Beiträge von chilipaprika

    Tatsächlich war es ja so.. Montagmorgen angerufen, nur AB dran, ich konnte gar nicht absagen. Genau so wäre es auch beim Anruf am Samstag für Montag gewesen, selbst wenn ich dann schon gewusst hätte, dass ich Montag nicht kann.

    48 Stunden sind auch selten mit Wochenende abgedeckt.
    Aber ernsthaft: das ist jetzt doofes Drücken vor Verantwortung. Ich sage nicht, dass ich es gerechtfertigt oder gar gut finde. Ich finde nur: 1) man kennt die Spielregeln (außer du hast nicht unterschrieben) und hat sie akzeptiert, 2) (und das ist der wichtigere Punkt) jetzt anfangen zu sagen "ja, zugegeben, ich habe nur 3 Stunden vorher angerufen, aber am Samstag blabla..." Ist es ein richtiger AB, wo du darauf gesprochen hast? Man sieht auch, WANN du angerufen hast.

    Andererseits: könnte er die weitere Behandlung verweigern, wenn nicht gezahlt wird?

    Selbstverständlich.
    Warum sollte er dich sonst behandeln? Du schließt mit einem Privatarzt einen Vertrag.
    1) Wenn du den nicht erfüllst, warum sollte er seinen Teil erfüllen?
    2) Wenn du jetzt ganz neu wärst und jetzt beim Kennenlernen den Vertrag nicht unterschreiben würdest / unterschrieben hättest, dann hätte er dich nicht angenommen.

    Nun trudelt eine Rechnung von rd. 150 Euro Ausfallhonorar ein.

    Ein Ausfallhonorar bemisst sich ja in der Regel an der geplanten Rechnung. Hattest du einen mehrstündigen Termin?

    Muss man das hinnehmen bzw. hat jemand solche Erfahrungen schon gemacht? Ich vermute, das bei der Krankenkasse bzw. Beihilfe einzureichen würde zur Ablehnung führen.

    Krankenkasse und Beihilfe werden es ablehnen (zurecht, es wurde ja keine Leistung erbracht).
    Du hast vermutlich etwas unterschrieben, gab es einen Passus mit Verschiebungen/Verminderung des Ausfallhonorars, wenn du schnell den nächsten Termin hast? War dir das Risiko nicht zu hoch? (Bei Ärzten mit Ausfallhonorar habe ich partout immer aufgepasst und wirklich versucht, nicht montags einen Termin zu haben.)

    Also: ich weiß, dass die meisten Parteien in ihrer Satzung eine Unvereinbarkeitsregelung haben, dass man nicht in einer anderen Partei Mitglied sein darf. Vielleicht hast du es da verwechselt?
    Aber auch da kenne ich Menschen, die (auf Antrag) geklärt haben, dass zb SPD und SPÖ sich nicht ausschließen, weil unterschiedliche Länder und ähnliche Ziele. und ich kenne mindestens eine Person in Österreich, die in einem hohen politischen Amt steht und in Deutschland noch wählt (und "Fördermitglied" einer Partei in Deutschland auch ist)
    Meine Parteiengagement-Zeit war vor meiner Einbürgerung, deswegen war ich eh nie betroffen (sowieso nicht, weil es die andere Richtung gewesen wäre), seitdem bin ich desillusioniert und deswegen konnte ich Deutsche werden :D

    Es gibt natürlich auch Mitbürger, die das Pronomen "es" für sich bevorzugen. Wenn du die Pronomen jedes Menschen respektierst, solltest du auch hier keine Ausnahme machen, da dies sonst als übergriffig gegenüber diesen Personen empfunden werden könnte.

    Hast du jemals solche Menschen getroffen oder übernimmst du dabei Behauptungen, die von komischen Menschen getätigt werden?

    Ich kenne durchaus einige (selbst geforderte) Formulierungen für Menschen, die sich nicht dem Geschlecht zugehörig fühlen, dem sie zugeordnet werden) und "es" ist mir noch nie untergekommen (was natürlich keine allgemeingültige Wahrheit sein muss, die anekdotische Evidenz kann ja auf meiner Seite sein.

    Darf ich fragen, wie sich das anfühlt?

    Klar. Ich kann ganz gut damit leben.
    In Deutschland kann ich die Herkunft nicht ewig verstecken (schöner Euphemismus), in Frankreich wird mir sehr oft gesagt, wie gut mein Französisch ist (zwar ab und zu holprig und mit Akzent, aber ziemlich gut ;) ).
    Mir tut es weh für meine Eltern. aber mein Leben ist hier und die Einbürgerung war für mich ein sehr bewusster Schritt: ich wollte endlich wählen dürfen.

    und wenn ich jetzt drüber nachdenke: spätestens wenn mit meinen Eltern was wäre, hätte ich ein Problem (komischer spontaner (verrückter) Gedanke: ich kann mich nicht beim Notar ausweisen).

    Mindestens die USA und Kanada gehen auch, aber mit denen gibt es auch keine Probleme, die Türkei ist für mich ein Sonder- und auch der einzige Problemfall was Doppelstaatler angeht.

    Hat sich das geändert?
    Doppelte Staatsbürgerschaft: Deutschland – USA - Schlun & Elseven (se-legal.de)


    Deutschland erkennt die doppelte Staatsbürgerschaft qua Geburt an, aber sonst nicht (wirklich freiwillig) bei der Einbürgerung. Die Tatsache, dass zb. ich eine doppelte Staatsbürgerschaft (auf dem Papier) habe, liegt nur daran, dass das EU-Recht Deutschland dazu zwingt.


    Es ist eine sehr lange und schwer bedeutsame Diskussion, denn jenseits des Papiers gibt es auch die Fremdzuschreibung. Ich fühle mich meinem Geburtsland auf irgendeine Art und Weise verpflichtet, habe aber seit meiner Einbürgerung nicht mehr dort gewählt (und davor auch schon einige Male nicht, aber damals hauptsächlich wegen der umständlichen Fahrerei). Obwohl ich mit meinem Wahlzettel das Leben meiner Verwandte verbessern könnte, darf ich es (in meiner moralischen Vorstellung) nicht tun.
    Wenn bei einer französischen Wahl allerdings LePen vorne steht, werde ich dann gefragt "warum WIR sowas gemacht haben" und dann auf meinen Hinweis hin, dass ich nicht wähle, warum nicht, ich könnte es verhindern. Die allermeisten Menschen haben da doppelte Maßstäbe, denn die meisten regen sich über die Doppelpässler*innen auf, die Erdogan in der Türkei zur Macht verhelfen. (zurecht. Es war für mich der Auslöser, meine Papier nicht mehr mehr aktiv zu verlängern. Ich kann mich also in Frankreich nicht als Französin ausweisen und bin de facto nur noch Deutsche).

    Mir wurde vor 15 Jahren erklärt (von Schäuble selbst, haha), dass die doppelte Staatsbürgerschaft ein Problem sei, wenn ich in der Wüste von Terroristen entführt würde: wer kümmert sich um mich? Schade, dass diese Dystopie immer realistischer zu werden scheint.
    Wie gesagt, ich habe alles auf Deutschland gesetzt, ich hoffe, Schäuble kommt nicht vorbei und sagt "ach, die Chili mit dem Akzent, Macron soll sich um sie kümmern".

    Für die Frage der Integration halte ich die doppelte Staatsbürgerschaft aber auch für einen Nebenkriegsschauplatz.

    Ja. Weil es den Menschen egal ist, was man für eine Staatsbürgerschaft, man bleibt "der Türke", "der Syrer", "der Russe".

    Handlungskonzept Unterrichtsversorgung | Bildungsportal NRW (schulministerium.nrw)

    Befristetes Angebot eines berufsbegleitenden Vorbereitungsdienstes an Grundschulen und Sekundarstufen I für Master of Education Absolvent:innen für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen

    Um die sich abzeichnenden Personalüberhänge im Lehramt für Gymnasien und Gesamtschulen zu nutzen, ist für Studienabsolventinnen und -absolventen für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen mit einem der Schulform entsprechenden Unterrichtsfach die Möglichkeit geschaffen worden, im unmittelbaren Anschluss an ihre universitäre Ausbildung den berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst (OBAS) für das Lehramt an Grundschulen oder für das Lehramt an Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen aufzunehmen und die entsprechende Lehramtsbefähigung zu erwerben.

    Die berufsbegleitende Ausbildung erfolgt - auch für das Lehramt an Grundschulen - in zwei Fächern. An Grundschulen erfolgt im Rahmen der berufsbegleitenden Ausbildung nach OBAS eine Ausbildung in zwei Unterrichtsfächern der Grundschule, wobei die Ausbildung obligatorisch mindestens in einem der Fächer Deutsch oder Mathematik erfolgen muss.

    Anders als bei einem Schulformwechsel nach Abschluss der gesamten Ausbildung werden die Master-Absolventinnen und -Absolventen im Rahmen eines berufsbegleitenden lehramtsbezogenen Vorbereitungsdienstes für das Lehramt an Grundschulen oder das Lehramt an Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen frühzeitig für die schulformspezifischen Anforderungen dieses anderen Lehramts ausgebildet. Das berufsbegleitende Format des Vorbereitungsdienstes ist um sechs Monate verlängert und ist mit einer höheren Vergütung verbunden.

    Befristung auf fünf Jahre.

    (nur eine von vielen "interessanten" Maßnahmen.
    Handlungskonzept Unterrichtsversorgung | Bildungsportal NRW (schulministerium.nrw)

    Tatsächlich?

    Mit der Zeit werde ich immer glücklicher, dass meine Kinde beide durch die Grundschule durch sind. Noch ein paar Jahre und der Nachzügler hat auch ganz geschafft, was allgemeinbildende Schule angeht.

    Ich weiß, ich weiß, unpassender Vergleich, nicht steinigen, aber ganz ernsthaft: die Zulassung und Prüfung zum Hundetrainer ist langsam schwieriger als eine Zulassung als Lehrkraft (und mehr Geld bringt es sicher auch (kurzfristig) ein, wenn ich unsere Rechnungen sehe :D )

    Die Forderung eines Abschlags mit Hinweis /Drohung auf angefallenen Zinsen (also für die Verspätung) hat schon bei einigen Menschen (mir inklusive) für Wunder gesorgt. Auf einmal hatte ich nach zwei Tagen einen Abschlag (ohne Zinsen), auf den ich seit 8 Wochen wartete.

    Susannea Starten bei euch die Referendare sofort mit eigenen Klassen, bei denen sie alles selbst verantworten müssen?

    Nicht Susannea, nicht Berlin/Brandenburg, aber: in NDS steigt man ab dem ersten Tag mit eigenen Klassen ein (zumindest im allgemeinbildenden Bereich, ich glaube, es könnte im berufsbildenden Bereich wegen des Starts in November anders sein), in NRW (Start Mai/November) unterrichten und bewerten die Referendare ab August/Februar vollständig eigenständig.

    DAZ ist NICHT Deutsch!!!!
    Hast du Grundzüge des Schriftspracherwerbs behandelt? Hast du Kinderliteratur behandelt? Hast Grammatikphänomene im Hinblick auf Muttersprachler*innen behandelt?
    Geh an die Sek1, dort wirst du so oder so am Ende viel fachfremd unterrichten (wie an der Grundschule), aber du hast mindestens ein passendes Fach. Da Französisch ein Mangelfach an Sek1-Schulen ist, kannst du zumindest einen guten Teil der Stunden mit deiner ursprünglichen Ausbildung abdecken.

    Daher würde ich mich als afghanischer Flüchtling erst einmal fragen, ob dieses ferne Land namens Deutschland, in dem ich vermutlich noch nie war und nur Bilder im Internet gesehen habe, mich überhaupt aufnehmen möchte. Und bekomme ich dann direkt eine Wohnung und einen Job oder muss ich womöglich jahrelang in einem Flüchtlingsheim verharren, bin zwar dort sicher, aber kann mir gar keine Lebensperspektive aufbauen?

    Du hast (zum Glück!) gar keine Erfahrung als Flüchtling und offensichtlich Schwierigkeiten, dich da einzufühlen (das wiederum ist beeindruckend)
    1) Die meisten Kriegsflüchtlinge gehen tatsächlich in die Nachbarsländer (schon mal von der Aufnahmefähigkeit vom Libanon, zum Beispiel?

    2) Wenn Leute vor Krieg / Armut / Klimakatastrophen fliehen, dann ist es egal, ob sie eine Wohnung "bekommen".
    Mein Gott, wer neben einem verschütteten Haus geschlafen hat, kein Trinkwasser hatte, den Tod von Familienmitgliedern gesehen hat und nicht mehr an sein Hab und Gut kommt, dem ist es doch ziemlich egal, ob er in Deutschland eine Wohnung bekommt. Natürlich kennt er nur die Traumbilder und -berichte von früheren Flüchtlingen, die alles beschönigen und das ist durchaus ein großes Problem (mit dem Nahen Osten kenne ich mich nicht aus, aber es ist ein großes Problem in vielen afrikanischen Ländern). Man hat viel Geld von allen möglichen Angehörigen bekommen, ist die Hoffnung, die alle anderen nachholen soll oder Geld schicken wird, man will nach einer Fahrt übers Mittelmeer, über 1000 Kilometer zu Fuss über den Balkan, usw.. nicht enttäuschen, aber auch nicht sich eingestehen, dass man alles "umsonst" gemacht hat. Immerhin hat man es trotzdem besser als in Syrien, Mali oder Afghanistan.

    Ich weiss nicht, wie viele weitere Seminare sie haben. Aber in meinem Fach hätten sie damit nur eins. Normal braucht man 3 Seminare für eine Klausur, aber in dieser Klausur eben nur ein einziges Seminar. Es sind auch nicht immer 100 Seiten. Mal 60, mal 80, dann wieder 50... Aber ja, lesen muss man viel.

    Ich zitiere es hier, damit man aufhört, sich an dem "100" aufzuhängen.
    Es klingt jetzt durchaus mehr wie 50-80, mit Ausnahme mit 100.
    Und es ist Oberstufenstoff.

    Wer das schon kann, liest quer.
    Wer das nicht kann: tja, dann Pech.

    Und es ist schon geklärt worden, dass es nicht nur Oberstufenstoff ist, sondern auch ein Fach, das kein Mensch abwählen konnte und belegt haben MUSS. (es ist also kein Oberstufenstoff in BWL, das jetzt vorausgesetzt wird, oder ein Pädagogik-LK)

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