Beiträge von chilipaprika

    Meine Schwester und ich sind die ersten Enkelkinder, die nicht die ganze Zeit zur Oma durften (und wir sind Nummer 11 und 13...), sondern nur ein Tag in der Woche ab der Grundschule...
    Meine Mutter hat ab meinem 10. Lebensjahr von zuhause gearbeitet und hat es immer begründet, dass sie für die Kinder da sein will und das ist für mich der Grund, dass ich es NICHT machen würde. Sie ist nur dauerfrustriert gewesen und hat es uns ständig vorgehalten.
    Und meine Kinder würde sie definitiv NICHT in der (Dauer)Betreuung bekommen. Aus dem Grund, dass sie ein Recht auf Ruhestand hat, aber auch, dass ihr nicht das Vertrauen entgegne, das ich einer Fachkraft entgegnen würde, die ich bezahle und also einigermaßen erzieht, wie ich es mir wünsche.

    Es ist schön, wenn einige auf die Familie zurückgreifen können, aber es ist eindeutig nicht das, worauf der Staat bauen soll.

    nein: NRW: 41 Stunden für Beamten im öffentlichen Dienst.
    25,5 Unterrichtsstunden am Gym (jaja, wir sind in NRW ziemlich gut. In der einen Zeitstunde schaffen wir 2 Unterrichtsstunden, plus die Klassenfahrten...).

    Ich weiß nicht, wer alles die Koordinator*innen in deinem Beitrag sind (A15?), aber es ist in NRW nicht so geregelt und definitiv nicht einheitlich. Eine*r unserer Koordinator*innen hat immer gesagt, keine Entlastungsstunden zu haben, in der Oberstufe ist es festgelegt und da kann man nicht ran (ich glaube aber nicht, dass es 5 sind. Ich weiß nicht mal, ob man für die Koordination ohne eigene Stufenleitung was bekommt (ja, könnte ich gerade nachsuchen, aber ich werde keine Koordinatorin und wollte nur sagen, dass es in NRW eben nicht diese festen Entlastungen für alle gibt).

    Interessant, habe ich in Hessen noch nie von gehört. Ich meine hier ist das gar nicht möglich, weil wir nur ein Unterrichtsfach haben.

    Das ist aber in NRW anders meine ich mich zu erinnern. Bei euch kann man BK-Lehramt mit zwei Unterrichtsfächern (also ohne berufliche Fachrichtung) studieren, oder?

    Ich will nicht in die Details gehen, aber der mir bekannte Fall hat keine zwei allgemeinbildende Fächer, über das Beförderungsverfahren kann man innerhalb der Laufbahngruppe auch wechseln und dann wird halt ein Unterrichtsfach wenn nötig abgeleitet.

    dreisamteacher Ich wusste gar nicht, dass es möglich ist sich als Beamter aus dem Dienst zu entlassen und dann wieder woanders verbeamten zu lassen. Das klingt ja eigentlich auch sinnvoll für meine Situation.

    Wie geschrieben: dann prüfe vorher die betroffenen Bundesländer und drücke die Daumen, dass es zu dem betroffenen Zeitpunkt so bleibt.
    Ich weiß definitiv, dass es vor ca. 10 Jahren die Möglichkeit der erneuten Verbeamtung in NDS gab, vor Kurzem hat aber jemand hier etwas gepostet, dass es aktuell nicht geht (nachdem auch hier zum Teil geraten wurde, einfach aus NRW entlassen lassen und in NDS neu verbeamten lassen.)

    Ich vermute mal, dass die Mehrheit der Kollegen eine Klasse hat und daher in Endeffekt profitiert. Warum sollten sie also dagegen sein. ;)

    Technisch gesehen profitieren nicht mal die. Es profitieren erst diejenigen, die mehr als eine Stunde zurückbekommen.

    und selbst, wenn es so ist, dass die Entscheidung zustande kommt, weil die Mehrheit davon profitiert: Schade, dass die meisten Menschen mit Rawls keinen Kontakt hatten...

    Edit: und offensichtlich auch nicht mit dem Schulrecht. Liest sich einfacher als Rawls, auch wenn es weniger spannend ist.

    Es soll diesbezüglich einen zehn Jahre alten LK-Beschluss geben (war lange vor meiner Zeit) ...

    und (abgesehen davon, dass es so oder so nicht zulässig wäre) den kann jemand vorlegen? und der wurde mehrheitlich gefällt von Kolleg*innen, die dadurch jede Woche eine Stunde mehr arbeiten? (und noch da sind?)


    Es gibt regelmäßig im Forum den Spruch "man hat den PR, den man verdient" (gilt auch in diesem Fall), aber auch "man hat (manchmal) die Schulleitung, die man verdient".

    Ne, nicht 4 Stunden. Sondern anstelle von 25,5 U-Stunden eben 26,5 U-Stunden bei vollem Deputat. Wer dann Korrekturen etc. hat, sollte insgesamt mehr wieder zurückbekommen (bei mir jedenfalls so).

    Das heißt, der Sport/Chemie-Kollege ohne Klassenleitung arbeitet 26.5 Stunden für Vollzeitgeld und macht das mit?
    Im Prinzip finde ich ein System einer Umverteilung gut, aber doch nicht eigenständig in einer einzelnen Schule! Das ist Aufgabe der Politik, nicht die eines Kollegiums.

    Das stimmt überhaupt nicht, die Mehrheit unterrichtet 2 Fächer. Monofach gibt's fast nur noch in der Musik und im Zeichnen und das sind genau die, die die kürzere Ausbildungszeit mit der schlechteren Lohnklasse bzw. mehr Wochenlektionen "büssen". In den Naturwissenschaften, insbesondere in der Biologie ist es mittlerweile ganz klar ein Auswahlkriterium bei der Einstellung, dass man zwei Fächer unterrichten kann. Bei uns an der Schule sind in den letzten 2 Jahren praktisch alle Monofach-Mathematiker offiziell zu Mathe + Informatik transformiert worden und die haben alle den Zertifikatslehrgang machen müssen. Informatik im Wahlfach haben die alle auch vorher schon unterrichtet. Zur Studienzeit schrieb ich "typischerweise" und nicht "kürzest mögliche Zeit" und ich bezog mich ganz explizit auf ZWEI FÄCHER.

    Okay, ich versuche es zu verstehen: Die Schweizer Studis planen also von Anfang an, zwei Fächer zu unterrichten, studieren aber in der Regel erstmal ein Fach, unterrichten dann und studieren nebenbei? Ist es eine Auflage und der Vertrag würde vermutlich nicht verlängert, wenn man es zu lange nicht macht? Wie kommt man aber an den Monofach-Lehrauftrag?
    Gibt es einen Unterschied bei des Geistes-/Sozialwissenschaften? Sind sie da von Anfang an mit zwei Fächern im 5-Jahres-Master? (und es wäre eine NaWi-Besonderheit, dass man die Breite nicht kürzen will?)

    (Finde ich gerade super spannend, weil ich gerade Artikel zur Lehrermobilität lese und fast alle deutschsprachigen Studien kommen aus der Schweiz, die nunmal ein anderes System hat, das ich aber nicht kenne, um eventuell die Unterschiede festzumachen (außer: keine Verbeamtung)

    An meiner Schule wird es transparent dargelegt, wobei ich mir vorstellen kann, dass viele der KuK es als intransparent wahrnehmen.
    Viele wollen sowas wie Klassenleitung = X Stunden, Korrektur = X Stunden.
    Wir haben ein Punktesystem und einen Topf (mit wenig Stunden) für die Entlastung von Klassenleitung und Korrekturen (andere feste Entlastungsstunden wie Sammlung, Stufenkoordination oder so, sind ja fest und deswegen vorab.)

    Bei diesem Sondertopf wird sowas wie ein Dreisatz gemacht (und deswegen scheitert es bei sovielen Kolleg*innen):
    Alle Kolleg*innen (die wollen...) füllen einen Zettel aus mit ihren Korrekturgruppen und ggf. Klassenleitung (ich erinnere daran: wir sind in NRW, ich habe am Ende vom Jahr auf meinem Zettel 10-12 Zeilen (eine Zeile pro Gruppe pro Halbjahr), einige Kolleg*innen haben 0 oder 2.
    Irgendwann wurde festgelegt (Zahlen aus dem Kopf und halb erfunden), dass eine Arbeit in der 2. Fremdsprache in der 7. Klasse 3 Punkte wert ist, eine Arbeit in der 9. Klasse 5 Punkte und eine LK-Klausur in der Oberstufe 10 Punkte. Alles durch die Anzahl an Klassenarbeiten und an Schüler*innen multipliziert.
    Am Ende vom Halbjahr habe ich im Schnitt 900-1000 Punkte (und ich bin je nach Jahr nur Top 3-5 gewesen), einige Kolleg*innen 35 (ja).

    ALLE eingereichten Punkte ergeben eine Zahl, die wird dem Topf "Korrekturen" gegenübergestellt, und durch einen einfachen Dreisatz hat man eine super krumme Entlastungszahl. (ich komme in der Regel auf ca. 0,8 Jahresstunden).

    Die Klassenleitungen ergeben sich aus der SuS-Zahl und haben einen separaten Untertopf in diesem Sondertopf.
    Edit: Da ich nie eine Klassenleitung hatte, kann ich die Zahl nicht sagen, ich glaube aber sowas wie 0,3-0,4 Stunden für eine große Klasse kommt raus. Also ein Witz im Vergleich zum Aufwand (jaja, auch am Gymnasium ist es aufwändig. Und es geht um den Vergleich zu den anderen KuK im selben System. Meine Kollegin mit Klassenleitung hat nunmal automatisch mehr Arbeit als ich. ich gönne ihr die lächerliche Entlastung.)

    Also: man kann NICHT sagen, dass "X-Korrekturen = x Stunden", weil es am Ende nicht nur davon abhängt, wieviele SuS wieviele Arbeiten in dem Jahr schreiben, sondern auch was eingereicht wird (der/die Vertretungslehrer*in kann nichts einreichen, sie geht weg, die Vielkorrekturlehrkraft, die pensioniert wird, dem Kollegen mit 35 Jahres-Punkten ist es zu peinlich einzureichen, usw..) Aber grob hält sich das die Balance..

    Ich vermiete keine Wohnobjekte, sondern arbeite mit Studis, die Praktikumsverträge unterschreiben und dann sagen ‚und? Wollen Sie mich etwa festhalten?‘, die eine Wohnung mündlich/schriftlich (läuft alles per Mail) bekommen und zusagen (nachweislich!) und dann woandershin gehen und der Vermieter hat einen Geldverlust, weil er jemandem anderen hätte vermieten können.

    Und alles läuft eben nach ‚ich könnte tot umfallen‘ (das hatte ich tatsächlich auch schon als Grund).

    Und diese beliebige/unzuverlässige Haltung zu Absprachen wird an der Uni eindeutig beobachtet. Die no-show-Quote bei kostenlosen (oder ‚am Tag bezahlen‘) Angeboten (Workshops zb) mit vorheriger Anmeldung und eingeschränkter TN-Zahl liegt bei fast 50% seit Corona.

    Ich kann es halt nicht verstehen.

    Es ist aber so: man entscheidet sich eben NICHT für die freie Wirtschaft mit ihrer möglichen Kündigung in der Probezeit, sondern für das Beamtenverhältnis (und in diesem Fall spielt es eine Rolle)

    Wenn die Stelle sich gut angefühlt hat und nicht Plan Y war, sorry für die harten Worte:

    Werde erwachsen!

    Du bist einer Verpflichtung eingegangen und stehst jetzt nicht in Lebensgefahr, um diese zu brechen.

    Eines deiner Argumente scheint sogar der (höhere) Beamtenstatus zu sein, dann verhalte dich wie ein Beamter.

    Sorry, dass du es hier abkriegst und ich meine es weder persönlich noch dramatisch, aber mich nervt die Beliebigkeit des eigenen Wortes.

    Ich muss gerade beruflich schon wieder das xte Mal dieses Jahr ausbaden, dass erwachsene Studis es sich anders überlegen, eine Stelle nicht antreten, die Miete nicht bezahlen, etc… und immer nur der Gedanke mitspielt ‚tja, Sie können ja nichts gegen mich tun‘.

    Und jetzt auch leicht netter: du suchst schon lange, in x Bundesländern und ein bisschen kopflos. Lass dich darauf ein, das Gras ist nicht immer woanders am nächsten Tag grüner. Wenn du dich nicht binden willst, bleib Vertretungslehrer, sonst musst du halt das Risiko eingehen, dass du woanders etwas verpasst. Trag dich von allen anderen Verfahren aus (wie du es bei der Annahme der Stelle in NRW nebenbei gesagt auch unterschrieben haben solltest) und freu dich auf das Gestalten und den Aufbau deiner neuen Schule.

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