Beiträge von chilipaprika

    Ich meinte aber nicht mal Zitieren oder Unterstützung.

    Die KI liefert nachweislich falsche Antworten und LÜGT (siehe Beispiel oben). Sie erfindet einen wissenschaftlichen Artikel, den es nie gegeben hat (was sie danach zugibt), um (zb.) ein sprachliches Phänomen, das sie erfunden (!) hat, zu erklären.
    Da weiß ich nicht, wieviele Kolleg*innen in ihrer Vorbereitung à la "was sind die Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen Freuds und Eriksons Entwicklungsmodellen nicht nur reinfallen werden, sondern das auch weitererzählen werden. (Ich bin im betroffenen Fach auf einer landesweiten Mailingliste, wo Klausuren und potentielle Texte geteilt werden. Mein Gott, wie oft melden sich einige mit "ich habe diesen Klausurtext irgendwo gefunden" (also wissen schon, dass dieser Text klausurfähig war und ist), "wer hat einen EWH?". Weil einige NICHT in der Lage sind, selbst den Erwartungshorizont zur Klausur zu produzieren.

    Ich finde, FALSCHE Sachen zu entlarven, erst recht, wenn sie mit angeblichem Beleg geliefert werden, ist echt eine viel größere Hürde, als eine viel zu gute Übersetzung mit noch nicht gelernten grammatikalischen Formen zu sehen.

    In den Gebieten, wo ich mich auskenne, brauche ich das Ding nicht. In den Gebieten, wo ich mich nicht auskenne, erscheint mir das Risiko, dass ich die Fehler nicht merke, viel zu hoch.

    Wisst ihr, worüber ich mir aber Gedanken mache (und ich bin mir dessen bewusst, wie bescheuert und arrogant es sich anhören kann): die vielen (hoffentlich trotzdem eine Minderheit aber mir doch zu viel) Kolleg*innen, die es nicht schnallen werden bzw. selbst sowas als Vorbereitung oder was auch immer nutzen.
    Ich habe jedes Jahr Nebengespräche wegen der Facharbeit (die eben ein Heranbringen an das wissenschaftliche Arbeiten sein soll, usw..), wo (zu) viele Kolleg*innen der Meinung sind, "ach, als hätte ich je gelernt zu zitieren", "ach, ich habe was Anderes zu tun, als nachzuschlagen, ob es plagiert wurde", "ach, sie sind noch in der Schule, sie können es später lernen". Und dann alle Kolleg*innen, die am Liebsten eine fertige Unterrichtsplanung hätten, weil Einlesen und anschließendes, didaktisches Reduzieren zuviel Aufwand ist. Ich spreche nicht davon, dass es im Alltag zeiteffizient(er) ist / sein kann, auf fertige Lehrmaterialien zurückzugreifen. Um Gottes Willen, dafür gibt es auch Lehrwerke und Verlage. Nein, von Kolleg*innen / Referendar*innen, die bestimmte Theorien selbst nie gelesen haben UND (das "und" ist wichtig) so wenig Wissen drum herum haben, dass sie es auch nicht einordnen können, also in der Regel nur knapp über einen Durchschnittsschüler sind und schnell ins Wanken geraten, wenn man mit ihnen eine Abiplanung macht, oder selbst kaum eine neue Klausur erstellen können, wenn es nicht schon den Erwartungshorizont dazu gibt.

    Wenn die KI eh nachweislich lügt und Fehler einbaut und diese erst korrigiert, wenn man sie darauf aufmerksam macht... Wie sollen solche Menschen (Lehrkräfte / Schüler*innen) die Fehler merken?

    Mein Mann kann leider zur Zeit keine Elternzeit machen, hat sein Arbeitgeber abgelehnt, wegen Mangel an Mitarbeiter.

    Das ist auch nicht das grundlegende Problem.

    Seit wann kann Elternzeit abgelehnt werden? (ist eine ernsthafte Frage, das wusste ich nicht (falls es überhaupt stimmt!))

    und doch: es IST das grundlegende Problem. Du brauchst deine ganze Aufmerksamkeit für das Ref, um dich eben nicht mehr von negativen Gedanken leiten zu lassen. (und ja, MÜtter können "ganze" Aufmerksamkeit noch steigern und haben noch Zeit für die Kids. Aber nicht für Betreuung ab 13 Uhr, Haushalt und Vor- und Nachbereitung von Examensprüfungen, die über das Leben entscheiden.)

    ALso: mutmachende Worte: ja, es ist machbar. Das haben viele geschafft. Aber deine Bedingungen könnten auch optimiert werden. Und du bist sicher nicht von einer 2 auf 4,3 durch Rausgehen in einem Fach (warum denn nicht 5?), also ist es sicher für dich auch schöner, wenn du versuchst, durch gute Planung und Vorbereitung, von Anfang an, ganz oben zu sein.
    Sorry. So richtig Mut machen tue ich damit wohl nicht, mich regt es aber total auf, wenn der /die Partner*in sich schön aus Allem rauszieht. Im späteren Leben kann es mir fast egal sein, aber jetzt geht es darum, dass du deine Ausbildung abschließt, da muss er/sie den Kürzeren ziehen. Wenn überhaupt, denn den Kürzeren hast du zur Zeit eindeutig, auch ohne die vollständige Kinderbetreuung.

    Das ist wirklich hart, ich kenne solche Fälle wie von Chili und CDL beschrieben nicht aus meinen Seminar oder meiner Referendariatsschule.

    eine Person in ca. 10 Jahren an einer Schule, die 3-4 Reffis dauerhaft hat.
    (ein paar Durchgefallenen und Abbrüche gab es auch in den Jahren, aber es waren "normale, problematische Fälle" (also: fachliche Schwierigkeiten, keine didaktische Reduktion, nicht mit dem Stress auskommen...)

    Wenn jemand halt alles auf sich vereint und den Schuss nicht hört, wenn man warnt, dann ist tatsächlich der Eintritt in die eigenständige Phase eine Katastrophe. Schüler*innen lassen oft einiges mit sich machen, aber wenn man komplett alleine mit ihnen ist, muss man trotzdem was machen und nicht nur rumstehen.

    Und leider leider war es bei mir ein Fall von "ich studiere Fremdsprachen und lasse mich bei der jeweils anderen Fremdsprache vom Auslandsaufenthalt befreien". Wer auf Französisch keine Nasale kann und Verben nicht konjugiert, hat es schwer im Leben (als Lehrer*in. Für Tourist*innen gilt es nicht, die Franzosen freuen sich über jeden, der Französisch spricht. Nee. Sie halten es für selbstverständlich, freuen sich trotzdem ein bisschen)


    Aber zum Thema:

    Es geht um deine Zukunft und dabei nicht nur um deine persönliche Zufriedenheit, sondern auch um einen enormen Beitrag zur Familienkasse. Also: da muss Mann durch und ggf. den Job wechseln und 5 Monate Elternzeit nehmen, an die Kasse gehen und 15 Stunden arbeiten, ... sonst hast DU am Ende GAR NICHTS. Und damit auch die Familie. Da will ich nicht den Teufel an die Wand malen, aber es muss deinem Mann klar werden, dass 4-6 Monate zurückstecken (und über den Weg der Elternzeit ist es doch super einfach, selbst wenn sein Chef dann nicht happy ist, mein Gott, dein Chef ist zur Zeit auch nicht happy...)

    Trauen ist natürlich so eine Sache, aber ich hatte eine Referendarin, da wusste ich, bevor sie in ihren bedarfsdeckenden UNterricht (den ich vermeiden wollte aber leider nicht konnte, Chef hatte keine Lust auf lange Begründungen) geht, dass es nichts wird. und ihren eigenen Unterricht hat sie kaum angetreten, sie war krank / verschollen / schmollend und dann komplett abgemeldet.
    Auch beim Hospitieren gibt es ja zahlreiche Phasen vor der Klasse (oder bei euch etwa nicht) und wenn jemand seinen Abschluss in beiden Fächern in einer Wundertüte auf dem Ja-Markt wohl gekauft hat und seine Arbeitshaltung auch nicht existierend ist UND das Kommen davon abhängt, ob es heute regnet/kalt ist und gestern spät war, ...

    (Und ich freue mich schon jetzt auf die zahlreichen Hinweise auf den mal wieder depperten Bildungsföderalismus, wo jedes Bundesland dann halt doch wieder sien eigenes Süppchen kocht. Man wird aber doch mal träumen dürfen... :D)

    Genau.

    Also: es gibt definitiv Bundesländer, die nur den Master zählen (und ich glaube eben, dass NDS dazu zählt).
    Genauso wie die Gewichtung 1. und 2. Staatsexamen je nach Bundesland unglaublich stark davon abweicht (NRW 50:50, NDS hatte zu meiner Zeit 2/3-1/3 (ich glaube, Ref stärker), RLP hatte zu meiner Studienzeit eine super krasse Gewichtung (3/4?) des Referendariats, eine Freundin von mir ist unter anderem deswegen nach dem Ref mit ihren Noten nach Bayern gegangen, also: KMK-Vorgaben gibt es definitiv nicht.

    Dasselbe fürs 1. Staatsexamen. Ich war bei der Entwicklung von BEd/MEd in RLP "dabei" und beteiligt und zu dem Zeitpunkt wussten weder Uni noch Land, WIE sie es machen werden, es wurde heiß diskutiert (und ich musste leider mittendrin das BL verlassen, aus meinen Ämtern ausscheiden und ehrlich gesagt hat es mich nicht mehr tangiert, weil ich wusste, dass ich jedem davon abraten würde, unter dem damals entwickelten Modell in RLP zu studieren (6 Praktika im Bachelorstudium, eine quasi Umwandlung der SWS-Zahl in ECTS im Bachelor alleine, jede*r Prof hatte sein eigenes Spezialgebiet zur Pflicht erklärt, usw...)

    weil man natürlich langsamer arbeitet, wenn daneben was läuft.
    Ich tracke auch solche Aktivitäten und mache es konservativ, damit man mir nichts vorwerfen kann, es kommt trotzdem echt viel raus, was ich vorher als "nur Kleinigkeiten" abgetan hatte, weil es eben abends neben einer Serie oder Podcast war.
    Zum Beispiel: meine 50minütige Zugfahrt trage ich manchmal mit 30 Minuten ein, weil ich hier und da vom Netz rausgeflogen bin, dabei arbeite ich von der Minute des Einstiegs bis zum Ausstieg (Endstation).

    es schließt sich nicht aus: nach dem Master kann das Ganze in ein 1. Staatsexamen umgewandelt werden (so wäre es in NRW).

    Ich habe vorhin etwas mit "Note des Masters" gefunden, aber es war keine eindeutige Aussage, deswegen habe ich meine Suche eingestellt und hier nicht geteilt.

    Suchwörter für die eigene Suche:
    Note Zulassung Vorbereitungsdienst NDS

    Note Planstelle NDS

    usw..

    Die Frage war weniger, ob ich wieder hochrutschen könnte. Vielmehr habe ich keine Information darüber, wie es sich mit meinem Erstwunsch verhält. Ich habe bisher weder eine Zusage, noch eine Absage vom Erstwunsch bekommen und ich kann keine Information darüber finden, dass man nur von einem der angegebenen Ausbildungsorte ein Angebot erhält.

    du hast doch nur eine Bewerbung mit priorisierten Wünschen eingereicht. Du bekommst nur eine Antwort mit - im besten Fall, aber in NRW im Normalfall - einer Zusage.

    Edit: sorry, wossen war auf der 2. Seite schon schneller gewesen.

    ja, natürlich. Dein Erstwunsch ist voll mit den anderen Zusagen (und überbucht) und SELBST WENN dort viele absagen würden, und SELBST WENN (absolut unwahrscheinlich) sie unter ihrer Kapazitätsgrenze rutschen würden: da rustcht keine*r von seinem Zweitwunsch wieder hoch.

    ganz generell: es ist kein Problem.

    Ausnahmen:

    - deine Fächerkombi existiert in dem BL nicht als solche (insbesondere: Grundschullehramt und die Pflichtfächer)

    - Bayern macht irgendwelche Hürden (Modul in bayrischer Geschichte oder so..)

    - einige Bundesländer haben ein Bonus- oder Malus-System (für eigene Absolvent*innen, ich glaube: RLP, für externe: zb. Bayern).

    Ansonsten spielt B/Med oder Staatsexamen keine Rolle.
    Nach dem MEd müssen die NRW-Studierenden (formal!) ein erstes Staatsexamen bekommen, um ins Ref zu gehen. Reine Formsache.

    genau. Es ist wie wossen sagt. NRW ist der Plan B von (gefühlt) 80% der Bewerber*innen in Deutschland :D
    Ich gebe aber zu: ich habe auch meinen Platz nicht angenommen (obwohl NRW definitiv mein Plan A war, meine Fächerkombi auch Plan Ab, ich bin 3 Monate später halt ins Plan B Bundesland mit Plan B Fächerkombi gegangen. und bis dahin habe ich weiterhin gejobbt, hatte eine Vertretungsstelle, hätte aber sonst auch Call-Center oder so gemacht). Der Ort passte mir gar nicht und ich konnte gar nicht mal versuchen zu tauschen, weil es glaube ich das einzige Seminar im ganzen Land war (und meine 2 Wunsch-ZfsLs haben gar nicht geöffnet).

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