Dir ist schon klar, dass dies für die ganze Technik gilt? Trotzdem brauchen 99% der Menschen nicht die Hintergründe der Programmierung von XY zu durchschauen, der Taschenrechner lässt sich auch für sehr hohe Zahlen nutzen, wenn man nur das 1*1 selbst kann, in vielen Berufen erlernt man grundsätzlich nur die Basics hinter der Nutzung von Maschinen und Programmen, wäre aber nicht in der Lage, es selbst zu machen...
Die KI wird ja nicht von mir gefüttert, es ist für mich als Nutzerin irrelevant, wie die KI trainiert wird, welche neuronalen Netze in das Programmieren bzw. Trainingsprogramm eingepflegt werden, usw.. ich weiß nur, dass ich mich darauf verlassen kann, dass das und das klappt.
Und wer schon eine Fremdsprache (hier: Englisch) gelernt hat, wäre in der Lage zu verstehen, dass eine KI die Kompetenz haben muss, das Geschriebene zu verstehen und dann mit allen Zwischentönen wiederzugeben.
Beiträge von chilipaprika
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chilipaprika : Ist es bei euch üblich, eine 2. Fremdsprache in der Sek II durch eine andere 2. Fremdsprache zu "tauschen"? Bei uns wählen die allerallermeisten Schüler eine neueinsetzende 2. Fremdsprache, wenn sie in der Sek I keine hatten. Ich kann jetzt aus der Ferne schlecht einschätzen, ob das ein NRW-Phänomen ist oder eher eines deines erweiterte Einzugsgebiets.
Bei uns hat Französisch kein derart schlechtes Image. Im Vergleich kommt da manch eine Naturwissenschaft deutlich schlechter weg.
Ich habe keine Zahlen aus NRW, nur meine Stadt und Gespräche mit vereinzelten Menschen in anderen Städten.
Es ist nicht ÜBLICH, die 2. Fremdsprache zu tauschen.
Aber: viele wählen sowieso grundsätzlich ab (naturwissenschaftlicher Schwerpunkt).
Und diejenigen, die keinen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt haben, sind nicht unbedingt gut in einer Fremdsprache. Also muss eine neue her.
Und die meisten (!!!) guten Französisch-Schüler*innen sind gut in Allem. Bis sehr gut. Also: aus den wenigen guten wählt die Hälfte (oder mehr) den naturwissenschaftlichen Schwerpunkt, die andere Hälfte ist vielleicht (!) traurig, wenn der sprachliche Schwerpunkt nicht zustande kommt, aber mein Gott, es ist ja auch nur ein Fach unter Vielen.
Es hat sicher mit den Belegungsbedingungen in der Oberstufe zu tun. Es ist für viele einfacher Mathe (belegt eh jede*r) und eine NaWi schriftlich zu belegen, eine zweite Nawi mündlich, als eine Fremdsprache schriftlich (und dann eine NaWi mündlich). -
derzeit einfach an der falschen Schule bist, an der ein starkes Ressentiment gegenüber dem Unterrichtsfach Französisch zu herrschen scheint, das wiederum dazu führt, dass kaum einer das Fach noch freiwillig in der Sek II belegen möchte. Wie sieht es denn an anderen Schulen in der Umgebung aus? Wäre eine Abordnung/Versetzung an eine Schule mit mehr Französischbedarf eine Möglichkeit?
Soweit ich das überblicke: An keiner der 4 Oberstufen der Stadt gibt es Französisch jenseits der Einführungsphase. Auch nicht kooperativ zwei Schulen zusammen.
Ist vielleicht natürlich purer Zufall und anekdotisch, es wäre egal, es ist nunmal so.
Und es ist kein _Ressentiment_. Die SuS wählen Französisch, werfen es wie eine alte Socke und nehmen die nächste Sprache.
Würde die andere Sprache in der Sek 1 angeboten werden, und Französisch nur in der Sek2, hätte ich volle Kurse. -
Ich möchte jetzt nicht missverstanden werden:
Selbstverständlich finde ich einen solchen Trend schade, und auch die Perspektive, auf die der Fremdsprachenbereich zusteuert, gefällt mir gar nicht. Aber irgendwo bin ich realistisch und ich werde nicht bis zur Pensionierung uninteressierte Schüler*innen in Französisch unterrichten. Sondern gar keine mehr
Ich gebe zu: ich bin frustriert und mir ist es am Ende total egal. Ich werde dadurch nicht auf Oberstufenunterricht und spannende Inhalte verzichten, sondern: das tue ich eh schon. In _meiner_ Realität ist mein Fach ein Sek1-Fach, das aber ab dem 3. Lernjahr von der Hälfte nur noch "mitgeschleppt" wird mit dem Wissen, dass man es bald abwählt. Ganz ernsthaft: dann mache ich lieber ein Ersatzfach als Zertifikatskurs und lerne mit den Kids Programmieren.
Ich halte es für ein kulturelles Problem, dass zuviel nach der direkten Verwertbarkeit bewertet wird, sowie dass alles, was Anstrengung bedeutet, keine Chance hat (seien wir mal ehrlich: im Wahlpflichtbereich hat die 2. Fremdsprache keine Chance gegen Theater, Naturwissenschaften oder Ähnliches..., das sehe ich ja bei der 3. Fremdsprache bzw. beim WPII-Bereich)
Und gleichzeitig ist es nunmal so: Strukturwandel: Mein Opa ist eine Dampflok gefahren, irgendwann musste er umlernen, meine Mutter ist Stenografin, ursprünglich, und dann war sie arbeitslos, weil sie nicht genug reagiert hat und jetzt, 40 Jahre später, immer noch Probleme hat, einen Computer zu bedienen.
Das sind Individualfälle, ich werde ein Individualfall sein, aber unsere Gesellschaft sollte auch reagieren. Ob es an DEM Punkt sein muss, das muss noch ausführlich diskutieren, aber... Klammern aus Tradition werde ich nicht. Ich habe genug Einblick in andere Schulsysteme, ich kann sagen: andere Länder haben gerade sehr ähnliche Probleme, mit dem kleinen Unterschied: sie finden keine Deutschlehrer*innen und deswegen fällt denen der Unterricht weg. -
Genauso war es bei mir auch (vor gut 20 Jahren, RLP).
Latein für Deutsch, Geschichte, romanische Sprachen, etc...
NICHT für Jura, NICHT für Medizin, ...
Für Germanistik: Möglichkeit sich befreien zu lassen, wenn man eidesstattlich erklärt, keine Abschlussarbeit oder Diss in der historischen Linguistik schreibt.
Für Geschichte: Englisch und Französisch zusätzlich zu Latein notwendig (für Lehramt UND Magister), aber als Magister die Möglichkeit, Französisch durch Russisch zu ersetzen, wenn man den Schwerpunkt NICHT auf Frankreich setzt (wir hatten osteuropäische Geschichte als Schwerpunkt, Frankreich nicht... man musste aber keine Arbeit in "Osteuropa" schreibt). Und Latein konnte man als Magister auch weglassen (nur Kenntnisse statt Latinum), wenn man keine alte Geschichte als Schwerpunkt hatte.
In NRW wurde die Lateinvoraussetzung, die es für Englisch, Deutsch, und co gab vor ca. 4-5 Jahren gekippt.
Man braucht es nur noch für Theologie, Latein, Altgriechisch und Geschichte. (Ja, ich spreche vom Gymlehramt, ja, einige werden einen Herzinfarkt bekommen. Ich finde es traurig, aber mir wäre es lieb, die Frankoromanist*innen würden gut Französisch sprechen, und ihre schlechten Kenntnisse kommen sicher nicht von der Latinumabschaffung) -
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und nicht nur in Klassen, sondern Pflichtanwesenheit im Anschluss mit Papierkram, Korrektur, Planung einer Leistungsüberprüfung, am ehesten auch Konferenzen, ja, auch die langweiligen, die für sie gar nicht vom Interesse sind...
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... Bayern hat komische Wörter, NRW keine Klausuren, ...
Die Liste ist nach über 10 Jahren im Forum sehr lang
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Die 10% sind Menschen, die teilweise 5 Jahre oder länger studiert haben, aber noch einmal komplett neu mit etwas anfangen müssen, weil die beruflichen Chancen alleine mit einem Lehramtsmaster und/oder einem 1. Staatsexamen begrenzt sind. So ein Zusammenhang ist mir in dem Ausmaß bei keinem anderen Beruf bekannt.
Ach bitte.
Kennst du so wenige Menschen oder hast du nie allgemein reflektiert, wie viele Menschen NICHT das machen, was sie am Anfang / Mitte / Ende des Studiums dachten?
Nur weil es heißt, dass man mit einem Dr. in Geschichte alles machen kann, heißt es nicht, dass es keine beruflichen Umbrüche gegeben hat, wenn jemand schon immer im Museum arbeiten wollte, sich aber als ungeeignet ergab, der Job als doch ganz anders wahrgenommen wurde oder es gab eben keinen Platz. Und schwups ist man Leiter einer VHS, oder organisiert man Bildungsangebote bei der Caritas.
Auch gibt es bei den Biologen unglaublich viele Menschen, die nicht im Labor arbeiten, und quasi "fachfremd" ihre akademische Kompetenz weiterführen.
Ein Freund von mir, Physiker mit Dr. und 10 Jahren wissenschaftliche Forschung, arbeitet in leitender Position in einer Versicherung. War definitiv NICHT sein Traumjob und für ihn war das ein Scheitern, als er raus aus der Physik musste. Glücklich und zufrieden ist er mittlerweile, aber es war eine Umorientierung. -
Ja, wie k_19 hätte ich es selbst auch "behauptet", muss aber zugeben, dass ich mich oft gefragt habe, wie es bei Bob Blume in der Schule ist. So öffentlich ist kaum ein anderer aktiver Lehrer, er unterrichtet aber "weiterhin" voll, hat seine Aufgaben, also auch Schüler*innen, Eltern und Schulleitung. (Er sagt aber nichts, was nicht stimmt und auch nichts zu seiner Schule)
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Die Fallbeschreibung ist zu unkonkret, um das wirklich einschätzen zu können. Daher möchte ich zumindest den Hinweis hinterlassen, dass Beamten die "Flucht in die Öffentlichkeit" untersagt ist. Das bedeutet im Wesentlichen, dass verwaltungsinterne Konflikte auch intern zu klären sind und gerade nicht durch eigenmächtige Veröffentlichung über Medien nach außen getragen werden dürfen.
Wie ist eigentlich Bob Blumes Kanal und "Arbeit" in dem Zusammenhang einzuordnen?
verwaltungsintern ist es ja alles nicht, aber wir sind uns sicher einig, dass er das System und die Politik in der Öffentlichkeit kritisiert. -
Die mögen vielleicht nicht daran scheitern, haben aber vielleicht keine Lust darauf. Oder wären in einem anderen Fach besser aufgehoben und/oder würden etwas lernen, was sie noch mehr brauchen (technisch-mathematisch versiertes Mädel belegt den Programmierkurs statt Spanisch).
Darum geht es hier doch in dem Thread.
Und warte wohl noch ein paar Jahre ab, dann wirst du wohl die Kids in deinem Französischunterricht haben, die sich zwar auf ihre 2-3 in Französisch in der Mittelstufe mit viel Mühe und Disziplinbewusstsein halten, aber dafür viel Arbeit brauchen und in Mathe, Englisch, Physik, Chemie eine 1 mit der halben Pobacke absitzen. -
(Unabhängig davon, was ich jetzt vom Vorschlag bzw. Debatte halte, auch unabhängig meiner Haltung zum dreigliedrigen Schulsystem))
Das heißt, du hälst es für logisch, dass ein sehr guter Schüler, der kognitiv auf dem Gymnasium sehr gut aufgehoben ist, auf die Realschule geht, wenn er statt einer 2. Fremdsprache Physik/MINT als Wahlpflichtfach haben möchte? -
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(nur wegen einer Assoziation, die eine der Meilensteine meiner deutschen Sprache ist)
Bitte ein paar Gummibärchen auch auf das Eis streuen! -
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es eine Meldepflicht gibt. Es gibt - auch als Beamte*r - ein Recht auf Privatleben. Du wirst nicht die nächsten 40 Jahre immer wieder geprüft.
Du warst schon beim Amtsarzt.
WENN du jetzt nächstes Jahr 16 Tage fehlst (Zahl erfunden), dann wird man schauen, ob du 2 Wochen davon eine starke Grippe hattest, ob du immer freitags weg warst, oder ob es Anzeichen für was Anderes gibt.
Aber die Fehlzeiten hättest du ja unabhängig davon, ob du jetzt zum Arzt gehst oder nicht (weil Fehlzeiten nur zustande kämen, weil du ja krank bist.) -
Also: in Frankreich darf man jetzt eben Doppelnamen problemlos führen und ich kann glaube ich an einer Hand die Menschen (aus Frankreich) abzählen, die nur einen Vornamen haben. Alle anderen, die ich kenne, haben zwei oder drei ("Doppelvornamen" sind EIN Name)
Chili-Paprika Vinella-Vom Stadtgraben der Sonnenwende
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