Beiträge von chilipaprika

    chilipaprika , ich verstehe, was du meinst. Aber ich hab noch alles mögliche für Vokabeltests gelernt und habe bis heute echte Probleme, mit Nativespeakern zu sprechen, weil mir mein Gestammel unheimlich unangenehm ist.

    Ich finde es beneidenswert, wenn Jugendliche angstfrei in Fremdsprachen kommunizieren, auch wenn's grammatikalisch falsch sein sollte.

    Vielleicht kann Schule nicht alles leisten?

    "Meine Jugendlichen" kommunizieren gar nicht. Weder angstfrei noch mit Angst.

    Und kein Muttersprachler würde sie verstehen.
    Ich verstehe sie nur, weil ich weiß, dass sie jede Endung (falsch) aussprechen, die unregelmäßigen Verben (falsch) regelmäßig konjugieren, usw..

    Liebes Forum,
    Aus leider gegebenem Anlass suche ich den Namen (und den ursprünglichen) Zweck eines Gegenstands:
    - passt in der Hand,

    - hatte grob die Form eines U-Boots (zylindrisch mit runden Enden)

    - Wasserdampf konnte inhaliert werden


    Da ich - ja, ich schäme mich, blabla - GAR KEINE Ahnung von Vapes, E-Zigaretten, usw.. habe, und der Mensch, der das Ding benutzt hat, es erstmal nicht gezeigt hat, sah es nach Vapen aus.
    Jetzt war dies angeblich etwas, was man gegen Migränen benutzen kann (aber Wasserdampf kam auf jeden Fall aus dem Mund / vielleicht Hand neben dem Mund raus.

    So, was kann das für einen Gegenstand sein? Wie kann ich danach googlen? Wofür nutzen das "normale Menschen"?

    Ich gehe jedenfalls kein zweites Mal in eine Praxis, wenn dort nicht vernünftig erklärt wird, was warum gemacht wird oder die Leute unfreundlich, belehrend oder ungeduldig sind.

    Ich auch nicht (und ich bin eine empfindliche Patientin), aber mir ist es trotzdem lieber, dass der Arzt, nicht "weiß, wie man es googlet", sondern es selbst weiß.
    Und zwischen dem, was man angeblich alles an Kompetenzen ausbildet, und was das Minimum ist, gibt es Welten.
    Ich finde den obigen Beitrag zutreffend: das meiste geht mittlerweile so sehr auf Präsentations- und Argumentationskompetenz, dass Fakten nicht mehr bekannt sind.

    Es geht mir gehörig auf den Senkel, dass irgendwelche Menschen mit Macht die ach so wichtige "Kommunikation" in den Vordergrund stellen, und ich also rein theoretisch gute Noten dafür gebe, dass Kinder kein Verb konjugieren, die Genera verwechseln und die Rechtschreibung nicht stimmt, Hauptsache verstanden. Die Generation der 40-50-jährigen und aufwärts sind nicht sozial inkompetent und ich schätze, gut die Hälfte der SuS, die damals eine 2 in Französisch hatten, können noch kurz was einkaufen gehen und einige SÄtze sprechen.
    Heutzutage: Nö.
    Nach den Sommerferien ist eh nichts mehr da.
    Nach 5 Jahren brauchst du nicht drüber nachdenken.

    Es gibt Sachen, die MUSS man auswendig lernen. Mein Vater würde nie im Leben ein "Ich danke Sie" schreiben/sagen, da wurde das "danken + Dativ" genauso wie "aus bei mit nach seit von zu + Dativ" eingeprügelt (bildlich!) und ich kämpfe seit einer Woche mit 80% (aller) meiner SuS, dass sie sich merken, wo kein -s in der französischen Konjugation kommt.

    In Sachsen gibt es eine Frist zur Regierungsbildung (5 Monate nach Zusammentreten des Landtags, welches 30 Tage nach der Wahl geschehen muss). Nach der Frist ist der Landtag aufgelöst und es finden Neuwahlen statt.

    Immerhin.
    Mir ist unklar, warum es nicht eine solche Frist in jedem Gesetz gibt. Wahrscheinlich hat man sich vorher / "früher" keine Gedanken gemacht, was kommen kann.
    Wobei 5 Monate sehr lang sein können.
    (Frankreich hat erst die 48 Tage geknackt und ich drehe jeden Tag ob dieser Absurdität mehr durch. Jetzt kann ich mich auf deutsche Bundesländer konzentrieren)

    das ist der Vorteil von (sehr) großen Systemen.
    In kleinen / mittleren Systemen gibt es auch diese Fächer, die in Banden unterrichtet werden (2. oder 3. Fremdsprache, Religion) und dann gibt es im ganzen System nicht mal eine VZ-Stelle voll mit allen Stunden dieses Faches.
    Wenn meine zwei TZ-Kolleg*innen sich einen freien Tag aussuchen dürften und es ist nicht der selbe, dann kann unser gemeinsames Fach nur an drei Tagen unterrichtet werden. Wäre möglich, würde aber auch die Parallelfachschaft auch einschränken, bei der aber auch andere Tage aus anderen Gründen vorliegen können.
    Und gleichzeitig lähmt es eine andere Fachschaft, die auch nur in Banden unterrichtet.

    Wenn man als TZ-Kolleg*in mit bestimmten Fächern nicht nur Lernzeiten und fachfremden Unterricht will, dann ist es in einem nicht riesigen System besser, flexibel zu sein und "nur" allgemeine Wünsche zu haben (und mein Stundenplaner hat trotzdem glaube ich dieses Jahr mehr oder weniger alles erfüllt. WENN aber jede*R den Tag beschließen dürfte, würde es echt nicht gehen.

    Manchmal stimmt es einfach mit "die Qual der Wahl".
    Ich durfte sagen "ich möchte möglichst früh sein" und den Stundenplan der Klassen abgeben und das war's. Das Studienseminar hat alle Prüfungen terminiert (immerhin muss in NDS die Seminarleitung überall sein (nicht immer die selbe Person), der/die Fachleiter*in auch, da ist es einfacher, wenn sie den Plan machen), der Termin wurde der Schule mitgeteilt, sie hat den Stundenplan für den Tag umgestellt (also: die zweite Lerngruppe passend umgelegt. Da brauchte ich mir keine Gedanken dazu machen.

    Es ging ja um die Eltern mit Betreuungsproblemen. Die können sehr wohl entscheiden.

    Okay, missverstanden.
    Wer natürlich mit Kindern VZ arbeitet und sich auf freie Nachmittage wegen Betreuungsprobleme beruft, hat noch weniger Verständnis von mir.
    (und ich bin wirklich ein verständnisvoller Mensch, nur nicht mehr, wenn ich ein Muster finde. Oder wenn man mir vorwirft (nicht hier geschehen), dass ich schließlich selbst Kinder haben könnte oder dass es meine Schuld sei, wenn ich als Kinderlose die Randstunden machen muss, usw..

    Ernsthaft?
    Am Montag oder Dienstag sind die Schüler*innen müde, am Freitag kaputt, am Nachmittag nicht mehr dabei?

    Nimm auf keinen Fall einen Termin in der Klausurphase, wo du schon jetzt WEIßt, dass einige fehlen und andere sich zum Lernen zurückziehen werden.
    es ist doch eine ganz klare Entscheidung.

    Dann musst du aber dafür ganz viel vormittags frei haben. Denn wenn du 3x die Woche 7. - 9. Stunde hast, ist ja schon über ein Drittel deines Deputats abgearbeitet.

    Habe ich geschrieben, dass ich 7.-9. habe?
    Ich habe nur 8. oder 8./9.
    Und ja, ich komme mal später oder habe eine Lücke am Vormittag.
    ICH finde mich mit dem Stundenplan sehr gut ab, aber es ist im Prinzip fast nutzlos, weil ich trotzdem 8 halbe Tage da.
    Und ja, klar werde ich dafür bezahlt, aber da ich genauso wenig wie die TZler*innen einen Arbeitsplatz habe, sind zerstückelte Stundenpläne auch doof, was die Unterrichtsvorbereitung angeht.

    Ja, aber die müssen ganztags arbeiten, weil sie ja auch dafür bezahlt werden. Ihre Entscheidung. Könnten ja auch reduzieren.

    und DAS ist der größte Hohn überhaupt. Du bist aus NRW, du wirst mitbekommen haben, dass dies nicht mehr ohne Weiteres geht.
    Ich habe die Erlaubnis NICHT bekommen (interessanterweise jemand anders mit dem selben "Mangelfach", es kotzt mich echt an).

    Bei uns hat kein Vollzeitkollege mehr als 2 Nachmittage.

    Schön für euch.

    Ich habe zum ersten Mal nur 3 Nachmittage (ich zähle ab der 7. Stunde und nicht 6.), ich hatte schon ganz oft 4, sogar mal 5 (der Freitag ist bei uns möglich, wenn auch nur sehr wenige Fächer).
    Ich finde meinen Stundenplan super, nicht falsch verstehen (auch wenn ich anfänglich in einer Woche nur 2 Nachmittage hatte und dann kam der 3. dazu), aber nicht jede Stunde plant mit denselben Bedingungen.
    Wir sind Ganztag, da gibt es nachmittags ganz normal Unterricht, oder Lernzeiten, in denen wir auch sitzen.

    Ohne selbst eine feste Ahnung zu haben (aber nach Beobachtungen von Vorgängen): Klar. Es ist doch logisch, der Bedarf geht vor und es gibt durchaus SL, die Bedarf melden, wo sie keinen (dringenden) haben, auch um jemanden zu haben, der sich initiativ gemeldet hat.
    Wir sehen gerade an den notwendigen Abordnungen, dass einige Kreise immer leer ausgehen, das ist die Aufgabe der Behörde, auch auf Gerechtigkeit zu achten.
    Du musst das Angebot nicht annehmen.

    Oh ich habe schon was dazu geschrieben:

    GELD!!!

    Es geht bei den Arbeitsbedingungen nicht nur um HO oder Urlaub.

    Wenn wir mehr Reservekräfte hätten, wäre ein Urlaubstag kein Problem (die Dänen haben zb. 5 Tage Urlaub pro Schuljahr. Können sie nehmen oder ausgezahlt bekommen. Selbst Berlin hat die Buk/Bug-Tage)

    Wenn viele Aufgaben delegiert/delegierbar wären, würde man am Ende des Tages /der Woche nicht wie ein Zombie laufen:

    - Hofaufsichten

    - Fehltage-Verwaltung, Rücklauf von Elternbriefen, etc

    Ich habe kaum Zeit, auf die Toilette zu gehen und bin an einer weiterführenden Schule. Ich will mir nicht vorstellen, wie ich drauf wäre, wenn mein Dienstherr mich - wie an der Grundschule - noch einen gratis offenen Anfang und Mittagspause aufbrummen würde.

    - Assistenzen, reale Unterstützung. Ich habe in mehreren Klassen SuS mit Bedarfen, wo meine Arbeitsblätter, Tests und Klassenarbeiten angepasst werden müssen. Nicht die Welt aber ständig ein Zeitfresser.

    Da magst du sicher Recht haben. Nur würde das Konstrukt Stundenplan zusammenbrechen, wenn alle Kolleg*innen für sich beanspruchen würden ihre privaten Probleme flexibel lösen zu können und spontan mal zu fehlen, z.B. weil der Hund Durchfall hat oder die Putzfrau krank ist und man Gäste erwartet und daher spontan die Bude putzen möchte... Mir fällt da leider auch nichts ein, wie das Problem gelöst werden könnte.

    Sicher weiß man so vieles nicht, was einen erwartet, wenn man sich dafür entscheidet Lehrkraft zu werden. Dass man einen Stundenplan bekommt, der nicht spontan verschiebbar ist, sollte einem bei der Berufswahl aber durchaus bewusst sein.

    Ich spreche nicht von: ich nehme frei, sondern von Urlaub oder Verschiebung von Stunden. Und ich weiß, dass es als Lehrkraft nicht und akzeptiere (noch) den Deal. Aber nur, weil es so ist, heißt es nicht, dass man bestimmte Sachen kritisieren darf.
    Ein Krankenhaus bei mir um die Ecke (und es ist 100% nicht das einzige in Deutschland) wirbt dafür (sowohl um Krankenpflege-Personal als auch Ärzte), dass man sich jeden Monat so einträgt, wie es in den Schichten passt, meine Zahnarztpraxis hat gerade jemanden eingestellt, der die Ferien durcharbeitet und sonst nur 1-2 Tage die Woche arbeitet, viele Arbeitgeber*innen werben mit Home Office oder Umwandlung von Überstunden in Freizeit...,
    (Mein Mann betreut viele Techniker auf Montage. Von der Firmenpolitik, dass Überstunden ausbezahlt werden MÜSSEN, sind sie schon längst weg, weil ein Teil der Techniker/Bewerber die Umwandlung in Freizeit bevorzugt und sie sonst keine Leute bekommen (und sie bekommen schon so keine Leute)

    die (Arbeits)Welt ändert sich, die Schule aber nicht (weder im Hinblick auf die Lernbedingungen noch im Hinblick auf die Arbeitsbedingungen..). Wir dürfen auch träumen, sonst wird sich nie was ändern.

    Total krass, dass die Machtposition der Lehrkräfte (LehrerMANGEL!) dafür genutzt wird, die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern, statt sie zu verbessern.


    Und man kann natürlich die Argumente von anderen ad absurdum führen, aber ich vergleiche nicht die Kind-Kranktage der Kolleg*innen mit "möchte das Bad putzen".
    WENN ich jemals für meinen Hund "frei" nehmen würde (und "lustigerweise" ist zwischen diesen Beiträgen und jetzt ein Vorfall gewesen, wo ich panikartig die Konferenz verlassen habe und nach Hause fuhr, ich habe nicht mal um Erlaubnis gefragt, sondern bin aufgestanden, habe es erklärt und bin weggerannt - bzw. eine Kollegin hat mich gefahren), dann nicht, weil er Durchfall hat und ich Angst um mein Sofa habe, sondern, weil er dehydriert sterben könnte. Und da ist mir die Lohnkürzung auch egal.
    Ich unterstelle keinen Kolleg*innen (naja, den meisten nicht), dass sie bei leichtem Durchfall des 12jährigen zuhause bleiben, sondern dass es sich um einen Fall handelt, wo das Kind nicht alleine bleiben kann und echt krank ist. Und wenn sie wegen Putzen auf Lohn verzichten, soll es mir auch egal sein.

    man kann sich nicht alles aussuchen im Leben. Mal darf man sich nicht mit den Ingenieuren vergleichen, mal nicht mit den Kassierern im Supermarkt, mal nicht Menschen im Büro.

    Eins kann ich nach 10 Tagen Schule: Das, was meine Schüler*innen in den letzten Jahren nicht gelernt haben (und es ist eine Menge), wird nicht dadurch schlechter, dass ich einen Tag fehlen würde.

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