ich kann mich noch gut daran erinnern, wie schockiert ich darüber war, dass die kleine Schwester meiner französischen Austauschschülerin zu Hause von ihren Eltern die Zeitformen von regelmäßigen und unregelmäßigen Verben abgefragt wurde. Die musste das anscheinend genau so lernen, wie ich in der Fremdsprache. Im Deutschen ist das imho nicht nötig, außer vlt. für den Konjunktiv. Schon lustig, dass Französisch für Franzosen anscheinend auch schwierig ist. War das wohl ne Ausnahme oder ist das in F immer so?
Es gibt auf Französisch tatsächlich eine viel größere (und nicht in der Form wie Englisch oder Deutsch systemisierbare) Variation der unregelmäßigen Formen und tatsächlich gibt es bis Ende der 9. einen viel größeren Anteil an Sprachunterricht / Grammatik als in Deutschland (zumindest vom Gymnasiallehrplan ausgehend).
Ich las viel und musste nur beim Passé simple oder Ähnliches mehr lernen. Aber ja, die Grammatiknotenskala wurde auch ausgefschöpft, inklusive Normalverteilung. Also keine Ausnahme.
Aber: Ich hatte schon viele Kids (am Gymnasium!, wenn auch keinem gutbürgerlichen), die die Präteritumformen auf Deutsch nicht spontan können oder gefühlt würfeln (und die Chance ist hoch, wenn man sich am Partizip orientiert
)