Beiträge von chilipaprika

    Sprich mit deinem Hausarzt darüber und bitte ihn um ein entsprechendes Attest. Ggf. könntest du dir auch mal 2,3 Stunden Psychotherapie (ggf. als Selbstzahler) "gönnen" wegen deiner seelischen Belastungen, und um deren Einschätzung bitten. Vielleicht erhältst du auch aus dieser Richtung ein (Facharzt-) Attest.

    warum als Selbstzahler?
    Ist es soweit, dass man jemandem, der 60 ist, und somit seit über 20 Jahren verbeamtet oder eh angestellt ist, empfiehlt, seelische Belastungen geheimzuhalten? Warum? Weil man dann gekündigt wird?
    Sicher nicht böse gemeint, aber so geht unsere Gesellschaft nicht vorwärts.

    Caro07 und wie ist es denn mit der einhergehenden Pflicht zum Auto?

    (und sorry schon im Vorfeld fürs Fragen, tue ich trotzdem)
    Das klingt nach "jetzt müssen wir jemanden finden". Angenommen, alle, die noch nicht dran waren, haben Kinder und es gibt ein paar Kinderlose im Kollegium, die es aber schon gemacht haben. Sind "ich habe Schulkinder", "ich pflege die Cousine meiner Schwiegermutter" usw.. Abwehrgründe oder es ist eine tickende Zeitbombe und man ist auf jeden Fall mal dran?
    (und zwar nur einmal)

    Eigentlich das logischste System ever.
    Das gab es (gibt es noch, aber Lehrermangel lässt grüßen) auch in Frankreich. In meiner Grundschulzeit wurde ich als Kind einer kranken Lehrerin ab und zu in eine andere Klasse geschickt, aber spätestens nach ein paar Stunden / am nächsten Tag war Monsieur X (zufälligerweise ein Mann) da. Er war für alle Vertretungen (geplant und ungeplant) im Kreis zuständig. Ich weiß aus sicherer Quelle, dass unser Monsieur es sehr gerne machte, ich kenne viele Generationen Grundschulleute und kann auf mehr als 15 Jahren in diesem Status (mindestens), aber es war ja seine Wahl.
    Viele junge französische Grundschullehrer*innen, die nicht unter den besten waren, um eine "gute" Stelle zu bekommen, machen Mobile Reserve, weil es mehr Punkte gibt und somit ermöglicht, schneller an eine bessere Stelle zu kommen (Versetzungssystem). Also: Mobile Reserve im Brennpunkt, um sich irgendwann den Süden zu leisten ;)

    Niemals würde ich fordern, dass sowas Pflicht wird und sowieso ist es oft nur Löcher stopfen, aber ich fände es gut, wenn man auch mal "gezwungen" wird (viele Anreize bekommt), unterschiedliche Schulen zu sehen.
    Ich lache seit über 10 Jahren über die Unterschiede zwischen "bildungsbürgerliche Unistadt" und "Umland", jetzt habe ich dieses Semester einen Kurs, in welchem fast die Hälfte (total schräge Zusammensetzung!) in genau dieser Unistadt zur Schule ging, das Praktikum und den Nebenjob ebenfalls hier machen und sich quasi abfällig über die Schule eines Stadtrandgebiets äußern, in welcher ich selbst unterrichtet habe und die (vom akademischen, kulturelle und sozioökonomischen Niveau) meilenweit von meiner Umlandschule entfernt ist (oben). Da würden diese süßen katholischen Mädchenschule-Studentinnen aber ein bisschen staunen, wenn sie ein Gym im Ruhrgebiet betreten.
    Pflicht zu Erfahrungen in Schulen unterschiedlicher Sozialindizes.

    Eheprinz, Fellkinder, Schwester, Neffe, Eltern (falls ich was für sie finde), ...
    Beste Freundin und ihrer Tochter (und da brauche ich auch noch Ideen)
    der einen oder anderen Kollegin (obwohl ich eigentlich eher der Typ "ich bringe was mit, wenn ich gerade Lust darauf habe".)


    Feierst du Weihnachten?

    Es ist ja klar. Trotzdem stellt es durchaus eine Schwierigkeit dar, wenn die Person bei der beruflichen Ausübung keine Unterstützung erhält. Ohne Brille können einige Menschen kein Auto fahren. Trotzdem können sie Busfahrer*innen werden. Wenn sie ihre Brille tragen.
    Wer mehr Zeit oder Unterstützung (durch Schriftarten, usw..) braucht, sollte es entweder für sich selbst in Anspruch nehmen (zuhause) oder unsere aller Settings sollten inklusiver sein. Es schadet nicht, Arial statt Times New Roman zu nutzen, zumindest glaube ich nicht, dass es Leute gibt, die mit Arial oder serifenlosen Schriftarten Probleme haben. Auch sollte es in beruflichen Settings durchaus selbstverständlicher sein, dass nicht unbedingt derjenige, der das ganze Know How hat, auch den Endschritt einer Textproduktion verantwortet. (Haha, ich weiß, wovon ich rede). und in den meisten Fällen ist die Zeit nicht DER limitierende Faktor, wenn man ohne Druck und inklusiv arbeiten möchte.
    Nicht desto trotz muss ich sicher sein, dass der Busfahrer sowohl seine Brille trägt und auch im Vorfeld schaut, was sein Weg sein wird, wenn er Angst hat, kleine Schilder nicht lesen zu können. Das bemängelte ich vorher mit meinem Beitrag. Wer sich seiner Hürden / Schwächen nicht bewusst sein will, und/oder sich weigert, Lösungen zu finden, wird es schwer haben.

    Und was ist, wenn die Person mit einem solchen Abitur dann in den Schuldienst geht in Deutsch oder Englisch? Dann kommt man erst durchs Studium und wird ganz am Ende im Referendariat rausgekegelt, weil die Orthographie der Tafelbilder nicht hinreichend ist.

    Ich bin ziemlich sicher, dass die meisten "meiner" Reffis oder aktuellen Studis keine LRS haben. Trotzdem weine ich bei deren (zu Hause geschriebenen / vorbereiteten!!) Hausarbeiten / Entwürfe.
    Sowohl auf Deutsch als auch in der jeweils studierten Fremdsprache.
    Spielt aber offensichtlich kaum eine Rolle zu spielen, weder im Studium noch im Ref. (Anders kann ich mir nicht vorstellen, dass man es sonst so locker nimmt)

    Zumindest für NRW gilt folgende Richtschnur:
    Ein NTA soll gewährt werden, um eine beeinträchtigte Person dazu in die Lage zu versetzen, ihr vorhandenes Leistungspotenzial auszuschöpfen.

    Ein NTA kann nicht gewährt werden, wenn es sich um eine Beeinträchtigung des Leistungspotenzials an sich handelt.

    Deshalb beispielsweise die unterschiedliche Behandlung von LRS/Legasthenie und AD(H)S.

    Darf ich peinlicherweise nachfragen, wie es gemeint ist? Dass Kinder mit ADHS kein Anrecht auf eine längere Schreibzeit haben? (Ich dachte, mal gelesen zu haben, dass es bei LRS der Fall sein dürfte. Allerdings sehe ich zwischen den zwei Diagnosen keinen Unterschied in der "Beeinträchtigung des Leistungspotenzials" (oder bezieht sich das auf jemand, der eh schon medikamentös eingestellt ist?)

    Wer regelmäßige Ausschüttungen von Vermögen auf dem Namen der Kinder hat, gehört zu den Leuten, die in der Lage sein sollten, sich über sowas Gedanken gemacht zu haben oder hat es nicht anders verdient.
    Sorry, proletarischer Neid womöglich, aber ich hab soviel Mitleid wie mit den Menschen, die damals Bafög beantragt haben, obwohl sie 20000 DM/Euro auf dem Konto hatten, "von dem sie nichts wussten".

    Er oder sie hat doch bloß nach empfohlener Literatur gefragt. Hat @WillG nicht Germanistik studiert?

    Das habe ich auch - wie sicher eine ganze Menge Menschen hier, aber mir fehlt die Kreativität, was der TE hier für besondere Tipps möchte. Die Suche nach Fachliteratur zu einem literarischen Werk einfach an passender Stelle (Artikelsuche der Universitätsbibliothek, Google Scholar, .. ich finde es schon bemerkenswert, dass die Aufgabenstellung Studierenden den Hinweis gibt, dass man "zitierfähige Literatur" nutzen soll.) sollte für jemanden im Studium kein Hexenwerk sein.
    Die Transferleistung, warum es bedeutend ist, sollte für jemanden, der Literaturwissenschaft studiert UND vermutlich gerade im Didaktikseminar sitzt UND schon weitere lehramtsbezogene Seminare besucht hat (Annahme aufgrund des Lehramtsstudiums und der vorherigen Beiträge), auch möglich sein.

    Zeig uns deine Ideen, dann werden wir sicher darauf eingehen können.

    Laut Lehrplan vieler Bundesländer: rein theoretisch möglich.
    Meine 8. Klasse (und aufwärts) hätte mir einen Vogel gezeigt, ich bin schon froh, so zu tun, dass ich wirklich glaube, dass alle meine 9er Tschick gelesen haben.

    PS: Ich persönlich halte eine solche Einschränkung im Übrigen für sehr sinnvoll. Nur die direkt Anwesenden erleben ja auch die zur Meinungsbildung wesentliche Diskussion zu den Tagesordnungspunkten mit und können dann auch eine adäquate Entscheidung treffen.

    Wobei die Präsenzdiskussion in der Regel nur ein Ausschnitt der Meinungsbildung ist. Man wird selten mit gänzlich neuen Argumenten konfrontiert, die die Meinung ändern lassen. Da fände ich es schlauer, wirklich alle zu berücksichtigen, die betroffen sein können (und da finde ich es in NDS eben total doof, dass man sein Stimmrecht verliert, wenn man das Fach in dem Jahr nicht unterrichtet*). Wenn ich Teil einer Fachkonferenz mit Pflichten bin, will ich auch Rechte haben.

    *außer, die Regelung wurde in den letzten Jahren geändert, aber ich glaube, ich hatte es noch vor Kurzem nachgeschlagen.

    Meine Wut auf das Konstrukt ist aber nicht von der Perspektive der einzelnen (benachteiligten/bevorteilten) Person, sondern dass ich NICHT verstehen kann, dass der Staat als Arbeitgeber die eigenen Regeln nicht einhält. Arbeitnehmer*innen (Ich weiß, Beamt*innen sind keine Arbeitnehmer*innen) sind vom Arbeitgeber (ich weiß...) zu 50% zu versichern. Oder mit einer Pauschale, wenn diese über die Entgeltsgrenze kommen. Das darf sich kein anderer Arbeitgeber in Deutschland leisten.
    Warum der Staat sich das leistet (außer, dass es für ihn viel günstiger ist), ist einfach schleierhaft. (Denn selbst mit der Beihilfe und der Pension wird nicht irgendwo in einen Topf eingezahlt, aus dem dann genommen wird...)

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