Beiträge von chilipaprika

    Abgesehen davon: Du "argumentierst" halt grade wirklich anekdotisch ("für mich war es so rum einfacher") und es gibt Belege dafür, dass die Reihenfolge Englisch - Französisch besser ist als andersrum.

    hm.. ich müsste sie natürlich suchen, aber nein, es gibt durchaus fach(didaktische) Literatur, die dafür argumentiert (mit Belegen und Studien), dass die schwierigere Sprache mehr Zeit braucht und als erste angefangen werden sollte, ALLERDINGS bezogen auf Schüler*innen, die zwei Sprachen lernen (werden). Kognitive Aktivierung und Schulung von Strukturen fast als Selbstzweck. Also quasi: es ist auch gut fürs Gehirn, Deklinationen im Russischen gelernt zu haben, weil man dann andere Sachen einfacher angehen kann.
    Genauso wie es Studien und Literatur gibt, dass man nicht zwei ähnliche Sprache gleichzeitig anfangen sollte (also Spanisch und Französisch), sondern mit möglichst unterschiedlichen Sprachen klappt es durchaus besser.

    Aber es ist auch Literatur aus anderen Zeiten, wo die Reizdichte vielleicht kleiner war, usw.. Als ob mein Studium in der präsmartphone-Zeit nichts mehr wert wäre.
    Sollte ich jemals wieder Freizeit haben, suche ich diesbezüglich nach Anschlussliteratur.

    Das sicher nicht. Unsere Jugendlichen lernen seit der 3. Klasse Primar Französisch als 1. Fremdsprache.

    bei "dir" kommt aber die PFLICHT (und vermutlich auch noch kombiniert mit dem Startpunkt). Also auch alle Schüler*innen, die in Deutschland auf die Hauptschule gehen würden und nur eine Fremdsprache lernen würden...

    Ich bin auch eine Verfechterin von Qchns These, weil ich es immer wieder erlebe "was? es gibt mehrere Formen für ein Verb?" (ja, wie auf Deutsch), "Was? MANCHMAL gibt es ein -x im Plural?" (willst du mich verkohlen? Guck dir die deutsche Pluralendung an!) aber allgemein "ouinnnnnnnnn ich muss Vokabeln LERNEN" (ja, unterschiedliche Artikel lernen, sowie Rechtschreibung), und da ist meine zweite Teilthese Palims These.

    Bis zum Start von Französisch (2. Fremdsprache) haben die allerallermeisten Schüler*innen (die Französisch lernen) nie wirklich gelernt. und das tut weh.)
    Es ist nicht (nur) ihre Schuld. Unser System (sowohl allgemein als auch NRW, noch mehr) fordert es.
    Ich nehme es ihnen nicht übel auf individueller Ebene, aber irgendwann muss auch was passieren.

    Ich habe auch mal den zweiten Schock meines Lebens an der Uni gehabt, dass auf einmal ein bisschen Kopf-Rumgesinge nicht mehr ausreicht, um Althochdeutsch und Mittelhochdeutsch zu lernen.
    Den ersten Schock hatte ich in der 8. Klasse, als Latein und Englisch zu Deutsch hinkamen. Tja, auf den Popo gesetzt und was getan. ein bisschen öfter "rosa rosa rosam" zusätzlich zu "der den dem des" "gesungen" und gut.

    genau deswegen, weil ich mich gerade in der "Migräne-Diagnostik" befinde (Ich habe so viele Schmerzbaustellen, dass sowohl der Arzt als auch ich erst jetzt darauf stoßen, dass sie starken, stechenden und pochenden einseitigen Schmerzen eine Migräne sein könnten - aber kein zu schlimmer Typ) und mich einiges eingelesen habe, bin ich hellhörig geworden.
    Sonnenbrille ist meine Teillösung, Bett im sowieso komplett abgedunkelten Zimmer die zweite.

    EBEN!
    Das ist ein Generationsding. Es ist nicht komplex, aber trotzdem zu schwierig.
    Ich erlebe jetzt im deutschen Französischunterricht, was wir im französischen Englischunterricht durchgespielt haben: Weil keiner wusste, wie man etwas ausspricht und es lächerlich klingt, das th richtig auszusprechen, hat keine*r versucht, es richtig zu machen.
    Meine SuS (die Hälfte) versuchen es nicht mal. Ich sage es vor, sie wiederholen es falsch (ich rede NICHT über die Nasale.)

    Ich werde es überleben, aber interessant ist es, weil ich nie gerne Französisch studiert habe, es ist ein Gelegenheitsfach, weil ich nach einer Woche Latein (wäre auch jetzt nicht viiiiel besser) festgestellt habe, dass das Niveau in Deutschland "leicht höher" ist und weil meine Philosophie-Lehrerin vom Studium abriet (im Endeffekt riet sie mir vom frz Studium und in Deutschland hätte es gepasst. Inhaltlich. Sprachlich hätte ich die ersten Jahre schon echt gestockt).

    Augen auf bei der Fächerwahl, ich muss damit leben und kann leider nicht sagen, dass der Glaube an Frankreich mir abhanden gekommen ist und ich die Fakultas zurückgebe ;)

    Ich habe nichts gerochen (heißt zwar nicht, aber ich glaube es tatsächlich, dass es nur Wasser war), er hat darüber gewitzelt, es sei ein Vape, mit Erdbeer, ach doch nicht, doch nur Wasser, doch Cannabis (also Albernes eines blöden pubertierenden Kindes).
    Der Klassenlehrkraft wurde gesagt, es sei (von einem anderen Mitschüler) gegen Migräne.
    Und weil ich im Klassenbuch was von "vapen" eingetragen habe, dreht er total durch, wie doof ich sei.
    (ich glaube, meine Kollegin wird mit der Migräne veralbert, aber darum geht es mir nicht, ich will einfach Sachen wissen, die nächsten Jahre mit dem Schüler werden eben sehr lang.)

    Französisch hat keinen schlechten Ruf.
    Also nicht schlechter als Latein.

    Lernen steht schlecht im Kurs und neben Mathe ist die zweite Fremdsprache einfach das einzige Lernfach und somit Hassfach Nummer 2 / Nummer 1.

    Ach, ich korrigiere mich: Hassfach vielleicht erst am Ende der Mittelstufe. Sie sitzen auch zum Teil lieb da. Aber können tun sie nichts.

    also ich verstehe, was Du sagen willst (und wenn ich Französischvertretung habe, stellen sich mir auch immer die Haare zu Berge und ich empfehle immer, einfach in den ersten beiden Jahren zu pauken, dann muss man das quasi nie mehr) aber gerade FranzösInnen stellen sich auch oft schrecklich an, wenn AusländerInnen Französisch sprechen. In Griechenland hingegen wird man gleich Ehrenbürger der Stadt, wenn man einmal Ya-mas stammelt. +g

    Ja, die Franzosen sind eigen, aber ich kann es wirklich so behaupten, weil ich irgendwann meiner (muttersprachlichen) Freundin Audio-Aufnahmen hab hören lassen (sie ist Lektorin an der Uni und lehrt Didaktik. Ab und zu muss ich sie auch auf den Boden der Realität zurückholen).
    Sie versteht es WIRKLICH nicht.

    Aber es soll ja nicht Ziel von 4 Jahren Unterricht sein, dass die Kids "je travaillé tu travaillésss il travaillé (ja..) ils travaillénnt" aussprechen, wenn sie einen Text vorlesen. (es ist die Präsenz-Konjugation). Vom freien Sprechen spreche ich nicht mal.

    Sorry, Mecker-Thread, ich bin total desillusioniert und wütend auf dieses System.

    Es hat viel mit der Definition von Mentor und der Schulform zu tun.

    Ich kann (zum Beispiel in NRW) sowohl jemand sein, bei dem jemand sitzt, hospitiert und sich selbst versucht, ich kann aber auch derjenige sein, der für die Ausbildung an der Schule mitverantwortlich ist (sie heißen bei uns Mentoren/ ABBA). Einige Schulen haben "nur" einen ABBA für die ganze Schule und der Rest nennt sich Mentoren, andere Schulen nennen jeden einzelnen Mentor ebenfalls ABBA. Der "Ober-ABBA" bleibt aber auch für allgemeine Fragen (Aufsichten, Leistungsbewertung, Schulrecht, tralala) zuständig.
    Das möchte ich sehen, dass ein Referendar - sogar nach kurzer Zeit - zur SL geht und um einen Wechsel des Zweiteren bittet

    Wieso ist so ein Schüler in Klasse 7 noch da? In Sachsen ist 5/6 Orientierungsstufe und es wird Oberschule empfohlen, wenn einer den Anforderungen offenbar nicht gewachsen ist.

    Mein Lieblings-Selbstzitat:

    Zitat

    Bundesland! Bundesland!

    ich mache es aber einfacher und erfinde eine neue regelmäßige Antwort.

    NRW! NRW!

    (Ich kann nicht für Maylins Schüler sprechen, aber ich bin SICHER: das Kind ist in Erdkunde, Geschichte, Chemie und Kunst super! (naja, eine 3) )

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