Beiträge von chilipaprika

    Es war ein Bild.

    Aber ich hatte schon genau Leute in meinem Umfeld, die eben nicht bereit waren, 30km für A12 zu pendeln, und dann (hahaha) 3-4 Jahre Vertretungen gemacht haben und jetzt 25-45km in eine ganz andere Richtung pendeln und dies weiterhin für A12 und keine Möglichkeit von A13 (außer durch die Angleichung, aber nicht an einer Gesamtschule)

    vielleicht gibt sie dir dann Entlastungsstunden für Aufgaben.
    Vielleicht hast du ein gutes Arbeitszeugnis, um wo anderes auf dich aufmerksam zu machen.
    Vielleicht hat Bayern irgendwann ein Quereinstiegsprogramm, das förderliche Erfahrungszeiten in der Schule belohnt.

    Ganz viel vielleicht.
    Sorry, aber ich habe ein leichtes Unverständnis sowohl für Ref-Absolvent*innen, die sich zu fein sind, eine Vertretungsstelle oder gar eine Planstelle anzunehmen, die 30km von ihrem Wohnort ist und darauf warten, die bessere Stelle auf Silbertablet geschenkt zu bekommen, aber auch für Seiteneinsteiger*innen, die nicht bereit sind, sich ein bisschen durchzukämpfen.

    Und wie gesagt: ich reagiere auch bei den "grundständigen" Kolleg*innen ziemlich allergisch. Nur weil irgendwo Lehrer*innenmangel in der Zeitung steht, heißt es nicht, dass plötzlich alle A14 vor der Haustür bekommen, die vorbeikommen.

    aber: kommt es überhaupt in Frage, dass du in einer Woche (oder wann auch immer der Schulstart bei euch ist) was Anderes hast? Du unterschreibst doch nicht lebenslänglich und es wurde schon jetzt vermutet, dass die Regeln in den nächsten Jahren lockerer werden. Mach das eine Jahr, du wirst schon merken, was für dich gut ist (und womöglich merkt auch die Schule, was sie dir sonst anbieten kann...)

    aber es ist der Punkt: wir sind Lehrkräfte.

    Es gibt genug Privatschulen, die versuchen, die Lehrkräfte auf E12 oder E11 runterzuhandeln, AUCH mit 2. Staatsexamen und du hast "nicht mal" ein 1. Staatsexamen / Lehramtsstudium. Deswegen: es ist quasi eine goldene Chance und du wärst ganz schön arrogant sie ziehen zu lassen, wenn du glaubst, du seist (zu diesem Zeitpunkt!) mehr wert.
    Aber vielleicht habe ich es falsch verstanden und du willst eine andere Schulform / ein anderes Bundesland / ...

    also:

    Du kriegst

    - an deiner favorisiserten Schulform
    - einen Vollzeitvertrag

    - mit E12 (also das höchste, was du mit FH-Master im öffentlichen Dienst in der Regel erwarten kannst)

    - in einem Job, in welchem du offiziell (noch) nicht ausgebildet bist

    - in welchem du arbeiten möchtest

    und du machst dir Gedanken, wie es wäre, wenn du in einem Jahr doch quereinsteigen lässt? (oder kannst du überhaupt dieses Jahr noch quereinsteigen? (und wie käme es?))

    Mach doch die Vertretung, vielleicht merkst du,

    - dass es nichts für dich ist

    - dass es dein Traumjob ist und es sich lohnt, noch was nachzuholen?

    In meiner Grundschule (80er... Frankreich) bestand der Parallellehrer auf das Du. Und ich habe sooo froh, ich war in der Parallelklasse und konnte es nicht.
    (Ich habe von der 1. Klasse an meine Lehrkräfte gesiezt. Nur dieser Lehrer in der 4./5. war anders. Er hat es wirklich eingefordert und Stress gemacht, wenn man gesiezt hat. Ich fand es als 10jährige sehr unangenehm.)

    Ich glaube, das Wort "protokollieren" ist falsch gewählt, es wurde danach gesagt, dass der Vater /die Hilfe zu Hause Stoff wiederholen kann.
    Es wird also nicht mitgeschrieben "Frau X hat aus einer blauen Tasse um 10uhr20 getrunken" sondern Tafelbilder, Impulse, Unterrichtsgespräch.

    Wie gesagt, ich bin nicht fit genug in der Sache Jugendamt/anderer Träger/usw. aber bei uns schalten definitiv auch Eltern die Anzeigen und es steht nirgendwo, dass sie sich bei einem Träger melden müssen. (sicher ist es OT, aber warum Jugendamt und nicht Integrationsamt oder Ähnliches, wenn es um eine Integrationshilfe geht?)

    Edit: Überschneidung von Beiträgen, bin raus, meine Sitzung beginnt endlich, war wieder unterhaltsam.

    Wer ist denn ihr Arbeitgeber? Hat sie einen Träger im Rücken, wenn es zum Konflikt mit dem Vater und/ oder Lehrkraft kommt? Wer entscheidet, was im schulischen Rahmen der Entwicklung und dem Wohl des Kindes am ehesten entspricht?

    Das ist vielleicht in Berlin ein normales Vorgehen. Bei uns würde so ein Konstrukt (aus gutem Grund) kein Jugendamt bezahlen.

    bist du dir da sicher?
    Ich kenne mich in dem Bereich nicht aus, aber ich sehe hier (NRW) sehr viele Privatanzeigen von Eltern, die jemanden suchen, die verfügen ziemlich sicher über ein Budget (sie dürfen natürlich nicht Geld für sich behalten oder so, sondern sie können es halt so einsetzen, spart dem Amt viel Papier und Verwaltung). Ähnlich wie bei Menschen mit Behinderung das Budget, das man selbst verwalten darf (bitte nicht auf die Begrifflichkeit festnageln, aber das ist in dem Fall 100% so, dass die Person das Geld selbst verwaltet und Arbeitgeber*in ist)

    (Hochschul-)vorlesungen sind in der Tat eine völlig andere Situation...

    naja...
    Ich bin vermutlich sehr old school, bin aber eindeutig kein Fan von hybrid, weder als Lernende noch als Lehrende. Ich kann mich sehr mit Videovorlesungen / Vlodcasts und so weiter anfreunden (sowohl als Lernende als auch als Lehrende) aber diese Forderungen von Studierenden, dass post-Pandemie das Hybrid-Format weiterhin besteht, um schön währenddessen im Ausland weilen* zu können, sehe ich aus allen möglichen Perspektiven sehr kritisch.

    *das ist das, womit ich konfrontiert werde, aber meinetwegen ersetzen durch: Vollzeitpraktikum woanders in Deutschland.

    tja, steht sogar im Namen ;)

    Ernsthaft: bei allem Ärger zur persönlichen Personalsituation (die ich vermutlich auch nicht hinnehmen würde, aber das weiß ich gerade nicht), finde ich wichtig, Themen und Probleme wie Schulangst und weitere psychische Diagnosen ernstzunehmen (und ich hätte tatsächlich gedacht, es sei eine bekannte Diagnose (im Bezug auf "man erlebt immer was Neues". Also ich hatte nie den Fall aber es ist mir bekannt).

    Dies gesagt: mich irritiert die Maßnahme, es ist definitiv nicht die Art Maßnahme, die ich Laie erwartet hätte.

    In Hessen kenne ich persönlich auch nur kostenpflichtige Schulen.

    wie meinst du das?
    Für den sonderpädagogischen Bereich? Ich hab da ein Praktikum an einer Förderschule gemacht, sie war ohne Schulgeld. (Ich würde gerne sagen "100%", aber wer weiß. Auf der Seite steht da was von LWV als Träger. Es irritiert mich durchaus, kenne mich aber in dem Bereich nicht gut aus.

    Sonst: die bischöflichen Schulen / Schulen in kirchlicher Trägerschaft sind auch in Hessen schulgeldfrei.

    egal wie lange man Lehrer ist, man erlebt doch immer wieder was neues. In meiner kommenden Klasse ist (oder eben nicht) eine Schülerin mit Schulangst. Die Eltern haben sich das ärztlich attestieren lassen

    Andere Formulierung: Ein Arzt hat bei deiner Schülerin eine Schulangst diagnostiziert und einen entsprechenden Attest ausgestellt.

    Denn es kann mir niemand garantieren, dass nicht die Eltern die ganze Zeit zusehen und es Mitschnitte gibt.

    Gut, man kann nie ausschließen, dass jemand mit einer separaten Kamera oder speziellem Programm aufnimmt, aber wenn man zum Beispiel Zoom / Teams selbst startet, hat man ja die Kontrolle, ob ein Teilnehmer aufnimmt oder nicht (nur derjenige, der die Rechte der Session kann das und man weiß es auch als Teilnehmer*in)

    Zitat von Quittengelee

    Achso, also man kann sich nicht für eine nicht anerkannte Ersatzschule beurlauben lassen? Für welche Tätigkeiten darf man das sonst, zum Studieren/ Oma pflegen/Weltreise machen?

    Im Moment gehen aufgrund des Lehrermangels Beurlaubungen natürlich nur noch aus familienpolitischen Gründen, früher ging da mehr, was aber m.W. nie ging, war beurlaubt werden um woanders zu arbeiten.

    und zwar nachweislich und in einem bestimmten Rahmen.
    Also: ich darf nicht meiner Nachbarin unter die Arme greifen und reduzieren, um nachmittags die Kinder zu beaufsichtigen.

    Weltreise wäre okay (so wie der Rest auch), aber nicht bei einer Beurlaubung, sondern durch das Teilzeitmodell in Blockform (Sabattjahr)

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