Beiträge von chilipaprika

    Ich kenne die Regeln und so oft kriege ich Geschenke nicht, dass ich ständig dagegen verstoßen würde, aber irgendwie finde ich es schade, dass das Zwischenmenschliche dabei nicht berücksichtigt wird.
    Ich bin 'nur' Fachlehrerin, habe aber mehrere Fächer und wenn ich den Großteil einer Lerngruppe über 5-6 Jahre begleite, dann fände ich es affig, wenn sie mir kurz vorm Abitur (nur ein Schüler vom Kurs im Abitur) oder nach dem Abitur (Entlassfeier) einen Korb mit Kleinigkeiten drin (Schokolade und Teebeutel) schenken und ich nein sagen würde. Kostenschätzung: 25-30 Euro.
    Und bei einer Klassenleitung über 2 Jahre kann ich das Bedürfnis von Eltern nachvollziehen, sich zu bedanken (auch wenn es im Rahmen bleiben soll, ist ja klar. da sind 25 Euro pro Schüler*in nicht in Ordnung)
    Ich hatte letztes Wochenende wieder eine Weihnachtsbäckerei-Aktion und habe meinem Musiklehrer was geschenkt (nachdem ich im Vorfeld gefragt hatte, ob er alles isst, er hatte also Gelegenheit dazu, zu verweigern), er hat sich gefreut, es hat mich gefreut. Ich bin auf social media in Nähgruppen, was da für die (alle) Erzieherinnen der Kita genäht wird, unglaublich...
    Ich habe übrigens auch schon Kekse gebacken und in eine Klasse gebracht oder wenn die Schülervertretung Waffel backt, eine Runde ausgegeben. Wenn ein Schüler je geglaubt hat, dass ich ihn damit kaufen wollte... das wäre echt günstig gewesen.
    Die Freude ist manchmal bei dem Schenkenden höher, schade, dass das System es nicht wirklich berücksichtigen kann.

    ich hab da immer die andere Argumentation: Mach dein Drittfach, es ermöglicht dir eine gute Ausbildung. Mit den Erfahrungen des Erststudiums lässt sich oft effizienter studieren. Wobei es natürlich ausgerechnet bei Fächern wie Mathe und Kunst schwieriger ist, zu straffen, viel baut aufeinander auf.
    Französisch/Spanisch halte ich allerdings für eine sehr bescheidene Kombination und sollte dir daran gelegen sein, Spass in beiden Fächern zu haben, gibt es sicher nicht viele Schulen, die es haben. Beide Fächer klauen sich die Schüler*innen gegenseitig und nacheinander (sollte die Schule Spanisch nur als Dritte Fremdsprache haben, hören sicher viele am Ende der Mittelstufe mit Französisch auf, um eben Spanisch zu lernen, z.B.), Wenn beide Fächer 2. Fremdsprache sind, liegen sie vermutlich parallel im Stundenplan, so dass es stundenplantechnisch fast so ist, als hätte man nur eins der Fächer (und kein zweites).

    Weiteres Argument für vor dem Ref: du kannst dich im Ref in deinem Erweiterungsfach ausbilden lassen und lernst didaktisch wesentlich mehr. Die Fachdidaktik von Französisch und Spanisch dürfte (Euphemismus) sehr ähnlich sein. Mathedidaktik eine andere.

    und wenn du in einem der zwei Sprachen noch ein bisschen Sicherheit in der Sprache brauchst, dann machst du ein Auslandssemester im neuen Fach. Nachteil: in dem Semester hast du keinen Nebenjob, aber auch im EU-Ausland darfst du arbeiten. Mit zwei Fremdsprachen und Deutsch kriegt man auch Nebenjobs.

    Sei dir vor deiner Entscheidung eins bewusst:
    Eine SL genehmigt dir keinen Zertifikatskurs, damit es DIR gut geht. Sondern, weil sie Bedarf hat. Bevor sie dich in den Mathe-ZK schickt, gibt es sicher andere Leute im Kollegium oder auf der Bewerber*innenliste, die eine gewisse Affinität gezeigt haben (oder du hast zumindest vor der Bewerbung ein paar Semester Mathe studiert, um die Affinität zu beweisen). Das heißt: Ein ZK ist keine Selbstverständlichkeit, sondern muss gebraucht werden (oder erst nach Jahren, denn JA, ich weiß, dass es durchaus Schulleitungen gibt, die auch auf die persönliche Entwicklung ihrer Mitarbeiter*innen achten, aber doch nicht beim Start in der Planstelle, weil da die Fürsorgepflicht eher darauf achten sollte, dass man eine gute Basis aufbaut. Die (vielen) "Ausnahmen" sind systembedingt dem hohen Bedarf geschuldet.

    oh stimmt, ein wichtiger Punkt von kodi.
    An meinem Studienseminar (Bundesland 2) war der Seminarleitung sehr daran gelegen, dass wir alle unterkommen. Die Schulleitungen der Region haben sich auch da erkundigt, was mit dem Nachwuchs ist und so weiter.
    Bei mir war es klar, dass ich zu 70% wieder das BL wechsle (Grenzgebiet wie bei dir und meine Fächer sind (waren) in NRW cooler als anderswo), trotzdem hatte ich im Ref mehrere Angebote aus der Region, noch längst vor Ausschreibungen (nicht von der Ref-Schule)

    WENN schon überhaupt Schwierigkeiten bei einem Wechsel: dann lieber jetzt als zur Planstelle (die du vermutlich auch in Hessen haben möchtest, oder?)
    1) Die Zeiten Ende vom Referendariat / Prüfung / Einstellungsphase (also: wann kriege ich meine Dokumente, was brauche ich für Dokumente genau wann...) sind besser abgestimmt.

    2) Du kannst dann wenn es um die Betreuung von Praktikant*innen, um deine Revisionen in der Probezeit, etc.. geht. auf das Wissen des Refs besser zurückgreifen.

    3) Du willst eh dahin. Warum warten?

    Ich habe mein Studium, mein Ref und meine Planstelle in drei verschiedenen Bundesländern gehabt (und komme aus einem gaaaanz anderen Schulsystem in einem anderen Land). Ich halte mich nicht für ein besonderes Genie und gehe davon aus, dass jedem akademisch gebildeten Menschen die Fähigkeit inne wohnt, sich den neuen Anforderungen anzupassen und durch Transferleistungen relativ schnell zu schnallen, was die Prüfer*innen von einem wollen.

    Nebenbei gesagt: du sprichst eh vom Siegener System und nicht vom NRW-System (an meiner NRW-Uni gibt es keine 5 Besuche...). Jede Schule ist anders und bringt Herausforderungen.
    Ob du im Endeffekt in Hessen einen Platz bekommst, ist auch die Frage. Ich weiß nicht, ob es in Sek1 besser ist, aber es gibt Lehrämter mit Wartezeit. Nicht umsonst gehen viele Hessen nach NRW für die Zeit des Refs... (zumindest im Gym-Bereich ist NRW ein Auffangbecken für alle BL mit NC).

    Okay.
    Das bedeutet also, dass die TE auch nicht 1 oder 2 Jahre Elternzeit machen kann, weil sie zur Zeit auch in einem befristeten Verhältnis ist (angenommen, bis Ende Juli im Ref) und ihre Elternzeit also beginnen kann, Ende Juli aber endet?
    Wie kann sie dann wieder einsteigen?
    Bzw. was ist der Grund, warum "mein" Konstrukt nicht geht, aber Reffis schon durchaus ein Jahr raus sein können (schon erlebt).
    Und wie ist es mit normalen befristeten Verträgen?

    Ohne AG keine Elternzeit! Und dann auch diverse Probleme mit KK z.B. die dann nämlich genauso weiterzuzahlen ist wie als Beamter, nur als Angestellter wäre sie kostenlos

    (Nach)Frage:
    Wenn meine Prüfung am 12. April ist und ich am 30. April mein Ref beenden würde: Kann ich ab dem 15. April in Elternzeit für ein Jahr gehen? Ja, oder?

    Wie lange Ref hättest du denn noch gehabt? Vor einem Jahr warst du schon im Ref und spieltest mit dem Gedanken, ab- bzw. zu unterbrechen.

    Da könnte es sich lohnen, schnell die Prüfung abzuschliessen und direkt danach in Elternzeit zu gehen?

    Was ich mich frage... Wenn man erst um 10 oder 11 Uhr aufsteht, weil man später Unterricht hat, wie kommt man dann auf eine 45 bis 50 Stundenwoche, wie es häufig behauptet wird? :teufel:

    wow...
    Dass Menschen, die um 10 Uhr aufstehen, möglicherweise nicht um 21 Uhr ins Bett gehen, kannst du dir ausmalen? Die Woche hat auch 7 Tage, da reichen 5 Stunden am Wochenende neben den 8-Stunden-Tagen aus, um einen solchen Wert regelmäßig zu erreichen.

    "Sehr geehrte Damen und Herren,


    die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) hat heute (08.12.2022) ihr Gutachten Lehrkräftegewinnung und Lehrkräftebildung für einen hochwertigen Unterricht vorgestellt. Darin empfiehlt die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz Maßnahmen für ein wissenschaftsbasiertes, klar strukturiertes Qualifikationssystem für Lehrkräfte in Studium, Vorbereitungsdienst und während des Berufs.


    Die Langfassung des Gutachtens ist hier verfügbar: https://www.kmk.org/fileadmin/Date…eftebildung.pdf


    Eine Zusammenfassung des Gutachtens können Sie hier herunterladen: https://www.kmk.org/fileadmin/Date…mmenfassung.pdf


    Mit dem Gutachten setzt die SWK auch ihre Veranstaltungsreihe SWK Talks fort. Im ersten Talk am 12. Dezember wird das Gutachten vorgestellt. Die Vorsitzenden der SWK, Frau Prof. Dr. Felicitas Thiel und Herr Prof. Dr. Olaf Köller werden die zentralen Handlungsempfehlungen vorstellen und mit der KMK-Präsidentin und Berliner Senatorin Katharina Günther-Wünsch beleuchten. Weitere Episoden werden sich ab dem 22. Januar 2024 einzelnen Themenschwerpunkten des Gutachtens widmen. Die Anmeldung für alle Folgen ist über folgenden Link möglich: https://pretix.eu/swk/swktalk-s3/


    Wir wünschen Ihnen eine gute Lektüre und freuen uns, das Gutachten im Rahmen der SWK Talks oder bei weiteren Gelegenheiten mit Ihnen zu diskutieren.


    Mit herzlichen Grüßen


    Dr. Isabelle Sieh

    Leitung der Geschäftsstelle der SWK"

    aber ich habe doch nie in Frage gestellt, dass die ECTS nicht angemessen seien. Sondern umgekehrt: eine 2/3-Beschäftigung mit einem 2/3 Studium, das wird echt schwierig, erst recht, wenn beide feste Zeiten haben (2/3 Krankenpflege würde da viel einfacher gehen).

    Sei es drum.
    Liebe TE: Mach das nicht, genieß in Ruhe das Praxissemester, vielleicht / wahrscheinlich ergibt sich daraus eine Beschäftigung, wenn du die passenden Fächer hast (was du vermutlich in gewisser Weise hast, wenn man dir gerade im Masterstudium einen solchen Vertrag anbot.)

Werbung