Beiträge von chilipaprika

    Zauberwald es hängt so sehr von soooo vielen Faktoren ab:

    - im Ref am Seminar schon Beispielpläne bekommen

    - Lehrwerk liegt vor und hat einen Jahresplan

    - im Ref gut getauscht, einige ‚Kurzfächer‘ wie Chemie hat man vielleicht schon 2 komplette Jahrgänge unterrichtet und 2 Reihen des 3. Jahres gehabt

    …. Und nur weil der Plan da ist, heißt nicht, dass er eingehalten wird / werden kann / einhaltbar ist.

    Ich hatte auch vor meinem ersten Deutsch-Jahr einen wunderschönen Plan mit dem Jahresplaner des Lehrwerks gemacht

    Hahaha, es sind 14 Jahre genau vor 3 Tagen gewesen (mein Facebook zeigte mir einen alten Status), ich lache noch über die süsse Naivität :) (ich hatte noch kein Ref, keine Kontakte und keine Erfahrung.

    Klar: Wer in den Ferien plant, ist einfach nicht schülerorientiert.

    Sorry, aber ein Großteil der Anpassung ergibt sich in Details und durchaus auch mündlich. Unterschiedliche Klasse hin oder her: ich habe auch Kompetenzen und Lernziele. Dann muss ich vielleicht 3 Arbeitsblätter zum eingehenderen Üben einschieben, bevor ich doch zur nächsten Lektion übergehe, aber die Experimente vorbereiten, die Arbeitsblätter zu Experimentaufbau, Gleichungen, Definitionen, Laborführerschein (ich habe KEINE Ahnung von Chemie-Inhalten) werden ja nicht jedes Jahr neu erfunden.
    Und die Arbeitsblätter sind sicher in einem abänderlichen Format, so dass man auch kurzfristig ändern kann, wenn sich die Klasse als eine Mischung aus 50% Hochbegabten und 30% "tut sich schwer"-Kindern besteht.

    Es ist ein Unterschied zwischen: Zum Zeitpunkt der Ankündigung des Termins habe ich schon die Tickets / die Einladung und der mir wichtige Termin kommt erst, nachdem der Termin in meinem Kalender sein muss.

    und wie immer im Leben: Geben und Nehmen.
    Wer zu jedem Schulfest, Tag der offenen Tür, Konferenz, usw.. "irgendwas" hat, wird mehr Schwierigkeiten haben, als jemand, der etwas anderes anbieten kann.

    Zitat

    Im ernst, das ist mal wieder so ein Punkt, wo sich Lehrer von großen System einfach mal vornehm mit guten Tipps und Vorhaltungen zurückhalten sollten.

    Kleine Systeme haben nicht die Personaldecke wie große weiterführende. Weder im Lehrpersonal noch sonst wo.

    Da ist man als Schulleiter auch Teilzeit-Hausmeister. Weil es gar nicht anders geht. Also: Hintern hoch, in die Hände gespuckt, los geht's. Keine Zeit für Bockigkeit und rumheulendes Mimimi.


    kann man so sehen, oder zumindest hoffen und daran arbeiten, dass es sich für die nächste Generation ändert.
    Meine Schule hatte vor einem guten Jahrzehnt eine Sekretärin vormittags. Es gab zwar durch den Wechsel auf Ganztag Mehrbedarf, nicht desto trotz wurde schon vorher aufgestockt und wir haben jetzt 1,5 Personen.
    Ich habe in einer Nachbarstadt an einer weiterführenden Schule ohne Ganztag gearbeitet, wo das Sekretariat auch ganztägig besetzt war, auch wenn um 13 Uhr 80% der Schüler*innen nach Hause gingen.
    Also auch das Ergebnis von Verhandlungen, wo Ressourcen wichtig sind. (Dasselbe für Hausmeisterin, Schulsozialarbeiter und so weiter...)

    Kannst du mit gutem und realistischem Gewissen sagen, dass du in deiner Vertretungszeit guten Unterricht gemacht hast, in welchem die Schüler*innen nachhaltig gelernt haben, einen Lerneffekt hatten und ihr Lernen bzw. ihre Beiträge gewürdigt fühlten?
    Siehst du dich in der Lage, mit deinem bisherigen Lehrstil und Einstellung das Referendariat zu absolvieren, in welchem du durchaus viele anderen Methoden einsetzen solltest und noch viel zu lernen hast`?

    mein Gedanke.
    Wenn DAS die Folgen der Digitalisierungswende sind, freue ich mich noch weniger darauf.
    Stunden, die ich inhaltlich und vom Aufbau her aus dem Ärmel schüttele, schüttele ich nunmal aus dem Ärmel 3 Minuten vor der Stunde (also vorausgesetzt, ich musste mich sonst um viele anderen Stunden in der Woche kümmern.)

    Ich kenne meine Schule seit mittlerweile (wow) fast 15 Jahren und der Tag der offenen Tür war IMMER am selben Tag. In einer Stadt mit mehreren weiterführenden Schulen lässt sich das nicht vermeiden: die Termine stehen fest, um sich nicht gegenseitig den Tag wegzunehmen.
    Insofern wäre es jetzt ungünstig, wenn ich mir da einen Weihnachtsmarktbesuch organisieren würde (Meine Stadt ist da eher vorweihnachtlich unterwegs für die ToT). Aber Reden hilft immer. Ich habe ja auch mal gefehlt (gut, es war ein Todesfall in der Familie, lässt sich nicht terminieren, ABER: ich hätte nicht frei haben müssen. Sprechen hilft.)

    Parallelunterricht kann dich überall treffen, aber auch an der Realschule wäre es doch kein Leben. Im realen Alltag würde man dir womöglich eine Klasse geben, fachfremden Unterricht (existiert sowas in Bayern?), und eine große Bandbreite an Kursen. Und anders als von dir dargestellt würdest du vielleicht nicht die ganze Zeit frontal unterrichten.

    Eine Aushilfe-Zeit ist nie real aussagekräftig, außer die Schule hat eine*n komplett eingebunden, alle Aufgaben gegeben, usw. Aber auch da hat man eine ganz andere Situation, als wenn man sich gerade im Ref oder im lebenslangen Beruf befindet.

    Die Berufsschule ist einfach eine ganz andere Welt, von der zu wenige eine Ahnung haben (ich inklusive, was ich bereue). 1-2 Tage hospitieren, einen realistischeren Eindruck davon erhalten (ich bin ehrlich gesagt ein bisschen von deinem "humanistischen Gedöns" irritiert. War es wirklich so, dass in der Corona-Zeit die Kids Bildung aufgesaugt haben und du keinen Realitäts- und Anwendungsbezug brauchtest? Deine Fächer haben keine nahe Verwertbarkeit?
    Man kann bestimmte Kompetenzen und Inhalte kritisch sehen (sehe ich definitiv so, ich bin kein Fan von einigen Inhalten, die ich in Wirtschaft unterrichte, zb.), aber man soll auch realistisch sein. Wer glaubt, dass Schule eine reine humanistische Bildungsanstalt ist/sein kann, der hat von Anfang an verloren. Ich empfehle die Lektüre von Fendts Theorie der Schule. Die Schule hat weit über die Vermittlung von Bildung hinaus die Funktion auch den Platz in der Gesellschaft zuzuweisen, damit muss man sich auch ein Stück weit abfinden. (und sich noch mehr in den Bereichen engagieren, die auf das Leben in der Gesellschaft, auf die Partizipationsfähigkeiten und -möglichkeiten vorbereiten...)

    Womöglich habe ich als Nicht-Bayerin ein zu abgebrühtes Bild des Schulsystems, aber ich kann mir vorstellen: es liegt dazwischen.
    Ich drücke dir die Daumen, dass du dir einiges anschauen kannst, um deinen Weg herauszufinden. Schließ nichts von vornerein aus!

    Auch so ein Punkt, den ich nicht verstehe: Unsere SL kennt jetzt schon alle Lehrerkonferenz-Termine für den Rest des Schuljahrs. Die Termine werden immer schon mündlich verkündet. Trotzdem kommen die offiziellen Ladungen immer gerade so eben noch fristgerecht per eMail um 23:58 Uhr.

    in welchem Kontext "mündlich"? In einer Konferenz, die dann protokolliert wird?

    Habt ihr keinen schulweiten Kalender, wo es schon eingetragen ist?

    Ja ... Aber Chemie und Physik sind auch in Deutschland nicht immer Prüfungsfächer, dann kann ich wieder erzählen, was ich will :P Wenn diese Fächer bei uns in den genannten Ausbildungsgängen unterrichtet werden, hat man automatisch mindestens eine mündliche Abschlussprüfung. Berufsmaturität ist eidgenössisch organisiert, Fachmaturität eben nur kantonal.

    OT vom OT vom OT:
    Das Gebet habe ich ab und zu in NRW in der Oberstufe. Wenn kein*e Schüler*in das Fach schriftlich im Abitur hat, muss ich mich zwar (natürlich) an Curriculum und so halten, aber die Kids würden nicht sterben, wenn sie die angebotsorientierte Wirtschaftstheorie oder die vollständige Geschichte von Kanada in der Tiefe durchnähmen und dafür mehr Zeit in Wie stoße ich politische Partizipation an, Was sind Steuer und Sozialabgaben oder Lasst uns über Aktualität auf Französisch reden hätten.
    Das Problem: die endgültige Wahl für die Abiturfächer ist so spät, dass man sich leider nicht darauf verlassen kann. Und ich muss zugeben, dass es mir wurmt :D
    Also wird der Lehrplan in seiner grandiosen Variation durchgenommen.

    oder man entwickelt sich weiter.
    Ich hätte um ein Haar Grundschullehramt studiert. Und dass ich Gymnasiallehramt studiere, liegt ausschließlich daran, dass es das einzige Lehramt an meiner Uni war (in Frankreich trifft man die endgültige Entscheidung NACH dem Studium, da war ich noch am Zweifeln und Deutschland hat es also für mich entschieden. VIELEN LIEBEN DANK Freiburg, dass ich zu alt fürs Europa(Grundschul)lehramt war).

    Ich hätte es vor 15 Jahren nie gedacht, aber ja, ich kann nicht so gut mit den Kleineren arbeiten. Wäre also keine gute Entscheidung gewesen...

    mein Mann: ein Handstaubsauger. Der gerade in die Reparatur gegangen ist :D
    ich: ein Miniwasserkocher :D

    ich gebe es weiter... Ich finde es interessant, dass ich tatsächlich auf gar keine größere Anschaffung komme (an der ich beteiligt war ...)

    Bitte aber im Kopf behalten, dass der Kontrahierungszwang der PKV (genauer: die Öffnungsaktion für Beamte) nur innerhalb von 6 Monaten nach erstmaliger Verbeamtung greift. Nur dann muss eine teilnehmende PKV auch aufnehmen und ist der Risikozuschlag auf 30% begrenzt.

    Danke fürs Noch mal erwähnen.
    Zu meiner Ref-Zeit gab es keine Öffnungsklausel fürs Ref, so dass ich oft vergesse, dass die Kombi GKV im Ref und PKV später leider nicht mehr so einfach möglich ist :(

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