizieren musst...

    21 SWS sind ziemlich sicher ein Vollzeitstudium, also eine 40-Stundenwoche (die SWS-Zahl schätze ich sogar höher als Vollzeit), und wie passen deine 14 Stunden auf nur zwei Tagen? Ist es schon so abgesprochen? (Bei DaF stelle ich mir vor, dass viele Schulen jeden Tag jemanden haben wollen. Oder du musst dich immer mit jemandem anderen absprechen, der/die an den anderen Tagen übernimmt)

    3.Was sind Ihre Stärken und Schwächen?

    Originalfrage meines Planstelle-Vorstellungsgesprächs ("Was sind Ihre Stärken?")
    "Oh, hm... das ist schwer, ich könnte eher sagen, was Schwächen sind"

    "Was denn?"

    "Ich mag besonders Schokolade"

    [Es wurde mir ein Schokokeks überreicht]
    Ich habe dann tatsächlich nach dieser kurzen Pause eine ganz ehrliche und passende Antwort gegeben.

    (und habe die Stelle bekommen. Meine Schule hat wohl kein Problem mit Naschmenschen, und obwohl ich jetzt keine Schokolade mehr esse, wurde ich nicht gefeuert)

    Nee, ich habe diesen Text nie gebraucht. und nie (vorher) gelesen. Und das als examinierte Deutschlehrkraft.
    Es geht noch besser: ich hatte (tatsächlich Vergangenheit) eine sehr schöne Sammlung an Praxis Deutsch - Heften (irgendwo günstig von jemandem bekommen, vielleicht sogar hier im Forum?) und bin also damals in meinen Keller gegangen, habe den gesuchten Artikel gesucht und abfotografiert und dann hochgeladen bzw. per Mail geschickt.
    Jetzt suche ich immer in meinem Mailfach und leite dann immer die alte Mail weiter.

    Doch, es gibt unterschiedliche Fakulten.
    NRW hatte eine lange Zeit ein Stufenlehramt und wer Gym/Ges hatte, machte eine Sek2-Prüfung und zusätzlich dazu eine Miniprüfung für die Sek1. Einige Leute haben es nicht gemacht (wir hatten mal eine Referendarin, die es nicht gemacht hatte, haha) und dürfen nur in die Sek2. Ich schließe nicht aus, dass die gute Dame mittlerweile in die Sek1 geht (falls sie eine Stelle bekommen hat), aber es gilt als fachfremd und im Ref hatte sie nur die 3 Stufen der Oberstufe und konnte sich auch ausschließlich auf Sek2-Stellen bewerben.

    und passend zu Weihnachten erzähle ich ganz Off-Topic, dass wir vor 2 Wochen die ersten Stollen des Jahres gebacken haben und gestern verschenkt haben (mit dem Hinweis, noch 2 Wochen zu warten, bevor man sie isst... ich lege nicht meine Hand ins Feuer, dass die französischen Feinschmecker*innen sich daran halten werden :D

    Die Weihnachtsbäckerei pausiert aber wieder, der Chefbäcker hat gesagt, erst Ende Oktober wird sie wieder eröffnet.

    In Dänemark habe ich kürzlich eine größere Schülergruppe, ca. Klasse 4, bei einem Schulausflug beobachtet. Die SuS haben ihre Lehrer (mehr Männer als Frauen) mit dem Vornamen angesprochen (sicher auch geduzt) und hatten irgendwie auch mehr Körperkontakt als das bei uns üblich ist. Aber sie waren sehr diszipliniert, ruhig und fröhlich und haben sofort gehört. Es war so ähnlich wie wenn Papa mit den Kindern einen Ausflug macht.

    im Dänischen wird aber die Höflichkeitsform quasi ausschließlich für die Königin oder Ähnliches verwendet.

    Ich finde, da muss man immer den Kontext betrachten, wenn die skandinavischen Länder oder Englisch als Beispiel für das Duzen und die gute Beziehung im Klassenraum herhalten müssen (aber jetzt spricht wieder mein konservatisches Ich)

    Die Frage nach Du und Sie interessiert mich und zwar aus einer fremdsprachlichen Perspektive. Und zwar ist es in Spanien nicht unüblich, dass Schüler ihre Lehrkräfte duzen und beim Vornamen nennen. Ich weiß, dass im Französischunterricht die Schüler den Lehrer mit vous ansprechen und aus meinem Spanischunterricht kenne ich es auch so, dass die Schüler gerne das usted nutzen, sobald sie es mal beherrschen. Etwas seltsam klingt es für mich aber schon und da Spanischunterricht mehr als nur Sprache vermitteln soll, überlege ich immer mal wieder, ob es nicht sinnvoll wäre, da das Du und Vorname als interkulturelle Lernerfahrung mal einzuführen.

    Ich bin eine bekennende Du-Meiderin und möchte auch nicht von Lernenden in einer Lerngruppe geduzt werden.
    Und jetzt lese ich den Beitrag und kenne die Ausnahme meines Lebens (ich habe ca. 8-9 Jahre gebraucht, meine Schwiegereltern zu duzen, die 6-7 Jahre davor weder Du, noch Sie. Wie gesagt, ich bin Meid-Expertin)

    Ich hatte eine (Gebärden)sprach-AG und die Gebärdensprache kennt kein Sie. Da einige Wörter "mitgesprochen" bzw. mit dem Mund mitgebildet werden, ist es aber wichtig, das Richtige zu machen und so war es, dass einige 8.-Klässler*innen mich 5 Jahre lang (bis zum Abi) einmal die Woche mit "Du"/"Dein"-Gebärden und Wörtern angesprochen haben, während ich ihnen erst Monate (Jahr?) nach dem Abitur das Du angeboten habe / es sich so eingeschlichen hat.

    Ich halte es also durchaus für eine kulturelle Sache, die man wirklich trennen kann, wenn der Unterricht auch fast einsprachig ist (und es nicht nur darum geht, ab und zu "Rosa, tu" auszusprechen und dann den zweiten Satz auf Deutsch..

    Es war ein Bild.

    Aber ich hatte schon genau Leute in meinem Umfeld, die eben nicht bereit waren, 30km für A12 zu pendeln, und dann (hahaha) 3-4 Jahre Vertretungen gemacht haben und jetzt 25-45km in eine ganz andere Richtung pendeln und dies weiterhin für A12 und keine Möglichkeit von A13 (außer durch die Angleichung, aber nicht an einer Gesamtschule)

    vielleicht gibt sie dir dann Entlastungsstunden für Aufgaben.
    Vielleicht hast du ein gutes Arbeitszeugnis, um wo anderes auf dich aufmerksam zu machen.
    Vielleicht hat Bayern irgendwann ein Quereinstiegsprogramm, das förderliche Erfahrungszeiten in der Schule belohnt.

    Ganz viel vielleicht.
    Sorry, aber ich habe ein leichtes Unverständnis sowohl für Ref-Absolvent*innen, die sich zu fein sind, eine Vertretungsstelle oder gar eine Planstelle anzunehmen, die 30km von ihrem Wohnort ist und darauf warten, die bessere Stelle auf Silbertablet geschenkt zu bekommen, aber auch für Seiteneinsteiger*innen, die nicht bereit sind, sich ein bisschen durchzukämpfen.

    Und wie gesagt: ich reagiere auch bei den "grundständigen" Kolleg*innen ziemlich allergisch. Nur weil irgendwo Lehrer*innenmangel in der Zeitung steht, heißt es nicht, dass plötzlich alle A14 vor der Haustür bekommen, die vorbeikommen.

    aber: kommt es überhaupt in Frage, dass du in einer Woche (oder wann auch immer der Schulstart bei euch ist) was Anderes hast? Du unterschreibst doch nicht lebenslänglich und es wurde schon jetzt vermutet, dass die Regeln in den nächsten Jahren lockerer werden. Mach das eine Jahr, du wirst schon merken, was für dich gut ist (und womöglich merkt auch die Schule, was sie dir sonst anbieten kann...)

    aber es ist der Punkt: wir sind Lehrkräfte.

    Es gibt genug Privatschulen, die versuchen, die Lehrkräfte auf E12 oder E11 runterzuhandeln, AUCH mit 2. Staatsexamen und du hast "nicht mal" ein 1. Staatsexamen / Lehramtsstudium. Deswegen: es ist quasi eine goldene Chance und du wärst ganz schön arrogant sie ziehen zu lassen, wenn du glaubst, du seist (zu diesem Zeitpunkt!) mehr wert.
    Aber vielleicht habe ich es falsch verstanden und du willst eine andere Schulform / ein anderes Bundesland / ...

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