Beiträge von chilipaprika

    Ich habe kein OBAS gemacht, bin auch nicht in der Grundschule, glaube aber - als nicht muttersprachliche Deutschlehrerin - trotzdem einschätzen zu können.

    a. Selbstverständlich zählt auch die Sprache.
    b. Selbstverständlich wird das nicht in dem Sinne berücksichtigt, dass man einen Freifahrtschein bekommt.
    c. Die "Brücksichtigung" (aka wie oft die Fachleitung oder der/die Mentor*in nach jeder Stunde alle Sprachfehler aufgelistet hat und einzeln bespricht) hängt sicher vom Archigkeitsfaktor der jeweiligen Person (sowie des eigenen Verhaltens und der Beziehung).

    Tipp:
    * Schriftlich darf es keine einzigen Fehler geben.
    -> Jemanden (oder ChatGPT) finden, der alle Materialien (Unterrichtsentwürfe, Stundenverläufe aber insbesondere die Arbeitsblätter, Plakate, usw..) sprachlich korrigiert.
    -> Alle Tafelbilder gewissenhaft vorbereiten, inklusive mögliche Alternativen
    -> bestimmte "Floskel" gut drauf haben, die sehr regelmäßig benutzt werden (sowohl für die Heftkorrektur als auch, insbesondere!, für den Klassenwortschatz, die Klassenregeln, usw...
    -> nicht auf Schüler*innen verlassen :D aber offen mit eigenen Fehlern und eigenem Unwissen umgehen ("Oh sorry, ich weiß nicht mehr, ob man der oder das sagt, ich schaue mal nach, bevor ich es an die Tafel schreibe")

    Ich bin als Französin per se antiamerikanistisch großgeworden (und auch schulisch durchaus mit kritischem Auge..), bin aber sehr froh, dass die Amerikaner die Regierung Petains oder Herrschaft der Deutschen NICHT "de facto" anerkannt haben.
    Aber auch frech, die Deutschen von Hitler befreit zu haben ...

    Wenn es möglich wäre, ohne Visum und Grund dorthin zu gelangen, würde ich dir sofort ein one-way-Ticket bezahlen.

    Komisch oder, dass man einen Grund für die Einreise braucht... Wahrscheinlich will das Land sich von Arbeitsmigrant*innen bzw. Expats schützen.
    Und dass es eine Reisewarnung für das Land gibt, ist vermutlich auch nur so zum Spass.

    Zum Rest hat Dr. Caligari schon reagiert.

    Nein, hat er nicht. Zumal die Fragen an dich gerichtet waren.

    Zeitlich begrenzte Aufenthalte gibt es durchaus auch in anderen Bereichen (z.B. Auslandssemester bei Studenten, Expats, Diplomaten, Saisonarbeiter - jeweils m/w/d), das ist erst einmal nicht ungewöhnlich.

    Du schmeißt jetzt mit Bezeichnungen um dich, die gar keine vergleichbare Kategorien sind (falls sie überhaupt welche sind..).

    Expats,

    Was sind denn für dich bitte "Expats"?
    "Expats" sind Migrant*innen aus dem Globalen Norden. Die anderen sind "Migrant*innen". Komisch, oder?
    Diplomaten sind in der Regel Teile der "Expats" (natürlich nicht, wenn du der Meinung bist, dass der Kongolese Botschafter ein Migrant ist..

    Alle deine Bezeichnungen haben eine jeweilige Aufenthaltsgenehmigung / Visum für den jeweiligen Zweck und dürfen eben nichts anderes machen. Außer, sie dürfen sowieso dabei sein. Und die meisten "Arbeitsmigrant*innen", an denen sich gestört wird, haben eben das Recht, hier zu sein, ob sie arbeiten oder nicht. (Das Erhalten von Leistungen ist dann an Bedingungen geknüpft, aber nicht das Leben.)

    da sind wir uns einig.
    Ich meine die Haltung hinter der Idee, dass sie alle paar Jahre ausgewechselt werden müssen.
    Und dass es nicht durchgezogen wurde, liegt leider nicht an der Einsicht der Politik, sondern daran, dass die Betriebe Druck gemacht haben...

    Bei dem Punkt muss dann aber auch geklärt werden, inwieweit sich hieraus Implikationen bzgl. Familiennachzug ergeben. Muss der Ehepartner (m/w/d) auch bestimmte formale Kriterien erfüllen? Wie sieht es mit ggf. vorhandenem, erwachsenem Nachwuchs aus?

    wo darf bisher der erwachsene Nachwuchs "nachziehen"?

    Wäre der Aufenthalt befristet (vgl. Gastarbeiter (m/w/d)) oder unbefristet?

    Ganz tolle Idee. Das mit den "Gastarbeiter*innen" hat ja so gut funktioniert, es war so menschenwertschätzend ...

    Was wäre, wenn der Arbeitsplatz verloren geht?

    Weißt du denn eigentlich, wie Arbeitsmigration und Visaerteilung funktioniert? Was gefällt dir an der aktuellen Regelung nicht?/Was möchtest du daran kritisieren?

    Jede Woche? Für den Stundenplan? Das erscheint mir aber viel. Zeitstunden oder Unterrichtsstunden?

    Als Nichtbeteiligte erscheint es mir als Durchschnitt auch realistisch. Jahresplan in den Ferien dauert, Halbjahresplan in den Weihnachtsferien und Ende Januar und dann dazwischen alle paar Wochen Verschiebungen und Veränderungen… da summieren sich die 10-15 Stunden Mehrarbeit einer Woche schnell auf.

    chilipaprika : Die Aussage war nicht, dass man als Lehrkraft (oder analoge Tätigkeit) in Deutschland einen höheren Lebensstandard hat als als Lehrkraft (oder analoge Tätigkeit) im Herkunftsland, sondern dass man beschäftigungslos in Deutschland einen höheren Lebensstandard hat als als Lehrkraft (oder analoge Tätigkeit) im Herkunftsland.

    Das war auch eher auf Entwicklungsländer bezogen statt auf Frankreich, aber ich würde mal behaupten, dass man sich als Lehrkraft in Frankreich durchaus einen höheren Lebensstandard leisten kann als beschäftigungslos in Deutschland.

    1. sorry, zu schnell bzw. am Hand gelesen, sollte ich grundsätzlich vermeiden...
    2. Da wäre ich mir nicht mal sicher, aber es ging mir nicht um Frankreich, sondern um ein Beispiel zu meinem Argument (das allerdings vom falschen Verständnis kam..)

    Zu der anderen Nachricht: Es hat durchaus auch Vorteile, dass jedes Jahr Wahlen stattfinden und nicht alle auf einmal und dann mehrere Jahre nichts. So kann zielgenauer auf Ereignisse, die das politische Handeln entscheidend beeinflussen, passgenauer reagiert werden, und die Verwaltung zur Organisation der Wahlen wird entlastet.

    Wie bitte ist Brandenburg belastet, dass in NRW Wahlen stattfindet? Wie ist der Bund belastet?
    Sind sie nicht, bremsen sich aber aus, aus "Angst", Wähler zu verlieren. Guck dir mal die aktuelle bundespolitische Lage und die Starre, in welcher sie ist. Das hat nicht (nur) mit dem Sommerloch zu tun, sondern mit den anstehenden Wahlen zu tun.

    Letzter Punkt: In einer Zeit, in der einzelne Akteure (m/w/d) die vom Außenministerium separate Existenz des Entwicklungsministeriums offen infragestellen, braucht es eine Neuausrichtung der Afrika- und Nahostpolitik. Die zuständige Ministerin sollte in diesem Zusammenhang die Initiative ergreifen, Verbündete suchen und gemeinsam den Austausch mit den betroffenen Entwicklungsländern suchen, dabei konkret aufzeigen, wie es in Zukunft weitergehen soll. Die Möglichkeiten wären, so meine Einschätzung, entweder, dass die betroffenen Länder Hilfe ablehnen und weiter ihr eigenes Ding machen, aber dann zieht sich Europa komplett zurück - keine Zahlung von Hilfsgeldern mehr, keine Unterstützung bei Umweltkatastrophen, Aufnahme von Geflüchteten o.ä. Oder es wird ein gestufter Plan aufgestellt, bei dessen Gestaltung und Umsetzung Europa ein Mitspracherecht erhält und der vorsieht, wie es den jeweiligen Länder zukünftig wirtschaftlich und gesellschaftspolitisch besser gehen kann - zuerst wird Stufe I durchgeführt, wenn das gewünschte Ergebnis bis dann-und-dann nicht eintritt, folgt Stufe II usw. Es kann auch sein, dass ein Staatsoberhaupt zur Erkenntnis kommt, dass die Probleme des eigenen Landes zu groß sind, dass selbst grundlegende Reformen diese nicht lösen können, und dann muss, wie zuvor beschrieben ergebnisoffen, über mitunter unkonventionelle Wege nachgedacht werden, z.B. eine (freiwillige und NICHT gewaltsam erzogene) Übergangsregierung, ggf. unter Unterstützung Europas, oder auch die Neuordnung vorhandener Staatsgrenzen.


    Ich gehe nicht im Einzelnen auf deine Ideen ein, aber dein Denken ist so unglaublich krass europazentriert und kolonialisitisch geprägt, dass ich sicher bin, du merkst es selbst nicht und meinst es auch vielleicht (?) nicht so.
    Warum sollten Länder aus Afrika "Unterstützung" brauchen? (Ja, tun sie, WEIL die Länder Europas doch Scherben hinterlassen haben. Und zwar nicht in den 60ern mit der Unabhängigkeitswelle, sondern immer noch. Weil Macht- und Dependenzverhältnisse weiterhin herrschen. Weil "Entwicklungshilfe" (by the way: Zusammenarbeit) eben WIRTSCHAFTLICHE Zusammenarbeit ist, nur so lange, Deutschland davon profitiert oder sich Profit erhofft.
    Es ist keine Nächstenliebe.
    und die Rufe gegen China ("Achtung, China beutet euch aus") sind mehr davon geprägt, die eigene Einflusssphäre zu verlieren...

    (und ja, meine Sicht ist klar von Frankreich und England geprägt, aber auch Deutschland ist im postkolonialen Game sehr gut vertreten.)

    chilipaprika : Ja, das könnte wie von dir dargestellt so sein. Leider erfolgen die wenigsten staatlichen Neuordnungen friedlich. Bei der Vereinigung von West- und Ostdeutschland wird ja oft betont, dass es außergewöhnlich war, dass es zu dieser nicht-blutigen Revolution kam.

    Ich möchte auf keinen Fall sagen, dass eine staatliche Neuordnung im Falle afrikanischer Staaten einfach zu organisieren wäre. Wie schon zuvor erwähnt, aus der Entfernung kann ich gar nicht wissen, welche Fallstricke hierbei vorkommen können. Und wie bei allen möglichen Veränderungen gibt es auch Menschen, die den Status Quo vorziehen, diesen bisweilen mit allen Mitteln verteidigen würden.

    Ich würde mir wünschen, dass die afrikanischen Staatschefs ergebnisoffen einfach mal alle Ideen auf den Tisch legen und sagen "Wir wollen Veränderungen mit Ziel einer besseren Zukunft für unseren Kontinent und unsere Bevölkerung!". Vielleicht macht es Sinn, staatliche Grenzen im Falle Afrikas noch einmal neu zu definieren. Die Afrikaner (m/w/d) müssen die Möglichkeiten einfach mal für sich durchdeklinieren.

    Ach, ernsthaft. Man braucht nicht selbst in Afrika zu sein oder gewesen zu sein, um die menschliche (männliche) Eigenschaft übertragen zu können "Macht! Macht! Alles nur für mich". Selbst in Demokratien.

    (Die meisten Politiker*innen wären sich sicher einig, dass es ein Segen für (die Regierbarkeit und Entwicklung von) Deutschland wäre, wenn alle Landtagswahlen zusammen wären. Oder nur zwei Termine. So kann man kaum regieren.
    Aber: Wer ist bereit, eine (deutlich) kürzere Amtszeit in Kauf zu nehmen...)

    Hängen beide von dir gemachten Punkte nicht unmittelbar miteinander zusammen? Ich kann argumentativ gerade nicht überschauen, warum du den ersten von mir zitierten Punkt mit einem "definitiv nicht" vom zweiten von mir zitierten Punkt abgrenzt.

    Dein Beitrag war darauf bezogen, dass man als Lehrkraft (oder eine andere, aber benannte Berufstätigkeit) in Deutschland einen höheren Lebensstandard hat als mit besagter Tätigkeit im Herkunftsland.
    Übertragen: das ist mein Fall. Ich habe in Deutschland einen Lebensstandard, von dem ich in Frankreich nicht mal träumen könnte.

    Was aber Armut ist, ist kein Lebensstandard. Sondern Hunger. Angst, für die Familie nichts zu Essen kaum zu können. Am Wohnort eh gar keinen Job zu bekommen, 250km weit weg wohnen und das ganze Geld zur Familie schicken und selbst 12 Stunden am Tag unter Tage arbeiten. Kein Geld für die Schulbildung haben und sehen, dass seine Tochter mit 8 in die Nähfabrik muss...
    us.w.

    Gesellschaftspolitisch ist aus meiner Sicht ein Hauptproblem, dass die Bevölkerung vieler afrikanische Länder keine nationale Identität hat, sondern sich eher innerhalb der einzelnen Völker oder ihrer Familien orientiert. Es kommt immer wieder zu Unruhen aufgrund unterschiedlicher moralischer Vorstellungen oder Verteilungsstreitigkeiten. Aus europäischer Sicht lässt sich nur schwer eine Alternative aufzeigen, da wir aus der Entfernung heraus nur wenig Einblicke haben.

    Let me have a guess ....

    _KÖNNTE_ es eventuell damit zu tun haben, dass Kolonialmächte sich die Landkarte wie ein Kuchen aufgeteilt haben, ohne Rücksicht auf Kulturen und sich schon seit Jahrtausenden entwickelnden Entitäten?!

    Wieso sind die Leute dann hier?

    Weil es in ihrem Land so schlimm war.
    Weil die Armut so groß ist oder die Lebensgefahr..

    Definitiv nicht, um als Lehrkraft einen höheren Lebensstandard als in Syrien zu haben.

    @Tobbe : Um dein Beispiel mit Syrien aufzugreifen, wenn Syrer (m/w/d) erfahren, dass selbst ein anspruchsvoller Job und ein gehobener Bildungsstand (z.B. Lehrkraft oder medizinische Fachkraft) in Syrien nicht mal zu dem Lebensstandard führt, der in Deutschland dem des grundsicherungsfinanzierten Existenzminimums entspricht, entsteht schnell die Frage, ob sie sich überhaupt anstrengen sollen, in Syrien gesellschaftlich aufzusteigen, wenn es am Ende monetär gar nicht wertgeschätzt wird.

    Deswegen bin ich nach Deutschland gekommen.in meinem Herkunftsland lohnte sich der Job als Lehrkraft nicht.


    Schon mal auf die Idee gekommen, dass bei den allerallermeisten Menschen der Lebensstandard und der ausgeführte Job NACH dem Leben in der Nähe von Familie, Freunden und in seinem Kulturkreis (und seiner Muttersprachd) kommen?

    Ich hatte zwei (zwei zweidrittel) wunderschöne Tage am Meer. Die Überraschung für meinen Mann ist gelungen, er hat erst in Leer kapiert, wo es hingeht.
    Wir hatten leckeren Fisch, tolle, lange Kilometer Spaziergang am Deich, ein leckeres Fischbrötchen und das eindeutig beeeeeeste (Friesen-)Eis, das ich seit sehr sehr langem gegessen habe, einen zwar bevölkten aber schönen Sonnenuntergang, einen Morgenlauf beim Sonnenaufgang, weitere Spaziergänge… Wir haben Möwen gehört, die Sonne genossen, den Regen ignoriert, Deichschafe (Scharschafe?) gesehen… und noch dazu eine schöne Zuganreise (und jetzt Vorfreude auf die Rückreise!)

    Akku aufgeladen und Versprechen an mich selbst, das nächste Meerwochenende bald zu planen.
    Nur die (Ost?)Friesentorte gab es für uns nicht, dann müssen wir wohl wieder hin, oder?!

    Ich fühle mich beruhigt, dass jetzt KuK schreiben, dass sie bei 3 Minuten auch Anwesenheiten nicht akzeptieren.
    Ich glaube, Untis zählt bei uns nicht nur die Fehlminuten zusammen, so dass es aufs Halbjahr durchaus 1-2 Stunden mehr sein können, als einige SuS glauben, wenn sie immer 10 Minuten zu spät kommen, aber auch ab einem bestimmten Cut die Stunde gar nicht mehr berücksichtigt (da ich immer Doppelstunden habe, lasse ich jeden auch nach 35 Minuten rein, aber die erste Stunde ist in der Regel raus).
    Und ausgerechnet in der Oberstufe /bei Volljährigen ohne vollständige Aufsichtspflicht würde ich die Person gar nicht reinlassen. Störung des Unterrichtsablaufs.

    Was hat plattyplus denn gemacht? Er berichtet doch nur?

    Oder denkst, er persönlich hat die Unterrichtszeit am letzten Schultag bewusst gekürzt? Das hatte ich so nicht verstanden, sondern denke, das wird eine schulweite Regelung sein?

    Sich so daran zu erfreuen, ist für mich schon eine Handlung.
    Und dass man die Zahl auf zwei Nachkommastellen noch festhält, naja,

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