Beiträge von chilipaprika

    Ich habe keine Ahnung vom bischöflichen Kontext, es kam für mich auch nie in Frage, aber: wo sollst du denn versetzt werden? (also dein Wunsch?)
    Kann man etwa vom bischöflichen in den staatlichen Dienst versetzt werden? Das weiß ich nicht, fände es aber sehr krass.

    (Da ich letztens jemanden kennengelernt habe, der in einer sehr ähnlichen Situation den Dienst quittiert hat und jetzt als Vertretungslehrer arbeitet (bis sich eine Planstelle wieder "anbietet"), weil eine Versetzung eben außerhalb des Trägers nicht ging, vermute ich, dass es nicht geht)

    Was ich also daraus verstehe, ist, dass du nur die Lösung: Kündigung und Neubewerbung hast. (und bei deiner Fächerkombi vermutlich erstmal ein bisschen Vertretungsstelle zum Übergang. bzw. Offenheit im Hinblick auf die Schulform.)

    Warum ist es eigentlich kein Rassismus, wenn die liebe Quittengelee sowas postet?

    chilipaprika  Seph (und wer sonst noch so beim letzten Posting groß dabei war mit der Moral).

    Obwohl es leider anders aussieht: manchmal (aber nur manchmal) bin ich nicht am Rechner bzw. nicht im Forum.


    1) Ich sehe schon einen Unterschied in der Wortwahl (vgl. Sephs Beitrag)

    2) Nein, es ist für mich trotzdem rassistische Diskriminierung, eine nationale Zugehörigkeit zu nennen, die hier gar nicht nötig ist (und zumindest in meiner Stadt gar nicht zutrifft, alle Kontakte waren zu deutschen Putzkräften, auch vom Hintergrund waren die mir bekannte Hintergründe keine rumänische)

    Im Ernst, zu behaupten, die Reinigungskraft wolle es doch nicht anders, ist doch ein schlechter Scherz.

    Tja, dann ist auch meine Stadt eine Insel?
    Wir finden KEINE Putzkraft, die bereit ist, ein paar Stunden die Woche angemeldet zu arbeiten.
    Die Anzahl der Anzeigen "biete Putzkraft" zeugt aber: das Personal ist zumindest im Grunde da.

    Die Leute sind nicht versichert. Es ist doch ein Unterschied, ob die Nichte mal für 20 Euro babysittet, oder ob jemand ernsthaft von dem prekären Arbeitsverhältnis leben muss.

    Wer davon leben muss, hat einen Vertrag mit einer Organisation, die die Aufträge entgegennimmt und weitervermittelt.
    Die meisten Menschen, die Putzstunden machen, sind über den Ehemann oder das Bürgergeld "abgesichert" (krankenversichert, usw..). Da ist es tatsächlich so, dass erstmal kein Interesse an eine Eingliederung in das Sozialversicherungssystem besteht.

    Warum? Wenn du dafür 20% von der Gesamtsumme von der Steuer wiederbekommst, sparst du sogar z.T.

    Hä?

    Zuerst gehen die Kosten auf mich (was aber absolut okay ist, ich bin in dem Moment Arbeitgeberin und trage Verantwortung der Putzkraft und dem Staat gegenüber). Das habe ich nicht negativ kommentiert.

    Wie sich das dann auf meine Steuererklärung auswirkt, ist ein späterer Schritt.

    Und wie viel müsstest du draufzahlen, damit die Anmeldung für die Putzkraft von Interesse wird? Oder bezahlst du jetzt schon so viel, dass sie fürs Alter vorsorgen kann, bei Krankheit und Unfall abgesichert ist und in ihrem Urlaub weiter verdient?

    s3g4 hat eben auf das Problem hingewiesen. Die meisten bräuchten mehrere Minijobs nebeneinander und es geht in der Größenordnung nicht.
    Sonst gibt es ganz tolle Rechner im Netz. Es ist doch klar, dass die Mehrkosten im Vergleich zur "Bar auf die Hand-Methode" auf meine Kosten geht. Verrückterweise möchten einige Menschen lieber 2 Euro mehr die Stunde als einen Beitrag in die Rente. (Nein, auf kurze Sicht nachvollziehbar).

    Ich habe übrigens die Erfahrung gemacht, dass private Putzkräfte lieber ohne Anmeldung arbeiten. Jemanden zu finden, der das überhaupt angemeldet machen will, ist nicht einfach.

    Der logische Schluss ist aber nicht die Schwarzbeschäftigung.

    Chili, seit ungelogen 5 Jahren (nicht ununterbrochen) auf der Suche nach einer angemeldeten Putzkraft.
    Jede, die sich bereit erklärt hatte, hat nach 2-3 Terminen entweder versucht, das anders zu machen, oder woanders was gefunden, was unangemeldet war und mehr Geld bringt.

    Natürlich geht es dem Doppellehrerhaushalt ohne Kinder im Sauerland besser als dem alleinerziehenden verwitweten Lehrer mit 5 Kindern in Stuttgart.

    Aber selbst in München geht es der Lehrerin mit 2 Kindern, verheiratet mit einem Bankkaufmann besser als der Bankkauffrau mit zwei Kindern, verheiratet mit einem (anderen) Bankkaufmann. Und allemal besser als der Bäckereifachverkauffrau und dem Automechaniker, die beide mit ihren Kindern in einer viel kleineren / zu kleinen Wohnung am Standrand wohnen und länger pendeln MÜSSEN, als man es als Bankkaufmensch oder Lehrkraft MUSS (wenn man sich eine ähnliche Unterkunft leisten will.)

    Hausaufgabe 1: Ermittle für deine Kleidung anhand der Etiketten die Hersteller-Länder.

    Hausaufgabe 2: Informiere dich über die Löhne und Arbeitsbedingungen in den Nähereien dieser Länder.

    Hausaufgabe 3: Prüfe, ob du selbst aufgrund deines Konsumverhaltens ein „Kotzbrocken“ im zitierten Sinne sein könntest.

    whataboutism pur.

    Ich habe vor ca. 10 Jahren das letzte Kleidungsstück von der Stange gekauft (Ausnahme: Socken und Unterwäsche und 2 Jeanshosen gebraucht), und das schon second hand. 80% meiner aktuellen Kleidung ist aus natürlichen, nachhaltigen Materialien, mehrheitlich aus Deutschland, ausnahmsweise Europa, selbstgenäht (und ja, ich habe einen hohen Stundenlohn, deswegen nähe ich auch nicht viel)


    Darf ich also in dem Fall, bitte bitte, die Sprüche rassistisch finden oder muss ich noch eine moralische Hürde schaffen?

    ja, und warum glaubst du, dass dir der Teil des Referendariats mit den Oberstufenlehrproben erlassen werden könnte?

    Und wenn in deinem BL (oder dir konkret) keine Maßnahme angeboten wird, die in einem Schnellverfahren das ersetzt, dann hast du eben keine Lehrbefähigung. Dein Sek2-Studium war ja deine persönliche Freizeitentscheidung, oder?

    In Wirklichkeit gibt es aber eine explodierende Zahl an Milliardären

    nur weil die obersten 1% furchtbar weit weg der oberen Mittelschicht sind und weil die Mittelschicht im Allgemeinen an Kaufkraft verloren hat (und es IST definitiv ein gesellschaftpolitisches Problem!), heißt es trotzdem nicht, dass wir nicht in den Zahlen sehen können, dass wir mit unserer A-Besoldung im höheren/gehobenen Dienst zu den besser verdienenden der Gesellschaft gehören. Dies mag für die Tochter vom Siemens-Vorstand ein Abstieg sein, aber ihr ging es vorher nun mal sehr sehr sehr gut.

    ... ich habe keine zusätzliche Alterssicherung, bin spät auf den "richtigen" Arbeitsmarkt gekommen, aber ich habe die zwei süßesten Fellnasen der Welt. Ich sag euch: ich bin die vermögendste Paprika der Welt.
    (Wenn deren Wert sich daran messen ließe, was ich in sie reinstecke, noch mehr. Aber deren Existenz reicht mir auch.)


    ...
    Ach ja, ich habe auch einen tollen Ehemann noch dazu.
    (und ein Haus mit gut bezahltem Hauskredit, aber es ist mir in dieser besinnlichen Jahreszeit zu materialistisch)

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