Beiträge von chilipaprika

    Also wählt bei euch fast jeder die Fremdsprache ab? Die NaWi-Kollegen wird's freuen. Bei uns belegen circa 40% der Schüler in der Qualifikationsphase eine 2. Fremdsprache, wozu natürlich auch Schüler mit neu einsetzender 2. Fremdsprache dazu gehören.

    Zeiter Satz ist wichtig: die neu einsetzende Fremdsprache "profitiert" total.
    Ob ich allerdings Lust hätte, alle gescheiterten Lateiner und Franzosen in eine Fremdsprache einzuführen, wo sie spätestens zu Weihnachten merken: altes Verhalten mit neuer Fremdsprache bringt auch nichts... ich weiß nicht ...

    Ob die NaWi-Kolleg*innen sich freuen? Keine Ahnung. Nur, weil jemand keine Fremdsprache kann, ist er automatisch ein NaWi-Genie.

    Ich war in der Schulzeit im umgekehrten Fall: ich hatte keine Naturwissenschaften und Mathe mehr (ich korrigiere: 4 Stunden in der Woche insgesamt für Mathe (1), Bio (1,5), Physik und Chemie (1,5) ), da gingen alle diese Kolleg*innen davon aus, wir seien eine geniale geisteswissenschaftliche Klasse... hahaha...
    Es gab (wie auch heute in den Nawi-Gruppen aber sicher auch geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern): einen Drittel super gute Schülerinnen, fast die Hälfte an "Französisch, Geistes- und Fremdsprachen sind der kleinere Übel, aber ich kann nichts und schlafe lieber durchgehend"-Schüler*innen und ein paar durchschnittliche Hanseln.
    (Ja, ich habe richtig gegendert, es gab nur 2 Jungs in der Klasse und sie waren echt schlecht.)

    Wie viele Parallelkurse gibt es in der Mittelstufe, wieviele in der Oberstufe.

    Bei einem 100er-Jahrgang müsste die Anzahl an SuS, die bei uns eine fortgeführte Fremdsprache in der Qualifikationsphase haben WOLLEN bei ca. 5-10 liegen. Tun: 0-3.
    Die Einführungsphase hat mehr Glück. In Latein wegen Latinum, in Französisch wegen "ein Jahr Französisch statt 3 neue Sprache" ? (Eigentlich weiß ich gar nicht, warum es in der EF noch ein paar SuS gibt, oft wissen sie, dass es nicht in die Quali weitergeht. und der Rest merkt in der EF, dass es doch viel Arbeit wird (kein Problem) und es mit einem anderen Fach einfacher wird.

    Die paar super motivierten haben Pech, weil immer öfter kein Kurs (TROTZ KOOPERATION!) zustande kommt.
    Teufelskreis: frühe Beratung und Orientierung der SuS entsprechend, so dass es noch weniger zustande kommt.

    die anonyme Anfrage geht über einen Berater oder Makler, der bei der Versicherung direkt anfragt.
    Grundsätzlich würde ich einen der Beiden beauftragen (ich war bei uns am Ort beim "Fairsicherungsladen", der Berater konnte bei 3 Versicherungen eine anonyme Anfrage stellen. Eine hat abgelehnt (hatte keine Öffnungsklausel), die andere wollte einige Papiere von mir, die dritte hat mich sofort genommen, mit höchstem Risikozuschlag. Sie ist es geworden, die andere hätte auch die 30% aufgezogen, wollte aber noch weitere Belege.


    Edit: Mein Fenster hatte k_19s Beitrag nicht angezeigt und ich habe zu lange getippt. Überschneidung.

    Spannend ist auch, dass es durchaus Flüchtlinge am Gymnasium gibt, die bereits ihre Muttersprache, Deutsch und Englisch und dann noch eine weitere Fremdsprache lernen müssen. Schüler, die russisch oder syrisch als Muttersprache beherrschen müssen dann noch Französisch lernen, um ihren Horizont zu erweitern??? Dazu ist auch generell die Frage, ob man dafür wirklich Französisch oder Latein lernen muss. Vielleicht sollte man dann eher chinesisch als 2. Fremdsprache verpflichtend einführen.


    Also, Hessen ist vielleicht in dem Punkt ziemlich rückschrittig, aber kein Flüchtling muss in NRW neben Deutsch und Englisch und den schon beherrschten Sprachen Russisch / Ukrainisch und Arabisch noch Französisch lernen.
    Es gibt für die Oberstufe eine Regelung, dass man eine Fremdsprache durch die Muttersprache ersetzen kann.
    Wer so jung ankommt, dass er davon nicht betroffen ist (Notenschutz zwei Jahre, dann Oberstufe), ist auch in der Lage, die Fremdsprachenbedingungen des Gymnasiums - wenn er/sie zielgleich unterrichtet wird - zu erfüllen.

    ich finde es eher traurig, dass es aufgrund von Angebot und Nachfrage sowie Belegungspflichten an vielen Schulen echt erschwert wird.
    Ich hatte auch 4 Sprachen in der Schule (wobei es bei uns 3 hieß, Latein zählt nicht zu den Fremdsprachen, sondern wird nur dazu genommen), und obwohl ich mit der dritten schnell wenig anzufangen wusste (lag an der Sprache an sich), möchte ich es nicht missen.

    Das ist erschreckend zu sehen, dass einige den (qualitativen, sowie quantitativen) Sprung der KI in den letzten - sagen wir mal 5, maximal 10 - Jahren nicht wahrnehmen. Wir reden nicht über lustige Übersetzungen, in denen immer zur ersten Bedeutung eines Wortes gegriffen wird. Die KI wird (weiterhin) trainiert, genau aus dem Kontext das zu erkennen. Da die verschiedenen KI-Systeme nicht nur durch ihre Hersteller gut trainiert und gefüttert werden, sondern auch durch unsere Nutzung weiter lernen, werden sie erschreckend gut.
    Man kann keinen realen Unterschied sehen.

    das glaube ich nicht ;)
    Vermutlich reden wir aufgrund unserer unterschiedlichen Hintergründe aneinander vorbei und / oder können uns nicht vorstellen, wie es auf der anderen Seite ist. (und das empfinde ich als den größten Mehrwert des Forums... Es ist unglaublich wie ethnozentristisch ein Lehrerzimmer ist (in der Regel nicht mal bundeslandzentriert, sondern eigene Schule-zentriert), das ist so spannend, zu erfahren, wie es im Norden, im Süden, im Ausland aussieht ...

    oh ja, sorry, Noten werden nicht errechnet.
    Trotzdem sind es keine 80-20% (kenne ich von keiner Schule, an der ich war, aber gut, womöglich anekdotische Evidenz, und ich freue mich zu erfahren, wie andere Schulen es anders machen.
    Die Fächer der Fächergruppe II existiert aber der Bereich "Schriftliche Arbeiten" nicht.

    Schulentwicklung NRW - Lehrplannavigator S II - Gymnasiale Oberstufe - Evangelische Religionslehre - Ev. Religionslehre KLP - 3 Lernerfolgsüberprüfung und Leistungsbewertung

    Hier viele Beispiele für SoMi in der Oberstufe (ähnlich Mittelstufe natürlich)

    Was meinst du mit Leistungsnachweise?
    Mündliche Prüfungen und Klausuren sind nicht vorgesehen, zumindest Klausuren sind nicht zulässig, ich vermute (sorry, keine Kraft, nachzuschauen, aber nahezu sicher), mündliche Prüfungen auch nicht. (Weil es Ersatzprüfungsleistungen von Klausuren in bestimmten Fällen)
    Ich habe also nur die Art von Kurztests, Präsentationen, Teilnahme und Unterrichtsbeiträge (Qualität, Quantität, Kontinuität) zur Verfügung, also alles, was aus dem Unterricht erwächst, Präsentation einer Gruppenarbeit, Ergebnisse einer Gruppenarbeit (alles, was ich halt beobachten darf).

    Was wäre der Vorteil von Gruppenprüfungen? Ich kenne keine und wüsste nicht, was daran gut wäre (also konkret bin ich nie auf die Idee gekommen, dass es eine Form wäre)

    natürlich kann ich sie machen. Und natürlich fließt das Engagement in einer Projektarbeit, in einer Ergebnispräsentation, usw... rein.
    Aber ein kleiner schriftlicher Test (maximal 20 Minuten, das ist geregelt), darf nicht mehr Gewichtung haben als eine Unterrichtsstunde. Wisst ihr denn, wieviele Unterrichtsstunden es in einem Quartal gibt? Genug, dass ich keine Lust habe, soviele Tests zu machen, um nachzuweisen, dass Kevin aus der 8a nichts kann, wenn er sich sonst halbherzig beteiligt, wenn ich ihn drannehme. und Genug, dass Heinz-Bernd echt egal ist, ob er im Test eine 3 oder 5 schreibt, weil es im Durchschnitt keine Rolle spielt.
    AFB III in einem 20minütigen Test (neben AFB I und II) abzufragen, ist auch sehr schwierig (nicht unmöglich, aber schwierig), so dass Tests oft auch zu einfach ausfallen und das Gefühl einer guten Kompetenz vermitteln.

    Aber klar mache ich mir Notizen, wenn ich eine Fishbowl mache und die Kids über die Aufhebung des Fraktionszwangs diskutieren und wir also AFB III live im Unterricht haben (und Heinz-Peter und Klara-Charlotte schon wieder kein Wort sagen)

    ist schon klar, hier in dem Fall ging es um eine ausgeschriebene Beförderungsstelle, extern, wo man im Prinzip nicht wusste, worauf man sich bewirbt (dass die Stellen natürlich schon besetzt waren, ist mir egal, ich finde es schräg, dass ich nicht mal sagen konnte "ich bewerbe mich DARAUF, und wenn es nicht klappt (weil die andere Person, die sich auf DIESE Stelle bewirbt, besser ist, dann ist es halt so", sondern ich hätte von Anfang an etwas haben können, wofür ich weder Interesse noch Qualifikation habe. Da wäre nichts mit Kommunikation gewesen.
    Es ist natürlich was Anderes, wenn sich im Verlauf der Jahre was ändert.

    Die Übergänge sind aber wirklich schwammig. Wenn du in der LZK nachweist, dass eine entscheidende Schlüsselkompetenz des Halbjahres (Anwendung Genetischer Code/ Beschreiben der Proteinbiosynthese in Bio) nicht vorhanden ist, kann man auch zum Schluss kommen, dass der Eindruck der mündlichen Mitarbeit falsch war.

    Ich möchte den Teil auch betonen.
    Ich glaube, einige Kolleg*innen aus anderen Bundesländern können sich gar nicht vorstellen, was es heißt, komplett ohne reale Leistungsüberprüfung ein zweistündiges Fach mit 30 Kids zu unterrichten, und das in einem "weichen" Fach, wo jede*r was sagen kann.


    Ich frage doch nicht ständig ab "Dilara, wer wählt den Bundeskanzler, jetzt sofort, Antwort geben", und irgendwas halbpassendes wird gesagt. Und selbst wenn man als Lehrkraft das (begründete, ich bin halt Profi) Gefühl hat, dass da nichts dahinter steht und das Kind nur strohdoof ist, dann ist die 5 kaum möglich (komischerweise bekommen die Störenden einfacher die 5 also die doofen, aber unsichtbaren Kids).

    Aber es produziert nicht nur Unmengen an Arbeit für wenig Belastbarkeit (ein Test = eine Stundennote maximal), sondern da muss auch die Struktur dahinter stehen.

    Ich habe in meinem ersten Jahr ein paar 4er und 5er aus meinem "Nebenfach" rausnehmen "müssen" (ich kam aus NDS, hatte keine Skrupel, wer nichts weiß, kriegt ne 5, ich hatte sogar Testnoten, die es belegten), aber die Schulleitung macht mir klar, dass ich sowas eindeutig nachweisen müsste (die 5er, bei den 4ern passte es nicht zum restlichen Notenbild, ob ich mir so sicher war. Seitdem benutze ich nur 1-4, außer ich habe es geschafft, eine richtig nennenswerte Anzahl an Unterrichtsstunden zu protokollieren (weil 1-2 Stunden von 10 nicht ausreichen)

    Ja, ich weiß jetzt: meine Noten, hätte mir egal sein können. Ich hatte keine Lust auf Stress und fühlte mich ertappt in einem nachlässigen Verhalten, weil ich eben nicht NACHWEISEN konnte, dass es eine 5 war.

    ... waren aufgabenbezogen ...

    Jetzt ist nur noch "Mitarbeit blabla" und dann wird es verteilt.
    Ich hatte gerade den Fall einer Ausschreibung. An der Schule werden 4 Stellen ausgeschrieben, 5 mögliche Arbeitsbereiche stehen in der Ausschreibung.
    "Die Verteilung erfolgt, wenn alle Stellen besetzt sind".

    Ich finde sowas so affig und kontra-produktiv.
    Da war es quasi eine Erleichterung, dass ich mich eh nicht bewerben dürfte (dann musste ich mich nicht damit auseinandersetzen, worauf ich keine Lust gehabt hätte).

    Nicht falsch verstehen: ich bin die Letzte, die eine Aufgabe bis zur Pension erfüllen will. Wenn ich mich aber auf (zb.) Referendarsbetreuung bewerbe, dann will ich nicht am Ende Medienverwaltung machen. Ich wäre eine gute Referendarsbetreuerin (behaupte ich mal zumindest, solange ich mich bewerbe), aber eine durchschnittliche Medienverwalterin. Es hat dann eben nicht mehr mit Bestenauslese zu tun.

    Korrekt, hier man aber ausnutzen, dass sich das Wubbelsystem aber selber in den Hintern beißt: Wer soll nachweisen, zu welchem Prozentsatz die LZK einfließt? Man darf einfach vorher keine Auskunft zur "mündlichen" Beteiligung an die SuS geben.

    Man kann ein System Mist finden (tue ich auch), sollte sich trotzdem an grundlegenden Regeln halten. Dazu gehört die Transparenz (Kriterienorientierung sowie Gewichtung zu Beginn des Halbjahres bekanntgeben und festhalten, aber auch durch regelmäßige Information über den Leistungsstand, spätestens Quartalsnoten...)

    Wir brauchen auch ein NRW-Wörterbuch (ähnlich den ganzen Bavaria-Einträgen).

    Ich glaube, wir hatten es schon genügend und ausführlich: in NRW schreibt man in der Klausur nur in den (4) Abiturfächern Klausuren sowie in Deutsch, Mathe und einer Fremdsprache, wenn sie nicht zu den Abiturfächern gehören.
    Alle anderen Fächer sind klausurfrei und es ist genauso, wie es da steht: KEINE Klausuren.
    und Tests dürfen eben nicht höher gewichtet sein wie eine Einzelstunde. Das heißt: man "müsste" JEDE einzelne Stunde einen Test schreiben (oder eine mündliche Abfrage durchführen, eine bewertete Präsentation, usw..), um die "SoMi-Note" auf 50% runterzudrücken.

    Es bedeutet also: in sehr vielen Kursen (Bio, Chemie, Reli, SoWi...) sitzen in einem Kurs ein paar (oder mehr) Klausurschreibende und viele (oder weniger) "mündliche" SuS.

Werbung