Beiträge von chilipaprika

    Personenzentrierte Beratung und systemische Beratung sind zwei unterschiedliche Ansätze, die sich stellenweise konträr gegenüberstehen.

    Ich bitte um Entschuldigung, dass ich da unsauber (?) geschrieben habe.

    Ich berate systemisch und fokussiere auf die Person, habe die Haltung, dass der Mensch selbst Fähigkeiten hat, sich selbst zu entwickeln. Genauso wie es darum geht, lösungsorientiert zu arbeiten.
    Damit meinte ich nicht ausdrücklich die besondere Form/den spezifischen Ansatz der personenzentrierten Beratung, von der ich zu wenig weiß.
    Ich bin halt ein offener Mensch und brauche keine Kategorien à la "oh nein, diese Frage wäre nicht systemisch".

    Auch das ist nicht ganz richtig. Ein*e Psycholog*in oder Sozialpädagog*in setzt die Berater-/Theraput*innenausbildung on top. Es ist also schon ein stabiles Fundament vorhanden auf das man aufbaut. Jemand, der einfach nur eine Beraterausbildung macht, hat dieses nicht.

    Das ist so ähnlich, als würde man sagen, dass es für ein Lehramt ausreicht Abitur zu haben und im Anschluss das Referendariat zu absolvieren. An dieser Stelle würden (zu Recht) alle entrüstet aufschreien.

    Geht es dir darum, falsch zu verstehen?
    Habe ich auch nur IRGENDWO geschrieben, dass man als Psychologe oder Sozialpädagoge keine Berater-/Theraausbildung braucht?
    Wie geschrieben: ich habe die Weiterbildung hinter mir, ich war eine der Exot*innen ohne Psychologie- oder (Sozial-)Pädagogik-Ausbildung, und ja, die haben einen echten Vorsprung, was Gesprächstechniken angeht, aber in Beratung haben sie natürlich nur ein Fundament. Das ich eben sehr schnell - weil ich willig war - nachholen konnte, deswegen ist auch die Voraussetzung für eine solche Weiterbildung nicht ein Psycho-/Sopäd-Studium sondern ein Studium (wobei natürlich auch geprüft wird, wenn jemand mit einem Ingenieur-Abschluss kommt, was er/sie sonst mitbringt.)

    Hier muss ich dir widersprechen. Inzwischen ist die systemische Therapie ein anerkanntes Verfahren (wie die tiefenpsychologisch- fundierte, psychonanalytische oder verhaltensorientierte Psychotherapie) und wird inzwischen sogar von der GKV bezahlt. Dafür musste in jahrelangen Nachweisstudien die Wirksamkeit bestätigt werden.

    Richtig lesen, denn DAS weiß ich.
    Ich bezog mich auf die Berater-Ausbildung.

    Wir haben 10mm breite, strukturgewalzte und nach innen gewölbte Silberringe, auf denen sich ein 1mm Goldreif locker dreht. Ist ein Suchtspielzeug. :D

    Ich glaube, so in etwa ist mein Verlobungsring. Leider hat sich mein Prinz leicht verschätzt und der Ring leicht zu groß. Bei der Struktur ist es leider nicht möglich, den Ring zu verkleinern (auch wenn ich es nach fast 10 Jahren in letzter Zeit wieder in Angriff nehmen will.)

    Die ersten "Verlobungsringe" sind aus Leder, 1cm breit, 60cm lang.
    Ich kann also berichten: das Material eignet sich überhaupt nicht.
    Mein Mann hat einen sehr hohen Verschleiß, ich bin auch beim dritten Band (in 12 Jahren, aber mit ein paar Jahren ohne Tragen), mein Mann hat jetzt eine neue Verschlussart gefunden, wir haben also Hoffnung, dass es länger als einen Monat an seinem Handgelenk hält.
    (Mein Mann bestand darauf, einen eigenen Antrag selbst später zu machen, und deswegen "zählt" wohl mein Heiratsantrag nicht so sehr, aber die Armbänder schon)

    Eheringe sind aus Weißgold, breit und mit ganz viel Struktur, meiner hat Ministeine drin, hätte nie gedacht, aber eyh, man muss ja den Ring vom anderen Ring unterscheiden :) Es ist mini und aus Glas, die schönsten Ringe der Welt.
    Die Ringe sehen nach 8 Jahren wie am ersten Tag aus. Gut, der Ring von meinem Mann ist nicht so alt, der erste Ring ist verloren gegangen, nie wird man wissen, wohin...
    Wenn man bedenkt, dass unser Hund der Ringträger bei der Hochzeit war, er sich kurz vorm Rathaus geschüttelt hat, die Ringe gefallen sind und zwar nicht soooo weit von einem Gullideckel (SEHR gut, dass ich zu dem Zeitpunkt nicht dabei war :D ) ... Ach, die Ringe haben halt eine Geschichte, die man denen nicht ansieht.

    Ich möchte aber nach Kanada.

    Ziele sind gut, aber sei dir bewusst, dass die Anzahl an DAS in Kanada eingeschränkt ist (2...) und diese natürlich sehr sehr beliebt sind. Wahnsinnig viele Stellen sind es also nicht. Dafür gibt es aber andere Schulen, die dich vielleicht unter "Ortsbedingungen" aufnehmen, weil sie ein immersives Konzept haben.

    Zu der Problematik Ausland / Diagnose:
    Ich habe selbst erst vor ein paar Tagen in einem Podcast zu ADHS erfahren, dass eine "F-Diagnose" die Einreise in einige Länder kosten kann. Und dann musste ich an Studierenden denken, die ich in den letzten Jahren in die USA als Sprachassistent*innen vermittelt habe. mindestens zwei hatten eine solche Diagnose, von der ich wusste (und ich weiß davon, weil sie in den mir zur Verfügung stehenden Unterlagen stand, die der amerikanischen Organisation eingereicht wurden. Ich hatte damals schon gedacht "Junge, warum legst du das offen?", mir war nicht bewusst, dass es eh später Pflicht wäre). Die amerikanische Organisation, die dann auch das Visum vermittelt, hat sie angenommen. Es wird also durchaus - trotz aller Schwierigkeiten! - Wege geben, die man gehen kann. Sonst hätten sie sich nicht mal die Mühe gemacht und hätten direkt einen anderen Studierenden ausgewählt).

    Also: in der Regel (bzw. ich korrigiere: in den mich bekannten Auslandsschulen, wo ich Kontakt zu den Ortslehrkräften hatte - und ich habe damit das Baltikum, das südliche Afrika, Südosteuropa und mehrere Länder in Süd- oder Mittelamerika, kein einziges der "attraktiven Länder/Städte" wie Kapstadt, Melbourne oder New York): trotzdem mehr als die "normalen" Lehrkräfte vor Ort. Da die DAS Privatschulen sind, können sie sich mehr für ihre Lehrkräfte leisten. Einige Schulen können auch zb. einen Flug pro Jahr dazu sponsern.

    Wenn du mit dem Ref fertig bist, bist du frei das zu machen, was du willst und du kannst dich überall auf der Welt als Ortslehrkraft bewerben.

    Was du wahrscheinlich im Kopf hast, ist aus Deutschland aus - mit Beibehaltung des Status - entsandt zu werden.
    Tja, die DEUTSCHEN Auslandsschulen müssen auch ihre Kräfte herbekommen. Da können die Länder nicht sagen, dass sie keine mehr entsenden. Ob sie allerdings jemanden entsenden, den sie ganz doll gebrauchen, statt jemanden, den man entbehren kann, ist eine andere Sache.
    Viele Schulen reduzieren auch allgemein die Zahl der entsandten Lehrkräfte (weil der "Auslandsdienst" sparen muss) und stocken mit Ortslehrkäfte auf (einige Schulen haben keine Hand voll aus Deutschland oder gar nur die Schulleitung, der ganze Rest besteht aus Ortskräfte (die ganz oft aber Deutsche sind ;) )

    Generell: Man muss mindestens auf Lebenszeit verbeamtet sein, plus ein Verfahren durchlaufen, das länger als zwei Tage dauert. Wer also schnell ins Ausland gehen will (UND mitbestimmen will, wo er hingeht): vor der Planstelle ist sicher.

    Ich denke wir machen uns nichts vor wenn wir sagen, dass im Lehramt oft auf hohem Niveau gejammert wird.

    und trotzdem auch okay.
    Nur, weil es woanders (für Andere) doof ist, habe "ich" das Recht, meine Situation doof oder untragbar zu halten.
    und da jede*r Mensch unterschiedlich ist und unterschiedliche Bedürfnisse hat, kann es sein, dass Jemandens Grund auszusteigen für mich irrelevant wäre, meine potenziellen Gründe für Andere auch keine Rolle spielen.
    Genauso wie jedes Bundesland / jede Schule eh unterschiedlich ist.

    Kann ich sehr gut verstehen. Ich bevorzuge nämlich als Traumatherapeuten Fachärzte für Psychosomatik, weil diese Körper und Psyche gleichermaßen gesundheitlich erfassen, verstehen und konstruktive, ganzheitliche Behandlungsansätze entwickeln können, die nicht nur oberflächlich Symptome körperlicher oder seelischer Art behandeln.

    Ich habe das Berufsbild vor Kurzem kennengelernt und bin begeistert, dass es in der Medizin diese Entwicklung gegeben hat. Dass es allerdings unter den Therapeuten nur so wenige Psychosomatiker*innen gibt (die auch noch psychosomatisch arbeiten) ist ein Jammer.
    Aber ich habe Hoffnung für die Zukunft (die stirbt bekanntlich zuletzt).

    Dem würde ich zustimmen.
    Es ist ziemlich spannend, was es alles "auf dem Markt" gibt und worauf man achten sollte.
    Die Lehrdozentin meiner Beratungsausbildung ist Traumtherapeutin, eine der sehr wenigen (und soweit ich es überblicken kann: sehr gut). Sie hat erzählt, dass sie bei dem Schul-Amoklauf, den es vor Jahren bei uns in der Region gegeben hat, die einzige weit und breit ausgebildete Traumatherapeutin war. Erschreckend.
    Sie hat auch das ganze Programm hinter sich (Psychostudium, Beratung, Therapie), therapiert aber nur in ihrer Institution und sonst "nebenbei". Keine Lust auf Abrechnung und so. Nachdem ich sie in der Weiterbildung kennengelernt habe: mir war das Geld wert, ein Trauma zu bearbeiten, von dem ich nicht wusste, dass ich es habe (und auch mir nie angemaßt hätte, es Trauma zu nennen). 2 Stunden. Weg. (EMDR)
    Eine andere Teilnehmerin hat es übrigens auch für die Verarbeitung des Tods einer sehr nahen Person benutzt (aber es war natürlich nach der Trauerphase und NICHT in einer depressiven Phase).

    Ich wünschte, wir Lehrkräfte hätten mehr Ahnung von sowas und es gäbe auch mehr qualifiziertes Personal, das IMMER da wäre. Nicht ein 20 Minuten-Termin in 18 Monaten 35 Kilometer weit weg (mit dem "immer" lasse ich natürlich Konstrukte wie "pro Stadt" oder so zu.)
    Mir hat die Beratungsausbildung auf jeden Fall sehr viel für meinen Lehrerjob gebracht, ich fühle mich aber weiterhin hilflos, was viele Punkte angeht.

    In meinem Viertel gibt es auch so einen Typen. Hat sich selbstständig gemacht. Nennt sich psychologischer Berater und war früher Schlosser. Die Praxis geht super. Er lebt davon, dass verzweifelte Menschen auf die schnelle keinen Therapieplatz bekommen und lässt sich genauso wie echte Therapeuten bezahlen. Das Problem: Er hat nie eine klassische Therapeutenausbildung absolviert, vermarktet es aber als ob er 5 Jahre Psycho studiert hat.

    Tja, da kann aber auch jede*r gucken, was stimmt und was nicht. Ab dem Moment, wo es keine Kassenzulassung gibt (und man also sowieso als Selbstzahler geht), sollte man genau gucken.
    Wer den Unterschied zwischen Beratung und Therapie nicht kennt, würde auch auf andere Charlatans reinfallen.

    Ich finde jemand, der Psychologie studiert hat oder eine mehrjährige Ausbildung als systemischer Berater absolviert hat, kann einfach viel konstruktiver beraten, als eine Person, die gefrustet aus einem Bereich ausgestiegen ist.

    Ich glaube, du hast relativ wenig Ahnung vom Feld.
    1) Berater und Psychotherapeut sind zwei paar Schuhe. (Sie nennt sich nicht Therapeutin und hat auch nicht das Anliegen. Und nein, ich kenne sie nicht persönlich, kannte nur ihren Podcast lange, bevor sie bekannter wurde und habe im letzten Jahr an einer Tagung teilgenommen, wo sie einen Vortrag gehalten hat)

    2) Ein Psychologie-Studium und eine Ausbildung als systemischer Berater befähigen NICHT dazu, eine (Psycho)Therapie anzubieten (Der systemische Therapeut ist eine zweijährige Weiterbildung NACH der zweijährigen Beratungsausbildung).

    3) Ja, jemand mit Psychologie hat Beratungstechniken gelernt, genauso wie ein Sozialpädagoge. Wer aber die Beraterausbildung gemacht hat, hat das Wissen "nachgeholt".

    Genau das Prinzip der Beratung - ich spreche jetzt zumindest von der systemischen Beratung und von weiteren lösungsorientierten, personenfokussierten Ansätzen - ist: der Klient ist der Spezialist für sich selbst. Das Wissen in einem Gebiet ist nicht Teil einer systemischen Beratung im klassischen Sinne. Ihr Angebot (genauso wie bei vielen spezialisierten Coaches) ist also eine Mischung: personenzentriert beraten, aber mit dem Hintergrundwissen des Feldes.

    Und zu meinem Hintergrund: ich kenne wie oben geschrieben die nette Dame nicht, ihr Werbestil ist nicht meiner, aber ihre Aufgabe ist eben nicht Schul(system)entwicklung sondern beruflicher Coach. Ich habe selbst eine systemische Beratung-Ausbildung und fühle mich trotz fehlendem Psychologie-Studium durchaus kompetent* und habe Menschen in Anliegen beraten, von denen ich keine Praxiserfahrung habe (Kindererziehung, Sucht, Scheidung...) und auch in Anliegen, wo mein Hintergrundwissen hilfreich war (berufliche Perspektiven, Ausstieg, Sozialleistungen, eigenes Spezialgebiet..). Beides hat Vor- und Nachteile, jeder Coach entscheidet, ob er sich spezialisiert.

    Mich stört da die die fehlende Selbstreflexion.

    Es sind bei den Beiträgen immer die anderen Schuld. Mal das Schulamt, dann die bösen Kollegen, dann wieder die Seminarleitung. Anstatt zu sagen: Für mich war das eben nicht weg. Für andere ist er es vielleicht. Möglicherweise lag es auch an mir.

    Naja, das gehört zum Plakativen eines Instaposts dazu und sie betreibt eben keine Systementwicklung, wo man sich fragt "was kann ich ändern?" sondern "wie kann ich mit einigen Situationen leben?". Da hat sie auch genug Posts oder Beiträgen, wo sie erläutert, dass viele Kund*innen für sich entscheiden, im Schuldienst zu bleiben und sich zu arrangieren, es sei auch okay. und DAS ist personenzentriert.


    Edit / Bearbeitung: Ich fühle mich kompetent im Feld, in dem ich ausgebildet bin: Beratung. Nicht für eine Therapie. Um Gottes Willen. Dafür fehlen mir viele Hintergründe. Und auch mit einer weiteren Weiterbildung wäre ich "nur" "systemische Therapeutin" und nicht PSYCHOtherapeutin.
    Menschen mit Psychologie-Studium und Thera-Weiterbildung sind übrigens: "Psychologe, M.Sc., systemischer Berater, systemischer Therapeut".
    Psychotherapeut ist man - wenn man es sauber schreibt - nach einer Ausbildung nach dem Psychotherapeutengesetz, die man nur nach einem Psychologie-Studium (Ausnahmen: KiJu, dann muss die Bezeichnung immer genannt werden) oder Medizin-Studium machen kann (dann ist man ärztlicher Psychotherapeut. Oder Facharzt für Psychotherapie oder Facharzt für Psychosomatik und Psychotherapie.)

    Du hast ein komisches Verständnis von Coachs und Berater*innen.
    Sie ist nicht da, um den Lehrermangel zu retten.
    Wie würdest du dich denn fühlen, wenn du zu einem Coach mit einem Problem gehst, und er dir sagt "gesamtgesellschaftlich ist es gut, dass Sie leiden, halten Sie es aus".

    Sie berät auch nicht zum Lehrerausstieg, sondern zu den Möglichkeiten, die es gibt. Einen Großteil des Wissens stellt sie kostenfrei zur Verfügung.

    Und klar schießt sie gegen das System oder einzelne Akteur*innen, wenn es genau die Probleme sind.

    Aber höchstwahrscheinlich reden wir nicht von der selben Person, denn die Isabelle Probst hat sehr wohl eine Beratungsausbildung und mehr als das, ständige Weiterqualifikationen dazu.
    "Influencerin" ist sie nicht, sie verdient ja kein Geld durch Instagram oder ihre Webseite, vermarktet da keine Fremdangebote.

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