Beiträge von chilipaprika

    Drei Stunden gelten quasi als „Bagatellgrenze“, die durch die Besoldung mit abgedeckt sind. Bei KuK in TZ gilt das dementsprechend nur anteilig.

    Also zumindest für NRW kann ich sagen: nein: Bei TZ-Beschäftigten zählt JEDE einzelne Stunde bis zum VZ-Deputat voll (also jemand mit 24 Stunden statt 25,5, kriegt seine ersten 3 Vertretungsstunden (sogar 4-5) bezahlt, ich glaube (!) sogar mit dem Satz des normalen Gehalts, während die VZ-Kollegen erstmal die drei Stunden überbrücken sollen.

    In der SEK.I kann im Zweifelsfall jede: r der *bereit* schreit fast alles unterrichten. Das ist also nicht wirklich repräsentativ.

    Davon spreche ich nicht.
    Physik oder Mathe werden selten fachfremd unterrichtet. Politik allerdings ganz oft (kann ja jede*r und es ist eh nur ein bisschen soziales Lernen und Methoden). Dass das nicht jede*r so sieht (und am allerwenigsten die ausgebildeten SoWi/PoWi-Leute!) ist klar, aber ich kenne sehr viele Schulen, an denen es so abläuft. Bei den Sachfächern ist es auch im reinen Sek1-Bereich durchaus üblich, den Bündel der drei Fächer "Gesellschaftslehre" oder direkt die drei Fächer in einer Hand zu lassen. Eben, weil man davon ausgeht, dass das auch jemand kann, der ein Studium abgeschlossen hat.
    Das heißt: Nicht nur ist Geschichte oft überbelegt, auch Erdkundee ist kein Mangelfach. Während Geschichte und Politik in der Oberstufe angeboten werden MÜSSEN (KMK-Vorgaben), trifft dies auf Erdkunde nicht. Das heißt, eine mittelgroße Schule könnte (!) die Entscheidung treffen, das Fach zu canceln, wenn es für den Stundenplan einfacher ist oder die Kapazitäten begrenzt sind, usw..


    Und es sind auch mal schulabhängige Geschichten. Ich war mal für eine Vertretungsstelle an einer Schule, die NIEMALS Politik fachfremd hätte unterrichten lassen (na gut, dafür eine Vertretungskraft), dafür kenne ich aber sehr viele andere Schulen, wo das Fach zum Alibi für Alles, was sonst in der Schule laufen soll (Klassenlehrerstunde und soziales Lernen in der Unterstufe, Methodencurriculum, usw..)

    Die 4 Stunden Regelung ist eine bundesweite Regelung, hat nichts mit dwiner Schule zu tun.

    Und wenn deine Schule es in den letzten Jahren so gut geschafft hat, immer unter den 3 Stunden im Monat zu bleiben, dann habt ihr wohl keine Krankheitswellen gehabt? (Oder ich deute alle Beiträge im Forum fehl, ich bin zur Zeit nicht im aktiven Schuldienst, hatte allerdings das Gefühl, die KuK müssen verflixt viele Vertretungen schieben, wie noch nie zuvor.

    Du hast eine Vertretungsstelle mit 10 Wochenstunden und es wird ein Unterrichtsbesuch gemacht?
    Ich finde es nicht schlecht, aber krass... Ich war drei Jahre Vertretungslehrerin noch vor dem Ref (du hast doch schon das Ref, oder?) und meine geringste Stundenzahl war 16 (höchste 22) und es gab kein einziges Mal einen UB.

    weil Landesbesoldung Landessache ist und zwar alle Länder an der amtsangemessenen Alimentation was machen müssen, NRW sich aber einen Weg ausgedacht hat, einen guten Teil seiner Beamten ruhigzustellen. Und weil die meisten Menschen nur daran interessiert sind, was auf ihr eigenes Konto kommt, reicht es.

    Wenn alles auf einer Datenbasis ablaufen würde (und ich glaube, das tut es in letzter Zeit schon durchaus.)
    Es ist bemerkenswert, dass der Körper (und mehrheitlich: von Frauen) immer Diskussionsgrundlage ist.
    Ich war mal "dick" (BMI 27 (!!!)), alle meine Probleme waren wohl wegen meines Gewichts (Spoiler: ich habe nicht deswegen abgenommen, und es hat nichts geändert). Ich bin jetzt wohl "dünn" (BMI 20), mein (neuer) Hausarzt reitet jedes Mal darüber rum, dass ich zu dünn sei und dass ich zunehmen muss, wenn ich weniger Probleme haben will und ob es überhaupt meinem Mann gefällt.

    Ja, der Typ ist in dieser Übergriffigkeit unmöglich, aber nur symptomatisch für alles in dieser Gesellschaft: Es wird alles auf etwas zurückgeführt, was in keinem nachgewiesenen Zusammenhang steht.

    PS: Ich spreche nicht von Knieschmerzen oder Blutwerten, und ja, ich bin auch der Meinung, dass ich jetzt eine gesündere Zukunft habe, aber ganz ernsthaft: Dass ich massiv abnehmen durfte, damit man mir bestimmte Schmerzen überhaupt ernst nimmt, ist ein Unding. Auch übergewichtige Personen können Essensintoleranzen, Krebs oder Migränen haben.

    Naja, je nach Bundesland ist da noch die finanzielle Hürde, in Berlin kostet es zwischen 5 und 35 Euro.

    Ich habe wohl nie mehr als 5 Euro bezahlt (ich finde bei NRW-DLRGs Ansagen von 3-8 Euro), aber: es ist eh egal, denn wie schon geschrieben: wenn es die Schul-Eingangsvoraussetzung ist, dann ist es zu leisten.
    Und 5 Euro (oder meinetwegen 35 Euro) sind zwar Geld, ich gehe auch sorgsam mit dem Geld der Eltern um, aber

    1) nichts im Vergleich zu der Aktivität Wasserfahrt / Eintritt in einen Wasserpark

    2) nichts im Vergleich zum toten, ertrunkenen Kind.

    Also: ja, ich kann ins kostenlose Meer nur bis zum Knie gehen.
    oder ich kann es ganz lassen.

    Was ist denn, wenn jemand aus Scham einfach unterschreibt, schwimmen zu können obwohl er wie eine Bleiente untergehen würde? Sind wir wegen unzutreffender Aussagen aus der Haftung?

    Oder müssen wir vorher ein Treffen mit der DLRG im örtlichen Hallenbad vereinbaren um uns selbst zu überzeugen und dies durch DLRG oder ähnlichem bestätigen lassen?

    Da du BK im Profil hast, bist du in NRW. In NRW reicht nicht ein "ich kann schwimmen / Mein Kind kann schwimmen", sondern es muss ein Abzeichen vorgelegt werden.
    Viele Schulen haben aber das als "Voraussetzung" bei der Aufnahme oder "bis Klasse X", wo dann der Schwimmunterricht stattfindet.
    Und mit 5tKlässler*innen würde ich grundsätzlich nicht ans Meer oder Wasserpark fahren.
    An deiner Schulform wird es anders sein, aber man kann - wenn man sowas planen will bzw. die Klasse sowas möchte - sagen: "Bis XX.XX liegen mir die Abzeichen vor, dann planen wir weiter"
    Jeder aufsichtsführender Mensch eines Schwimmbads (ich komme mit den Wörter durcheinander: Bademeister?) ist zur Abnahme berechtigt. Sollte man nicht Samstag Nachmittag machen, wenn Vollbetrieb ist, aber man kann grundsätzlich vorher fragen und dann seine paar Bahnen ziehen, irgendwas aus dem Boden holen und Fragen beantworten.
    Ich habe es schon in mehreren Bädern gemacht (weil zb. für Gold ein höherer Turm vorhanden sein muss), auch Schüler*innen, es war nie DIE Hürde.

    Echt vorher nicht? Wow, ich musste 3 mal hin. Ein Kollege sogar 4 mal, weil er kurz angestellt war nach dem Ref :D

    und bei mir ist es sogar lustigerweise so, dass die amtsärztliche Durchsuchung an meinem Wohnort stattfand, obwohl ich in einem anderen Bundesland wohnte als meine Planstelle angetreten werden muss. Insofern ein bisschen absurd.
    Aber meine Untersuchung war genauso lasch und lächerlich (ich werde mich nicht darüber beschweren!) wie bei den anderen Referendar*innen des Kreises (im Vergleich zu denjenigen mit Wohnort 10km nördlicher mussten wir einiges nicht machen bzw. nicht abgeben).

    Wie ist es denn eigentlich rein technisch, wenn man ein Kind an einer Schule hat, die diese 20 Minuten nicht nur nicht macht, sondern es auch offensiv auf dem Elternabend erklärt und damit begründet, dass die VERA-Ergebnisse nun mal überdurchschnittlich seien.
    (Tja, grob ist immer eine Hälfte über dem Durchschnitt - ja, ich weiß, kein Median, deswegen "grob", weil grob normalverteilt)
    Kann man sich irgendwo beschweren?

    Wie geht Ihr mit Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (AU) um, die SuS über eine Videokonfernez mit:

    • Ihrem Hausarzt
    • einem wildfremden Arzt, den sie vorher noch nie gesehen haben

    erhalten?

    Woher weißt du, dass der Arzt wildfremd ist?
    und ich bin sehr dankbar, dass mein Arzt mir vertraut, wenn ich mit einem doofen Superinfekt zu Hause bin, der länger als 3 Tage dauern wird und mich nur zwischen Türen sieht oder kurz telefonisch gesprochen hat.

    Wir sollten aufhören, uns Lehrer*innen als Superkontrollkräfte des Universums zu verstehen, die ärztliche Bescheinigungen in Frage stellen, Begabungsbescheinigungen in Frage stellen, Dyslexie nicht anerkennen wollen, usw.
    Klar darf man seine Zweifel haben und seinen Teil denken, aber wenn wir ständig die Arbeitsergebnisse anderer Professionellen in Frage stellen, brauchen wir uns nicht wundern, dass keine*r unsere Noten und Zeugnisse ernst nimmt.

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